Zeitbegrenzung ISM-Band

Sep 10, 2005 14 Replies

Hallo Leute, im Mikrokontroller-Forum sind Alle beim ...



Hier meine Frage:



wie ist auf 434,075 10 mW die zeitliche Begrenzung für Datenübertragung festgelegt?



Kurt


Nach VfG 28/2004 sowie den Vorgaben der EU für harmonisierte Frequenzen gibt es bei dieser Frequenz für 10mW ISM keine Duty Cycle Einschränkungen.

Trotzdem freuen sich Deine Mitmenschen, wenn Du Geiz bei der Senderkonstruktion nicht geil findest und den Träger abschaltest, wenn Du ihn nicht brauchst. Bedenke: Auch Dein Nachbar könnte den Träger stehen lassen. Funkfrequenzen sind eine begrenzte Resource. Danke!

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Hallo ihr,

abgesehen davon, dass ich vor hatte, mich kurz zu fassen (Duty Cylce im aktiven Betrieb Nach VfG 28/2004 sowie den Vorgaben der EU für

Stefan Huebner schrieb:

Schau mal hier nach:

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Das Dokument gibt eine recht schöne Zusammenfassung des aktuellen Stands bei "short range devices" in Europa. Auf Seite 34 steht was Dich interessiert.

Gruß... Jürgen

Oliver Bartels schrieb

Hab seit ca 8 Jahren eine kleine Anwendung laufen. Ca alle 2..3 Min für 0,8 sec ein kurzer Pipser um ein paar Messwerte abzusetzen.

Nun hat ein "Mitbewerber" sich genau da drauf gesetzt. Er überträgt einen m3-Impuls und braucht dazu

25 sekunden Sendezeit !! . Bei vielen Impulsen bleibt der Sender fast 100 % drin.

Seine Argumente: Er als Funkamateur darf sich auch den ganzen Tag draufsetzen (das Sendungen ohne "Sinn" verboten sind müsste er doch wissen).

Es gibt keine zeitliche Begrenzung auf dieser Frequenz.

Ich soll doch den Kanal wechseln!

Kurt

Juergen Hasch

Danke

Kurt

Ist doch ok.

Ja.

434 MHz hatte in .de noch nie eine duty cycle Begrenzung.

Die Automobilhersteller wollten das in ihrer unnachahmlich netten Lobbyart mal eben in Brüssel durchdrücken, weil sie Stress mit ihren Billischschlüsselsystemen hatten, sind damit aber auf die Nase gefallen, man hat sie freundlich auf 868 MHz und auf die Existenz von Transpondern verwiesen.

ISM ist eben _nicht_ für eine Wegfahrsperre tauglich, wenn man den Transponder einsparen will.

Es gibt eben reale Anwendungen, die mehr als 10% Duty Cyle effektiv benötigen, die sollen das auch gerne haben. ( Nett ist nur, wenn man nicht _sinnlos_ Frequenzen verbrät. )

Für Deutschland findest Du die offizielle Sicht (Allgemeinzuteilungen) direkt auf der Homepage der Bundesnetzagentur:

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für 868MHz:
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Des weiteren ist IMHO eine Schnittstellenbeschreibung zu SRD

868 MHz in der Notifizierung.

Beachte bitte diese sehr eindeutige Aussage der BNA für ISM: "Funkfrequenzen sind in der modernen Kommunikationswelt aber ein wertvolles Gut, das effizient genutzt werden sollte. Es lag daher der Gedanke nahe, die ISM-Frequenzen für Funkanwendungen vorzusehen, bei denen verrübergehende Störungen ggf. hingenommen werden können und bei denen nur kurze Entfernungen zu überbrücken sind. Idee war, dass Funkgeräte auf ISM-Frequenzen ohne gesonderte Frequenzzuteilung gebührenfrei von jedermann frei nutzbar sind." [...] Und dann eben: "Hierbei ist stets zu beachten, dass bei freizügiger Frequenznutzung kein Schutz vor Störungen gewährleistet werden kann."

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Bei ISM _darf_ man auch eine Stunde Sendezeit brauchen.

Es ist _nett_, wenn man den Träger abschaltet, wenn keine Information übertragen wird. Darum auch das "Danke!".

Ja, das darf er.

Im 430 MHz bis 440 MHz Band ist der Primärnutzer der Amateurfunk, und wenn er da experimentieren möchte, ist das sein Bier. 25 Sekunden ist nicht sooo lang und Amateurfunk ist Experimentierfunk.

Again: "Hierbei ist stets zu beachten, dass bei freizügiger Frequenznutzung kein Schutz vor Störungen gewährleistet werden kann."

Nimm SRD oder ein Multi-Channel ISM System und es ist Ruhe.

Es ist leider so, dass die meisten Billisch-ISM-Funksysteme genau einen breitbandigen (!) Kanal bedienen können, obwohl man das selbstredend viel besser machen kann und es auch seit langem bessere Funksysteme gibt, die das können und garnicht mal so viel teuer sind.

Nur wenn natürlich der Versandhändler 40% draufhaut und der Importeur nochmal 40% und der Hersteller sowieso und trotzdem Geiz ist Geil gilt, dann gibt es halt genau diese Probleme.

Darum: $VOLK sollte sich mal ganz langsam daran gewöhnen, Kaufentscheidungen nicht nach Bunti Bildi und Tätärätätä, sondern nach sachlichen Argumenten zu treffen, zu denen auch, aber nicht nur der (vermeintliche) Preis gehört.

( Gilt übrigens _genau_so_ auch für die anstehenden Wahlen, nicht der, der die beste Show bietet und das meiste verspricht, macht aucht die beste Politik. )

Da kann aber weder der Amateurfunk noch die Bundesnetzagentur etwas dafür, es liegt an den Verbrauchern, sich für bessere Technik zu entscheiden, bei der mit dem Kaufpreis eben gutes Material und gute Techniker bezahlt werden, anstelle Schlipsträger, die nur ein wichtiges Gesicht und viel Show machen und ansonsten nicht wirklich etwas zum Produkt beitragen.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Oliver Bartels schrieb

Er macht ja hier keine OM-Versuche (hat ja nur damit gedroht) Wird er auch nicht, da er seine eigene Anwendung lahmlegen würde.

Es ist eine kommerzielle Anwendung die ja ohne Probleme auch in einer Sekunde zu erledigen ist.

Wegen -fehlender Technikfähigkeit- muss er jeden Impuls (eines Wasserzählers) sofort übertragen damit er nicht verloren geht. Solche Vorgehensweise führt ja sowieso zu Fehlern.

Abhilfe hat er ja versprochen, damit wird warscheinlich Ruhe einkehren.

Das ich es nicht gut finde, ein ISM-Band im 70cm Amareurfunkband einzurichten ist klar. Aber er nutzt es selbst in einer egoistischen Weise.

Kurt

"Kurt Bindl" schrieb im Newsbeitrag news:dg0tev$mce$05$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Wasserzaehler mit Stromnetzanschluss ? Denn Batterien fuer das dauernde Senden kann doch keiner bezahlen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Wenn man das richtig macht, geht es auch ohne Stromnetzanschluß, das fließende Wasser kann durchaus genügend Strom aus Wasserkraft liefern. Soetwas wird _entwickelt_, damit ist unsere Nation einstmals groß geworden, als sie noch nicht alle Bunti Bildi geklickt haben ;-/

Vermutlich geht es aber wieder nur um 08-15 Standardhardware, wenn das Speichern eines Impulses schon solche Probleme macht.

Warum schwebt jetzt gerade nur ein PC mit Pentium 4, Soundkarte und WLAN sowie Visual Basic Programm in der Nähe eines Wasserzählers vor meinem geistigen Auge ;-/

Ciao Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

so ist das halt auf ISM Frequenzen, handelt es sich nicht um eine Betriebsart der Funkamateure ist es kein Amateurfunk, sondern eine ISM-Anwendung, egal ob der Betreiber zufällig auch noch Funkamateur ist oder nicht. Und wie kommst Du darauf dass seine Sendungen "ohne Sinn" sind? Wenn auf "Deiner" Frequenz jemand seinen drahtlosen Kopfhörer oder ein Babyphone rund um die Uhr betreibst musst Du ebenfalls damit leben

Gruss Peter

Oliver Bartels schrieb:

Und wenn du schlußendlich das vor deinen geistigen Augen schwebende exekutiert hast, darfst auch du dich in dem Glauben wiegen, etwas absolut notwendiges getan zu haben. Schaust du dann in den Spiegel, siehst du jemanden, der vermutlich das unbestimmte Gefühl nicht los wird, manipuliert worden zu sein. Eben das Gefühl, das einem als Wähler überkommt. Egal was man wählte oder nicht ;-)

mfg horst-dieter

Oliver Bartels schrieb

Ich habs nur am Rande mitbekommen um was es geht. Es dürfte eine Messung des Wasserverbrauches einer Ortschaft sein. Dazu werden die Mengenimpulse einer Wasseruhr (auf DN100 oder > ) abgegriffen und zu einer entfernten Station übertragen.

Zur Übertragung reicht ein 10mW ISM-Sender aus. Sinnvollerweise sollte man sowas mit einer -intelligenten- Steuerung realisieren, die die Impulse aufsummiert und dann als Summenzahl überträgt. Dann kann aus der Differenz die tatsächliche Impulszahl ermittelt werden. Sporadische Empfangsstörungen wirken sich dann nur als Zeitverzögerung aus.

In diesem Fall hier, erzeugt jeder Mengenimpuls ein "Senden".

Um die Übertagungssicherheit zu erhöhen wird der Sender einfach 15 oder 25 Sekunden eingeschaltet und irgendeine Kennung übertragen. Wenn nun viele Impulse kommen (Badetag) dann ist der Sender entsprechend oft aktiv.

Kurt

Peter Voelpel schrieb

Hallo Peter, den Fall hat ich schon mal. Ein OM hat sich aus Frust oder sonstwas einfach mit einem Träger irgendwo Stundenlang draufgesetzt (ohne Modulation).

Die Aussage der entsprechenden Stelle vom BAPT war sinngemäß undgefähr so: Auch ein OM darf nicht "Träger setzen" . Den OM hab ich direkt ertappt und dahingehend angesprochen. Er hats dann auch gelassen.

In diesem Fall ist es ja nur ein Wink mit dem Zaunpfahl. Er würde sich ja seine eigene Anwendung abwürgen.

Es ist ja kein Problem (technisch) ein sinnvolles Nebeneinander zu gestalten. Dass die ISM-Bänder keinen Schutz bieten ist mir klar. Aber in der "Pampa" , wo ich es betreibe, sind keine "Industrie" Störungen vorhanden.

Die Strecke läuft schon lange ohne Probleme, wenn nun ausgerechnet ein Mitbewerber mir die Sache niederstreckt dann ist das schon nicht die -feine Art-

Kurt

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