Blitzgenerator mit IGBT

Jan 03, 2005 65 Replies

Ein paar IGBT's oder Thyristoren geringerer Spannungsfestigkeit in *Serie*, die Spannungsverteilung im abgeschalteten Zustand läßt sich leichter sicherstellen (Widerstände) als die Stromverteilung bei derart heftigen Strömen. Alternativ Begrenzung der Strom- Spitze durch eine Induktivität, aber das wird Dir eher nicht gefallen.

Zündung z.B. über Optokopler, LED's natürlich in Serie, weil eine fehlende Zündung das betroffene Bauteil nicht überleben wird. Eine andere bekannte Patentlösung (Behlke) ist die Zündung über Übertrager mit durchgezogenem Draht als gemeinsamer Primär"wicklung".

Wenn Du damit Goldtaler meinst, dann passt das schon.

Für Deinen elektronischen Schalter gilt:

- Es gibt solche mit hoher Spannungsfestigkeit

- Es gibt solche mit hoher Stromfestigkeit

- Es gibt preisgünstige solche

Such' Dir einfach genau zwei Eigenschaften aus ...

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Oliver Bartels schrieb:

ACK, aber...

...das wird auch aufwändig, die Empfängerseite will ja jeweils auch ein bischen Strom haben.

Ist eleganter, erfordert aber Sorgfalt bzgl. der Symetrie.

Sperr einen Jungabsolventen (nicht Energieelektronik) und einen Schlipsträger zusammen, die heben diese Regel locker auf, aber nur auf PPT-Folien.;-)

Gruß Dieter

Moin..

Cool! Hatte "MCT" bei Deiner ersten Antwort fürn Hersteller gehalten. Was sind das für Dinger, haben die noch einen anderen Namen? Wie tief sind sie in der Versenkung drin?

Gruß, Michael.

"Michael Eggert" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Warum nicht einfach den richtigen IGBT ?

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(etwas zu dick sogar)

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Michael Eggert schrieb:

M_OS C_ontrolled T_hyristor. Intern eine Thyristorstruktur, die über zwei MOSFET-Strukturen gesteuert wird. Vor etwa 10 Jahren hab ich mit ein paar Mustern von Harris rumgespielt, seither hab ich nichts mehr davon gehört. Wenns die noch gibt, dann sicher als Bauteile für die Megawattjungs, ganz andere Liga. Die erwähnten Daten sind aus Notizen über den MCT75P60, Originaldatenblatt finde ich nicht mehr.

Gruß Dieter

MaWin schrieb:

Sicherlich mehr als EUR 100,- Einzelstückpreis.

Gruß Dieter

Hi!

- Weils wehtut, wenns auf den Fuß fällt.

- Weil das Ding dafür gebaut ist, über 4kW thermisch abzuführen, was ich aber nicht man annähernd brauche.

- Weils darum einfach nicht "der richtige" für die Anwendung ist.

- Weil ich nach was gesucht habe, was man hier auch kaufen kann.

Gruß, Michael.

Hi!

Interessanter Ansatz.. Ich denk mal drüber nach.

Das glaub ich auch. :-)

Grmbl, ich will doch gar nichts geschenkt haben. Fast nicht.

Warum halten 42A-Typen einen 200A-Puls aus, aber 125A-Typen auch nur

250A?

Warum steigt der Preis quadratisch mit der Leistung, die Pulsbelastbarkeit aber nur mit der Wurzel der Leistung, so daß der Preis mit der vierten Potenz der Pulsbelastbarkeit steigt?

Gruß, Michael.

Ich schrieb:

Aber

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hat noch was, suche nach MCTV....

Gruß Dieter

Und warum ist das nur bei IGBTs so und nicht bei Thyristoren? Der hier (

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) schafft 75A Dauer und 1500A für 10ms (bei

1200V)... Und das im läppischen TO247...

Liegt am Kapitalismus ;-) Die Anzahl der Nutzer solcher Bauteile geht exponentiell gegen 0. Da hast du sogar noch Glück, dass der Preis nur mit der vierten Potenz steigt...

Georg Acher, acher@in.tum.de http://wwwbode.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Hallo,

der Fairchild HGT1N40N60A4D z.b. packt laut Datenblatt 100A Dauer/ 300A Puls, ist halbwegs schnell und kostet "nur" 45$. Für kürzere Pulse (und mit 30V Gatespannung) halten die Teile bis zu

600A aus, aber nur wenn sie keinen hohen Strom abschalten müssen, sonst latchen die bei 200A. Also die nächstgrößere Klasse. Fuji 1MBI300 z.b., 300A Dauer, 600A Impuls, und dürfte das auch abschalten können. Ich hab einen hier, Baugröße entspricht einem guten DMM, und den Preis will ich besser nicht wissen.Bestimmt 3-Stellig, die erste Ziffer wird größer 1 sein.

Wie wärs mit GTOs? Das sind Thyristoren, die man mit einem kräftigen Impuls am Gate löschen kann. Können Thyristortypisch sehr viel Pulsstrom ab, und dürften dabei noch eher bezahlbar sein.

Robert

Robert Obermayer schrieb:

Bekommt man denn noch so kleine?

Gruß Dieter

Mehr ein nostalgischer Zusatz: Ich hatte mal mit einem ähnlichen Problem zu tun, wo sehr hohe Spannungen mit hohen Impulsen gekoppelt waren. Damals gab es noch das Buch von

Dipl.Ing. Frank Früngel: Impulstechnik, Leipzig 1960

das nur noch antiquarisch zu haben ist. Dieser arbeitete mit selbstgebauten Blitzröhren - Wasserstoff unter Druck, kleinster Lichtbogen, aber extrem kurze Brennzeit und hohe Leistung. Die Lampen waren auch mit primitiven Mitteln nachzubauen (Quarzglas, Zündkerzen als Elektroden, PKW-Ventil und Minidrehbank). Er baute auch Blitzlampen zur photographischen Ausleuchtung eineiger Quadratkilometer.

Zum Zünden verwendetete er im einfachsten Fall ein Wasserstoffthryatron, wie z.B. 4C35 (manchmal noch bei Ebay zu haben). Die Energie kam aus einer Batterie von Styroflexkondensatoren, wegen der geringerern Induktivität.

Wenn Du den Schinken auftreibst, findest Du darin eine Menge anderer Informationen über Probleme, die bei solchen Stoßbelastungen auftreten und hier noch gar nicht behandelt wurden, allerdings nicht über Halbleiter.

P.Prucker

Hallo Michael,

Als ich mich mal nach IGBTs für Spannungen um 3500 V umgesehen ghatte hab ich auch gleich ein Paar fegunden 3,5 kV 300 A :-)

Marte

Hi!

Keine Ahnung, bei denen die ich gefunden hatte, wars nicht viel anders.

Klasse! Da kommen wir der Sache doch schon näher! Und selbst der kleine Bruder CS35 (gibts bei Schuricht) schafft schon 1200A.

Nu hab ich nur noch ein Problem: t_q (wohl die Ausschaltzeit) typ.

100µs. Solche Werte hab ich oft gefunden. 100µs*600A*600V = 36Ws. Das ist noch ne ganze Menge Licht nach dem Ausschalten. Zuviel, leider.

Gruß, Michael.

Michael Eggert schrieb

Während der Ausschaltzeit wird doch nicht mehr die volle Leistung durchgehen. Und kannst du nicht das nach dem Abschalten noch ausgesendete Licht mit berücksichtigen, wenn es um den richtigen Ausschaltzeitpunkt geht?

Sabine

Hi!

Einen Thyristor kannst Du nur ausschalten, indem Du ihm den Strom wegnimmst - über einen zweiten Thyristor (und einen Kondensator, damit Du danach nicht den zweiten Thyristor abschalten musst. :-)) Wie das genau gemacht wird, kannst Du hier auf der ersten Seite im linken Bild sehen:

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Ich hab die Ausschaltzeit so verstanden, daß ich ihm 100µs den Strom wegnehmen muss. Für die Blitzröhre heißt das aber, daß der Strom diese

100µs voll weiterfließt (nur eben durch den zweiten Thyristor). Liege ich da falsch?

Nicht wenn ich TTL (Through The Lens)-Belichtungsmessung mache. Da sagt die Kamera dem Blitz "jetzt ist genug".

Gruß, Michael.

|> Ich hab die Ausschaltzeit so verstanden, daß ich ihm 100µs den Strom |> wegnehmen muss. Für die Blitzröhre heißt das aber, daß der Strom diese |> 100µs voll weiterfließt (nur eben durch den zweiten Thyristor). Liege |> ich da falsch?

Du kannst ja mit einem dritten Thyristor (+C) die Blitzröhre kurzschliessen :-)

Georg Acher, acher@in.tum.de http://wwwbode.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Michael Eggert schrieb

Dann gaukel der Kamera vor, dein Filmmaterial bräuchte nur das halbe Licht und dann verzöger das Signal so, daß der Blitz das doppelte Licht liefert wie von der Kamera gewünscht.

Sabine

Hi!

Gute Idee! Nur leider bekomm ich mit 2 Thyristoren nie weniger als 36Ws raus, egal wann ich welchen zünde. Das ist mir dann ein bissl wenig Dynamik.

Gruß, Michael.

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