Ubuntu Frust: Kein Full Screen in VirtualBox

Nov 01, 2008 361 Replies

Am Sat, 01 Nov 2008 12:08:51 -0700 schrieb Joerg:

Das verstehen die Linux-Leute grundsätzlich nicht. Sie bezeichnen diese künstlichen Funktionalitätsverbote als "Sicherheit". Was meinst du wohl, was ich mit denen schon für Diskussionen hatte? Selbst, wenn du dich als "root" einloggst, kannst du noch über diese Abfragen stolpern und darfst dich fragen, wieso sich Konfigurationsdateien ums Verrecken nicht editieren lassen, und wieso deine mühsam eingetragenen Änderungen beim nächsten Start vom System wieder überschrieben werden, wieso da auch kein "read only" hilft? Um am Beispiel deines Monitors zu bleiben: Linux hat einen X-Server, und der schert sich einen Teufel um deine Vorgaben. Er schreibt sich seine Konfiguration selbst, um sich dann nach dieser Konfiguration zu richten. Dagegen kann man nichts machen. Entweder nimmst du einen anderen Monitor, der per Zufall richtig angesteuert wird, oder du probierst mit anderen Linux-Distributionen solange herum, bis du die für dich passende gefunden hast. Hilfsweise versuchst du, dem Monitor das Senden eines ID-Strings abzugewöhnen. Ich würde die Pins 4, 11, 12 und 15 hochlegen.

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Damit kann man den X-Server auch austricksen. Du kannst die Xorg.Conf jetzt (hoffentlich) ohne Sperenzchen so hindrehen, wie du sie brauchst. Habe ich mit meinem Festfrequenzmoni so gemacht.

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Ein vergleichbares Problem hast du mit Soundkarten. Du kannst Linux zwar versuchsweise sagen, welche Soundkarte für welche Applikation vorgesehen ist, aber natürlich richtet sich Linux nicht danach, sondern legt bei jedem Start neu fest, an welcher Stelle welche Soundkarte steht. Zu Not startest du also 10 mal neu, bis es denn paßt, oder du findest dich eben damit ab, daß du unter Linux eben nur eine Soundkarte hast, denn UDEV läßt sich nicht konfigurieren. UDEV schon gar nicht. Du mußt das System so nehmen, wie es sich auf deinem Rechner breitmacht. Geht nichts mehr, gibt es auch noch Zeitdruck, Pech gehabt und Windows nehmen. Linux ist nichts für Leute, die schnell zum Ziel wollen. Ein einfaches Programm für Leiterplatten-Layouts gibt es übrigens hier:

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Es heißt Sprint und ist für meine Zwecke (kein Multiayer) gut.

Grüße, Holger

Holger Bruns schrieb:

Aber an sich nur, wenn man die automatische Konfiguration laufen lässt. Sonst hält der sich haarklein an die xorg.conf. Dort muß man "eigentlich" nur bei Monitor und Grafikkarte die entsprechenden Modi eintragen. Warum Jörg aber als root nicht schreiben darf ist mehr als seltsam - evtl. Flag für ReadOnly gesetzt oder liegt die Datei in einem nur ro gemounteten Bereich?

Er benutzt VirtualBox - die emuliert eine Grafikkarte mit Monitor.

Gruesse Stephan

Nee, an dem Monitorkabel rumpulen moechte ich jetzt wirklich nicht. So wie ich bisher gesehen habe, soll Linux geaenderte Konfigurationsdateien bei Updates in Ruhe lassen, wenn das Datum geaendert ist. Nur kann ich sie nicht editieren. Kaeme ich irgendwie mit DOS dran, waere das bereits gegessen.

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Layouts gebe ich immer raus, PCB Designer hatte ich nur mal kurz ausprobiert. Leider laesst sich weder der noch gschem in 800*600 gescheit bedienen, weil das Window nicht auf diese Flaeche passt. Und mehr gibt mir Ubuntu derzeit nicht. Vielleicht muss ich tatsaechlich mal andere Distros ausprobieren, ob das eine besser kann.

Drucker, Sound Cards und so weiter scheinen ueber Virtual Box nicht ganz trivial zu sein. Man rennt ja auch dauernd gegen diese Admin Barrieren. Aber das waere ok, ich moechte ja nur gschem und einige wenige andere Dinge per Linux benutzen. Danach kann man die Files nach DOS/Windows schaufeln und dort drucken, importieren oder was immer noetig ist.

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Bin Linux Anfaenger, ich weiss nicht einmal was "ro gemounted" so genau heisst. Nur dass an vielen Tueren dicke Vorhaengeschloesser sind. Bei Windows weiss ich, wie man die Bolzenschneider benutzt, bei Linux noch nicht ;-)

Ja. Und VirtualBox laesst sich ausser ueber die Groesse des Video RAM nicht darueber aus. Das XP ist auf 1024*768 eingestellt, aber Ubuntu wird da nicht hingelassen, sondern auf 800*600 kastriert. Damit kann man gschem nicht gut benutzen.

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Am Sat, 01 Nov 2008 13:06:31 -0700 schrieb Joerg:

Überall dicke Vorhängeschlösser, ich weiß. Linux-Leute nennen das Sicherheit, denn Anwender sind doof. Deshalb ist das bei denen so. Schöner wäre es natürlich, würde Linux völlig glatt und reibungslos einfach so funktionieren. Aber das entspricht nicht der Sicherheitsphilosophie, wird für unverantwortlich gehalten und weist den Fragesteller danach als Agenten der Firma Microsoft aus, die Open Source kaputtmachen wollen würde.

Ubuntu warnt dich ja auch per Checkbox davor, dich als root einzuloggen. Das wäre echt gefährlich. Worin diese Gefahr nun besteht (Flugverkehr, Weltuntergang, sinkende Schiffe auf hoher See, plötzlicher Herztod, Schlaganfall mit Todesfolge) kann dir aber kein Linuxer schlüssig erklären.

Wieso in eier Virtual Box? Ich habe gschem hier auch installiert, nicht wirklich benutzt, aber es machte soweit keine Zicken.

Grüße, Holger

Das dürfte der Kern des Problems sein. Ohne installierte guest extensions funktioniert's natürlich nicht, wie es sollte.

Als erstes wäre mal zu klären, ob wenigstens der Teil funktioniert hat, den du von Windows aus machst. Wenn du im Menü des Emulationsfensters "Gasterweiterungen installieren..." (o.s.ä) gewählt hast, passiert nur sehr wenig. Es wird das Image einer CD am die Emulation verfüttert und dort als CD-Laufwerk mit eingelegter CD wahrgenommen.

Auf dem Ubuntu-Desktop sollte dann ein CD-Symbol "VBOXADDITIONS_xxxxxx" erscheinen. Hat das soweit geklappt? Wenn ja, geht's so weiter:

Terminal öffnen, Eintippen "sudo bash", dann dein Benutzerpasswort Dann die CD mounten mit:

$mount -t iso9660 -o ro,exec /dev/scd0 /media/cdrom0

Du wechselst in das Verzeichnis der CD mit:

$cd /media/cdrom

Und kannst dir mit

$ls

den Inhalt anschauen. Unter anderem sollte eine Datei mit dem Namen "VBoxLinuxAdditions.run" zu sehen sein. Die erledigt die eigentliche Arbeit. Gestartet wird sie mit:

$./VBoxLinuxAdditions.run

Ich weiß nicht mehr genau, wie die dann den Erfolg ihrer Arbeit anzeigt, aber auf jeden Fall fordert sie dazu auf, die Emulation zu rebooten. Das tust du einfach mit:

$reboot

Wenn du die xorg.conf nicht allzusehr versaut hast, sollte sich der Linux-Desktop danach automatisch an die jeweilige Fenstergröße der Emulation anpassen und auch an die Vollbilddarstellung (die nix anderes ist als ein Fenstor ohne jegliche Dekoration und mit voller Größe des Screens)

Fast noch wichtiger ist, daß nur mit den installierten Gasterweiterungen shared folfers möglich sind und damit der einfache Datenaustausch zwischen Gast und Host.

Naja, die werden schon Gruende haben. Sinnvoll finde ich das allerdings auch nicht. Es sollte wie bei Windows moeglich sein, sich als Admin einzuschreiben und alles zu erledigen, dann wieder zurueck. Oder als Admin drinbleiben und vorsichtig sein.

Weil das ein Geschaeftsrechner ist und der muss weiterhin mit Windows laufen. Dual Boot geht auch nicht, weil das keinen fluessigen Arbeitsablauf ermoeglicht.

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Da war's bereits aus:

-t: command not found

Habe mir die nochmal angesehen. Sie sieht so aus wie am Anfang, denn meine Eintraege sind ja gestern mangels Adligkeitszeugnis nicht abgespeichert worden.

Seltsamerweise habe ich einen Share auf den LAN Server auch ohne hinbekommen. Der funktioniert, hatte schon einige Files dort hingeschickt und mit Windows-Programmen abgeholt.

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;)

Das "$" in der mount-zeile soll nur den Kommandoprompt symbolisieren, man tippt das aber natürlich _nicht_ mit!

Dipl.-Inform. Thomas Kindler, "Zuse, Zuse" sprach die Tante, als das Rechenzimmer brannte

Das komplette Komando ist auch

mount -t iso9660 -o ro,exec /dev/scd0 /media/cdrom0

Der '$' den Heiko da eingesetzt ist ist irrefuehrend. Damit liest die Shell das '$mount' als Variable (die nicht gesetzt ist). Schon aus dem Grund sollte zwischen Prompt und Komando in der Shell immer ein SPACE zu finden sein.

Gerrit

Holger Bruns meinte:

Ja, klar. Wenn ihr auch mit Distributionen rumspielt die solche Hindernisse eingebaut haben, genauso wie Vista. Wobei man Microsoft das beim besten Willen nicht mehr vorwerfen kann. Bei den vorherigen Versionen hat jeder als Administrator gearbeitet und fast die ganze Welt hat geschrien, dass die Systeme unsicher sind. Jetzt hat man sie vermeintlich sicher gemacht und fast die ganze Welt schreit, dass man ja gar nicht mehr alles machen kann.

Und übrigens, als root oder Administrator sollte man am System dann nicht arbeiten, wenn dieses System wichtig ist und in irgendeiner Art und Weise zugänglich ist, weil dann jedwede Schadsoftware Zugriff mit den jeweiligen Rechten hat, in dem Fall halt alle Rechte.

Bei Ubuntu war meine erste Aktion nach der Installation immer ein vi /etc/passwd ;-) Und meine Embedded Devices haben nur den User root.

Pauschalitäten sind hier genauso falsch wie die Frage nach der besten Programmiersprache. (Damit bin ich aber in den Linux-Gruppen auch mal angeeckt).

Weil Jörg Linux unterhalb von Windows betreiben möchte?

73 de Tom PS: Eine Distribution ohne solche "Hindernisse" wäre z.B. Debian.
Thomas 'Tom' Malkus, DL7BJ Locator JO43GC * DL-QRP-AG #1186 * AGCW-DL #2737 * DARC OV I19

Am Sat, 01 Nov 2008 14:10:46 -0700 schrieb Joerg:

Dabei wäre das die einfachste Alternative. Unter Linux kannst du ja auch drucken. Und die Dateien nach Windows rüberpfeifen, das geht auch. Linux versteht NTFS, Windows kann man ext2 und ext3 beibringen. Hab ich hier so laufen, klappt.

Grüße, Holger

Och, Jörg.. also echt.

.. dann macht man halt ebend "Start->Search->For File or Folders->VBoxManage.exe" und findet die Sachen wieder erwarten unter "C:\Program Files\Sun\xVM VirtualBox".

Wenn man's komfortabel haben möchte, trägt man das Verzeichnis noch in den Systempfad ein..

Keep hacking until it works!

Dipl.-Inform. Thomas Kindler, "Zuse, Zuse" sprach die Tante, als das Rechenzimmer brannte

Heiko Nocon meinte:

Ja, das geht bei der Virtualbox wirklich gut. Auch nett ist die eingebettete Darstellung, d.h. nur das Fenster der Anwendung auf dem Windows-Desktop.

73 de Tom
Thomas 'Tom' Malkus, DL7BJ Locator JO43GC * DL-QRP-AG #1186 * AGCW-DL #2737 * DARC OV I19

Die jeweils führenden $-Zeichen mußt du natürlich weglassen. Die dienen nur als symbolischer Platzhalter für den Prompt und somit als Hinweis, daß es sich dabei nicht um normalen Postingtext handelt, sondern um eine Kommandozeile.

Joerg meinte:

Nicht das '$' Zeichen mit eingeben, die Befehlszeite lautet nur:

mount -t iso9660 -o ro,exec /dev/scd0 /media/cdrom0

Das '$' Symbol ist ein Teil vom Prompt und zeigt an, dass Du ein User bist, bei root wäre es '#' (kann man aber ändern).

Ja, der wird ja auch nicht über die SharedFolder realisiert, sondern über Samba, dass gleich mit installiert wurde. Du brauchst auch die SharedFolder nicht zwingend, man kann da auch mit Samba von der lokalen Maschine aus arbeiten.

73 de Tom
Thomas 'Tom' Malkus, DL7BJ Locator JO43GC * DL-QRP-AG #1186 * AGCW-DL #2737 * DARC OV I19

Jetzt hat es geschnackelt. Danke an alle fuer die Tips. Irgendwie seltsam, die ganzen Anleitungen im Web taten es nicht, die Methode von Heiko ging dann. Meinen LAN Share hat's dabei zerschossen, aber das sollte sich wieder hindengeln lassen.

Just hat Ubuntu Full Screen. Heissa!

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Ein Problem war, dass die File Namen alle anders hiessen als in saemtlichen Anleitungen. ...x86 und so. Selbiger stand unter 64bit und mir wir beim Druecken der Enter Taste kurz mulmig. Hat aber gesessen.

So sieht das hier derzeit echt aus.

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Thomas 'Tom' Malkus schrieb:

Oder auch das von mir benutzte OpenSuSE, da kann man sich auch als root einloggen, wenn man unbedingt will. Wenn Jörg eh eine Neuinstallation ins Auge faßt, kann er ja auch das mal austesten. Mich würde mal interessieren, wie ein Linux-Neuling die Anfängerfreundlichkeit der beiden Distributionen im Vergleich bewertet.

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Das war's, was mich wohl durcheinanderbrachte. Bei mir stand #.

Nach der gerade geglueckten Guest Addition hat's den LAN Share zerdengelt. Sollte sich aber wieder aus der Pfuetze fischen lassen.

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