Analoges Speicheroszilloskop

Nov 23, 2003 35 Replies

Man muss halt sehen, wo das Geld bleibt. Typischer Fall IMHO: Dell. (äusserlich) schöne Geräte, i.d.R. moderate Ausstattung zu allerdings recht saftigen Preisen. Der uninformierte Endkunde vermutet dahinter gute Qualität, und kauft. Auch wenn die Qualität nun wirklich gut sein sollte (ich kenne kein Gerät von Dell "persönlich"), fällt dieser ahnungslose Kunde spätestens im Reparaturfall (ausserhalb der Garantiezeit) auf die Nase:

formatting link
[Reparaturpauschale von 470 Eur.] Offensichtlich geht also ein Großteil des Geldes nicht in den Service sondern vielmehr in die Hochglanzprospekte, die hier mit schöner Regelmäßigkeit ins Haus flattern.

Das habe ich auch, und irgendwann hatte ich lange genug gespart, um mir diesen Wunsch zu erfüllen. Als ich dann jedoch merkte, dass ich dieses (für meine Verhältnisse eher teure) Gerät nicht häufig genug benutzte, habe ich mich entschieden, es wieder zu verkaufen. Nach kurzer Zeit musste ich aber dann feststellen, dass ich ohne doch nicht auskomme.

_Mein_ Geld bitteschön. Ich habe in den Sommerferien bei regelmäßig über

25°C vier Wochen lang täglich 8 Stunden an einer Papierschneidemaschine Gestanden, um das zu verdienen.

So'n Ding hab ich auch. Gabs mal anfang des Jahres für 2,49 bei Lidl ;-) Sogar mit Ersatzglühobst.

Gruß, Daniel

Daniel Leitschuh Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen koennen binaer zaehlen, die anderen nicht

Da wirfst Du zwei Dinge durcheinander. Die analoge Speicherröhre funktioniert grundsätzlich so, wie in der ersten Hälfte Deines Satzes. Das hat aber nichts mit den sog. Mikrochannel-Platten zu tun, die es bei einigen sauteuren Tek-Scopes mal gab (Neupreis dieser Geräte war glaubich einige zigtausend DM) und die für eine gewaltige Verstärkung leisester Leuchtspuren auf dem Bildschirm sorgt.

Winfried Büchsenschütz

Schon etwas. Die Signalverarbeitung ist unübertroffen.

Hehe, aber auch nur vielleicht.

Man möge man sich dort mal das LC Feature "Sequence" zusammen mit "Analog Persistence" ansehen, da kann ich mir sogar nach Erkennung des Problems im überlagerten Farbbild genau denjenigen Trigger *einzeln* zeigen lassen, der es verursacht hat. Geblättert wird zwischen den Bildern wie beim Videorecorder. Und ich bekomme genau eine Liste, wenn welches Bild gemacht wurde.

Die Salesdroiden wissen garnicht, was ihnen entgeht ;-)

*LOL* Allerdings ;-)

Mit den Bunti Bildi für Deppen-User, die eh' nix kapieren, bekommt man leider jedes gute Produkt kaputt :-(

Mache ein Produkt idiotensicher und es werden nur noch solche das Produkt benutzen.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Ich denke du kannst davon ausgehen das jedes Tek mit Bildspeicherroehre eine zigtausend DM gekostet hat.

Welches waer denn das? Man muss sich ja mal Notizen fuer die Zukunft machen.

Olaf

D.i.e.s.S. (K.)

"Oliver Bartels" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Naja. Ein Mickeymouse Commander ist es durch W2K ja nicht geworden. Ich würde mich auch gerne damit anfreunden, sobald man die "responsiveness" der alten Geräte erreicht hat. Und das Booten nicht 3 Minuten, sondern

10 sekunden dauert. Das wird aber evtl. nie geschehen.

Da bleibe ich doch bei den guten alten DSO's für echte Männer.

Auch möchte ich Spekulieren, wann die Computergrafik der Wellenformdarstellung in DSO's generell nicht mehr wie Computergrafik von vor >30 Jahren ist. Selbst jede "digitale persistence" Darstellung hat noch reichlich aliasing im Bild. Auch die simple "min/max" sortierung der Singleshot waveform mit "gepixelten" linien sollte durch ein besseres "rendering" ersetzt werden. Dann kann man statt einem gleichhellen breiten Streifen auch mal wieder details im "Rauschen" ausmachen. Einen GO/NOGO Testingeneur mag das nicht kratzen, aber vereinzelte Entwicklungsingeneure schon. Doch schätze ich, daß es bestimmt so lange dauert, bis UMTS Mobilgeräte verbreiteter als GSM sind (6 Jahre?).

Da ist viel dran.

Da fällt mir gerade wieder die Präsentation des Tek Salesdruiden ca 1999 zur Jitter Analyse ein:

2 x Reboot, diverse Einstellungen ca 15 min. später: Salesdruide: "So Herr Hofmann, die Jitter messung ist fertig!" Ich: "Wo ?" Salesdruide: "Da unten wird der Jitter Wert angezeigt!" Ich: "Äh... geht das auch als Jitter-Kurve ?"

Raymund Hofmann __ Erfindung und Kommunikation von

- akausalen Zusammenhängen

- Statistiken

- irrelevanten Fakten

Mag sein, viele Gebräuchthändler sind halt auch weniger Händler als vielmehr Sammler :).

Ach und warum das bitte nicht? Sicherlich gibt es auch dort einiges, was man besser machen könnte, aber ein 25 Jahre altes Scope ist *IHMO* in der Regel deutlich schlechter.

cu, Marco

S: Minolta: Winkelsucher (VN), VC-9 E-Mail: mb-news-blinuxhaven.de Deutsches Linux HOWTO Projekt: http://www.linuxhaven.de

|> Selbst jede "digitale persistence" Darstellung hat noch reichlich |> aliasing im Bild. |> Auch die simple "min/max" sortierung der Singleshot waveform mit |> "gepixelten" linien sollte durch ein besseres "rendering" ersetzt |> werden. Dann kann man statt einem gleichhellen breiten Streifen auch mal |> wieder details im "Rauschen" ausmachen.

Hm, Agilent hat doch so eine DSO-Serie mit Grünröhre, die das Bild fast so anzeigt wie ein normales Oszi. Da sieht man dann auch im extremen Weitwinkel einen helleren "Knubbel" in der Signalfläche. Das hat mir ganz gut gefallen. Leider haben die Geräte dann wieder kein Ethernetanschluss (und wahrscheinlich auch kein Windows...).

Georg Acher, acher@in.tum.de http://wwwbode.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

In article , Daniel Leitschuh writes: |> saftigen Preisen. Der uninformierte Endkunde vermutet dahinter gute |> Qualität, und kauft. Auch wenn die Qualität nun wirklich gut sein sollte |> (ich kenne kein Gerät von Dell "persönlich"), fällt dieser ahnungslose |> Kunde spätestens im Reparaturfall (ausserhalb der Garantiezeit) auf die |> Nase:

Das Problem ist halt, das Dell eigentlich nur für Businesskunden da sein sollte, aber auch "normalen" Endusern was anbieten wollen, die andere Preisvorstellungen haben. Wahrscheinlich ist der Normalkundenmarkt ein Verlustgeschäft, da müssen sie das so wieder reinholen...

Was die z.B. so an Rackservern haben, sieht auf den ersten Blick arg überteuert aus (1HE P3 1.2GHz, 240GB für ~3K). Allerdings ist die Verarbeitung wirklich gut, das ganze System passt zueinander. Es gibt zB. redundante Netzteile und gescheites Hardwaremonitoring. Und nicht zu vergessen einen 24h*7d Vorortservice mit 4h Reaktion, der da schon im Preis drin ist.

Georg Acher, acher@in.tum.de http://wwwbode.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Der Meinung bin ich eben nicht. Ich bestimmten Teilbereichen ist so ein kleines TDS sicherlich besser. Wer unbedingt FFT im Scope braucht oder RS232, der braucht es eben und hat keine Wahl. Aber im normalen Alltag finde ich das grobe verauschte pixelige Display nicht zu ertragen. Darauf moechte ich einfach nicht laenger schauen. Genausowenig wie ich mir z.B einen Laptop mit DSTN holen wuerde.

Olaf

D.i.e.s.S. (K.)

Betrachte es mal vom sammlerstandpunkt ;-)

Könnte man so sehen. Aber ein 547 (2x50MHz) ziehe ich aber allemal ähnlichen neueren geräten von Conrad usw vor. Einziger nachteil, seine größe und im sommer wirds halt etwas wärmer im raum. Wem machen südliche temperaturen schon was aus...

Freunde, die beruflich selten über 100KHz (hauptberuflich 50Hz) hinauskommen, arbeiten gern mit einem 22xx. Was jedoch die mech. stabilität angeht,hält sich ihre bergeisterung doch sehr in grenzen.

mfg horst-dieter antworten bitte in die rubrik. anschreiben auf diese adresse gehen wg. spam ins nirvana/dev0.sorry

zB das 2467B. Eine schnelle prüfung bei scops mit MCA röhre ist, ohne signal auf volle helligkeit zu stellen. Wenn der ganze sichtbereich gleichmäßig hell strahlt, sieht man wo die röhre "eingebrannt" ist. Oft beim read-out bereich. Meistens ist die röhre schonmal gedreht worden und dierer teil liegt etwas tiefer. Für den hobbybereich aber "kein" nachteil. Dort wird so ein gerät ja nicht im dauerbereich betrieben.

mfg horst-dieter antworten bitte in die rubrik. anschreiben auf diese adresse gehen wg. spam ins nirvana/dev0.sorry

Sorry, sehe grad einen fehler. MCA muß MCP (microchannel plate) heißen.

mfg horst-dieter antworten bitte in die rubrik. anschreiben auf diese adresse gehen wg. spam ins nirvana/dev0.sorry

Am 23 Nov 2003 19:39:41 GMT, meinte "MaWin" :

Das war damals jenseits aller Vorstellungskraft.

Nana, nicht übertreiben. Ich habe mich damals mit dem bekannten Russen-Skop CI-94 begnügt - der einzige Mobilienkauf, den ich je auf Raten getätigt habe: DM 400,- kostete die Kiste vor 30 Jahren, was damals für einen Schüler eine irrsinige Menge Geld war (aber wozu hat man in den Schulferien gejobbt?). Rechne das mal auf heute um ... Außerdem würde ich es lieber sehen, wenn meine Jungs ihr (mein) Geld für so etwas ausgeben als für den anderen Mist, für den die Kinder/Jugendlichen heute das Geld der Alten rausschmeißen.

Geiz ist geil! ;-)

Beste Grüße

Dr. Michael König

RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll. D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11 D-65929 Frankfurt a.M. * Dalbergstraße 4 nospam@drkoenig.de [ersetze "nospam" durch "info"] * www.drkoenig.de

Mir fällt eigentlich keiner wo, wo Standard Analog-Scopes besser wären. Insb. im Vergleich zu den typ. Hamegs, die man früher viel vorgefunden hat, sind die TDS Scopes eine ganz andere Klasse.

Habe ich noch nie benutzt, trotzdem gefällt mir das Tektronixs :).

Was ist daran so schlimm? Ist doch nur ein Meßgerät.

Es gibt sicherlich bessere Displays als in der Einsteiger TDS-Serie, aber so schlimm ist es nun wirklich nicht. Und eine 25 Jahre alte Röhre macht auch keinen Spaß.

Im Vergleich zu sämtlichen Analog Scopes, die ich so im Studium erlebt habe, sind die TDS Scopes IHMO um Welten besser. Allein schon die Bedienung ist wesentlich übersichtlicher und die Speicherfunktion möchte man im Digitalzeitalter nicht missen.

Mir gefallen an den Kisten eigentlich nur wenige Sachen nicht: das Scrollen im Speicher ist nicht sehr sinnvoll gelöst und die Drehknöpfe dafür hätte etwas größer und stabiler ausfallen dürfen, der Speicher ist zu klein :).

cu, Marco

S: Minolta: Winkelsucher (VN), VC-9 E-Mail: mb-news-blinuxhaven.de Deutsches Linux HOWTO Projekt: http://www.linuxhaven.de

Korrekt. Es ist nun mal so, daß gerade Speicherscopes kräftig nachgefragt werden. Da steigen sogar die Preise für ältere Hameg 205-2 und -3 kräftig.

Das Problem ist bei 15-25 Jahre alten Geräten vor allem die Ersatzteilbeschaffung. Da Speicherröhren eine deutlich geringere Lebensdauer haben als Nicht-Speicherröhren, bekommt man auf dem Gebrauchtmarkt/Flohmarkt/ebay häufig Scopes derart:

"Gerät funktioniert einwandfrei im Non-Store Modus. Die Speichermodi habe ich nicht zum Laufen gebracht, etc."

Das Gerät ist dann nicht unbedingt schlecht -- jedoch halt nicht als Speicherscope tauglich.

Das sollte man bedenken, bevor man soetwas einkauft.

HTH, Andreas

IMHO läuft die D*ll Abzocke etwas anders, nämlich über die Lieferzeit. Zum Zeitpunkt der Bestellung ist der Preis für das Gebotene günstig, beim Lieferzeitpunkt ist es dann bereits das zweitneuste, was bei Direktabholung im Laden dann billiger gewesen wäre.

mfg Rolf Bombach

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required