"Arbeitsplatzbrille" fuer Elektronik-Arbeit?

Jan 05, 2023 Last reply: 3 years ago 219 Replies

Ja, natürlich, was denn sonst? Wenn Du gegen den Rat des Optikers auf Deine eigene Vorstellung beharrst und hinterher ankommst, Du habest Dich wohl doch geirrt, wessen Risiko ist das dann? Ich habe ja gar keinen Zweifel an der Richtigkeit Deiner Einschätzung, aber wenn Du den auch nicht hast, warum dann die Vollkaskomentalität, die Folgen Deiner Entscheidung in jedem Fall auf andere abwälzen zu können?

Ich verstehe solche Erwartungen nicht.

Hi Christian,

und Hartschicht.

Ich trage sie seit über drei Jahren täglich, putze sie faulheitshalber immer mit dem, was gerade in der Nähe ist, also Toilettenpapier, Papiertaschentücher aller Marken, Baumwollgeschirrtücher ... Eben all das, was man mit einer Kunststoffbrille NIEMALS tun darf.

Ja, sie hat einen blöden Kratzer eingefangen, keine Ahnung bei welcher Gelegenheit. Aber es ist erstaunlich, was das Gehirn so wegrechnet.

Ich will solche Gläser wieder haben. Angeblich gibt es nur noch das Nachfolgeglas. Und das ist auch schlecht zu bekommen (ist wahrscheinlich zu billig, macht zu wenig Marge)

Marte

Hallo Andreas,

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Meine Brille ist auch vom Kettenoptiker, aber wohl nicht mehr die Standardgläser, die normalerweise verkauft wurden.

Dem ganz klar zu verstehen geben, dass man davon ausgeht, dass alles, was im Stehen noch 2-3 m vor mir auf dem Boden liegt noch als Fernbereich zu betrachten ist, ohne dass ich den Kopf nennenswert senken mag.

Böser Fehler: "Schau mir in die Augen kleiner" heißt das, nacheinander ins linke oder rechte. Alles außerhalb der "gegnerischen" Pupille verfälscht das Ergebnis.

Das ist zum Ausmessen des Pupillenabstandes in der Fernsicht. Das passt so schon und ist Standard. Es gibt auch Kamerasysteme, die das vermessen, das wird aber auch nicht genauer.

Setze Dir da eine billige Lesebrille auf und markiere Dein Arbeitsfeld mit einem Overheadstift darauf. Den Rest sollte ein fachlich kompetenter Optiker daraus ableiten können.

Spätestens bei der Anprobe auf die Hinterfüße stellen. Eine gut gemachte Gleitsichtbrille mit einer Korrektur bis +2 sollte keine Eingewöhnungszeit brauchen und auch kein Wackeln des Blickfeldes. Das sind blöde ausreden. Und ja, Das Hirn rechnet vieles gesund, macht aber gelegentlich Kopfschmerzen...

Marte

Hi Hanno,

Ist natürlich auch eine Preisfrage. Bei einer 700 € Brille wird die Marge groß genug für 5 Iterationen sein. Und dann muss man aufpassen: Mir hat er die gleiche Brille auch als korrigierte Version noch einmal aufgesetzt. Einmal sollte ich nach einer Stunde noch einmal vorbeikommen, weil er angeblich den Horizont tiefer einschleifen wollte ... Ich kann mich auch selbst verarschen. Eine Gleitsichtbrille schleift der nie und nimmer von Hand um. Aber er war bisher der einzige Optiker, der es letztlich richtig gut gemacht hatte.

Marte

Hi Axel,

Dass man sich mit den Wünschen des Kunden auseinandersetzt und zuhört, was der zu sagen hat. Wenn der kommt und sagt: Ich hätte gerne genau eine solche Brille noch einmal, wohlwissend, dass das nicht 0815 ist, dann beginne ich weder ein aufwändiges Messprogramm, noch versuche ich den Kunden davon zu überzeugen, dass seine Brille nichts taugt. Das ist einfach ignorant.

Marte

Bei mir war's deutlich genau andersrum. Es ist eine klassische Zweistärkenbrille mit Großvaterrand, ich wollte und will das so. Damals konnte ich noch im Seminar mit der einen Fernbrille von der Päsentation vorn auf das Schreibheft vor mir wechseln, aber es ging nur lagsam und war anstrengend.

Auf meinen Wunsch liegt der Rand sehr viel höher als normal, bei gerade Kopfhaltung etwa am Horizont. Klar kann ich die Augen verdrehen und ganz tief am unteren Brillenrand entlang gucken, das strengt aber an. Der Nahbereich zum Lesen ist zu wichtig und muß genauso mühelos und bequem nutzbar sein. Die Brille habe ich seit jetzt zwanzig Jahren und war und bin von Anfang an voll zufrieden. Das hin und her zwischen den beiden Bereichen geht vollkommen mühelos.

Für Bildschirmarbeit habe ich eine andere Einstärkenbrille mit einem Bereich genau zwischen dem Nah- und Fernbereich der anderen.

Am 07.01.23 um 12:05 schrieb Wolfgang Allinger:

30", 16:10, halber Meter. Naja, vielleicht sind es auch eher 60cm Abstand.

Aber früher war es auch nicht so viel weniger. Das war das Bild halt nur

30cm hoch. Früher hatten die Monitore nämlich 4:3.

Marcel

Schlafaugen für Puppen gibt es schon seit hundert Jahren, wann wird es so etwas auch mal für Brillen geben? Quasi per Geste gesteuert: Kopf runter zum Lesen, hoch für Fernsicht.

DoDi

Der Punkt bei mir ist, genau wie früher mit nur einer Stärke muß ich beim Mitschreiben den Kopf gar nicht bewegen, nur die Augen. Das hin und her ist jetzt wieder genauso schnell und mühelos wie früher.

Am 07.01.23 um 10:53 schrieb Christian Treffler:

Fragt sich, was am Ende die Brille kostet.

Da sich meine Fehlsichtigkeit über die letzten ~4 Jahre kaum verändert hat, könnte ich ja mal zu einem „richtigen“ Optiker gehen. Wenn sich die Ausgabe für viele Jahre lohnt, kann man's mal probieren. Vom Massen-„Optiker“ (F.) bin ich allmählich echt enttäuscht.

Gruß

Gregor

Am 07.01.23 um 21:33 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Wenn, dann gleich mit Tracking der Augen und Abstandsmessung zum Objekt :-)

Gruß

Gregor

Hans-Juergen Schneider, 2023-01-07 11:39:

Mein Augenarzt misst den Augeninnendruck nicht als IGeL - das zahlt die Kasse.

Dann rechnet er Dich zu den Glaukomkranken.

MfG hjs

Hans-Juergen Schneider, 2023-01-08 10:59:

Mag sein, ich habe aber kein Glaukom und habe auch die Diagnose dazu so noch nie erhalten.

Arno Welzel schrieb:

Dann bist du privat versichert?! Oder du hast dich bei dieser oder jener Aussage mal wieder geirrt? Denn die gesetzliche Kasse zahlt ohne begründeten Verdacht auf Glaukom nicht...

MfG Rupert

Rupert Haselbeck, 2023-01-08 19:20:

Nein, Kassenpatient.

Wenn "Glaukomkrank" heißen soll, dass man wegen einem Glaukom schlechter sieht (aka "grüner Star") - nein, das ist bei mir nicht so.

Dann wird der Augenarzt das wohl so mitgeteilt haben. Augeninnendruck wird bei mir *immer* gemessen, wenn ich einen Termin dort habe, egal wegen was. Irgendwann wurde genau deswegen auch mal ein erhöhter Augeninnendruck festgestellt - nein, nicht beim ersten Besuch, sondern nach Jahren - und mir Augentropfen dafür verschrieben.

Ein Glaukom - also ein nachweisbarer Schaden der Augen - wurde aber nicht explizit diagnostiziert. Ja, das wurde dann ausführlich untersucht, als der Innendruck höher war, als er sein sollte, aber es kam keine Beeinträchtigung dabei heraus.

Wie auch immer - wenn ich dort bin, wurde ich auch schon vor der Diagnose "erhöhter Augeninnendruck" generell gebeten, mich einmal an ein Gerät zu setzen, wo die Linse vermessen wird und direkt danach an das andere Gerät, wo der Augeninnendruck mit einem kurzen Luftstoß auf die Pupille gemessen wird. Bezahlt habe ich dafür nie etwas.

Arno Welzel schrieb:

Es könnte hilfreich sein, würdest du bei deinen Aussagen nicht immer wieder deine eigenen, ganz speziellen Definitionen verwenden :->

Die Augeninnendruckmessung ist eher überflüssig, wenn ein Glaukom bereits so weit ausgeprägt ist, dass die Netzhaut zerstört ist...

Na also, warum nicht gleich so? Du wirst also wegen eines drohenden Glaukoms behandelt. Folglich greift die Regelung, wonach die Kasse zahlt

MfG Rupert

Der Sehnerv. Denn der Druck versucht durch dessen Kanal zu entweichen und schnürt ihn ab.

Normal hätte der auch Gesichtsfeld machen müssen. Vielleicht hat er das auch so abgerechnet.

Ja, dann zahlt die Kasse.

MfG hjs

Christian Treffler snipped-for-privacy@gmx.net schrieb:

Diese Beschreibung spricht dafür, daß Deine Weitsichtigkeit realiter eine Kurzsichtigkeit ist. Läßt sich übrigens ganz einfach erkennen, wenn Du die Brille ins Licht hältst. Die Brille eines Kurzsichtigen bildet einen hellen Hof außenrum, die Brille eines Weitsichtigen macht einen Brennpunkt.

Sag mal eine Hausnummer!

Andreas Oehler snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:

Je nu.

Ich kann mit meiner Brille zwei Dinge nicht ohne Blickwendung sehen: Den Kilometerzähler im Auto während der Fahrt (Ist vom Blickwinkel Nahbereich, von der Entfernung aber Ferne) und den Tacho am Fahrrad (dito). Nehme ich in Kauf, juckt mich nicht.

Kann schon sein, daß ich mit gebeugtem Kopf auf dem Fahrrad über den Brillenrand hinwegschaue. Muß mal beim nächsten Mal nachschauen. Juckt mich auch nicht sehr, die nächsten 20 m sehe ich in jedem Fall, und wenn ich 20 m weiter bin, dann die nächsten 20 m.

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