Bodenmikrofone, Geräuschortung ...

Jun 22, 2008 28 Replies

Moin!



Ich hab hier ein Problem ... erst dachte ich, es liegt daran nun wirklich mal einen wirklich leisen Rechner im kühlen "Keller-Büro" zu haben, aber es wiegt schwerer ... - aber der Reihe nach.



Wenn ich hier im Keller sitze höre ich neuerdings ein 50-100Hz brummen. Scheint von irgend einem Motor zu kommen. Fatal daran ist noch, dass er mit



3-5 Sekunden Abstand in Resonanz kommt ... oder ist dies besser als eine Schwebung zu beschreiben?

Erst dachte ich noch ... ok, Gefrierschank nebenan ... hin, geschaut - ne der läuft nicht. Dann, ok Kühlschrank von oben ... hoch, geschaut, ne auch nicht. Nun die Suche etwas effizienter: Rechner runter gefahren, Hauptverteilung, alle Vorsicherungen raus. gelauscht: MIST immer noch zu hören. ;-(



Nächster Gedanke, es war immer da. Nur höre ich es jetzt erst und im Keller eben durch Bodenschall und Mauern besonders gut. Aber auch gefehlt. - Im 2. Stock auf dem Thron ist es auch noch zu vernehmen. Selbst im Bett hört man es.



Ok die Gegend hier ist etwas ab vom Standkern und Autobahn. Aber ich leide weder an alters noch Disco bedingter Taubheit. Also nicht jeder hört es und für was offizielles (o.ä.) zu leise.


Meine Fragen: Wird der bei dem das Teil steht nicht völlig wahnsinnig? Und wie kann ich da halbwegs die Richtung anpeilen?



Wunschliste erster Revision wären 2 kleine Bodenmikrofone zum "einschlagen". Am besten noch über USB an den Rechner angestöpselt und ein klein wenig Software was die Frequenzen darstellt und die Zeit in ms vom Delay zwischen den beiden bzw. gleich in Metern ;-).



Was ist euer Vorschlag?



Ebay sagt leider zu Bodenmikrofon und sogar zu Lasermikrofon null Treffer. ;-(


Ansonsten habe ich die banalen Möglichkeiten schon durch. Keine Neuverpackungen von Geräten beim Müll. Auch sind Altgeräte um die Häuser nicht auszumachen.



CU Stefan



PS: Lasermikrofone sollten doch ein beliebter Artikel sein? Oder zu Aufwendig/falscher Suchbegriff?



Stefan Hundler schrieb:

Hallo,

das wird das süddeutsche Brummen sein.

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Ein Lasermikrofon nutzt da nix, weil da ein schwingungsfreier Aufstellungsort notwendig ist.

Als Bodenmikrofon kann man einen dicken gusseisernen Nagel in den Boden hauen und daran ein Mikrofon befestigen.

Bernd Mayer

Schäuble, wenns Dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben!

Moin Stefan,

das was Du suchst ist ein Grenzflächenmikrofon. z.B. sowas hier:

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Allerdings wirst Du um eine Bastellösung nicht herum kommen.

Wir hatten mal einen Thread "Zähler brummt". In die Richtung würde ich nach Deiner Beschreibung auch tippen.

Peter

Stefan Hundler schrieb:

Es sind ca 48 Hz und kommt von Asynchronmaschinen. Tippe auf Klimageräte. Orten mittels Körperschallmikrofon oder Schwingungsaufnehmer AKA Accelerometer. Ja, genau jene mit welchen manche hier Neichung messen wöllen. (Was schon geht mit gewissen Einschränkungen)

Mit dem Styroporbecher von der Kaffeemaschine an der Wand und mitm Ohr in der Öffnung (vorher waschen Ohr & Becher) oder mitm alten Stethoskop gehts auch, janz ohne Elektronikzauber.

w.

Telepolis hat dazu geschrieben, daß die Behörden das messen konnten und Untersuchungen im Herbst vorstellen wollen:

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Der Artikel ist von 2001, gibt es die Untersuchungsergebnisse mittlerweile und was ist dabei herausgekommen?

Interessant auch das Projekt hier, was im Artikel referenziert wird:

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Ich denke nicht, daß das mit dem Brummen zusammenhängt, aber finde es bedenklich, mit 4,7*10^9 Watt an der Atmosphäre herumzuspielen. Die Webseite des Projektes

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schreibt allerdings nur was von 3,6*10^6 Watt, was ja im Vergleich zu anderen Sendern nicht besonders viel wäre (siehe z.B.
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, mit 2,5*10^6 Watt).

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Frank Buss schrieb:

Das ist ERP:

Das nicht.

Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Ist also nicht vergleichbar mit dem russischen Radiosender, sondern tatsächlich um ein paar Größenordnungen stärker? Laut der Projektwebseite ist es aber nur ein Bruchteil dessen, was von der Sonne eingestrahlt wird, können wir also beruhigt sein :-)

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Frank Buss schrieb:

Der Radiosender wird wohl eine mehr oder weniger rundstrahlende Charakteristik haben. Das Array von HAARP hat hingegen einen großen Antennengewinn, also eine starke Bündelung. Du kannst Dir auf deren Webseite übrigens den Gewinn (je nach Frequenz über 30dBi) und die ERP für eine Frequenz und eine Arraykonfiguration berechnen lassen.

Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Nein, er sucht nach einem Körperschallaufnehmer (siehe und )

Es gibt Körperschallaufnehmer durchaus fertig zu kaufen. Allerdings sind diejenigen, die ich kenne nicht gerade billig, außerdem benötigt man noch einen - ebenfalls nicht billigen - Verstärker dazu.

In Elektor gab es vor langer Zeit mal einen Artikel "Elektronisches Stethoskop". Ich weiß allerdings nicht mehr, ob in dem Artikel neben der Verstärkerelektronik auch der Bau des Schallaufnehmers beschrieben war, oder ob sie einen fertigen Aufnehmer verwendeten. Aber immerhin könnte man bei diesem Artikel mit der Suche starten.

Grüße,

Günther

Christian Zietz schrieb:

Ich verdeutliche ERP gerne am Beispiel eines 1mW Laserpointers.

Wieviel Watt müßte eine Glühlampe ohne Reflektor im Zimmer haben, um die Wand so hell zu beleuchten, daß der rote Punkt kaum noch zu erkennen ist?

Bei 500W (ca. 10W Lichtleistung) sieht man den Punkt noch, der Laserpointer hat also eine EIRP von über 10W!

Falk

Das glaube ich weniger, denn ein Grenzflaechenmikro soll den an der Wand oder am Boden reflektierten Schall aufnehmen und eben nicht den in selbiger geleiteten. Die Entkopplung vom Boden ist erstaunlich gut, wie ich frueher oefter bei der Tonaufnahme im Theater beobachten konnte (Grenzflaechen auf Buehnenboden in der Naehe der Rampe, oder in/auf Kulissen). Sowas baut man zumindest zu Testzwecken schnell aus einer Elektret- kapsel und einem Trumm Brett, an den Kanten leicht angeschraegt.

Ich wuerde aber in diesem Fall auch eher in Richtung feste mechanische Kopplung gehen, sowas wie mit dem Nagel oder der Eisenstange...

Brummfreie Gruesse, Michael

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Stefan Hundler pisze:

Wenn schon, dann soll man unter Geophon oder Körperschallmikrophon suchen. Beides ist ziemlich aufwendig. Einfache Suche kann mit einem breitbandigen Mikrofon und einem Resonanzkörper beginnen. Solche Mikrofone sind brauchbar für etwa 20 Euro zu bekommen. Lasermikrofon oder Vibrometer ist sehr teuer.

Damit lässt sich mindestens die Frequenz finden und vielleicht auch die Charakteristik der Quelle (wann sie sendet, wie ändert sich die Frequenz, usw.).

Wenn es sich um eine Quelle handeln sollte, die entfernt ist und nur wegen einer ungünstigen Bodenbeschaffung in dem Keller härbar ist, kann es u.U. aüßerst trickreich werden, bis man sie findet. Schall mit niedrigen Frequenzen kann unter günstigen Bedingungen sehr weit wandern. und Kellerräume können als Resonanzkörper wirken.

W. Bicz

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Ein gusseiserner Nagel ist ungefähr so sinnvoll, wie einer aus Gummi. Das Gusseisen wird beim ersten Schlag zerspringen. (SCNR)

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

Kai-Martin Knaak schrieb:

Ooch, den gießt man aus GGG, dann geht das schon. Joerg nimmt bestimmt *nur* solche.

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann schrieb:

=2E

t

Auch du, Dieter, wirst von der Euronormeritis nicht verschont. Fr=FCher DIN GGG ; Heute GJS

--=20 mfg hdw

Horst-D.Winzler schrieb:

Seh ich kein Problem drin.

Stimmt natürlich, aber die Macht der Gewohnheit...

Gruß Dieter

Ah. Wieder was gelernt.

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

Ich habe einige gusseiserne Naegel aus der Gold Rush Zeit. Im Holzofen aus dicken Holzstuecken rausgebrannt. Die hatten immerhin um die 150 Jahre gehalten und ja, die wurden mit einem dicken Hammer reingeschlagen und sind nicht zersprungen. Bie Interesse kann ich in der Garage einen heraussuchen und ein Photo machen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Joerg schrieb:

Sicher dass es keine (hand-)geschmiedete Nägel sind? Wir haben im alten Dachstuhl von unserem Haus (BJ 1880) da auch noch ein paar beim reparieren entdeckt.

Klaus Rotter * klaus at rotters dot de * www.rotters.de

Klaus Rotter schrieb:

Natürlich sind sie das.

Gruß Dieter

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