Winkel in Leiterbahnlayouts

Sep 02, 2004 31 Replies

Georg Acher schrieb:

Auf die verbundene Fläche kommt es nicht an.

Ich meinte:

nicht so: ****************************** ****************************** ********* \ **** **** \ **** **** \ ********* \ ***** Kerbwirkung durch spitzen Winkel

sondern so: ***** ********* **** ************************** **** ************************** ********* \ ***** \ \ geringe Kerbwirkung, da 90°

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Elektrische Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-93 D-24943 Flensburg T +49-461-805-1392 F +49-461-805-1528

Hallo Leute,

Volker Staben schrieb: [...]

,

so weit ich wei=DF ist die elektrische Feldst=E4rke an stumpfen Winkeln kleiner als an spitzen. Was das allerdings f=FCr Auswirkungen hat, ist mir momentan entfallen -- =DCbersprechen? ;-o

ciao Marcus

Volker Staben schrieb:

l

Inwiefern kann man bei einem Produkt, dass mit optischen und chemischen=20 Verfahren hergestellt wurde noch von Ecken ausgehen. Sind nicht vielmehr =

alle Ecken sehr kleine Radien? Damit stellt sich die Frage, was ist der=20 mindeste Radius.

Dirk Kautz schrieb: >

Der tats=E4chlich vorhandene Radius wird auch der Grund sein, warum es=20 egal ist, ob man 45=B0 oder 90=B0 Ecken verwendet.

Gru=DF Tom

Volker Staben schrieb:

on

Hallo,

Leiterbahnen radial an das Pad zu f=FChren wird aber zur Vermeidung von=20 =C4tzproblemen empfohlen.

Bye

Marcus Woletz schrieb:

Hallo,

bei sehr hohen Spannungen w=FCrden Koronaentladungen verringert, aber so =

hohe Spannungen verwendet man kaum auf der Leiterplatte. Im=20 Hochspannungsteil von Fernsehern und Monitoren k=F6nnte das eine gewisse =

Bedeutung haben, aber dann m=FCsste man dort konsequenterweise =FCberall =

kleine Kr=FCmmungsradien vermeiden.

Bye

Wie hier schon geschrieben:

- Bei hohen Spannungen und GHz HF werden die Ecken relevant.

- Für das Ätzen möchte man keine spitzen Winkel.

- Damit sich nichts bei der Fertigung ablöst und als Dreck womöglich andere Strukturen überdeckt, möchte man keine zu kleinen Strukturen, die nirgendwo wirklich "befestigt" sind.

Ansonsten ist es viel, ganz viel Optik und persönlicher Geschmack der Leiterkartendesigner, auch wenn das immer bestritten wird. Mir wollte z.B. einer klarmachen, dass *sein* Bus unbedingt als Bus auf der Leiterkarte sichtbar sein sollte, das wäre ganz wichtig. Er hat dann zwar bei Pattern 0x00 und 0xFF eine schöne EMV-Störquelle (die Muster sollen garnicht so selten sein ;-) aber dafür schaut es ja ganz toll aus und jeder Kunde, der das Gerät mit seiner Leiterkarte kauft, wird bestimmt erstmal das Gerät auseinanderbauen und das Kunstwerk von unten besichtigen ;-)

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Leider ned' wirklich ;-/

Die PCB Layouter, die mit dem dicksten Pflichtenheft kommen, sind meistens die, die am Ende *garkein* System kaufen, weil der gesamte Etat für die Evaluierung verbraten wurde oder der Cheffe den Etat inzwischen wieder gestrichen hat oder die Abteilung der Fusionitis anheimgefallen ist. So wird dann mit der 10 Jahre alten Gurke weitergeschafft (sic, *die* Gurke, weil häufig noch z.B. PDP11 Hardware!).

Ich hab' *mehrfach* diesen Fall erlebt, was waren sie ach so wichtig, und am Ende ist für die gesamte Branche außer Spesen nix gewesen.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Thomas Reinemann schrieb:

Eine Ecke ist natürlich (wie eine Gerade, ein rechter Winkel, die Zahl null und viele andere Dinge) in der Technik ein theoretischer Grenzfall.

Der Radius einer Verrundung spielt sicher eine Rolle, wenn wir die Kerbwirkung betrachten; genauso sicher wohl auch der Winkel, den die zwei Schenkel bei kleinem Verrundungsradius einschließen.

Früher (in grauer Vorzeit) gab es mal diese tropfenförmigen Pads zum Aufkleben oder -rubbeln - heute macht sich kaum noch jemand die Mühe, im Übergang Pad zu Leiterbahn definierte Radien zu designen. Wäre vielleicht auch akademisch, wenn sich ein minimaler Radius nasschemisch ohnehin einstellt.

Manche Regeln, die wie die hier diskutierte wie in "Stein gemeißelt" dastehen, sind vielleicht nur entstanden, weil damit die gröbsten Probleme punktuell behoben werden. Genauer analysieren kann man jedes Problem - die Frage ist im Engineering immer ja nur, was das im Zusammenhang vieler Probleme dann bringt.

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Elektrische Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-93 D-24943 Flensburg T +49-461-805-1392 F +49-461-805-1528

Volker Staben schrieb:

Heute [tm] legt man beim Design von Folienleitern (flexible Leiterplatten) großen Wert auf tropfenförmige Pad-Anbindung und sorgsam abgerundete Bahnen. Andernfalls hat das erhebliche Auswirkungen auf die Lebensdauer der Teile (und die Beschäftigungsdauer des Layouters...).

Dipl.-Ing. Tilmann Reh Autometer GmbH Siegen - Elektronik nach Maß. http://www.autometer.de

Uwe Hercksen schrieb:

"radial" = "zentral"?

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Elektrische Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-93 D-24943 Flensburg T +49-461-805-1392 F +49-461-805-1528

Tilmann Reh schrieb:

stimmt überhaupt...

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Elektrische Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-93 D-24943 Flensburg T +49-461-805-1392 F +49-461-805-1528

Sagittal, nicht tangential.

mfg Rolf Bombach

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required