TL 341 Verstehen

Dec 28, 2005 10 Replies

Hallo, ich versuche mich gerade an der eigentlich ganz einfachen Shuntreglerschaltung aus dem Datenblatt des TL431 http://www.ortodoxism.ro/datasheets/texasinstruments/tl431.pdf Seite 15



Ich verwende R1=1k, R2=340R, das sollte laut der angegebenen Formel Vo=9,8 Volt ergeben, ich erhalte aber nur 1,7 Volt.



Rahmenbedingungen: Vbatt = 12V, Vorwiderstand 8,25k (um knapp über 1mA zu erhalten).



Kurzes Nachrechnen ergibt, daß die 1,7 Volt schlicht das Ergebnis aus dem Spannungsteiler 8,25k : 1,340k sind, der Shunt also nicht arbeitet.



Die Gegenprobe mit R1=10k, R2=3k ergibt Vo=7,31V, ebenfalls das Ergebnis aus 8,25k : 13k.



Ich habe mehrere Aufbauten mit verschiedenen Bauteilen hinter mir, mit dem gleichen Ergebnis.



Ist doch irgendwo ein Fehler, oder habe ich da was nicht verstanden? Dank, Rüdiger


Rüdiger Hausmann schrieb:

Du hast aber auch wirklich TL431 von TI gekauft? Ich kenne 431er, die mehr als 5mA brauchen um sauber als Referenz zu arbeiten, einfach Müll (Geiz ist geil).

Gruß Dieter

"Rüdiger Hausmann" schrieb im Newsbeitrag news:dov8la$oj1$ snipped-for-privacy@newsreader3.netcologne.de...

Hallo Rüdiger,

wenn du schon allein mit deinem Spannungsteiler die Spannung unter die gerechnete Reglerspannung von ca. 10V ziehst, dann hat der TL431 in der Tat nichts mehr zu arbeiten. Du mußt den Vorwiderstand niederohmiger und den Spannungsteiler hochohmiger machen.

Beispiel: Vbatt=12V, Rv=1k, R1=15k, R2=5k R2=5k ist einfach 2*10k parallel.

Vout = 2.5V*(1+15/5)= 10V

Dabei flißen 0.5mA durch den Spannungsteiler. Der TL431 zieht dann 1.5mA um auf die 10V zu regeln.

Gruß Helmut

Hallo Dieter,

Besser den TLV431 nehmen, der ist mit 100uA zufrieden. Allerdings andere Spannung.

So teuer ist er nicht. Bei Serienfertigung liegt der TLV431 etwas ueber

10 Cents (US).

Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Den empfehle ich auch verdammt gerne.

Ein NoName 431 (TO-92!) kostet in Serienstückzahlen gerade mal 1ct, von Bestückungskosten mal abgesehen. Mit den Toleranzen muss man halt rechnen.

Gruß Dieter

Hallo Dieter,

So billig habe ich sie noch nicht gesehen. Aber No Name hat den Beigeschmack der 'ungestempelten' Transistoren und Chips von ganz frueher aus meinen Bastelzeiten. Das habe ich ganz schnell sein gelassen. Wenn ein HF Transistor zu teuer war, habe ich das eben zaehneknirschend mit einer Roehre aufgebaut.

Gruesse, Joerg

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Hallo Dieter,

Dieter Wiedmann schrieb: > Du hast aber auch wirklich TL431 von TI gekauft? Ich kenne 431er, die > mehr als 5mA brauchen um sauber als Referenz zu arbeiten, einfach Müll > (Geiz ist geil).

ich habe ein Konvolut 431er von Reichelt erstanden, da kann man leider nicht erkennen, welcher Hersteller das ist. Ich werd's also mal mit höherem Strom versuchen. Rüdiger

Hallo Helmut, Helmut Sennewald schrieb:

Ja, so geht es. Wußte ich doch, daß da ein Denkfehler war...

Auf dem To-92 Gehäuse steht TL431C TI Bin ich naiv, wenn ich denke, daß da Texas Instruments drin ist? Rüdiger

"Rüdiger Hausmann" schrieb im Newsbeitrag news:dp0brj$2fb$ snipped-for-privacy@newsreader3.netcologne.de...

Hallo Rüdiger,

da ist dann TI drin.

Deine erste Bauteile-Dimensionierung war schlichtweg falsch. Der TL431 ist ein Shunt-Regler. Der kann nur Strom "aufnehemen" aber keinen liefern. Wenn du einen Regler suchst der Strom abgeben kann, dann mußt du einen LM317 nehmen. Allerdings kann der aus 12V höchstens 9V generieren. Die Diskussion ob eine Bauteil 10cent oder 1cent kostet hilft da nicht weiter.

Gruß Helmut

Am Thu, 29 Dec 2005 09:57:52 +0100 schrieb Rüdiger Hausmann :

Unabhängig von deinem Problem, welches du ja schon als ungünstige Dimensionierung der Spannungsteiler erkannt hast, muß man beim TL431 auch etwas auf Schwingneigung aufpassen. "Mal eben 100nF zum abblocken dran" ist nicht, genau da schwingt der klassische TL431 fröhlich, deutlich darunter und darüber ist OK, der ZR431 braucht weniger Strom und ist bei

100nF (und darüber) schon wieder stabil. Steht zwar als Kurve im Datenblatt, aber man kann es leicht übersehen.
Martin

Der Widerstand ist zu gross, und zwar viel zu gross. Deine angestrebten 9,8V fallen über dem TL und der Reihenschaltung aus 1k und 340R (wirklich 340?) ab -> macht 7,31mA. Dann gibst Du dem TL noch ein bisschen zum Regeln; er kommt zwar mit Ist doch irgendwo ein Fehler, oder habe ich da was nicht verstanden?

Letzteres, aber das kann man ja ändern :) Du musst Dir einfach nur überlegen, wo welcher Strom fliesst und zwischen welchen Punkten Du welche Spannung haben wirst, dann kommst Du sehr schnell dahinter, in welcher Grössenordnung Deine Widerstände liegen müssen. Mit Knoten- und Maschenregeln verschone ich Dich hier erstmal, aber im Prinzip geht es dabei um dasselbe: über Strom- und Spannungsbilanzen erklärst Du Dir die Potenziale und Ströme in Deiner Schaltung und am Ende hast Du dann eine Menge Gleichungen, die Du zu lösen hast. Da Du aber kein Computer bist, teilst Du Dir die Schaltung nach Sinn und Verstand auf und kommst dann damit aus, ein paar Ströme an Leitungen zu schreiben und Spannungen anzutragen und über die Quotienten die Widerstände zu bestimmen.

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