Am 06.06.23 um 20:06 schrieb Hanno Foest:
???
jaa, man kann alles auch kompliziert machen, indem man Kontexte verändert oder verengt.
Ein inselfähiger Wechselrichter braucht allein wegen der Inselfähigkeit keinen gesonderten Netztrenner. Damit er in eine Insel einspeisen kann, braucht es trivialerweise zunächst eine Insel. Und eine Insel hat definitionsgemäß keine anderen Einspeiser und ist zudem definitionsgemäß von allem getrennt, was nicht zur Insel gezählt wird - da braucht es keinen Trenner.
Aber: Wenn man allerdings die Insel erst herstellen muss, dann muss man die Insel trivialerweise erst herstellen - also entsprechende Schaltvorgänge vornehmen. Die müssen aber nicht unbedingt im Wechselrichter geschehen, sondern z.B. am Ortsnetztrafo, wenn die Insel aus einem Ortsnetz bestehen soll, das bei Ausfall des übergeordneten Netzes versorgt werden soll.
Um in eine Insellast oder in ein Netz (dann netzspeisend oder netzstützend) _nicht_ einzuspeisen, braucht es ebenfalls keine Trenneinrichtung. Da reicht es, einfach die Halbleiterbrücke komplett in den TriState zu schalten.
Unbenommen bleibt, dass es andere Gründe geben mag, um eine (insbesondere galvanisch trennende) Schaltvorrichtung _im_ Wechselrichter zu wollen. Und sei es nur, um unter Last galvanisch trennen zu können.
Das alles hat nichts mit dem originalen Kontext zu tun. Der bestand in Christophs Vorstellung, man könne einem Wechselrichter ein Netz vorgaukeln, um ihn inselfähig zu machen. Was auch immer "vorgaukeln" sein soll - nein, das Netz bildet er schon ganz alleine.
Gruß, V.