yfinder

Feb 21, 2026 Last reply: 4 months ago 35 Replies

NB: die fehlende Not- und Gefahrfunktion kann man umgehen.

Die Arretierung des Zylinders durch den von innen steckenden Schlüssel kommt von einem Stift, der durch die Spitze des den inneren Schlüssels Richtung Außen geschoben wird. Das verhindert das Einschieben des äußeren Schlüssels, der sperrt nicht weil er zwei Millimeter oder so vorsteht.

Also: von außen den passenden Ersatzschlüssel Schlüssel stecken, und mit einem Hämmerchen (Taschenmesser, Flasche, whatever) zart agegenklopfen. Das drückt den inneren Schlüssel nach hinten weg, und der äußere Schlüssel sperrt nun. BTDT.

Es soll auch reichen, die Spitze des Ersatzschlüssels um die mechanisch wichtigen zwei oder so Millimeter zu kürzen. Im Ernstfall also zB raus und an der nächsten Gehwegplatte abnagen so gut es geht. (Das hab ich nicht ausprobiert...)

Thomas Prufer

Hallo Thomas,

Glück gehabt. Den Schutz gibts nur "richtig", denn man den von innen gesteckten Schlüssel auch andreht. Dann ist auch mit Hämmern nichts zu machen.

Das mag bei angespitzten BKS &Co Schlössern vielleicht gehen. Bei modernen rechtwinklig und symmetrisch konstruierten Schlössern macht man so höchstens den Schlüssel kaputt.

Der Notfall müsste schon groß sein. Vorher würde ich Wege suchen, den Schnapper zurück zu drücken. Sowas hab ich tatsächlich auch schon machen dürfen. Das geht dann eben zu Lasten des Türrahmens. Das war wohl billiger als ein Schlüsseldienst zu rufen.

Marte

Geht wohl nur wenn der Schlüssel nicht verdreht ist.

/ralph

Wenn man selbst über die Zylinder entscheiden kann, dann ist wohl oft selbst Aufbohren des Zylinders und neu kaufen billiger als ein Schlüsseldienst, gerade zur falschen Zeit.

/ralph

Im Steckdosenlosen Hausflur einer Mietshauses? Als es passierte saß ich hunderte kilometer entfernt im Zug und meine Tocjhter in der Stadt hatte Zugriff auf den Ersatzschlüssel.

Weder sie noch ich hat Erfahung mit so etwas. Ist das Zeug nicht härter als HSS?

Meine Bekannte stand derweil leicht bekleidet (also ohne Mantel, nicht im Negligé), nierenkrank und schon älter draußen in der Kälte. Da werden die Alternativen knapp. Jetzt ist das Hauptproblem gelöst. Wie die Erfahrung lehrt, wird ihr nun nie wieder die Tür zufallen.

Akkuwerkzeuge sind erfunden. Mich hat der Elektriker beim Hausbau auch ausgelacht als ich gesagt habe dass außerhlb des Hauses bitte alle Leitungen im Default stromlos sind wegen Einbrechern und Strom: "Die kommen heutzutage mit der Akkuflex. Steckdose suchen und ausprobieren dauert viel zu lange".

Grüße Marc

Vielleich lacht der Elektriker nicht mehr, wenn der Einbrecher auch einen Kurzschlussstecker dabeihat und über die Dose auf Deiner Terasse, im Gartenhäusl oder der Garage irgendwelche Überwachungs- oder Einbruchmeldesysteme stromlos macht. Natürlich sollte es da einen Pufferakku, Redundanz oder Rückfallebenen geben. Schon mal ausprobiert?

Volker

Das kann er genausogut mit jeder Außenlampe machen.

/ralph

Klar. Zwischen einer offenen Außensteckdose mit Dauerversorgung und einer - hoffentlich vandalismusgeschützten - Außenlampe, die nur in speziellen Situationen leuchtet (PIR-Bewegungsmelder z. B.) gibt es ja keinerlei Unterschiede. Und nachdem die Existenz von potenten Akkuwinkelschleifern und - kreissägen keine zu widerlegende Tatsache ist, kann man nach Deiner Argumentation die Eingangstüre auch gleich offen lassen, mit einem Gebäudeplan, wo die Wertsachen eingezeichnet sind.

Volker

Ich sag mal: Leuchte mit Bewegungsmelder bei der Eingangstüre ist gerade wegen der Angst vor Einbrechern eine oft vorgefundene Lösung.

Bullshit. Ich glaub nur nicht dass Einbrecher sich wegen sowas was scheißen. Das kann ja nur "schlecht" gemachte Alarmanlagen/Überwachung betreffen, die zwar einerseits vorhanden, aber andererseits nicht durch USV oder eigenen FI abgesichert ist. D.h. die ganz professionellen kann er so eh nicht erwischen, bei den typischen Häusern ohne Alarmanlage bringt es auch nix, weil erst gar keine vorhanden.

Ich bin auch nicht sicher, ob nicht manche Einbrecher gern Strom im Haus (für ordentliches Licht) haben, aber in der Denkweise von Einbrechern kenn ich mich weniger aus als bei der Denkweise von Fahrraddieben.

Wäre ich ein Einbrecher, so würde ich auf jeden Fall Akkuwerkzeuge nehmen, weil selbst bei einer vorhandenen und ausgekundschafteten Steckdose bleibt das Problem, dass man ein Kabel braucht, das nicht nur typisch viel größer ist als Akkumaschinen, sondern auch Zeit zum Auslegen und Einsammeln braucht.

/ralph

Heute reicht es völlig, N und PE zu verbinden. Fließt irgendwo in dem Kreis noch Strom, fällt der FI auch dann, wenn die Stelle, an der man die Verbindung macht, eigentlich abgeschaltet ist.

Hier[tm] fällt dann aber nur der FI für "draußen".

Grüße Marc

Natürlich, aber im Zweifel schwächer. Bei etwas, von dem ich nicht sicher bin, ob es überhaupt geht, -- kann daran liegen, daß ich einfach keine Ahnung habe -- ist "geht selbst mit kleinem Akkugerät" eine Steigerung.

Mit Pech und ungeschichter Auslegung reicht schon eine Verbindung oder ein Stromstoß zwischen Null und Erde.

Kann reichen. Der Strom der "irgendwo" fließt muss groß genug sein und passend zu den Impedanzen der Installation. Hingegen eine kleiner Strom zwischen L und PE löst den FI recht sicher aus, meist reicht um die 30mA.

Da stimme ich zu. Je mehr unterteilt umso besser, aber auch umso komplexer - mindestens bei einer Fehlersuche.

Am Tue, 03 Mar 2026 20:34:41 +0100 schrieb Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De:

Mit Sicherheit wird man fast immer ans Stromnetz gebundene Geräte finden, die ein konkretes Akkugerät bzgl. der Leistung übertreffen. Jedoch habe ich bislang mit einem vor zehn Jahren erworbenen Makita-Bohrhammer nur gute Erfahrungen gemacht. Es gibt hier im Hause nichts, wofür ich je einen leistungsfähigeren Bohrhammer benötigt hätte.

Konkret handelt es sich um dieses Gerät

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,jedoch mit nur einem Akku, jedoch mit Kiste.

Ich hatte damals u.A. für eine Aussenbeleuchtung eine massive Ziegelmauer zu durchbohren und erwarb dazu zeitgleich einen Bohrerset mit Arbeitslänge 75 cm in 12, 16, 24 mm. Hat problemlos funktioniert. Spätere Nutzungen waren meist weniger fordernd, jedoch war und ist dieses Gerät das leistungsfähigste in meinem Sortiment an ansonsten kabelgebundenen Schlagbohrmaschinen. Für "mal schnell einen Dübel setzen" war es vielleicht etwas überdimensioniert, jedoch habe ich schon bei der Montage von Sparring-Wandleisten geschätzt, die vielen Dübel ohne die Stolperfalle Kabel und ohne eine große Ziegelstaubwolke setzen zu können.

Eine Heckenschere, die kräftig genug ist, ein Netzkabel durchzuzwicken, habe ich ebenfalls in der Akkuversion vorgezogen. In dem Fall ist der Akku am anderen Ende der ausziehbaren Stange sogar als Gegengewicht willkommen.

Eine weitere, viel früher erworbene Bohrmaschine, die nur in einem Bohrständer verwendet wird und die auf Präzision, nicht auf Leistung ausgelegt ist, ist hingegen kabelgebunden. Denn warum hätte ich mir den Zirkus mit systemspezifischen Ladegeräten und Akkus aufhalsen sollen, wenn damit kein Nutzen verbunden ist?

YMMV.

Wie so oft sind hier im Thread die Themen gewandert. Ein professoneller Berufseinbrecher dürfte über hochwertiges Gerät verfügen, ein kleiner Gelegenheitsdieb eher nicht.

In meinem Teilthread ging es um jemand, der sich ausgesperrt hatte, und in einer Anwort um das Vermeiden ds teuren Schlüsseldienstes. Bei mir und im greifbaren Umfeld gibt es (wenn überhaupt) nur kleine leichte Akkuschrauber und bei Bedarf lange Kabeltrommeln.

Damit stünde ich im Flur eines fremden Mehrfamilienhauses dumm da -- zumindest bei einer eher ungeselligen Bekannten, die ihre Nachbarn nicht kennt.

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