Seit ~25 Jahren, und nicht nur als "Arbeitsplatzbrille" (was soll denn daran Besonderes sein?), sondern: Brille aufsetzen ist mein erste Handlung nach dem Aufwachen, Brille ablegen die letzte vor dem Einschlafen.
Wozu das, wenn man von ~30cm bis Unendlich ALLES scharf sieht? Ordenliches Einmessen ist natürlich Voraussetzung, aber das sollten inzwische alle Augenärzte / Optiker draufhaben.
Sowieso.
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W
Wolfgang
Das wieß ich leider nicht. Ich selber nutze derzeit Kontaktlinsen mit
+1,5/+1,75 Grundkorrektur, Additiv +2,5 und fühle mich sehr wohl dabei. Das ist damit glaube ich das Maximum. Wieviel intraokular geht, weiß ich nicht, da kann man sich aber bei jeder Augenklinik beraten lassen. Es kann aber zusätzlich ein Astigmatismus ausgeglichen werden. Wird dann halt immer teurer. Einstärke zahlt die Kasse, wenn die OP mit grauem Star einhergeht.
R
Rolf Bombach
Arno Welzel schrieb:
Mir ist in gewissem Sinne gegenteiliges passiert. Vor etwa drei Jahren habe ich plötzlich beim Bewegen der Augen starke Blitzerscheinungen gesehen. Im Dunkel war das ziemlich erschreckend. Ich weiss jetzt nicht mehr, welchen Arzt ich angerufen habe, war dann aber sehr rasch in der Augenklinik in Aarau. Da hat man allerlei Tests gemacht und kam zum Schluss, dass das Auge, im Alter offenbar nicht selten, langsam etwas schrumpft. Dadurch löst es sich, normalerweise langsam und harmlos, von der Netzhaut. Allerdings müsse man das bis zum Abschluss des Prozesses regelmässig im Auge behalten, das Auge, denn das könne eventuell auch ins Auge gehen.
Ich war dann im Abstand von zuerst einem, dann mehreren Monate mehrmals zur Kontrolle dort und durfte schöne Augen machen, was mit dem reichlich applizierten Atropin nicht schwer war. Ab dem zweiten Mal hatte ich auch die dunkelste Sonnenbrille, die ich finden konnte, dabei. Mit etwa einem halben Jahr Verspätung und in schwächerer Form passierte das auch mit dem linken Auge. Mittlerweile ist alles OK.
Auswirkungen auf die Sehschärfe respektive auf das Brillenrezept konnte ich keine feststellen.
Jedenfalls bekam ich dickes Lob, dass ich unmittelbar beim Auftreten der Beschwerden die Klinik aufgesucht habe. Der Zeitfaktor ist da essentiell.
R
Rolf Bombach
Marte Schwarz schrieb:
Das mag eine Ärztin, die sich damit brüstete, für ein Essen (mutmasslich für zwei, der Text war nicht eindeutig) mal
1000 DM ausgegeben zu haben anders aussehen als für eine Ärztin in einer ostdeutschen Kleinstadt, die froh ist, eine Praxisassistenzstelle (2000 €) ergattert zu haben.
M
Martin Gerdes
Marte Schwarz snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:
Jou. Hattest Du nicht erwähnt, daß dies hier nicht der richtige Platz sei, um dies zu diskutieren?
Offensichtlich hast Du dieses gute Maß aufgebracht.
Ich hoffe, wir sind hiermit durch.
M
Martin Gerdes
Marc Haber <mh+ snipped-for-privacy@zugschl.us schrieb:
Du wirst das wissen.
Du wirst es wissen.
PKV-Tarife sind höchst unterschiedlich. Und sie rechnen sich auch unterschiedlich.
Sind wir noch bei Thema?
M
Martin Gerdes
Marte Schwarz snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:
Die Homöopathie ist schlichtweg Humbug. Sprechende Medizin ist aber kein Humbug. Viele homöopathisch arbeitenden Ärzte nehmen sich für ihre Patienten (ggf. zum eigenen Schaden) mehr Zeit als so mancher Schulmediziner. DAS dürfte eine positive Wirkung haben, die die Placebo-Wirkung von Globuli deutlich übersteigen dürfte.
M
Martin Gerdes
Marte Schwarz snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:
Eine "Abgabe".
Sie wird so schnell nicht kommen, weil sie verfassungsrechtlich problematisch ist.
Ansichtssache.
Es sind aktuell etwa 16% (in Deinem Fall gemindert durch die Beitragsbemessungsgrenze).
Je nachdem, wie sie beschäftigt ist.
Wenn Du glaubst, der Staat verlangt Dir zu wenig ab, könntest Du ja Deiner Haushaltshilfe das Gehalt erhöhen. Dann muß sie zwar mehr Krankenkassenbeitrag zahlen, weil sie aber insgesamt mehr Geld hat, fällt ihr das dann leichter.
Jetzt sind die Roten schon am Drücker, aber halt nicht genug. Vielleicht wird es bei der nächsten Wahl besser (aus Deiner Sicht)?
Sind wir noch beim Thema?
H
Hanno Foest
Am 22.01.23 um 01:52 schrieb Martin Gerdes:
Seit wann spielt das hier eine Rolle?
Hanno
H
Hartmut Kraus
Am 21.01.23 um 23:09 schrieb Rolf Bombach:
Theoretisch also nicht zu erklären, wie gut ich immer noch gucken kann, und das, wo ich am 05.02.2023 69 werden muss. Mit einer simplen Gleitsichtbrille, ohne grauen (grünen?) Star oder was sonst noch eine geschäftstüchtige Augenärztin so vor ~< 20 Jahren schon mal gesehen haben wollte. In dieser Praxis war ich logischerweise nie wieder zu sehen.
H
Hartmut Kraus
Am 22.01.23 um 01:52 schrieb Martin Gerdes:
Quatsch. Oder hast du schon mal von deinen /Abgaben/ (tipischerweise Steuern) was in Form von /Versicherungsleistungen/ zurückgekriegt?
Wo denn? Habe ich was verpasst?
Das sehe ich allerdings auch so.
Naja, diese Hoffnung habe ich spätestens nach der BTW begraben, nach der Deutschland nicht mehr von Turbo-Wendehals Merkel totregiert wird.
H
Hartmut Kraus
Am 21.01.23 um 23:16 schrieb Rolf Bombach:
Oder für einen Orthopäden, der mir schon mal angeboten hat, mich mit Hilfe der Polizei aus seiner Praxis zu entfernen (das sollte er mal versuchen, das nennt man "unterlassene Hilfeleistung"), aber mich im selben Atemzug an eine Notaufnahme verwies. Ausgerechnet ins Klinikum Großhadern, wo er selber mal Oberarzt war. Der Grund ist simpel: Für meine Behandlung kriegte er von der Kasse ein Trinkgeld. Wie für viele Orthopädenleistungen. Das wusste er aber alles, bevor er 'runterkam (ääh - sich niedergelassen hat). In einer Praxis, von Größe Ausstattung und Personal her gesehen vergleichbar mit einer anderen mir bekannten, in der 4 Ärzte arbeiten. Er hätte doch auch Oberarzt in Großhadern bleiben können - nee? Selber schuld also, oder?
H
Hartmut Kraus
Am 22.01.23 um 01:52 schrieb Martin Gerdes:
Ja klar. Wie die "Besprecung mit den "Barmherzigen Brüdern", an die mich "mein" Orthopäde damals verweisen wollte. Mit mörderischen Schmerzen im Knie. Die könnten inzwischen seit einigen Jährchen mein steifes Bein besprechen, ein Kreuz, das ich nicht mehr gerade kriegen würde, und noch so einiges. Nee, nee, also da war die "Schulmedizin" schon etwas wirksamer. ;)
A
Andreas Oehler
Sat, 21 Jan 2023 15:47:26 +0100, Hartmut Kraus:
Les doch nochmal, worum es ging: Eine "Arbeitsplatzbille" ist eine Gleitsichtbrille, die nicht von Fernsicht bis Leseentfernung gleitet, sondern von Bildschirmentfernung bis Lötentfernung. Das hat den Reiz, dass der obere Bereich der Brillengläser mit seinem recht großen Winkelbereich in alle Richtungen besser für unbeeinträchtigtes Arbeiten am (großen) Bildschirm geeignet ist als dafür den zwangsläufig recht engen mittleren Gleitsichtbereich einer "normalen" Alltags-Gleitsichtbrille zu nutzen. Zudem kann man den Nahsichtbereich der Arbeitsbrille dann auf Löten "mit der Nase dicht an der Platine" anpassen.
Ich fragte nach Erfahrung mit eben so einer speziellen Arbeitsplatzbrille.
Andreas
H
Hartmut Kraus
Am 22.01.23 um 15:20 schrieb Andreas Oehler:
Tut mir leid, damit kann ich nicht dienen. Nur mit der Erfahrung, dass man mit einiger Übung mit einer "normalen" Gleitsichtbrille keine derartigen (mit höherem Aufwand erst "hausgemachten") Probleme hat.
H
Hartmut Kraus
Am 22.01.23 um 15:27 schrieb Hartmut Kraus:
Ähm, die Augen und ggf. auch mal den Kopf ein bisschen bewegen muss man allerdings schon noch. ;)
M
Marte Schwarz
Hi Martin,
Das musst Du näher erklären, das verstehe ich so nicht.
Was soll daran verfassungsrechtlich problematisch sein?
Was ist nicht alles Ansichtssache? Was rechtfertigt denn diese ominöse Beitragsbemessungsgrenze in Deinen Augen, außer dass sie die wohlhabenden zu Lasten der weniger wohlhabenden entlastet?
Dann schreib ich die 18 % eben in den Konjunktiv.
Dann nimm eine beliebige Person aus dem Niedriglohnsegment: Das ist zu billig, hier nur mit Fingerpointing zu arbeiten. Eines der Hauptprobleme dieses GKV-Systems ist hausgemacht und heisst Beitragsbemessungsgrenze und fehlende Versicherungspflicht für Gutverdiener. Dieses völlig intransparente, verknechtende und verfilzte PKV-System gehört abgeschafft, besser gestern als morgen. Man tut so, als ob das liberal und marktorientiert wäre. Davon ist das PKV-System aber sehr weit entfernt. Dass der Staat und die Länder (...) seine Beamten da geradezu hineindrängt, ist nicht nachzuvollziehen.
;-)
Marte
A
Axel Berger
Ja, kann man so sehen. In der Arbeitslosen- und Rentenversicherung entspricht der Beitragsdeckel einer Obergrenze der Leistung und wer mehr einzahlt bekommt auch mehr. Die Idee ist der Krankenversicherung fremd, jeder bekommt, was er braucht, völlig unabhängig von dem, was er zahlt
-- zumindest sollte es idealerweise so sein.
Also handelt es sich um eine Steuer. Die Polizei, der Winterdienst der Straßen, die Schulen usw. arbeiten im Ideal auch für alle gleich und gezahlt wird nach Leistungsfähigkeit. Der allgemeine Steuertopf sollte es trotzdem nicht sein, warum sieht man in Großbritannien. Um ihre Lieblingsprojekte zu finanzieren kürzen Berufspolitiker woanders und beim NHS fällt es zunächst am wenigsten auf. Steuererhöhungen werden dann immer als so viel "pence in the pound" für den NHS verkauft und die Runde startet neu. Ein separater Topf mit eigener Kostendeckung sollte es also sein und mit klaren Regeln, wie für die bezahlt wird, die ohne je einen Pfennig eingezahlt zu haben in die Gruppe der Empfänger neu aufgenommen werden sollen.
D
Detlef Meißner
Am 22.01.2023 um 18:20 schrieb Marte Schwarz:
Hamburg macht das Gegenteil.
Und wie werden die Beamten dort hineingedrängt?
Die Beamten können/dürfen es sich aussuchen.
Da muss jeder für sich selbst entscheiden/ausrechnen, wie er am besten wegkommt. Kann auch in die Hose gehen.
Detlef
M
Martin Gerdes
Marte Schwarz snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:
Eine Versicherung ist (vereinfacht gesagt) ein Topf Geld, in den viele einzahlen, damit daraus wenige große Schäden bezahlt werden können. Der Beitrag, den jeder einzahlt, bemißt sich nach dem Risiko, nicht nach dem Familienstand, nicht nach dem Einkommen.
Das ist der entscheidende Unterschied.
Der Beitrag der GKV bemißt sich nicht nach dem Risiko, sondern nach staatssozialen Erwägungen, primär dem Einkommen des Haupt"versicherten". Die GKV ist somit alles, nur keine Versicherung.
Die PKV ist im Gegensatz zur GK"V" eine Versicherung. Sie hat reichlich Rückstellungen, also Finanzvermögen, auf das die kranken Kassen schon lange neidig schielen. Wenn die GK"V" die PKV übernimmt, entspricht das einer Enteignung -- und die ist verfassungsrechtlich problematisch.
Eben.
Politisch fortschrittlich Gesonnene sind der Auffassung, daß "der Wohlhabende" "aus sozialen Gründen" für die gleiche Leistung mehr zahlen soll als der "sozial Schwache". Diese Auffassung ist allerdings eine Frage des politischen Grundverständnisses.
Es gibt hinreichend viele Leute, die es für ok halten, daß einer, der mehr arbeitet als ein anderer und vielleicht auch mehr kann, mehr Geld verdient als einer, der weniger arbeitet oder weniger kann.
Diese unterschiedliche Auffassung läßt sich nicht in einer Kategorie "richtig" oder "falsch" fassen.
Im Bereich der GKV soll zumindest in Ansätzen die Vorstellung einer Versicherung erhalten bleiben (mit einer Äquivalenz von Leistung und Beitrag), eben drum will man den Beitrag nicht beliebig steigen lassen.
Dazu kommt ein weiterer, höchst wichtiger Aspekt, nämlich der Verfassungsrang des Berufsbeamtentums mit seinem Alimentationsprinzip. Beamte legen im allgemeinen (Ausnahmen bestätigen die Regel!) extremen Wert auf ihre Beihilfe und ihre private Versicherung. Die Beamten sind zwar eine kleine, aber extrem schlagkräftige Interessengruppe -- schließlich ist jedes Ministerium voll von Beamten. Beihilfe und PKV abschaffen hieße die Frösche mit der Trockenlegung des Teichs beauftragen. Daß das passiert, halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Ansichtssache.
Siehe oben.
Hast Du Dich schon in Berlin beworben? Leute, die Patentlösungen auf der Pfanne haben, werden dort stets händeringend gesucht.
Diese Erkenntnis verbreitet hier einer, der dieses System nicht von innen kennt.
Tut er es? Eigentlich nicht. Er zahlt seinen Beamten sogar einen Teil (bis einen Großteil) deren Krankheitskosten, woraufhin die Mehrzahl der Beamten dann sagt: Den Rest versichere ich lieber mit einer Teilversicherung denn daß ich nochmal einen kompletten Beitrag in die GVK schiebe. Hoch zu preisen ist hier natürlich Herr Prof Martin Sch., der eben das trotzdem tut.
Im Bundesland Hamburg haben Beamte neuerdings ein Wahlrecht zwischen Beihilfe und GKV: Entweder Beihilfe und Restkostenversicherung oder GKV mit Arbeitgeberzuschuß. Ich habe keine Ahnung, wie viele Beamte diese Option ziehen/bisher gezogen haben.
Wäre heute Wahl, hätten Rot und Grün zusammen die 40%, die sie bei der letzten Bundestagswahl hatten. Was die Roten weniger bekämen, bekämen die Grünen mehr. Die Union würde zulegen, dafür die FDP verlieren. Die Blaunen bekämen 5% mehr, die Dunkelroten müßten um den Wiedereinzug zittern. Die aktuelle, zusammengezwungene Ampelkoalition läge so knapp an der Mehrheit wie eine "große" Notkoalition.
Solange die Blaunen zweistellig im Bundestag sitzen, wird das wohl nicht anders werden.
Sind wir noch beim Thema?
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