Wolfgang Martens schrieb:
So sehe ich das auch. Damit müsste der Oberwellenanteil der Spannung vom Netz und derjenige des Stroms des Verbrauchers gemeint sein. Netterweise ohne Frequenangabe dieser Oberwellen. Sind übrigens Oberschwingungen, da kein Funk und so.
Der Klassiker bei Analoginstrumenten ist, dass sich die Prozente auf den Endwert beziehen. Hoffe, hier nicht.
Also die Aussage mit den 70% muss ich etwas präzisieren. Ich messe gerade an der Sonicare-Zahnbürste rum, insbesondere im Leerlauf. Dank Ressourcen-, Platz- und Geld-sparender CopperFree[tm] öko-plus Einweggleichrichtungs-Technologie der neuesten Generation sehe ich hier so Stromnadeln in nur einer Richtung mit geschätztem Duty cycle von 1:25. Stromflusswinkel in der Gegend der Streuung eines heissgelaufenen G36.
Das gibt dann beim Strom einen Klirrfaktor von 94%, was der Ami mit 285% THD bezeichnet. Eingangsspannung 230±0.02 VAC 50.000 Hz 0.26% THD. Reichhaltiges Oberschwingungsspektrum bis ca. 5 kHz :-).
Das Wesentliche ist trotzdem unterhalb 500 Hz und oberhalb 1000 Hz kommt kaum mehr was dazu. Eigenartigerweise gibt selbst 500 Hz Abtastrate noch vernünftige Leistungswerte, allenfalls 1% Unterschied zu 10 kHz Abtastung. Für die THD-Messung musste ich auf 22 Harmonische aufbohren :-].
Ob überhaupt Messungen auf 1 Milliwatt mit amateurmässigen Mitteln möglich ist, ist für mich fraglich. Für wackelfreie Messung bei 1mW Auflösung erfasse ich 4K Punkte mit 10.24 kHz Abtastung. Letzteres, da ich eben
4K und nicht 4k erfasse, wfeS. Alles mit 16x Downsampling, um mit meinem 8-bitter überhaupt was auflösen zu können.