Ich habe mir Aufgabe gestellt eine 12V AC Aquarienpumpe (Eheim,
1Phasen-Synchronmotor, 11Watt bzw evt. 24Watt) regelbar zu machen und hab mich jetzt soweit schlau gegoogelt, daß es wohl das Einfachste sein wird, den Sinus per PWM nachzubilden.
Dazu hab ich aber noch ein paar Fragen die ich nirgends beanwortet finden konnte.
1.) Kann ich direkt mit dem PWM auf die Pumpe gehen, oder brauchts noch eine Drossel? Mir persönlich ist ein sauberer Sinus nicht wichtig, wichtig ist mir nur, daß die Pumpe problemlos und leise läuft.
2.) Die Pumpe ist für 50/60Hz ausgelegt, welche PWM Frequenz ist da Sinnvoll? Braucht es 256 Schritte pro Halbwelle - also 30,7kHz - oder tut es weniger auch?
Danke schon mal,
Thorsten
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Joerg
Geht auch ohne, aber dann kann es mit der EMV Aerger geben.
Ich habe VFD schon unterhalb von 10kHz gesehen, das lief. Sind 30.7kHz nicht 307 Schritte?
Gruesse, Joerg
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Joerg
Nachtrag: Bitte an Hunde, Katzen und andere Tiere denken. Die hoeren Frequenzen selbst oberhalb 20kHz oft und empfinden das als unangenehm. Wenn mir mal ein Schaltregler beim Probeaufbau in der Frequenz abrutscht, verlaesst die Schaeferhuendin mit vorwurfsvollem Blick das Labor. Den Rottweiler laesst es meist kalt.
Bei Fischen habe ich keine Ahnung ;-)
Gruesse, Joerg
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Thorsten Oesterlein
Am Tue, 21 Apr 2009 09:29:57 -0700 schrieb Joerg:
Hi Jörg!
Dann mach ich es mal ohne und behalte im Auge im schlimmsten Fall noch eine Drossel zu spendieren. In der Appnote zum IRS2092 (500W Class D Endstufe) sind 22uH angegeben, das sollte doch noch im Rahmen sein.
Ich dachte an eine LUT mit 256 Werten für eine Halbwelle, also 512 Werten für einen ganzen Sinus. 512 x 60 wären dann ~30,7 kHz. Ich dachte an eher mehr, weil ich die Pumpe ja über die Frequenz regeln will. Meine Überlegung war nun, daß eine zur geringe Anzahl an Schritten (bzw eine zu geringe PWM Frequenz) bei niedrigen Frequenzen dazu führt, daß das ganze für die Pumpe nicht mehr passt.
Ich will ja auch auf jede Regelung verzichten. Die Anlaufrichtung ist dem Pumpen-Typ sowieso wurscht und lastabhängige Regelung brauchts auch nicht, weil die Pumpe eh so konstruiert ist, die sie auch unter Volllast (also "Ansaug"- und Ausströmöffnung zugestoppelt) problemlos läuft.
Danke,
Liebe Grüße, Thorsten
J
Joerg
Drosseln im uH Bereich dienen der EMV, die buegeln die Spannungstreppchen kaum aus. Sie sollten gleich am Gehaeuse der Elektronik liegen. Das Drueberschieben eines Ferritkerns als Gleichtaktdrossel waere auch ganz guenstig. Vor allem wenn in der Naehe noch jemand Mittelwelle hoeren moechte.
60Hz? D.h. Du moechtest sie auch mal schneller laufen lassen als an Eurem Stromnetz?
Wenn Du jetzt die Frequenz absenkst, hast Du keine geringere Anzahl an Schritten. Wenn das ueber die LUT gehen soll, muesste der Adresszaehler der LUT entsprechend langsamer laufen. Denn Du moechtest ja sicher den ueblichen Sinus beibehalten. D.h. er muss die ganze LUT ablaufen, nur eben langsamer. Irgendwann fiept das dann unangenehm, merkt man wenn Waldi das Wohnzimmer verlaesst und sich missmutig ins Koerbchen knirzt.
Ich kenne Deine VFD Architektur nicht, aber irgendetwas muss die Spannung regeln. Wenn das ein gewoehnlicher Schaltregler mit seinem eigenen (und nicht gross variierten) Takt ist, dann geht die Sache mit der LUT.
Nicht dass jetzt was durcheinandergeraet: Die LUT macht normalerweise nicht die PWM, sondern gibt nur den Sollpegel vor. PWM macht ein separater Wandler (mit Bruecke hinten dran), der ueber PWM die Ausgangsspannung auf diese Sollpegel setzt und damit dem Sinus in der LUT folgt. Die PWM dieses Wandlers ist unabhaengig von der LUT.
Gruesse, Joerg
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Jens Frohberg
Hallo!
"Thorsten Oesterlein" wrote
Ein Synchronmotor hat doch eine feste Drehzahl oder? (Also frequenzabhängig) Was würde denn passieren wenn man hier eine Phasenanschnittsteuerung verwenden würde? Bzw. nur jede zweite/dritte Welle schaltet. Würde der Motor durch das Wasser nicht gebremst? Ich habe von Motoren und deren Steuerung keine Ahnung. (Wie ihr grad merkt :-))
alsdenn, Jens
J
Joerg
Der wuerde anfangen zu stottern und zu ruckeln. Im Extremfall bleibt er einfach stehen und knurrt vor sich hin. Ohne Ansteuerung mit veraenderbarer "Netzfrequenz" geht das nicht gescheit, da ist Thorsten schon auf der richtigen Faehrte.
Gruesse, Joerg
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Jens Frohberg
Hallo!
"Joerg" wrote
Hmm, hätte ich mir denken können. Und was würde passieren wenn man ihn mit einer Rechteckspannung betreiben würde? Dann könnte man doch einfach einen VFC und einen Treiber hinter hängen. Wenn das nicht, ein Sägezahn liesse sich auch einfach bauen. Ich mein es ist eine Aquarienpumpe, da wird es doch wohl nicht so sehr auf die Form ankommen oder irre ich da?
alsdenn, Jens
J
Joerg
Modified Sine wird schonmal gemacht. Das ist ein Rechteck positiv, Pause, ein Rechteck negativ, Pause, und so weiter. Geht schon, aber dann hoert man die Oberwellen und wenn das Aquarium im Wohnzimmer steht koennte das nerven. Ich weiss auch nicht was Fische dazu meinen. Das sollte man auf jeden Fall vorher erkunden, den die koennen weder ihren Unmut aeussern noch sich ins Nebenzimmer verkriechen.
Gruesse, Joerg
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Thorsten Oesterlein
Am Tue, 21 Apr 2009 10:03:28 -0700 schrieb Joerg:
Hi!
MW hört hier eh niemand ;-) Werde den Hinweis trotzdem beachten.
Jo, wenn man das Pümpchen so easy "tunen" kann, werd ich das zumindest mal ausprobieren.
Da hast du natürlich Recht. So wollte ich das machen. Muß man echt mal ausprobieren wie sich das mit dem Fiepen auswirkt. Im schlimmsten Fall muß der Takt gleich bleiben und die LUT berechnet werden. Da die Rechenzeit nicht kritisch ist, sollte das evt. eine Option sein.
Ich will mit einem Atmel einfach eine H-Brücke ansteuern. Die PWM Frequenz kann ich beim Atmel ganz bequem einstellen und in der LUT schaue ich ganz einfach das Impuls/Pause Verhältnis nach. Sind beim Atmel grad mal ein Zweizeiler[1] sofern man auf die Lastregelung und den Schnick-Schnack verzichtet.
Am Tue, 21 Apr 2009 19:46:15 +0200 schrieb Jens Frohberg:
Rechteckspannung ginge rein theoretisch auch. Bei 1Phasen Syncgronmotoren läuft das Dingens dann leider nicht sehr elegant sondern hat eine ruckelnde Drehbewegung. Bei 50Hz wirds noch so halbwegs funktionieren aber bei niedrigen Frequenzen nicht mehr so toll. Ausserdem vermute ich grübere Probleme mit der EMF. Die Modellbaumotore sind z.B. 3Phasen Synchronmotore, die werden wirklich nur mit Rechteck angesteuert, haben dafür aber das Problem, daß man eine Last- und Anlaufregelung braucht.
Liebe Grüße, Thorsten
M
MaWin
"Thorsten Oesterlein" schrieb im Newsbeitrag news:1i7wvu23n5nhl$. snipped-for-privacy@40tude.net...
Google nach magic sinewaves.
-- Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage:
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de.sci.electronics FAQ:
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Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
T
Thorsten Oesterlein
Am Tue, 21 Apr 2009 09:34:08 -0700 schrieb Joerg:
Hi!
Unsre beiden Stubentieger werden Tester. Den Fischen wirds hoffentlich/vermutlich wurscht sein, die Pumpe wird nicht im Becken stehen.
Lass dir mal ein Aquarium schenken, dann ergibt sich das von selber ;-)
Liebe Grüße, Thorsten
J
Joerg
[...]
Ah, ok. Dann waere die PWM-Frequenz fest. Mit LUT wird das dann aber nichts. Ueber einen Algorithmus waere die Aenderung des Tastverhaeltnisses jedoch machbar. Wenn der einen schoenen langen Timer hat den man mit voller Suppe (Master Clock) betreiben kann, muesste die Aufloesung im Tastverhaeltnis reichen.
Und den WDT nicht vergessen. Entweder muss beim Haengen der Chose die Bruecke innerhalb einiger zig msec aufgehen oder es muss wenigstens kapazitiv gekoppelt werden. Sonst ... brodel... kokel ... *POFF*
Gruesse, Joerg
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Thorsten Oesterlein
Am Tue, 21 Apr 2009 20:03:59 +0200 schrieb MaWin:
Hi!
Danke. Ist eine feine Sache. Dürfte aber etwas mehr als ein Zweizeiler werden, dennoch ist das überlegenswert.
Liebe Grüße, Thorsten
J
Joerg
Aber aufpassen, das kann Funkstoerungen ohne Ende geben, wenn Du diese Pulse einfach auf die Leitung nagelst.
Gruesse, Joerg
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Thorsten Oesterlein
Am Tue, 21 Apr 2009 11:19:53 -0700 schrieb Joerg:
Hallo!
Da hatte ich zu kurz gedacht, die PWM Frequenz is ja nicht frei änderbar sondern nur über den Vorteiler, da muß ich tatsächlich berechnen wenn ich die Frequenz ändern will. :-(
Ausser *idee* ich verwende einen 16 Bit PWM als externen Taktgeber für den PWM der mir den Sinus erzeugen soll. Müsste doch eigentlich gehen...?
Dann hab ich variable Frequenz und kann trotzdem eine LUT verwenden.
WDT, BOD und Glasrohrsicherung vor der Brücke. Ein kräftiger FET sollte die Sicherung atomisiert haben bevor er selber oder die Pumpe hops geht.
Liebe Grüße, Thorsten
F
Falk Willberg
Thorsten Oesterlein schrieb:
...
"hier" kann bei MW ziemlich weit weg sein.
Schön :-)
73 de DL3DAZ
J
Joerg
Die Frequenz sollte schon einigermassen fest sein. Manche setzen einen Dither drauf um durch die EMV zu kommen aber das Schlupfloch klappt in der EU nicht mehr so gut.
Warum variable Frequenz? 16 Bit wird wohl auch nix. Sagen wir Du haettest 12MHz Master Clock und der Timer koennte die auch direkt ab. Wenn Du 30.7kHz raushaben willst, sind das nur 391 Zaehlschritte und danach muss der Zaehler umkehren. Die 391 Schritte stehen Dir als Granularity (zeitliche Aufloesung?) zur Verfuegung. Das entspricht knapp
9 Bit. Ich habe das auch schonmal mit Tricks verfeinert, z.B. ausserhalb des Timers einen halben Clock wahlweise dazugesetzt oder gesteuerte RC Phase Shifter mit FET hintergesetzt, aber das wird hier kaum noetig sein.
Sehr loeblich.
Gruesse, Joerg
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Dirk Ruth
Thorsten Oesterleinschrieb: "
Also für 50Hz würde ich keine so hohe PWM-Frequenz ansetzen. Da reichen auch 4kHz und ein simpler Schrittmotor-Treiber ohne Drosseln.
Wie man sowas macht, kann man hier entnehmen
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ist zwar für 3ph, aber es ist das gleiche Prinzip (incl. Sinus-Tabelle). Wenn man sich noch einen Controller heraussucht, der ein Motor-PWM von Haus aus generieren kann, wie z.B. R8C, ist das ein hübsches Feierabend-Projekt.
Dirk
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