Tunneldioden

Apr 12, 2009 42 Replies

Es gibt Zero Bias Dioden, die leiten dann aber auch signifikant in Rückrichtung.

Eine weitgehend perfekte Lösung _ohne_ zusätzliche Spannungsquelle ("perfekte Diode") für niedrige Eingangsleistungen (nur für die ist es interessant) kann es nicht geben, diese widerspricht dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Und wenn man sich die Diodengleichung(en) ansieht, dann steht da immer so ein komisches kT drin.

Jaja, immer diese lästige Physik ;-)

So ab -15dBm bis -20dBm wird es interessant.

Gruß Oliver

P.s.: ... kennt ein doofes Halbleiterunternehmen, die tatsächlich mal versucht hatten, das mit einer fetten Diodenkaskade zu machen. Basierend auf Simulationsergebnissen, ach so ja, die Physik wollte sich nicht daran halten. Ich hab' schiergar einen Lachkrampf bekommen, als ich das Design gesehen habe und hatte prognostiziert, dass die wegen dieser lästigen Physik keine Chance auf gute Funktion hat und genau so ist es gekommen. Bezahlt wurde das von einem japanischen Unternehmen, von dem man eigentlich glaubt, dass sie mehr HF Know How hätten. Nein, ich nenne keine Namen.

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Ja, leider. Und dann ist er nicht mehr interessant wegen des tiefen GBP.

Er ist stabil für G=-1. Für G=1 gibt es den LM6171. Den hab ich auch schon verbaut, problemloser als ich zuerst befürchtet habe. Die wirklich problemlosen der LM63nn Serie gibt es leider nicht mehr, waren offenbar zu teuer und fanden zu wenig Kunden. Auch RAP konnte mir keine Auskunft geben, warum die nicht mehr hergestellt werden.

mfg Rolf Bombach

Oliver Bartels schrieb:

Ein bisschen Schummeln kann man, mit der externen Energiequelle. Es ist schon kurios, dass diese vakuumelektronischen Glühdinger selbst bei leichter _negativer_ Spannung noch immer vorwärts leiten.

Hatten wir hier ja neulich schon diskutiert mit dem Null-Volt-Oszillator.

Aber eben, von nix kommt nix.

mfg Rolf Bombach

Rolf_Bombach schrieb:

Na ja, wenn man mehrere dieser vakuumelektrischen Dinger in Reihe schaltet, addieren sich die Anlaufspannungen auch. Aber auch da schwirrt die Bolzmannkonstante herum.

=DCbrigens, bis zu etwa 1E-5A entspricht der Gitterstrom sehr genau einer=

e-Funktion. Damit l=E4=DFt sich sicher auch was anfangen ;-)

--=20 mfg hdw

Der Grund, warum er bei G=-1 stabil ist und bei G=1 nicht, ist allgemein noch interessant zu erwaehnen:

Aus der "Sicht" des Opamps, ist er bei G=-1 invertierend beschaltet. Der Eingang beim Widerstand des invertierenden Netzwerkes ist an eine Spannungsquelle mit sehr niedrigem Innenwiderstand angeschlossen. Der nicht invertierende Eingang ist zwar auf GND - oder auf eine andere sehr niederimpedante Referenzspannung - geschaltet. Aber trotzdem aus der "Sicht" des Opamps, ist dieser natuerlich auf eine Verstaerkung von G=2 (nichtinvertierender Eingang) dimensioniert und bei dieser Verstaerkung reicht die Phasenreserve offenbar aus, damit die Schaltung stabil arbeitet.

Gruss Thomas

ELKO-Buecher ueber Opamp, Instrumentation-Amplifier und Timer-555: http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/timer-555 (Aendere "akz" durch "isi" in der Mailadresse fuer Reply!)

Dann funktioniert es, weil wir die Sache nicht mehr als geschlossenes System betrachten muessen...

Nieper haette damals saufrech ehrlich sein muessen und aussagen: Ich Nieper demonstriere hier eine unendliche Energiequelle mittels Tachyonen, wobei mir das Recht zusteht, eine externe Energiequelle nicht zugeben zu muessen. :-)))

Wer weiss das noch?: Dieser Tachyonen-Nieper hatte damals behauptet, dass die Autokatalysatoren gefaehrliche krankmachende Microwellenstrahlung erzeugen. Stimmt, wenn ich wegen Stau sehr lange im Auto sitze und nur fluchend langsam vorwaerts komme, habe ich am Schluss der Reise Kopfweh. Schuld ist der Katalysator. Ein 3-faches Hoch auf den Tachyonen-Nieper!

*HOCH-HOCH-HOCH*

So ist es: "Anodenspannung Null"

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Mein Beitrag, siehe "Nachtrag: Radioempfang mit 0 V Anodenspannung". Fazit: Zum Glueck bin wenigstens alt genug geworden, dass ich noch die Aufklaerung dieses Mysteriums nach einer Wartezeit von 45 Jahren erleben durfte. Geduld bringt Rosen.

Stimmt nicht! Wenn ich auf dem WC-Deckel sitze, komme ich spontan auf Ideen, die ich spaeter im ELKO

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umsetze, dann sind diese Idee-Impulse aus dem Nichts aufgetaucht.

P.S.: Ein Idefix ist was ganz anderes... :-)))

Gruss Thomas

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deen,

Ah ja, WC-Deckel > signifikante R=FCckrichtung beachten. Sozusagen Zero-Bias-Diode. Empfehle WC-Brille.

Stimmt!

--=20 mfg hdw

Hmm, gab es da nicht mal einen aus zwei OpAmps "in Reihe", der bissl Leistung treiben konnte? LM6313? Den haben wir dann mangels Verfügbarkeit durch ein kleines Platinchen ersetzt, auf dem im Wesentlichen ein spottbilliger adsl line driver sitzt.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Wauwau! Klaeffklaeff!

Gruss Thomas

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Am 12.04.2009, Holger Bruns vermutete :

Ich habe hier noch zwei Tunneldioden von Tesla - könnte eine abgeben.

73 Steffen
*Thomas Schaerer* wrote on Tue, 09-04-14 09:01:

Auf dem Deckel sitze ich eigentlich nie. Habe ich deshalb so viel weniger gute Ideen als Du?

Interessant fand ich damals auch die sog. Backwarddiode, einem Untertyp der Tunneldiode zur Gleichrichtung kleiner Spannungen. Aber die sind wohl noch seltener.

Da habe ich noch keine passende Beschreibung gefunden. Ich muss wohl bisschen weiter bei google suchen.

Ich habe die Beschreibung der Backward-Diode in einem =E4lteren Halbleiterbuch gefunden und fand sie von Ihrem Funktionsprinzip her interessant (Auch Wiki.de hat ne Kurzbeschreibung.) Sie m=FCsste sich m.E. zum Beispiel ideal f=FCr einen HF-Tastkopf bei kleinen Amplituden eignen. Da sie eine spezielle Dotierung ben=F6tigt, kann man sie sicherlich nicht so ohne weiteres durch andere Bauelemente wie bei der Lambda-Diode ersetzen. Ich habe jetzt keine besonderen Projekte damit vor; ich interessiere mich einfach f=FCr exotische Bauelemente.

Da die Backward-Diode ja sozusagen r=FCckw=E4rts funktioniert, trifft die normale Diodengleichung m.E. nicht zu.

Die kann man zwar nie umgehen, aber manchmal elegant umschiffen. Beispiele gibts da genug in der Geschichte der letzten 50 Jahre. :-) Gruss Harald

Ja, Deine Ideen sind etwa 72 dB weniger als meine. Das ist reine Elektrotechnik. Ich kann nichts dafuer, dass das so ist. Mach Dir einfach keine Sorgen, es gibt Schlimmeres. :-)))

Gruss Thomas

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Dann vergiss nicht die olle Detektor-Diode mit Bleiglanzkristall und Spitzfederchen im Glasroehrchen. Waren das noch herrliche Zeiten... :-)

Es gibt halt immer nur die Physik die man erkannt hat. Die Physik die man (noch) nicht erkannt hat, gibt's vielleicht auch, aber das wissen wir nicht und die Nichtgoetter auch nicht und auch sonst niemand. :-)

Gute Nacht! *schnarch*

Gruss Thomas

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Waaaaas von Tesla? Damit bist Du Millionaer und Du verschenkst einfach so 'ne halbe Million?

Gruss Thomas

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Was soll ich in der Bnkenkrise mit einer halben Million? Übrigens handelt es sich um eine VCG200

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Steffen

Steffen machte diesen Vorschlag :

.... ach, gerade das Blatt noch mal angeschaut - es handelt sich um Gunndioden :-(

10 GHz macht man jetzt eigentlich anders

Steffen

Skyworks bietet die Teile an.

Das läuft auf das gleiche Schema wie Zero Bias heraus:

- Leitfähig schon bei kleinen Spannungen

- In Sperrrichtung fließt leider dafür ebenfalls ein durchaus signifikanter Strom.

Letzterer macht die Effizienz kaputt, was beim Tastkopf nicht das große Problem ist, bei RFID leider schon.

Am Ende vom Tag kann man sich entscheiden, ob der Detektor schon bei weniger Leistung überhaupt eine Ausgangsspannung liefern soll oder ob es mehr Leistung sein darf, er dafür aber effizienter wird.

Letztlich führen die Größen Elementarladung, Boltzmann-Konstante und die gewöhnliche Raumtemperatur immer zu irgendwas in der Art der allseits bekannten Diodenkennlinien, egal wie man es dreht und wendet. Und da auch die Güte von Resonatoren (und damit von Impedanzwandlern) begrenzt ist, wenn man sie mit etwas belastet, ergeben sich gewisse Grenzen.

Again: Es grüßt der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, und ja, der schlägt bereits bei diesen doch eher alltäglichen Spannungen und HF-Leistungen zu.

Geräte, die gegen den ersten oder zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verstoßen, laufen unter der Bezeichnung "Perpetuum Mobile" ;-) Bisher wurde noch kein echtes entdeckt ;-)

Gruß Oliver

P.s.: Hat mal eine LED gebaut, die auch etwas weiter vom schwachen Generator leuchtet, das ging aber mit Trick 17: Pulsmoduliertes Signal und Schaltnetzteil auf dem Target nachgebildet, der Takt wurde aus der Pulsmodulation abgeleitet. Durch die nötige Pulsmodulation ist allerdings klar, dass ein aktiver Generator im Spiel ist, gespeist durch die Üblichen Verdächtigen. Somit war es wieder nichts mit dem P.M. ;-)

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

von HP hab's mal eine AppNote: "All Schottky diodes are zero bias detectors" oder so ähnlich.

Dürfte jetzt irgendwo unter zu finden sein.

WIMRE lief es darauf hinaus, daß hauptsächlich die Lastimpedanz entscheidet wie nahe zero bei 0 liegt.

Gruß, Gerhard

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