Die Sicherheit des PhotoTAN-Verfahrens

Apr 12, 2024 Last reply: 2 years ago 145 Replies

Wieso 'Hoffentlich'? Ich habe doch bereits meine Antwort so begrenzt stehen lassen und nicht weiter ausgeführt. Erholsam für alle.

Das, nachdem jemand ein anderes valides Parsing deiner Aussage zeigt, als von dir gedacht?

Keep on digging...

Thomas Prufer

Es ist kein valides alternatives Parsing! Es gibt nur eine einzige korrekte Semantik des Satzes. Diejenige, die ich bereits beschrieben habe.

"ChipTAN liest einen 8-stelligen Startcode per Flickern mit 5 LED"

Es wird behauptet, das erste Wort 'ChipTAN' würde mit den letzten Wörtern 'mit 5 LED' korrespondieren. Diejenigen, die das behaupten, haben einen Knall, der noch weithin hörbar ist und nachhallt. Hier läuft ein Haufen Spinner herum, und einer nach dem anderen gesellt sich hinzu. Diese Gemeinschaft aus Spinnern ist doch nicht ernstzunehmen. Dieser Haufen Spinner blamiert sich - nicht ich.

Keep digging?

Thomas Prufer

Tanz noch etwas für uns, Helmut.

Fast der gesamte Thread ist doch ein Tanz, in dem es nicht um sachliche Themenzugewandtheit geht, sondern um blindes und gequält herangezogenes Bashing.

Helmut Schellong schrieb:

Dafür gibt es hier aber keine Anzeichen.

In diesem Fall ist es die Semiotik, die du nicht beherrschst.

Unklare Ausdrucksweise, das schliesst gewagte Umschreibungen mit ein, fördern halt nicht die korrekte Informationsübertragung.

Helmut Schellong schrieb:

LDR für schnelles Flickern? Kaum. Auch wird man nicht die fünf Flächen einfach auf fünf Sensoren kriegen. Ich gehe davon aus, dass da ein Camerachip verwendet wird. Einfache kosten ja nichts; in der Maus sind so einfache Camerachips.

Marte Schwarz schrieb:

Ich habe am Insti unter diversen Sachen gelitten, Geldnot war nicht dabei. Daher habe ich bei solchen Sachen prinzipiell aus dem Vollen geschöpft.

Der im Dutzend von mir hergestellte Photodetektor sah so aus:

Photodiode Hamamatsu S 3279, ursprünglicher Preis bei Markteinführung etwa CHF 200. Gehäuse: Sucobox. Auf der einen Seite kommt eine Lemo- buchse, auf der andern z.B. eine Linse wie Thorlabs ACL1818U Aspheric Condenser Lens, welche perfekt in die Erdkragen der Sucobox passen. Einige Volt Vorspannung und man kommt auf 1.5 ns Anstiegszeit, bei einer Diodenfläche von 7 mm²!

Rache des kleinen Mannes am System :-)

Ich habe keine Lust, den Kontext zu diesen Bruchstücken aus einem älteren Posting wieder herzustellen, weshalb ich mir eine weitergehende Antwort erspare, die hier ohnehin nichts brächte.

Es handelt sich nicht um ein schnelles Flickern, sondern um ein außerordentlich langsames Flickern. Es sind keine Probleme einer Erkennung des Blinkens jeweils eines Balkens zu erwarten.

Ich hatte etwa 1971 intensiv mit LDR experimentiert. Deshalb kann ich diese Aussage machen. (Der Dunkelwiderstand muß doch nicht mal annähernd erreicht werden!)

Ich sprach oben allgemein von 'lichtempfindlichen Sensoren', gefolgt von einer beispielhaften Liste. Man sollte nicht davon ausgehen, daß ich einen LDR für am wahrscheinlichsten halte. LDR sind seit langer Zeit ziemlich exotische Bauelemente.

Möglich ist das, dennoch glaube ich nicht daran, daß da ein etwa 5cm langer Camerachip Verwendung findet.

Ist langsam genug, das man mit dem blossen Auge das prima Verfolgen kann.

Doch, siehe unten.

Der Reiner SCT tanJack optic SR (für eben diesen Flickercode) hat laut Dokumentation 5 Fototransistoren:

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Das reicht offensichtlich. Und Kamerachips würden die dahinterliegende Elektronik aufwendiger machen (wegen Datenmenge, da müsste man dann wohl einen Mikrocontroller nehmen, der etliche Cent teurer ist ;-))

Meine Vermutung vom nahen Beäugen des vorliegenden Geräts war Fotodioden aufgrund des Aussehens, war ich also nicht _so_ falsch.

Man liest sich, Alex.

Leider ja. Für unterschiedliche Interpretationen von "einfach". Meist gibts auf dem Bankfrontend irgendwelche Größenanfasser, mit denen man sich den Flickercode so hinzieht, daß er mit den Pfeilmarkierungen am Leser fluchtet. Auch die Frequenz des Codes ist einstellbar, falls in der Hardware noch ein Z80 mit 1MHz werkelt und das Programm in 8K-BASIC geschrieben ist.

Bis der Code dann eingelesen, der LCD-Monitor mit den Photodioden oder dem Gehäuse des Lesers verkratzt, die TAN ausgerechnet und eingetippt ist, reitet der User von Chip-TAN QR/Photo bereits in den Sonnenuntergang. Die Flickertechnik ist deutlich jenseits der Jahrtausendwende angesiedelt und riecht schon etwas merkwürdig.

Volker

Und ist von der Handhabung auch nervig. Gibt mehrere Gründe, warum das mittlerweile weitgehend und "machen wir nicht mehr, nimm QR/Photo" läuft.

War damals ("vorm Kriech!") halt das, was man mit der absolut billigsten Hardware (5x Fototransitor, einzeiliges LCD, billigster 8Bit Micro- controller) hinreichend zuverlässig hinbekommen hat.

Man liest sich, Alex.

Volker Bartheld, 2024-04-23 10:58:

[...]

Die Technik wurde erst nach 2006 eingeführt. Und "deutlich jenseits der Jahrtausendwende" gab es auch noch kein Online-Banking im Browser, mit dem sowas möglich gewesen wäre.

Ich schrieb "angesiedelt". Das hatte Gründe.

"Deutlich jenseits der Jahrtausendwende" hat man in Steintafeln gemeißelt. Ungefähr dort bewegt sich auch Flicker-TAN, umso peinlicher, wenn irgendwelche Pfennigfuchser 2006 der Ansicht waren, das sei eine tolle Idee. Viel toller als i-TAN-Listen. Übrigens auch 2FA, mit separater "Hardware" sogar.

[ ] Du erkennst Ironie, wenn sie Dich in den Hintern beißt.

Volker

Volker Bartheld, 2024-04-23 20:04:

iTAN-Listen wurden regelmäßig abgetippt und in Home-Banking-Software abgelegt. 2FA war da dann gar nichts mehr. Sie waren auch simpelst kopierbar, so dass der Angreifer sie benutzen kann, ohne dass der legitime Nutzer das mitbekommen hätte.

Schnelle Bilderkennungsverfahren, die einfach anhand der Aufnahme eines Bildes vom Bildschirm einen Code zuverlässig erkennen, wären 2006 auch nicht nicht wirklich günstig machbar gewesen. Der ESP8266 kam erst etwa

6 Jahre (2014) später auf den Markt und wäre für diese Aufgabe vermutlich immer noch viel zu langsam. Der ESP32 wäre geeignet und gut bezahlbar, aber der war auch erst ab 2016 zu haben. Nur weil heutige Smartphones das quasi nebenbei erledigen, heißt nicht, dass man das vor fast 20 Jahren auch schon so einfach hätte haben können.

Statt mit Flickercode gab es chipTAN später auch mit USB oder Bluetooth. Hat sich aber wohl nicht sonderlich durchgesetzt, weil man dafür zusätzliche Software braucht und nicht einfach von einer Website einen Code einscannen muss.

Es gibt jedenfalls kleine Module, die Kamera+Auswertung auf einer kleinen Platine integrieren, die man selbst zu Apothekerpreisen für Hobbyprojekte für 20-30 Euro kriegt, und die problemlos funktionieren.

/ralph

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"... Seit dem 7. Januar 1986 wurde mit einem neuen Verfahren, dem sogenannten Videodat, die Software während der kompletten Sendung mit ausgestrahlt. Ein kleiner Bildschirmausschnitt (unterhalb der Austastlücke am oberen Bildschirmrand) übertrug die Bytes als schwarz/weiße Kästchen. Die Datenmenge betrug ca. 50 Bytes/sec. In einer halben Stunde kamen somit immerhin knappe 90 KB zusammen. Durch weitere Veränderungen wurde die Übertragungsgeschwindigkeit im Laufe der Zeit auf 200 Bytes/sec (1988) und 10 kbit/sec (1993) gesteigert."

Das waren ja dann schon prinzipiell nahe Vorgänger.

Grüße, H.

Dann ist ein Buch auch ein naher Vorgänger des QR-Codes.

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