Hallo allerseits!
Im Rahmen der Erstellung eines Berechnungsprogramms f=FCr leiterplatenbasierte Antennen besch=E4ftige ich mich z.Zt. mit der Berechnung der Resonanzl=E4nge f=FCr einen Halbwellendipol und dem zu ber=FCcksichtigenden Verk=FCrzungsfaktor. Aus diversen Quellen im Internet habe ich mittlerweile zwei Verk=FCrzungsfaktoren ermittelt: F=FCr einen idealen Dipol mit unendlich d=FCnnem Leiter ist zun=E4chst ein Verk=FCrzungsfaktor von V_1 =3D 0,96 gegen=FCber der Freiraumwellenl=E4nge = zu ber=FCcksichtigen. Dar=FCber hinaus ergibt sich ein zus=E4tzlicher Verk=FCrzungsfaktor V_2 in Abh=E4ngigkeit vom Verh=E4ltnis der Leiterl=E4ng= e l zum Leiterdurchmesser d, dem sog. Schlankheitsgrad s. Der formelm=E4=DFige Zusammenhang ist der folgende:
V_1 =3D 0,96 V_2 =3D s / (s + 1) mit s =3D l / d V_gesamt =3D V_1 * V_2 Resonanzl=E4nge =3D V_gesamt * Freiraumwellenl=E4nge / 2
Dazu zun=E4chst einmal die folgende Frage: Wie lang genau ist l in der Formel f=FCr den Schlankheitsgrad s? Handelt es sich um die halbe Freiraumwellenl=E4nge oder um 0,48 * Freiraumwellenl=E4nge (unter Ber=FCcksichtigung von V_1) oder um die noch unbekannte Resonanzl=E4nge (unter Ber=FCcksichtigung des noch unbekannten V_gesamt), d.h. es k=F6nnte nur eine iterative N=E4herung erfolgen?
Einwurf: Habe gerade mal mit allen drei Varianten herumexperimentiert und herausgefunden, dass selbst bei extremen Werten f=FCr s (z.B. d =3D
5mm bei l =3D 150mm unkorrigiert, d.h. s ist ca. 30) die Abweichungen zwischen den Berechnungsvarianten weniger als einen Millimeter ausmachen. Die Frage nach dem korrekten l in der Formel f=FCr s ist somit eher akademischer Natur.
Nun aber noch eine mehr praxisbezogene Frage: Der Dipol soll aus einer Kupferbahn auf einer Leiterplatte gebildet werden. M=FCssen in diesem Fall dar=FCber hinaus noch Verk=FCrzungsfaktoren ber=FCcksichtigt werden, z.B. zur Ber=FCcksichtigung des Einflusses des Leiterplattenmaterials? Hintergrund meiner Frage ist eine Abweichung der von mir berechneten korrigierten Dipoll=E4nge (unter Ber=FCcksichtigung der beiden o.g. Verk=FCrzungsfaktoren) von den Berechnungsergebnissen in einem Artikel aus den UKW-Berichten. Die Abweichung betr=E4gt mehr als einen Zentimeter und erscheint mir daher nicht vernachl=E4ssigbar.
W=E4re sehr dankbar f=FCr sachdienliche Hinweise!
MfG / vy 73 de
Ilka, DL2IH