Schutzschaltung für höherwertiges Gerät am Kfz-Boardnetz
Sep 19, 2008 2 Replies
M
Martin Wiesner
Hallo zusammen,
noch eine kleine Frage: eignet sich die Schutzschaltung nach FAQ F.23 auch, um höherwertige Geräte am Boardnetz zu betreiben? Es soll ein Router-Board (Stromaufnahme max 0,8A@12V) zeitweilig betrieben werden.
Auf dem Board werden die 16V-Elkos gegen Typen mit 25 (35V?) Spannungsfestigkeit ersetzt. Danach folgt auf dem Board ein Schaltregler. Von der Schaltung aus der FAQ würden also "nur" Sicherung, Drossel, Varistor und Diode gebraucht. Varistortyp ist soweit klar, an Dioden liegen hier UF5404 herum.
Welche Drossel bietet die beste Schutzwirkung - Reichelt "FED ..."? Das Board ist ein paar Euro wert, daher darf die Schutzschaltung ruhig aufwendig/teuer werden - Überdimensionierung erwünscht.
Danke und bis dann,
Martin
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M
MaWin
"Martin Wiesner" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.dfncis.de...
Ja.
Die sind zwar schnell, verlieren aber 0.7 bis 1 V im Durchlass. Falls das in Ordnung ist, kann man die verwenden. Sie halten immerhin verpolte 400V ab, das sollte fuer jede negative Spannungsspitze reichen, aber 3A wuerde ich ihnen nur gekuehlt zumuten, wenn es zuverlaessig sein soll.
Tja, nicht die, mit dem groessten Induktivitaetswert, denn die hat auch eine grosse Koppelkapazitaet. Die Induktivitaet soll Stromschwankungen blockieren, die vom Siebelko nicht mehr gesiebt werden koennen. Die staerksten Stromschwankungen passieren, wenn die Diode vom Leit- und den Sperrzustand uebergeht, also eine Umpolung des Eingangs innerhalb von Mikrosekunden stattfindet.
Es haengt von den Elkos ab, und letztlich vom Aufbau. Man musste es aufbauen, und mit steigender Frequenz am Eingang , wie gut L und C die Stoerungen filtern, oder eben die Diode in recovery snap bringen, um einen besonders ueblen Impuls auszuloesen. Was L und C nicht mehr filtern (da gibt es einiges, z.B. die Spannungsschwankungen der Batterie bei Belastungaenderung vom Lade- in den Entladebetrieb, also bei jedem Leerlauf des Motors) muss der Spannungsregler ausregeln koennen. Das kann er auch, bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit also Frequenz. Nur bei hoeheren Frequenzen der Eingangsspannung schlaegt dieses auf die Regelung durch. Da dein Regler eingebaut ist, sind dessen Kennwerte unbekannt. Man muesste messen. Ansonsten ist die Kapazitaet der Eingangselkos zustaendig fuer die Zeit, die ein Spannungsausfall ueberbrueckt werden kann. Spannungsausfaelle, im Sinne von kurzen Zusammenbruechen, gibt es im Auto immer wieder einmal, wenn grosse Lasten eingeschaltet werden und die Batterie schwach ist. Aber nur Bruchteile von Sekunden. Eine zusammenbrechende Batteri wenn der Anlasser klemmt, wird kein Elko ueberbruecken koennen, zumindest nicht bei den Leistungen eines Routers.
Manfred Winterhoff
H
Henry Kiefer
MaWin schrieb:
Ergänzend sei noch gesagt, daß eine in die Sättigung gehende Drossel praktisch nicht mehr vorhanden ist!
- Henry
www.ehydra.dyndns.info
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