Billig-Lötkolben und -Multimeter von C onrad für seltene Nutzung brauchbar?

Feb 06, 2009 37 Replies

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Billiglötkolben nicht lange leben. Die Spitze nutzt sich schnell ab, und auch das Heizelement stirbt oft nach wenigen Jahren.

Einen ERSA-Lötkolben, der auch nicht wirklich teuer war, habe ich jetzt seit ca. 20 Jahren noch mit der ersten Lötspitze.

Meiner ist in der Art, nur etwas älter:

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Stefan

Kai-Martin Knaak schrieb:

Ich konnte es mir damals nicht großartig aussuchen, da waren reichlich Stecker an verlegte Kabel zu löten, dafür hat es gereicht. Von 'optimal' habe ich ja nichts geschrieben.

Kürzlich habe ich für einen ähnlichen Job in einem Tropenhaus einen (zugegebenermaßen billigen) Gaslötkolben benutzt. Auch nicht gerade ideal, aber es ging.

- Carsten

"Stefan Heimers" schrieb im Newsbeitrag news:49917377$ snipped-for-privacy@news2-rz-ap.ethz.ch...

Ich habe kein Geld, mir billiges Werkzeug zu kaufen.

Inbusschluessel vom "20% auf alles" halten noch nicht mal handfestes Anziehen aus. Die Schrauben sind aus einem besseren Stahl, als die Schluessel, die in 0,nix oval sind. Ich nehme an, Made in China. Wenn ich da an meine Belzer Schluessel, Seitenschneider, Schraubenzieher, ich weis, -dreher, ect. denke, die ich schon seit 40 Jahren nutze, da macht Arbeit Spass. Das hat auch Heinz Nixdorf, Gott hab ihn selig, so gesehen. mfg de heiner

Wolfgang Ottenweller schrieb:

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Genau wie das vom Conrad.

Könnte man ja im Defektfall wieder löten ;-) .

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Lötkolben/-set sehen in der Tat besser aus als bei dem Teil von Conrad.

> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen. gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen... (...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

MaWin schrieb:

Vorteil bei Conrad wären die nicht vorhandenen Versandkosten. U.U. würde es bei Pollin aber trotz Versandkosten kaum teurer werden, z.B.

94-830 194 Digital-Multimeter PM110 3,95 3,95 94-500 149 Lötset mit Lötkolben, Zinn, Ablage 6,50 6,50 Verpackungspauschale ( 0,85 % von 10,45 EUR): 0,09 Versandkostenpauschale*: 4,50 Gesamtpreis in Euro (inkl. MwSt. 19,00%): 15,04

OK, die fällt wohl damit weg, da es offensichtlich Preiswerteres (sogar billiger) gibt. Auf den ersten Blick sah die für feine Lötungen "sehr praktisch" aus, aufgrund der feinen Spitze.

Oder die hier erwähnten Geräte von Pollin ? Selbst die 2,50¤-Geräte haben bereits laut den Angaben 30W!

BTW: Was ist von folgendem Lötset zu halten, insbesondere im Vergleich zur Conrad-Lötnadel; das gäbe es hier vor Ort ohne Versandkosten: ? Sieht auf den ersten Blick Bestellnummer 500 149 bei Pollin sehr ähnlich.

Hat wohl anscheinend sogar Piepser "Gibt einen Signalton bei einem Widerstand < 50 Ohm."

> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen. gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen... (...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Die Frage ist natürlich, woran man den billigen Lötkolben erkennt - nur am Preis? Was ist dann mit den Teilen von Pollin; da ist ja hier fast alles billiger als das billigste Gerät vom Conrad. Ich werde ja wie gesagt nur Gelegenheitsnutzer sein; aber funktionieren sollte der Lötkolben im Bedarfsfall dann doch, ohne erst Ewigkeiten das zu lötende Objekt "vorheizen" zu müssen.

> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen. gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen... (...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Hallo,

Stephan Gerlach schrieb:

das Pollinmodell hat zusätzlich 10A Gleichstrom.

Gruß, Wolfgang

Als Vielnutzer kann ich nur sagen, dass gutes Loetwerkzeug lohnt. Auch im Hobby ist nichts frustiger als verhutzelte Loetstellen.

Es gibt nur wenige Marken. Weller, Ersa, Metcal, etc. So teuer ist das auch nicht. Ich brauchte letztens eine weitere Station fuer das Labor hier. Weller WES51, regelbar, mit Spitze dabei, summa summarum $92. Kann bei Euch nicht allzu viel teurer sein, vielleicht nach Sonderangeboten gucken. Das sollte dann bis ans Ende Deiner Tage halten. Nur nicht die Dinger mit Digitalanzeige kaufen, die sind mir gestorben wie die Fliegen.

Mit den billigen Loeterichen kann es passieren, dass die Loetspitzen beim bleifreien Loeten schneller abbrutzeln als die guten. Das Vergnuegen haben wir jetzt hier auch bei vielem was nach Europa exportiert wird.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Stephan Gerlach schrieb:

Der einzig relevante Aspekt dabei ist eigentlich die Benetzungsqualität der Spitze. Da kann man so von aussen wenig zu sagen. Wenn es zu den Dingern wechselbare Spitzen zu kaufen gibt, dürften die billig sein und dann würde ich gleich ein paar dazu kaufen.

- Carsten

"Stefan" schrieb im Newsbeitrag news:498c9847$0$27532$ snipped-for-privacy@newsreader.ewetel.de... ..

Hi, soein Ding hab ich mir auch mal beschafft. Als Grobmotoriker ist jedes Feinzeug hilfreich, dachte ich...das Ding ist Schrott. Ist mir beim ersten Versuch im Auto an der Lötstelle "festgefroren", erst mithilfe des Reserve-Feuerzeugs bekam ich das Ding wieder los. Jetzt hängt es an der Lampe und stört...vielleicht baue ichs um zur Mini-Blumentopfheizung. Per Steckernetzteil in den Pott gerammt friert der Bonsai auch im Winter nicht fest :-) suche noch einen dauerhaften Überzug, das Metall könnte sich auflösen.

mfg, gUnther

Nix. Der Lötkolben hat vermutlich keinerlei Temperaturregelung. Er steckt einfach seine 30 Watt in die Hizpatrone und an der Spitze stellt sich irgendeine (vermutlich hohe) Temperatur ein. Was man nicht unterschätzen sollte, ist die Möglichkeit, oder Unmöglichkeit Spitzen mit unterschiedlichen Formen und Dicken nachzukaufen.

Die Lötpumpe sieht sehr so aus wie ein Modell, dass ich schon mehrfach als zu schwachbrüstig aussortiert und durch "Soldapult" ersetzt habe. Das Volumen der gepumpten Luft ist einfach zu klein.

Für die Brauchbarkeit in der Praxis ist, ob es sofort piepst, oder erstmal Bedendzeit braucht. Die Erfahrung zeigt, dass gerade die billigen Multimeter diesen Aspekt richtig machen.

------(der durch so einen Lötset in der jugendlichen Bastelphase erstmal für Jahre von Lötkram abgeschreckt wurde.)

Dazu gibt es noch den Aspekt, wie schnell die Spitze Wärme nachliefern kann. Das skaliert quadratisch mit dem Durchmesser der Spitze an der Heizkartusche. Bei zu wenig Durchmesser schmilzt die Spitze mit der lokal vorhandenen Wärme das Lot an, kann aber nicht genug Wärme nachschieben, um die Lötstelle ganz aufzuschmelzen. Im Extremfall führt das Lötgut die Wärme schneller ab als sie die Lötspitze nachliefert. Dann erstarrt das Lot wieder und die Lötspitze bleibt angefroren hängen. Deswegen war die "Lötnadel", die am Anfang dieses Threads stand garantiert untauglich. Vernünftige Lötkolben haben aus gutem Grund Spitzen, die an der Wurzel einen Durchmesser von 5 bis 6mm haben.

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

Jein. Habe damit mal ein Vierteljahr als Provisorium (am Labornetzteil) gearbeitet, weil die alte Lötstation kaputtgegangen und die neu bestellte noch nicht lieferbar war. War zwar etwas anstrengend, aber für den geübten Löter halbwegs ok.

Gruß Henning

Kai-Martin Knaak schrieb:

Diese Problematik habe ich als Schüler seinerzeit durch den Zwischenbau einer Diode für den Leerlauffall gelöst. Lötkolben aktiv->Vollwellenbetrieb, Lötkolben abgelegt->Halbwellenbetrieb. Hat seinerzeit problemlos funktioniert und schonte ungemein die Lötspitzen.

Full ACK. Da lohnt sich nur die auch nicht teure Soldapull.

Mich hat das mangels Geld für eine Lötstation angespornt, eine Lösung zu finden. Die 1N4007 fand sich schnell.

Bernd

Dafür war ich nicht schlau genug...

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Kai-Martin Knaak schrieb:

Ich fand's in irgendeiner Zeitschrift (Funkschau?) oder so ein RPB-Heft. Wird ja auch in jedem älteren Fön verwendet :)

Mein Löterich war damals von Stannol.

Bernd

Ich habe für dei Hilfsarbeitsplätze an meinem Uni_Arbeitsplatz zwei Stück beschafft. Die sind heute geliefert worden und haben die ersten Tests überstanden. Erster Eindruck:

  • Ein Stück kleiner als was man von den Flukes gewöhnt ist, aber immer noch handlich. Die Farbe ist militärtauglich dunkelgrün im Gegensatz zur Abbildung auf der Verpackung, die knalliges orangegelb suggeriert. Ist das vielleicht der Grund für die Pollin-Aktion?
  • Das Gehäuse ist mechanisch sehr stabil mit Gummischicht außen rum. Das Batteriefach ist mechanisch anständig gelöst.
  • An die Sicherung für die Strommessungen kommt man, ohne das Gerät zu zerlegen. Die Sicherung ist eine Feinsicherung im normalen Format.
  • Bei einem schnellen Test an einem 10k, 0.01% Widerstand wurden
10.01 kOhm angezeigt. Das finde ich überzeugend.
  • Es gibt eine Ausschaltautomatik -- Gut für die übliche Labor-Vergesslichkeit ;-)
  • Der Piep bei Durchgangsmessung erfolgt instantan.

  • Die Messspitzen sind ordentlich -- Nicht die allerflexibelsten, aber auch keine Steiflinge.

  • Die Gimmicks zum Komponententest und Temperatmessung habe ich in eine der hinteren Schubladen des Werkzeugschranks entsorgt.

Fazit: Für 18 EUR ein gutes Geschäft.

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[Pollin "Digital-Multimeter MS 8221"]

Nachtrag. Gar so instantan ist es dann doch nicht. Wenn der Kurzschluss nur ein paar Millisekunden anliegt, gibts keinen Pieps. Damit ist das Pollin-Gerät allerdings in guter Gesellschaft. Damit bleibt mein bevorzugter Durchgangstester ein Super-Billig-DMM aus dem Baumarkt. Das kann man zügig über eine Reihe von IC-Pins rattern und hört doch, wo eine Verbindung war.

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Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

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