Auslaufgarantie

Aug 15, 2025 Last reply: 10 months ago 56 Replies

Heute: Varta Longlife AAA, "Made in Germany", Best Before 12/2027:



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An beiden Polen Laugenaustritt. Interessant: Gleiche Charge, die intakte Batterie hat noch 1.35V, die defekte 1.48V. Küchenwaage.



Volker


"Volker Bartheld" schrieb:

Bist du sicher daß am + Pol was ausgetreten ist? Normal ist die Seite doch der Boden bei einer Alkaline-Batterie.

Frank

Am 15.08.25 um 10:15 schrieb Volker Bartheld:

Mißverständnis? "Wir geben ihnen die Garantie das die Ausläuft" statt umgekehrt.

SCNR. ;)

Ist vielleicht ein Produktionsfehler. Der Rand am Boden sieht beschädigt aus. Und ich kenne deutlich mehr "Pelz" und Sott am Plus-Pol wenn die wirklich aus gelaufen sind.

Bye/ /Kay

Da ist irgendsoein kristallines Geflecht. Vielleicht ist der Batz auch entlang der Ummantelung gekrochen. So blank wie bei einer neuen Batterie bzw. ihrem eineiigen Schwesterchen war der Knopf jedenfalls nicht.

*achselzuck* Ich verstehe zu wenig von Defektmechanismen bei alkalischen Primärzellen. Nur soviel, dass ich so gut wie überall nur noch Eneloops verwende. In diesem Fall hatte ich es übersehen, mein Vorrat an AAAs ist auch begrenzt. Bei nächster Amazon-Bestellung nehme ich wieder einen 8er-Pack mit.

Volker

Das wollte ich mit meinem Betreff zum Ausdruck bringen. Wir hatten hier ja Chuck Schellong, der derartige Vorkommnisse ins Reich der Legenden verwies. Aber vielleicht ist es einfach mein schlechtes Karma oder ich habe das Teil irgendwie falsch behandelt. User Error, newahr.

Ach so. Ein Produktionsfehler. Na, *DA* kann man natürlich nichts machen. Extrem seltener Einzelfall extrem weniger Betroffener. Varta ist rehabilitiert.

Volker

Volker Bartheld schribbselte:

Man könnte jetzt sagen: Wer sich Vartazeux antut, wills ja offenbar so.

Eine Küchenwaage, die Spannungen wiegen kann. Uiii.

Normal sind die so aufgebaut:

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da was undicht wird dann eher am minus-Pol, da wo die Dichtung sitzt.

Das wäre mir zu umständlich, vor allem bei Geräten wo die normalen Alkaline-Batterien mehrere Jahre halten.

Ich verwende, seit es die im 24er Pack gibt, die Eigenmarke "Star" vom Netto. Sind aber auch nicht ganz Auslaufsicher...

Frank

Handhabt jeder unterschiedlich.

Ich fand es z. B. recht umständlich, die

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zu zerlegen, Display nebst Kontaktgummi raus, ein Bündel Klingeldrähtchen zur Seite räumen, dann die Batteriefedern raus und erst mit Amidosulfonsäure, dest. H2O zu behandeln, Schmirgel-Schmirgel, schließlich mit Flux und Lötstation Zinn dranzubraten, damit das Kackding wieder tut.

Weil mir am Sonntag halt niemand eine (digitale) Küchenwaage über den Zaun wirft, wo ich sie grad brauche. Selbst wenn es 1.001 Klone für einstellige Eurobeträge gibt *).

Außerdem finde ich E-Schrott uncool.

Volker

*)
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Am 15.08.25 um 11:16 schrieb Henriette P. Krokenkorch:

NeinNein... "Spannend". ;)

Ich rate jetzt mal ganz wild das diese Batterien entweder

A. in einer Küchenwaage benutzt wurden. B. Seine Küchenwaage keinen Gewichtsunterschied messen konnte. C. <andere Gründe>

Bye/ /Kay

Am 15.08.25 um 12:18 schrieb Volker Bartheld:

Das würde ich auch nicht wollen. Die ist nach dem Wurf nicht mehr zu gebrauchen. :) Mußte es denn so genau sein oder funktioniert die Schätz-O-Matik im Auge auch nicht mehr?

Ich sach'ma: Der Trend geht zur Zweit-waage. Ist bei dir dann offenbar wie mit Pistolen oder Kondomen. Besser man hat ohne es zu brauchen als das man es braucht aber nicht hat.

Man hat ja üblicherweise auch mehr als nur eine Batterie in Reserve. ;)

Bye/ /Kay

Spannend eher mit welchem Dumpfsinn bedeutungslose Internettrolle ihre kostbare Lebenszeit verschwenden und warum sie nicht schon längst im Killfile vom Rest der Welt stecken.

Volker

Diese Digitalwaagen sind erstaunlich robust (allerdings nicht gegen Wasser bzw. zu feuchtes Abwischen, BTDT) und auch ziemlich genau. Geworfen werden sie vom Paketzusteller sowieso, vielleicht nicht gerade über den Zaun aber in andere Multicaches der Umgebung.

Damit der Thread jetzt wieder vollständig Richtung Themaverfehlung abgleitet:

Es ist wieder Birnenernte und ich hatte das Vorhaben ins Auge gefasst, eine Birnenmarmelade, -brotaufstrich oder -konfitüre ganz ohne zusätzlichen Zucker zu fabrizieren. Da kommt es schon auf relativ genaue Portionierung an. Bei DIY- Pizzateig übrigens auch. Zurück zur Marmelade:

Als Geliermittel wollte ich Pektin verwenden. Apfelpektin. Da gab es in der Testcharge aber ein Konsistenzproblem. Zu flüssig. Stellt sich raus: Pektin funktioniert als Geliermittel nur mit ausreichend (50%) Zucker. Zumindest HE- Pektin (HE: hochverestert). Außerdem muss der pH-Wert unterhalb etwa 3,5 liegen, was ich bei Birnenmarmelade unangemessen finde.

Die Alternative "NE-Pektin" bzw. "LM-Pektin" oder kurz "NVM" geliert mit Calciumionen und ist toleranter beim pH-Wert - leicht sauer reicht. Also Zusatzstoff Calciumlactat oder Calciumcitrat:

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Hatte ich aber nicht da, Agar-Agar hingegen schon. Da nimmt man ca. 5g/kg - wohl dem, der eine Feinwaage hat, wie diese hier:
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die sich auch beim Kaliumsorbat anbietet.

Agar vorher in möglichst wenig kaltem Wasser auflösen, dann zumm Püree hinzugeben und aufkochen. Geliert beim Abkühlen. Synerese möglich (d. h. Wasserabscheidung nach einigen Tagen). Konsistenz wird glatter und weniger fruchtartig - eher wie Gelee. Kann also bröckeln. Überdosierung vermeiden, sonst schlägt ggfs. der "algenartige" Geschmack durch.

Als gute Kombo hat sich dann erwiesen Agar-Agar (2-3 g/kg)

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für die Gelstruktur, zwecks Festigkeit und Xanthan (2-4 g/kg)
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für die Cremigkeit, reduziert außerdem Bruchgefahr & Synerese.

Fehlt noch die Konservierung. Ungeöffnet ist natürlich auch unkonservierte Marmelade ohne Zucker und Säure nahezu beliebig haltbar. Das Problem entsteht nach Anbruch, auch bei Aufbewahrung im Kühlschrank.

Die Rettung naht in Form von Sorbinsäure. Diese besitzt konservierende (antimikrobielle) Eigenschaften, ist leider schlecht wasserlöslich. Daher wird auf Kaliumsorbat zurückgegriffen:

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das wiederum selbst keine konservierenden Eigenschaften besitzt, muss der pH- Wert des Milieus kleiner 5.5 (leicht sauer) eingestellt werden.

In diesem sauren Milieu wird ausreichend freie Sorbinsäure zur Verfügung gestellt, um eine Konservierung zu gewährleisten. Zur maximalen Konzentration gibt es Erkenntnisse und Vorschriften:

- Wein: Max. 2.7g/10L (<0.3o/ooo Gewicht)

- Silage: 200-500g/T (<0.5o/ooo Gewicht)

- Kosmetika: ~0.2% (~2o/ooo Gewicht)

- Pharmazeutische Zubereitungen: Gängiges Konzentrationsverhältnis ist 0.14% Kaliumsorbat zu 0.07% Zitronensäure

- Lebensmittelrecht: Maximaldosierung 26.8g je 100 Liter (<0.27o/ooo Gewicht)

- LD50(Ratte): >20g/kg Körpergewicht (oral), 5.5mg/L (Inhalation)

Anwendung: pH des Endprodukts z. B. mit Zitronensäure, -saft oder Orangen erst nach vollständiger Auflösung und Einkochen einstellen um vorzeitige Ausfällung der Sorbinsäure zu vermeiden. Ein Glück, dass ich ein Glaselektroden-pH-Meter wie dieses hier zur Verfügung habe:

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gehen auch, sind aber lästig.

Kalorienfreie Süßung kann bei Bedarf mit Stevia erfolgen. Dieses hier:

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und nicht die zuckerreduzierte Pampe aus dem Supermarkt.

Damit ergibt sich als Rezept für eine leckere Birnen-Bananen-Marmelade:

- Fruchtpüree (Birne + Banane) 1000g

- Agar-Agar 3g

- Xanthan 3g

- Zitronensäure 2–3g (pH auf ca. 5 oder niedriger einstellen)

- Orangensaft (alternativ)

- Stevia nach Geschmack (in Wasser gelöst)

- Natriumsorbat ca. 1g (0,1%) zur Konservierung

- Zimt, Rum(aroma)

Zubereitung:

- Agar in ausreichend Wasser auflösen, ggfs. leicht erhitzen.

- Fruchtpüree erhitzen (nicht kochen).

- Natriumsorbat zugeben.

- Agar-Lösung einrühren.

- Xanthan in ~20ml kaltem Wasser klümpchenfrei einrühren, umgehend zur Fruchtmasse schütten.

- Zitronensäure oder Orangensaft bis zum gewünschten pH zugeben.

- Mit Stevia, Zimt, Rum abschmecken.

- Kurz auf 85–90 °C erhitzen.

- Heiß in sterile Gläser abfüllen, eine Weile stürzen.

Wohl bekomms!

Volker

P.S.: Xanthan kann man auch zum Andicken von H2O2 verwenden, sich einen UV-C- Strahler selber bauen und damit vergilbte Computertastaturen oder PC-Gehäuse bleichen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Am 15.08.2025 um 14:57 schrieb Volker Bartheld:

Ich vermisse noch den Kugelgrill. Birnenmarmelade kann man in MAGA-Land bestimmt besser und ressourcenschonender im Kugelgrill fabrizieren.

Bin ja schon weg...

Bernd

Auch auf dei Gefahr hin, dass sie sich von Varta Longlife vor allem im Aufdruck unterscheiden: seit einigen Jahren habe ich eine kleinen Vorrat an "Varta Industrial Pro" in AA, AAA und 9V Block Größe. Bisher nichts passiert und die eingesetzten Primärzellen funktionieren korrekt. (Also nur für die AA und AAA Fälle, wo Eneloops nur die 2. Wahl sind)

Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net schrieb:

ich habe vor Schreck gleich die Batterien meiner diversen Digitalwaagen geprüft. Alles Primärzellen, teilweise schon 10 Jahre über MHD, aber alle noch dicht. Varta war keine dabei; sowas kommt mir nicht ins Haus. Für meine meistverwendete Küchenwaage hätte ich aber auch keine Ersatzzelle; die will eine CR2430.

Richtig amerikanisch ist dieser Mixer:

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Allerdings ein bisserl klein für meinen Geschmack, da muss man das Obst ja mühsam vorschneiden. Ich habe glücklicherweise was mit mehr Bumms:
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verträgt Melonen am Stück, umweltfreundlich obendrein.

Volker

War bei dem Ding IIRC im Lieferumfang oder ich hatte das Zeugs noch im Kühlschrank, aus wichtig€r€n Geräten (Neigungsmesser, Entfernungsmesser, ...) ausgebaut. Freiwillig kaufe ich so Zeugs nicht, wollte vermutlich in einem Anflug von falschem Geiz vor einigen Jahren Restbestände aufbrauchen.

Volker

Das ist kein "unübliches" Fehlerbild von Alkali-Batterien.

Einer (von mehreren) Gründen warum ich Batterien, die bei Geräten freundlicherweise dabei liegen, gar nicht erst benutze. Die Erstinbetriebnahme erfolgt immer direkt mit Eneloop weil ich das Gerät damit auch in Zukunft verwenden will. Klappt das nicht kann ich so in der Rücksendefrist noch zurücksenden.

Klassische "Einweg-Zellen" habe ich schon ewig nicht neu angeschafft. Die, die sich durch "Dreingaben" unfreiwillig ansammeln verbrauche ich dann in verschiedenen Uhren. Wenn's da suppt ist der Schaden im Rahmen. Die Micro-Zellen verbrauche ich da ggf. mit Adapter auf Mignon.

Gruß

Manuel

Dass es an beiden Polen suppte, fand ich schon irgendwie merkwürdig. Auch, dass die kaputte Batterie noch Spannung hatte. Hört man ja immer als Ursache: Batterie leer, tiefentladen, in Reihenschaltung umgepolt, usw. In dieser Waage war die Displaybeleuchtung etwas schwach, weswegen ich dachte: "Schaust lieber mal nach!". Da wars dann schon passiert.

Bei dieser empfehlenswerten Küchenuhr:

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Schlimmeres gerade noch so eben verhindert werden.

*seufz*

Das eh. Wenn Eneloops nicht tun, stimmt mit der Spannungsauslegung sowieso was nicht, die angeblich notwendigen 1.5V sind bei der Entladekennlinie von Primärzellen doch wohl eine schwache Ausrede.

Ich auch nicht. Duracell, Varta, GP, irgendwelche Discounter-Hausmarke, ... Alles Mist.

Ich habe einige Uhren nervenzerfetzend auf:

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Funktioniert prima. Wegen der 16€, die das Ding kostet wärs nicht unbedingt, aber bis Du die Löcher gebohrt, ein Fach ausgefräst, alles schön entgratet, das Uhrwerk verdrehsicher montiert und die Zeiger sauber aufgesteckt hast, vergeht doch eine Weile.

Volker

Am 15.08.25 um 10:15 schrieb Volker Bartheld:

Du misst die Spannung mit der Küchenwaage?! Wow.

SCNR

Gregor

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