Ich kann mir ehrlich gesagt kaum ein vernünftiges Design vorstellen, wo ich nicht auf Hirarchie verzichten wollte.
Huch, Dokumentieren die alles auf A0 Plotter?
Selbst mei recht übersichtlichen Platinen hab ich meistens >5 Seiten, die irgendwie nach Ordnung schreien. Ein anständiges Projekt kommt schnell auf
20 Seiten Schaltpläne.
Marte
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M
Marte Schwarz
Hallo Helmut,
Ich geb zu, da hab ich jetzt nie nachgeschaut, bzw wäre mir nichts negativ aufgefallen, aber das wechseln von Netznamen wäre IMHO in der Tat ein böser Bug. Bei mir bekommt aber ohnehin jedes Netz, das eine Hirarchieebene verläßt ein Label und damit einen klartextlesbaren Netznamen.
Marte
F
Frank Buss
Ich kenne eine Firma, die mit Eagle nur per Hand routet, weil die meinen, der Autorouter sei nicht so gut, dem ich durchaus zustimmen kann, wobei der aber in der Version 5 schon besser geworden ist (ich glaube aber Busleitungen kann der nicht parallel verlegen oder gar so Schnörkel reinlegen, um unterschiedliche Leitungslängen auszugleichen, wie man es manchmal auf PC-Mainbaords sieht). Letztens bei einem Board mit 3 mittleren BGAs, einer handvoll TQFPs usw. Ich weiß ja nicht, ob das wochenlange manuelle Routing nicht besser in ein anderes Programm investiert wäre, zumal die des öfteren neue Boards entwickeln, aber ist immer das alte Argument: Haben wir schon immer so gemacht, läuft gut, werden wir auch in Zukunft so machen.
Frank Buss, fb@frank-buss.de
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O
Oliver Bartels
[...] Böse Zungen behaupten, dass es bessere gibt ;-)
Wohl sehr wahr.
Wir "genossen" schon um 1995 bei einem damaligen Telco-Ausrüster deren von Etabliert zu Bundespostingen eine gewisse Abteilung für Multiplexsysteme, deren Cheffe meinte, eine eigene Arbeitsgruppe einsetzen zu müssen, um zu zeigen, dass _seine_ Platinen angeblich _nicht_ automatisch zu entflechten seien. Dieser Mann war immer für unheimlich viel Firmenpolitik gut und ist gerne und viel nach USA zu den Veranstaltungen einer bestimmten EDA-Größe gereist.
Diese Ausrüster-Firma gibt es heute nicht mehr.
Wir haben aber auch um 1889 rum einen anderen Telco-Ausrüster beliefert, der mit unserem System Leiterkarten für Funk- Basisstationen eines neuartigen digitalen Mobilfunkystems entflochten hat, die nahezu alle über unseren Autorouter gelaufen sind.
Dieses Funksystem, das Kürzel stand übersetzt wohl für irgendwas in der Art "Spezialeinheit Mobilfunk" ;-)) , ist heute _der_ weltweite Standard schlechthin. Es ist dies eines der erfolgreichsten europäischen Projekte in der Kommunikationsbranche überhaupt gewesen, mit einer Unzahl neu geschaffener Arbeitsplätze.
Eagle ist ein bisschen wie Assembler, wenn man das optimiert macht, weiss man, dass es nicht besser geht. (Ein professioneller Layouter macht deshalb nicht nur die kritischen Sachen immer per Handrouting, ausser es ist Zeitnot und das 24 Lagen Board ist zweiseitig bestückt mit BGAs und Analog, dann wird zumindest das Unwichtige von einem guten Router fertiggestellt - aber nicht mit EAGLE)
Die Basis eines Layout Systems ist die Library, da steckt zum Einen viel Arbeit drin (Kein Profi nutzt die mitgelieferten Libs kritiklos, also unüberarbeitet und getestet, also man macht am Besten Alles selber). Zum Anderen sind die eigenen Libs schon durch andere Projekte getestet und ausgefeilt. Diese Bibliotheken müssten auf ein anderes CAD System übertragen werde, was keiner 100% fehlerfrei hinkriegt. Also wechselt man nicht so einfach sein Layout CAD.
Das Beste an EAGLE ist die automatische Netzlistengenerierung, mit der man mal scnell was im Schaltplan ändert, und sofort im Layout weiterkommt. Das kann in der Form kein mir bekanntes System (siehe z.B. auch renumber-xxx.ulp).
Die Huerde ist die Einarbeitung, und einige sehr eigenwillige Bedienkonzepte (wie Cut&Paste), die sich auch in der neuesten Version wieder geändert haben. Aber die CADSOFT newsgroups sind der Schlüssel zu allen Problemen.
MIKE
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OHO-Elektronik
Michael Randelzhofer
FPGA und CPLD Mini Module
Klein aber oho !
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J
Joerg
Dann wird Eure SW vermutlich nur wenig in Bereichen wie Med, Aerospace oder Mil eingesetzt. Ein Flat-Sheet Schaltbild mit 20 oder mehr Seiten wuerde dort den Zorn eines jeden Inspektors hervorrufen. Und die Leute will man wirklich nicht veraergern.
Kann ich nicht bestaetigen. Fuer meine erste CAD Lizenz (OrCad) hatte ich 1989 $499 bezahlt und das fand ich nicht besonders teuer. Volle Hierarchie, script-faehig, bestes CAD seitdem geschnittenes Brot erfunden wurde.
Wie auch immer, hier scheint es dass derzeit Altium das Rennen macht. Das Programm kenne ich nicht, soll aber Business Class sein und im Moment fuer $995 vertickt werden. Muss ich mir wohl nochmal ansehen.
Das schaffen aber Toyota, Nissan usw, ganz praechtig. Da kannst Du die $15000 Sardinendose kaufen, aber auch alles andere bis hin zum dicken Lexus. Die Marke hat nichts gross damit zu tun, es sind die gleichen Ingenieure und Arbeiter die den bauen und frueher hiess der auch Toyota Crown.
Ist schon ganz ok, viele Firmen haben heutzutage Schwierigkeiten, ueberhaupt eine Summe in Schwarz unterm Strich gezahlt zu bekommen. Schulden bis ueber die Ohren usw. Kenne einige traurige Beispiele, und da hat Cadsoft wohl eine weisse Weste. Ist heutzutage nicht mehr so einfach.
Ich habe meine kleinen Radiopraktiker-Buechlein von frueher noch.
Nun ja, sooo dolle war der von Cadsoft auch nie. Ausser bei Mentor, Cadence und Co ist der nirgends besonders prickelnd. Und bei denen weiss man wer den letztendlich bezahlt. Hint: Ich habe damals nach der Einwanderung ein Auto gekauft, fuer das so gut wie ueberhaupt keine Werbung gemacht wurde. Sehr zufrieden.
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
Passierte beim Setzen von Mehrfach-Opamps oder anderen Arrays, wo oft aus technischen Gruenden auf keinen Fall ausserhalb eines Gehaeuses umgruppiert werden darf.
Ja, aber die haben nicht reagiert. Auch in der NG dort wusste niemand Rat. Ich beobachte sie allerdings oefter. Vielleicht bin ich ja auch der einzige verbliebene der noch haarige Analogsachen diskret macht ;-)
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
Mir geht es vor allem darum, dass andere das Schaltbild besser verstehen. Besonders die Inspektoren der entsprechenden Ueberwachungsbehoerden, denn die will man wirklich nicht veraergern. Und diese Jungs erwarten nunmal wie ich auch eine saubere Top-Down Dokumentation, die sich auch ueber das Schaltbild zu erstrecken hat. Nicht eine elektronische Loseblattsammlung.
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
"Ja wo war denn nochmal der Mischer der den Tontraeger ...?" Kruscht ... wuehl ... blaetter ... raschel :-)
Bei OrCad wechseln die Netznamen nicht. Man muss nur Disziplin wahren lassen und Netze wie Busse auf hoeheren Lagen genauso belassen wie auf der untersten Stufe (die dann ja ins Layout geht). Ich pruefe saemtliche Netzlisten von Hand gegen das Schaltbild, schoen mit Kaffee und Buntstift. Da hatte ich nie ein Problem, ausser bei Flat-Sheet Strukturen weil ich dabei oft die CAD Suchfunktion brauchte um R193 oder Q165 zu finden. Mit einem hierarchischen Plan kann ich das gemuetlich am Pool machen. Da passt eine Margarita allerdings besser :-)
Gruesse, Joerg
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Oliver Bartels
Bitte ?
Sorry, aber das ist Standard, mal eben schnell im Schaltplan was ändern und dann zurück ins Layout.
Genauso soll das auch sein, klar lesbare Port/Netznamen. OrCad-SDT hatte das sogar erzwungen, es moepte wenn da was nicht uebereinstimmte.
Gruesse, Joerg
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Joerg
[...]
Wie heisst dieser Standard denn?
Gruesse, Joerg
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Frank Buss
Bei Eagle darf man aber nicht vergessen das Board mit aufzumachen, denn sonst wird das Layout nicht aktualisiert und beide Dateien inkonsistent und man hat viel Spaß. Seit neueren Versionen fragt Eagle aber zumindest beim Schaltplan öffnen, ob das Layout auch mit geöffnet werden soll.
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Oliver Bartels
On Sat, 26 Sep 2009 06:25:48 -0700, Joerg wrote
Doch, es sind einige, gerade Med.
Das ist hier definitiv anders, ich sehe auch keinen Grund, warum ein sauber ausgefährtes Schaltbild über mehrere Blätter hinweg für den Hörrn Inspektor ein Problem sein soll.
Im Gegenteil: Bei der Hierachie besteht eine zusätzliche Fehlerquelle durch umbenannte Netze.
Merkst Du was: Du betreibst selber einen extrem umständlichen Entscheidungsprozess, um nach 20 Jahren (!) weniger als tausend Dollar beim EDA Lieferanten zu lassen.
Gut, dazwischen hast Du Eagle Layout erworben, aber davon wird die Branche auch nicht reich.
Weißt, jeder Autoverkäufer würde typische EDA-Evaluierer mit dem Credo "hmm, kann ich den vielleicht nochmal einen Monat probefahren" ;-) vom Acker jagen.
Hallo, fast jeder kauft ein Auto, kaum einer eine EDA Software, und Autos rosten.
D.h. irgendwann, wenn "der TÜV uns scheidet", _muss_ der Autokäufer erneut in die Tasche greifen.
Bei einem kleinen Schaltbild ist es ok. Wenn Monsieur l'inspecteur jedoch suchen oder gar fragen muss, wird er schnell pampig.
Dann hat der Ingenieur was falsch gemacht. Das ist mir in ueber 20 Jahren CAD nicht passiert. Ein gutes CAD warnt dann.
Was ist da umstaendlich, wenn man ab und zu mal nachguckt? Bis zur Auswanderung hatte ich mit vollster Zufriedenheit OrCad benutzt, in der Firma hier haben wir das dann auch getan, jetzt Eagle oder was immer der Kunde vor Ort hat. Orcad hat mit dem Schneeballeffekt hoch fuenfstellig einkassiert.
Du weisst, das ich Layouts nicht selbst mache. Die gebe ich immer raus, natuerlich mit Begleitung meinerseits bei kritischen Sachen. Der Job kostet manchmal mehr als das CAD des Layouters, aber trotzdem koennte ich es fuer den Preis nicht machen.
Worum es mir geht ist etwas gescheites und moeglichst integriertes zu finden, dass ich guten Gewissens Kunden weiterempfehlen kann. Du koenntest jetzt mit dem gleichen Argument kommen, dass ich nur Peanuts fuer einen LabJack und die SCADA-Software ausgegeben habe. Aber auch dabei gibt es Schnellballgeschaefte, wo Kunden solche Dinger dann kistenweise gekauft haben. Haette ich denen das nicht gezeigt und hingezimmert, haette der Umsatz bei Null gelegen. Der naechste bahnt sich gerade an. Very simple.
Denen bin ich eh ein Dorn im Auge. Mein Mits is nun ueber 12, sieht aus und faehrt wie am ersten Tag, keinerlei Rost, koennte locker noch 10-20 Jahre machen. Das ist aber nichts gegen die aeltere Dame, die 1961 einen gebrauchten Austin Healey kaufte und nun darueber nachdenkt, eines Tages den Fuehrerschein nicht mehr zu erneuern und den Austin zu vererben. Der sieht aus wie aus dem Ei gepellt.
Hier rosten sie nicht :-)
Und nicht ablenken. Zuviel gesnippt. Du schriebst "Eine _Marke_ kann schlecht alleine im Billig- wie im Premiumsegment tätig sein." und ich hatte gerade aufgezeigt, dass das sehr wohl geht.
Bei uns gibbet keinen TUEV :-)
Im analogen Bereich sehe ich da nicht allzuviel kommen :-(
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
GSM? Aehm, das ist hierzulande nicht sehr verbreitet, kann also kaum "_der_ weltweite Standard schlechthin sein". Wir sind nicht die Welt, aber immerhin ein ziemlicher Teil davon und m.W. laeuft auch in Indien CDMA dem GSM davon :-)
Ich habe es nicht gross verfolgt, aber, ahem, geht es bei Euch nicht auch in Richtung WCDMA?
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M
Michael Kamper
Hallo Joerg,
Ich habs so gelernt: Jede Schaltplanseite repr=E4sentiert einen oder mehrere funktionelle Bl=F6cke der Schaltung. Dazu kommt dann alles was sp=E4ter im Layout physikalisch in der N=E4he liegt also z.B. Block-Kondensatoren. Anschlie=DFend unterscheide ich die Schaltplanseiten auch beim Numbering. Sheet 1: R1xx, Sheet 2: R2xx, Sheet 10: R10xx usw. Damit kann man einzelne Bauteile auf dem Silkscreen recht schnell einer Schaltplanseite zuordnen.
Gru=DF Michael
J
Joerg
Ok, nur dann musst Du fuer den geneigten Mitleser (a.k.a. Kunde, Inspektor und so weiter) noch ein Blockschaltbild machen. Entweder in einem separaten File auf dem gleichen CAD oder mit MS-Paint. OrCad konnte das integriert, und es stellte sicher dass man kein Net verschwitzte. Meep, meep, meep ... Net "PHS_CLR" has only one connection ... meep, meep, meep. Klappte sauber.
Das geht bei mir oft nicht. Ein aktuell laufender Auftrag: "Also wir haetten maximal fuenf Quadratzentimeter Platz bei maximal 4mm Bauteilhoehe und braeuchten ...". Gefolgt von einer langen Liste analoger Funktionen, hohe Spannungen und so weiter. Mein Layouter sagte das gleiche was ich dachte: Da passt gar kein Silk Screen mehr drauf. Vielleicht hie und da ein Strichlein, mehr aber nicht. Mit ach und krach ging die Baugruppennummer in Haeckseln drauf, aber auf den produzierten Leiterplatten kannst Du die nur mit Mikroskop oder Lupe mit extra Staerke lesen. Es ist erstaunlich was mit Siebdruck heute alles machbar ist.
Gruesse, Joerg
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C
Christian Zietz
Joerg schrieb:
Nun, bei Euch leidet er am NIH-Syndrom, aber ein Standard, der von 80% der Mobilfunkkunden genutzt wird, darf sich imho mit Fug und Recht »_der_ weltweite Standard schlechthin« nennen.
Eben. Die restlichen 80% haben halt keine NIH-Probleme.