AVM Fensterkontakt und Steckdose

Aug 13, 2025 Last reply: 10 months ago 81 Replies

Vertu Dich da mal nicht. Wassergefüllte Heizkörper kühlen zwar langsam ab, können aber sehr schnell heiß werden. Fünf Minuten reichen u.U. locker aus, daß der Thermostat voll öffnet und die gesamte Wasserfüllung einmal komplett getauscht wird.

Hier ist es ein Beeper beim Querlüften über die Balkontür. Ich bin zwar im Raum, aber bis ich konzentriert lesend merke, daß es arschkalt wurde, kann es dauern.

Notwendig nicht, es schadet aber auch nicht. Wichtiger ist aber, wie du selbst sagst, das Öffnen des Thermostats zu vermeiden. Nicht nur während des Lüftens sondern auch eine Weile danach.

Axel Berger, 2025-08-21 21:03:

In der Heizkostenabrechnung merke ich davon jedenfalls nichts. Die ist seit Jahren bei uns immer sehr niedrig.

Ja. Ich kenne nur alte Systeme mit fester (hoher) Vorlauftemperatur und jetzt eine neue Fußbodenheizung. Die Zwischenzeit mit gleitendem Vorlauf ist an mir vorbeigegangen.

Allerdings habe ich praktische Erfahrungsberichte nach Heizungserneuerung gehört mit so phantastischen Einsparungen, daß sie rein aus Energieerhaltung kaum stimmen konnten. Meine Erklärung war, die Leute müssen massiv zum offenen Fenster rausgeheizt haben und das wird mit niedrigem Vorlauf wirklich massiv weniger.

Point taken. Da ich aber im Winter selten verreise und das im Frühjahr oder Herbst dann doch eher unproblematisch ist, kann ich damit leben.

Soll das dann dauerhaft so installiert sein? Dann hast du wieder x Netzteile mit Standby-Stromverbrauch. Man könnte doch ganz einfach vor jedem Winterurlaub die Akkus prophylaktisch tauschen, das dauert doch nur Sekunden.

-jw-

Danke für diese Mitteilung. Der hydraulische Abgleich leitet erstmal einen Teil Deiner Finanzen zum Installateur um. Er mag in großen Mehrfamilienhäusern sinnvoll sein, damit die Erdgeschossler genauso schnell warm haben wie die unterm Dach. Aber in Einfamilienhäusern reichen die Thermostate.

Grüße, H.

Hallo,

das sehe ich anders.

Es wird damit grob auf die neue Pumpenkennlinie einer meist kleineren Pumpe angepasst.

Damit erzwingt man auch einen maximalen Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf.

peter

Wieso kleiner? Es kann nur gedrosselt, der Gesamtdurchfluß bei gegebener Pumpe also nur verkleinert werden. Im Extrem muß man die Pumpe verstärken. Die Drosselung stimmt auch nur in einem Punkt. Bei zwei Drosseln in Reihe, Thermostatventil und Abgleichsteller, wird die Wirkung von einem davon unbestimmt. Wenn die Thermostate ansprechen, sollte es keinen Unterschied mehr geben. Etwas anderes passiert nur, wenn ein bevorzugter Heizkörper voll aufgedreht wird und bleibt. Der kann dann anderen den Durchfluß wegnehmen.

Blöd ist immer, wenn mehrere Regelungen gegeneinander arbeiten. Nachtabsenkung des Vorlaufes bringt erst einmal gar nichts, die Thermostate öffnen einfach weiter, es sei denn, die Absenkung ist so stark, daß alle ganz öffnen und es trotzdem für den Sollwert nicht reicht.

Dann würde -- bei sehr starker Asymmetrie -- morgens tatsächlich erst der eine Raum warm und die anderen, wenn der endlich abregelt. Das ist aber ein Extremfall. Im normalen Gebäuden mit mäßigen Unterschieden im ungedrosselten Durchfluß stimme ich Heinz zu, es ist Schlangenöl. So intensiv, wie es immer beworben wird, dürfte sich der Verdienst bei der Sache für den Anbieter auch gut rechnen.

Will man das? Bei großem Hub muß der Vorlauf höher liegen als bei kleinem. (Gleiche thermodynamische Mitteltemperatur, i.e. geometrisches Mittel.) Das kostet Wirkungsgrad, je nach Heizungsart unterschiedlich viel.

Am 23.08.25 um 15:04 schrieb Axel Berger:

Hallo,

das ist immer sehr sinnvoll. Um den Effekt zu verstärken werden zu kleine Heizkörper sogar vergrößert.

Peter

Denk da noch mal in Ruhe drüber nach.

Hallo, das ist Qualitätsniveau, Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf.

Du hingegen bevorzugst Heizkörper mit möglichst wenig Wärmeabgabe. Dann solltest Du selbige entweder schön klein halten oder gut abisolieren.

peter

Hier ist (in einer Wohnung) der erste HK an einer Therme der Badheizkörper. Steht die Badtüre offen, regelt der nie oder sehr spät ab. Damit kommt heißes Wasser zur Therme zurück, die dann bald abregelt und bald abschaltet, teilweise noch bevor heißes Wasser am entferntesten HK ankommt. Die Drosselung des Durchflusses an diesem ersten HK ist eine Lösung. Dazu halt das Absperrventil im Rücklauf teilweise schließen. Kostet nix, löst das Problem: die Therme läuft nun länger und taktet nicht, hat gleich, der Rücklauf kommt kälter an. Das muß auch nicht so exakt sein, das Thermostatventil regelt das dann passend.

Elektrisches Schaltbild als Analogie: hinter einer Spannungsquelle sitzt als erstes ein sehr niederohmiger Widerstand vor einem Netzwerk. Bildet so einen Kurzschluss, der die Spannung für die anderen stark begrenzt.

Hier ist ein Verfahren beschrieben, mit der der Durchfluss an allen HK angeglichen werden kann, bei vollständig offenen Thermostatventilen:

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Thermometer und etwas Zeit, fertig.

Thomas Prufer

Am 22.08.2025 um 08:04 schrieb Marte Schwarz:

An sich funktioniert das aber auch nicht. Wenn die Heizanlage wirklich so eingestellt ist, dann hat man keine Reserve. Wenn es dann irgendwo zu kalt ist (z.B. weil man mal länger gelüftet hat) dann nähert sich die Temperatur ja nur asymptotisch an den Zielwert heran. Normalerweise benötigt man aber diese Reserve, damit genau dies nicht passiert und man auch in halbwegs akzeptabler Zeit wieder die Bude warm hat.

Für ein halbwegs energieeffizientes Haus reicht oft die untere Modulationsgrenze (weniger als 1kW gibt es bei Gasthermen und auch bei Wärmepumpen nicht) nicht aus wenn es nicht gerade arschkalt draussen ist.

Bernd

Ja, es gibt Extreme, das habe ich nie bestritten. Heizungen wurden auch schon in den Fünfzigern und Sechzigern gebaut und von einem gutem Installateur so, daß der ungeregelte Durchfluß überall nahezu gleich war. Thermostatventile gab es noch nicht. Der eine Thermostat im Führungsraum, meist Wohnzimmer, schaltete die Umwälzpumpe ein und aus. Daß alle Räume gleich warm wurden oder die gewünschte Temperatur erhielten, lag allein an der Auslegung und Berechnung der Heizkörper und Rohrleitungen. Da steckte Erfahrung und Augenmaß drin. In meinem Elternhaus von 1961 hat es dreißig Jahre lang nur so recht gut funktioniert. Die Einstellschrauben im Rücklauf gab es auch noch nicht. Ein einziger Heizkörper, der in der Küche, wurde noch in den Sechzigern von meinem Vater nachträglich vergößert. Thermostatventile habe erst ich

1991 eingebaut. Die Einstellventile gab es aus mechanischer Symmetrie dazu, benutzt wurden sie nicht.

Klar. Das sollte dann aber in dem offensichtlichen Fall schon beim ersten Aufbau zur Planung gehören. Der "hydraulische Abgleich" ist aufwendiges nachträgliches Feintuning und wird überbewertet.

Genau so. Und wie sich dann die Leistung verteilt sollten wir alle hier in de.sci.electronics mühelos sehr genau vorausberechnen können. Dazu müssen wir nicht im fertigen Gerät messen und einen "ohmschen Abgleich" bezahlen.

Und das funktioniert dann hinterher bei allen Außen- und Vorlauftemperaturen gleich gut oder nur in einem Punkt optimal? So ein grober Ableich, der über einen großen Bereich meistens gut genug hinkommt, sollte rechnerisch vorher erfolgen.

Hi Peter,

Das Gegenteil ist der Fall. Man will damit die Vorlauftemperatur minimieren und die Spreizung ebenfalls.

Marte

Hi Axel,

So solls ja auch sein mit der Nachtabsenkung, am besten ganz aus, nur Frostschutz, schließlich schläft die Dame des Hauses auch im Winter gern bei offenem Fenster.

;-)

Marte

Hallo Arno,

Das kann man beim HA auch berücksichtigen.

Das war da nicht vorgesehen.

Ich hab das nie behauptet. Ich hab nur beschrieben, wie das bei Mutters Wohnung angeblich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen normgerecht umgesetzt wurde. Jegliche Änderung war nicht diskussionsfähig. Ist so, muss so!

Marte

Das ist das DIY-Verfahren für "grober Abgleich nicht erfolgt". Und rechnerisch geht hier garnix, ohne viel Geld, weil Altbestand: wie lange sind die Leitungen, wieviele Bögen und Winkel? Welche Werte haben die HK? Bis das wer alles geschätzt hat, vergeht viel Zeit und es ist halt auch nur geschätzt.

Hier wurden Heizkörper wild durcheinander eingebaut, wohl in den 70ern. Im WZ ein gigantischer Rippenheizkörper mit einigen Metern: "der muß so weil er die ganze Fensterbreite abdecken muß!" War auch höher als das Fensterbrett... also erkennbar massiv überdimensioniert, der wurde an einem Ende nie warm, trotz Solltemperatur.

Im Bad ein unterdimensioniertes Heizkörperchen, "der reicht sicher", war immer heiß aber zu klein, Solltemperatur selten erreicht.

Nix mit "rechnerisch", die haben wild reingehaut, frei Auge.

Die Thermostatventile können auch erst regeln wenn es in Richtung Solltemperatur geht, die Therme erst abregeln wenn das Wasser nicht sofort mit Vorlauftemparatur zurückkommt.

Selber einen Heizkörper selber ausgetauscht, einlagig rippenlos gegen mehrlagig mit Rippen, bei gleichem Anschlussmaß. Dann hydraulischer Abgleich über Rücklaufventile, und damit angemessene Temperaturen, Therme taktet weniger, regelt ab.

Der hydraulische Abgleich erfüllt die vollmundigen Ansprüche von "bis zu vielviel Prozent Einsparung" nicht, klar.

Thomas Prufer

Am 24.08.25 um 07:06 schrieb Marte Schwarz:

Hallo,

das ist grob falsch, denn das ist haargenau das gleiche.

peter

Am 24.08.25 um 07:15 schrieb Marte Schwarz:

Hallo,

ich kann mir vorstellen, dass der Regler durch eine schräge Einstellung einfach "falsch abbiegt".

Einen Regler passend aufs Haus einzustellen ist nicht ohne. Ich jedenfalls habe dafür etwas länger gebraucht, als der Monteur für die gesamte Installation der WP.

peter

Damals hat man allerdings die Heizungen auch hoffnungslos überdimensioniert und das Brennwertprinzip, bei dem es auf eine möglichs niedrige Rücklauftemperatur ankommt, kam erst 1982 in die seriengefertigten Hausheizungen.

Eine komplett andere Zeit.

Und an der Überdimensionierung. Heute sind die Heizungen so klein und so niedrig eingestellt, dass ein benachteiligter Raum (z.B. weit oben weit weg vom Heizkessel) ohne anständigen Abgleich nicht genug abbekommt. Meine Frau lebte, als wir uns kennengelernt haben, in so einem Haus unterm Dach: Ende der 60er gebaut, Heizung in den späten

90ern auf Brennwert umgestellt, schlecht abgeglichen, der Heizungsrentner [(c) Michael Landenberger] war der Rechtsanwalt im 1. OG, dem völlig egal war dass in dem Haus auch Leute wohnen und die Heizung so eingestellt hat dass es zu Bürozeiten in seiner Kanzlei erträglich warm war. Sobald es draußen unter 5 Grad gesunken ist war das Wohnzimmer meiner damaligen Freundin nicht über 17 Grad zu bekommen. Da die Wohnung ihrem Vater gehört hat gab es auch wenig juristische Druckmöglichkeit, also Heizlüfter.

Dsa sehe ich anders. Es ist Grobtuning, ohne das die weiter von der Heizungsanlage entfernten Heizkörper buchstäblich verhungern.

Können wir den Widerstand einer Heizungswasserleitung im Neubau wirklich so exakt berechnen, wenn die biegsame Kunststoffleitung schlecht verlegt ist?

Das geht halt in einem größeren Objekt nur schwer. Ganz besonders toll ist es, wenn ein Eigentümer in seinem Sondereigentum ohne Koordination mit der Hausgemeinschaft die Heizkörper oder auch nur die Ventile wechselt.

Grüße Marc

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