Wie korrekte Ladezeit errechnen?

Aug 21, 2011 12 Replies

Hallo,



ich habe einen Akku-Pack neu bestückt und möchte ihn mit dem Original-Lader aufladen.



Der Original-Lader hat keine automatische Abschaltung. Es wird nach Zeit abgeschaltet.



Ich habe vorhin die Zuleitung zwischen Netzteil und Gerät aufgetrennt um dort den Strom zu messen. Gemessen habe ich 230mA. Ich habe mit fast vollen Akkus gemessen, falls sich das auf den Strom auswirkt. Ich gehe davon aus, dass die Strombegrenzung einfach mit einem Widerstand gemacht wird.



Akkus sind laut Aufschrift 2100mAh Akkus (NiMH). Ich weiß nicht ob man dem trauen sollte. Eventuell wäre leichtes Korrigieren nach unten angebracht? Link zu den Akkus:

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Ich bin mit den Daten nun auf

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gegangen und habe dort unten die Daten eingetragen.



Ich komme hier auf fast 12 Stunden Ladezeit.



Was mich wundert: In der Anleitung wird eine Ladezeit von 6 bis 8 Stunden angegeben. Original waren 1800mAh Akkus verbaut. Kann die Veränderung des Innenwiderstands der Akkus sich so drastisch auf den Ladestrom und somit die Ladezeit auswirken?



Wie würdet ihr die Ladezeit korrigieren um ein Überladen einigermaßen sicher zu vermeiden. Ich schätze geringes "Unterladen" schadet weniger?



Gruß



Manuel


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Normalerweise l=E4dt man mit C/10 in 14 Stunden. Da du etwas mehr Strom hast, m=FCssten 12,5 Std reichen. Bei solch geringen Str=F6men schadet eine geweisse =DCbeerladung nicht. Auf Dauer besser ist nat=FCrlich ein Lader mit Voll-Erkennung. Die funktioniert aber nur mit deutlich h=F6heren Str=F6men, die eine Ladezeit von weniger als drei Stunden ergeben. Gruss Harald

Hi Harald,

Am 21.08.2011 16:06, schrieb Harald Wilhelms:

Die C/10 Regel gilt eigentlich nur für NiCd-Akkus. Bei NiMH, die der OP ja verwendet, ist nur eine Überladung mit weniger als etwa C/20 unschädlich.

Full ACK. Alles andere ist "Akku grillen".

vg, Wolfgang

From-address is Spam trap Use: wolfgang (dot) mahringer (at) sbg (dot) at

Gibt es dazu eine Quelle? Ich habe gerade mal nach empfohlenen Ladeströmen gesucht und bin mehrfach auf die C/10 gestoßen. Zu C/20 konnte ich dagegen nichts finden.

Meine 230mA sind da aber in jedem Fall leicht drüber. Vermutlich eine schlechte Idee bei einem so hohen Strom mit Timer zu laden.

Bei 200mA wäre die Ladezeit um die 13 Stunden.

Wäre das eine Hausnummer mit der ich die Akkus mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht schädigen würde? Lader so umzubauen wäre keine Thema.

So ein Lader übersteigt den Wert des Geräts, in dem der Akku sitzt... Es geht hier lediglich darum, das Gerät nutzbar zu machen. Ist nicht meine Maschine sondern die meiner Eltern. Hätte ich vor dem Akku-Neubestücken gewusst, dass der Lader schrott ist, hätte ich mir diese Arbeit vermutlich direkt gespart... Die Anleitung sagt nur "Lader lädt solange, bis Stecker gezogen wird". Mit dieser genialen Abschaltmethode ist der gerade erst neu bestückte Akku gleich wieder Schrott.

Gruß

Manuel

"Alle Macht geht vom Volk aus - aber wo geht sie hin?" - Bertolt Brecht Alle wollen zurück zur Natur - aber keiner zu Fuß Beiträge mit *X-No-Html Header* kann ich weder lesen, noch beantworten!

Die paar Prozent machen den Kohl nicht fett. Es geht da ja nicht um eine Stunde mehr, sondern um Dauerladung. Das war bei NC-Akkuc mit C/10 m=F6glich. Die Angabe C/20 f=FCr NiMH habe ich so auch noch nicht gelesen; sie erscheint mir aber m=F6glich, da NiMH empfindlicher auf =DCberlasdung reagieren.

eine

Die 10% Unterschied lohnen den Umbau nicht.

Solche Lader gibts schon ab ca. 10 EUR.

Ich w=FCrde den Lader mit einer 3 EUR Steckerschaltuhr verbinden. Dann hat man 10 Stunden Zeit zum Ausstecken. Im Endeffekt gehts hier wohl auch eher darum, ob die Akkus zwei oder vier Jahre halten. Bei den niedrigen Akkupreisen lohnt es sich irgendwie nicht, allzuviel zu investieren, wenn einen die langen Ladezeiten nicht st=F6ren. Selbst ein 10EUR- Ladeger=E4t lohnt m.E. nur, wenn man mehr als ein Ger=E4t mit Akkus versorgen will. Gruss Harald

OK.

Es handelt sich um einen Akku-Pack mit 8 Zellen. Sollte es dafür wirklich Lader um 10 EUR geben, dann wäre ich sehr an der Quelle interessiert.

Ich bin schon weiter. Die 3 EUR Schaltuhr, die ich dafür besorgt habe, habe ich geöffnet und die Zuleitung zum Synchronmotor vor dem Schalter entfernt und hinter dem Schalter wieder angeschlossen. Die Uhr schaltet sich so selber ab. Bei der Uhr, die ich besorgt habe, geht das sehr einfach, da Schalter und Motor getrennte Baugruppen sind und die Uhr zudem sehr einfach zerstörungsfrei geöffnet werden konnte.

Deine letzte Ansage zur Ladezeit waren 12,5 Stunden. Kann ich das so übernehmen oder lieber etwas drunter bleiben? Aktuell habe ich 11 Stunden eingestellt.

Gruß

Manuel

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Manuel Reimer :

Der Ladewirkungsgrad von NiMH ist eigentlich ganz gut. D.h. fast die gesamte Energie, die Du reinlädst bleibt auch im Akku (gilt bei bis zu 80% der Kapazität, erst wenn sie fast voll sind sinkt der Ladewirkungsgrad).

2300mAh/210mA ergeben 9,1h; ich würde das da drauf setzen, damit werden die zu - geschätzt - 90% voll, wenn nicht mehr Gutes Zeichen für Überladung sind mehr als handwarme Akkus. Sobald die heiss werden -> abschalten! Sind die Akkus denn vor dem Laden immer absolut leer, oder bleibt ne Restladung? Dann überlädst Du auch bei dem 9h Timer. Die Akkus nur zu 80 oder 90% zu laden schadet nicht,

M.

Das NiMH mit so hohem Wirkungsgrad geladen werden, lese ich zum ersten Mal. Mir ist bekannt, dass die Wikipedia nicht immer korrekt liegt, aber nach den Zahlen, die die veröffentlichen, liegt NiMH sogar etwas hinter NiCD:

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Mit dem Faktor komme ich dann auf über 12 Stunden. Um Überladen zu vermeiden könnte man da noch etwas abziehen.

Wenn ich den Faktor weglasse und die Daten aus dem Handbuch der Maschine zu Grunde lege (Orinal-Akku war 1800mAh, Ladestrom 230mA ist gemessen, Ladezeit nach Anleitung 8h), dann komme ich zum Schluss, dass der Hersteller auch keinen Wirkungsgrad eingerechnet hatte.

Im Idealfall sind die Akkus so gut wie leer. Wenn der Motor zum ersten mal schwach wird, gehe ich davon aus, dass die Akkus wohl keine Kraft mehr haben. Das ein "Nachladen" mit einem Timer-Lader nicht möglich ist, ist mir bekannt. Der Akku muss also so gut wie leer sein, bevor er wieder angeschlossen wird.

Gruß

Manuel

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Manuel Reimer :

Also Entladung mit großem Strom. Da wird noch eine Restkapazität von ca. 10% im Akku verbleiben.

M.

Wenn ich das zusammen mit dem Ladewirkungsgrad in die Formel mit einbeziehe komme ich 11,5 Stunden als Ergebnis. Das kommt meinen 11 Stunden, die ich angenommen hatte, schon recht nahe.

Ich glaube ich bleibe erstmal bei 11 Stunden. Ergänzend werde ich bei Gelegenheit von einem befreundeten Modellbauer mal die exakte Kapazität des Packs messen lassen. Wenn es sich ergibt, dann auch die Restkapazität nach Entladen der Akkus bis zum ersten Schwächeln der Maschine.

Gruß

Manuel

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Interessant w=E4re es, wenn Du so einzelne schwache Zellen austauschen k=F6nntest. Ideal w=E4re es, 10 neue Zellen zu kaufen, die Kapazit=E4t zu messen, und die Ausreisser nach oben oder unten anderweitig zu nutzen. Gruss Harald

...

Nun, 8Akkus sind ungew=F6hnlich. Solche Lader sind typisch auf 4 Zellen ausgelegt. Bei 8 Zellen in Reihe kann man =FCbrigens kaum noch eine "Zelle voll"-Erkennung per Delta U-machen.

Gute Idee. :-) Werde ich mir merken und demn=E4chst hier im Forum als eigene Idee ausgeben. :-D

Ich w=FCrde da lieber etwas reichlicher Zeit eingeben. Damit bekommst Du eine gewisse Symmetrierung der Zellen. Kurzzeitige =DCberladung schadet nicht; es sei denn, die Zellen werden gegen Ladeende schon =FCber 45 Grad warm. Gruss Harald

Am 22.08.2011 13:27, schrieb Manuel Reimer: .............>

................>

Wenn der Motor zum ersten mal schwach wird, ist die erste Zelle leer!

Die Zellen haben unterschiedliche Kapazität. Wenn die schwächste leer ist, sinkt die Gesamtspannung sehr schnell um eine Zellenspannung, da diese dann Null hat. Das merkst du als Leistungsknick. Kurz danach beginnt die Umpolung dieser Zelle. D.h. sie wird mit dem Betriebsstrom deines Gerätes in umgekehrter Richtung geladen, was ihr gar nicht gut tut. Sie und hat dann eine negative Zellenspannung, die sich vom Rest des Packs subtrahiert und einen zweiten Knick erzeugt(die beiden sind aber oft nicht unterscheidbar und werden als einer wahrgenommen). Auf diese Weise wird sie immer schlechter, der Leistungsknick tritt immer früher ein, es entsteht der Eindruck, der Akkupack sei defekt. Dabei ist es nur diese eine Zelle.

Deshalb: _Nicht_ warten bis der Knick da ist! Früher laden! Eine moderate Überladung mit 1/10C wegen noch vorhandener Restkapazität ist weit weniger schädlich als eine Tiefentladung auf 0 oder gar eine Umpolung.

Wolfgang

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