Also, habe alle Argumente gelesen und akzeptiere diese auch. Prinzipiell. Hier geht es tatsächlich um ein rein privates Bastelprojekt als Einzelstück. Wider allen Regeln habe ich es aber nun doch einmal so gemacht: 230V und 5V gleichzeitig an einem Schalter. Für mein Verständnis kann da nichts passieren. Das einzigste was 'nach draußen' ragt, ist der Knebel des Kippschalters und 4 Netzsteckdosen. Also ist keinerlei Gefahr zu erwarten. Zuleitung ist eh auch nur ohne PE.
Gerd
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J
Joerg Niggemeyer
Das finde ich auch !
Es wird völlig unterschätzt, wie durch Staub,Dreck und Feuchte über Jahre hinweg ein leitender Schleim,Runtz oder Film sich auf einer Oberfläche bilden kann, dem man das nicht unbedingt ansieht........
S
Stefan Wiens
Aber ein Grobmotoriker-Schalter, etwa von Eaton, mit den entsprechenden Kontaktelementen, kann das schon. Man muss nur die Leitungen angemessen auseinanderhalten.
A
Andreas Fecht
Am 16.11.2025 um 07:25 schrieb Gerd Mann:
Na ja, wenn die Bude abfackelt, ists ziemlich egal, ob das "nur" ein Bastelprojekt war.
Für Kriech- und Luftstrecken sind für die meisten Anwendungen 6mm ausreichend. Wenn's innerhalb des Schalters weniger ist...
Man könnte einen 3 poligen Schalter nehmen und die mittleren Kontakte auf den Schutzleiter legen.
Zugängliche Steckdosen ohne Schutzleiter sind auch nicht so ganz sauber... Nur wenn's Eurostecker-Steckdosen sind, wäre es OK.
Gruß Andreas
J
Joerg
So isses. Japan Radio Corporation, eine ansonsten eher namhafte Firma, hat dies bei einem nicht gerade billigen Amateuerfunkgeraet (JST-100) nicht beachtet. Als ich das mal einschaltete, gab es einen Knall und einen blauen Blitz aus dem Schalter heraus in meinen rechten Daumen. Obwohl wir hier nur 120V Netzspannung haben.
Die ganze auch anderweitig unsichere Netzspannungsfuehrung habe ich natuerlich sofort rausgerissen und alles auf reine 12V umgestellt. Den Empfangsteil habe ich wieder hinbekommen, doch der restliche Schaden im Geraet ist von den noetigen Ersatzteilen her so teuer, sodass ich es wohl ausschlachten werde. Mein Fingerabdruck hat sich dabei auch veraendert, Narbe in der Daumenflaeche :-)
G
Gerrit Heitsch
Spitzname jetzt 'Scarthumb'?
Gerrit
J
Joerg
Ist manchmal unangenehm. Wenn man jemandem die Hand gibt, dann fuehlt sich das vermutlich an, als haette ich da ein Geschwuer oder Dreck. Ich koennte ja "That was JRC!" drauftaetowieren lassen :-)
A
Axel Berger
Das hat aber nichts mit der Frage zu tun, ob am selben Schalter auch Niederspannung geschaltet wurde. Ich verwendete öfter mal so ähnliche Schalter wie diesen
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mit Metallknebel für Netzspannung. Bis jetzt problemlos.
Heute wähle ich doch meist lieber etwas größere mit Kunststoffwippe.
J
Joerg
Doch. Die 120V sind auf die 12V Seite am selben Schalter ruebergeballert. Die anschliessenden Russ-Spuren waren eindeutig. Dabei gab es nicht nur Blitz und Knall, sondern auch erheblichen Schaden auf der Niederspannungsseite im Geraet. U.a. hat es die nicht mehr zu erschwinglichen Preisen erhaeltlichen HF-Endstufentransistoren gefetzt.
Der ist ja auch ok und da laufen nicht gleichzeitig 12V ueber ein weiteres Kontaktpaar. Ist aber ziemlich teuer.
Sicherer ist das, zumindest wenn man den nicht in einem geerdeten Metallgehaeuse eingebaut hat.
J
Joerg
Sofern man dem Datenblatt glauben kann.
Kleinspannung kann ein Problem werden, wenn es dabei um sehr kleine Stroeme geht (Wetting Current unterschritten). Viele Schalter sind z.B. nicht geeignet, um einen lediglich mit internem Pull-up von einigen zig kOhm versehenen Port an einem uC zu schalten. Oder nur fuer einige Monate.
Noe.
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60champs (Chinese Ampere) sind 30 wirkliche Ampere, oder so :-)
J
Joerg
Kommt drauf an, wieviel Strom bei 5V fliessen. Wenn das nur wenige mA sind, koennte es unter dem Wetting Current the Schalters liegen und dann schaltet er nicht zuverlaessig.
Das sind dann aber schon ein wenig mehr als Basics :-)
Geht schon, jedoch nicht mit irgendeinem doppelpoligen Schalter aus dem Bastelladen.
Es geht, doch der Schalter muss dafuer ausgelegt sein. Das koennen viele Mehrlagenschalter ahenlich diesem, besonders, wenn sie eine Kuststoffachse und Schachtteiler haben:
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Man muss aber meist den Hersteller dazu konsultieren, das Datenblatt bei diesem ist auf Anhieb erstmal zu duenn. Am Ende kommt es auf Creepage und Clearance an sowie auf Single Fault Failure. Etwa, was passiert, wenn eine Schaltzunge abbricht?
Klassische Anwendungen sind Antennenumschalter fuer Funkverkehr. Die schalten auf einer Ebene mehrere Kilowatt und hunderte Volt an Hochfrequenz und auf einer anderen Ebene Logic Level, um die Schaltstellung an eine digitale Mimik melden zu koennen. Also eine Art Schalter mit angebautem mechanischem Encoder.
In der Medizintechnik hatte ich mal einen, der schaltete 5kV (Defibrillator) plus Logic Level (damals 5V) fuer die Indikation.
A
Andreas Bockelmann
Okay, Ihr seid die Fachleute, aber in meinen Augen sind das in dem Link zwei Schalter deren Betätigungen mechanisch gekoppelt sind. Für den Bediener ist es aber "Ein Schalter", da stimme ich zu.
J
Joerg
[...]
Das hast Du im Prinzip bei allen Mehrfachschaltern. Entweder sind die Kontakte nebeneinander, hintereinander oder durch eine Knebelstange gekoppelt. Letzteres macht man in den USA z.B. bei Sicherungen, die zwei Phasen sichern und abschalten koennen, aber diese Phasen per Gesetz nicht einzeln schalten duerfen.
Worauf es am Ende ankommt, ist wie gut die Trennung ist und wieviel Spannung die aushaelt. Der Worst Case ist ein enges Nebeneinanderliegen der Kontakte ohne durchgaengige Trennwand. So war das im Schalter meines JRC Funkgeraetes, mit spektakulaeren Konsequenzen.
P
Peter Thoms
Am 03.12.25 um 02:32 schrieb Joerg: ...
Hallo,
und dann ist da noch das Kontaktmaterial eine Option. Bei 5V wären wären eventuell nicht sorgenfrei 400V-Kontakte angesagt.
Peter
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