Hallo Leute!
Brauche da mal ein paar Tips bezüglich Schaltwandlerdesigns.
Es geht um ältere Funkgeräte (so BJ 60/70'er Jahre) welche je nach Type ein bis zwei relativ stabile Spannungen brauchen: Generell 13,5V mit max. 6-10% sowie teilweise 24V.
Leistungsbedarf auf der 13,5V Schiene liebt bei ca. 1A Dauer bzw 5A Spitzenstrom, auf der optionalen 24V Schiene bis zu 2A.
Zur Erzeugung dieser Spannungen haben die Geräte frühzeitlich, klobige Schaltwandler...äh...Zerhackerkonstrukte verbaut. Dieser hat Eingänge für 6V, 12V und 24V Bordnetze.
Da eine Reparatur alleine vom Baustiel her immens Arbeitszeit kostet, überlege ich ob es nicht deutlich effektiver wäre den ganzen Geräteblock gegen ein modernes Design aus zu tauschen.
Allerdings enden meine praktischen Erfahrungen beim LM2576.
Der würde eigentlich schon knapp reichen von der Belastbarkeit, wenn die KFZ-Bordspannung deutlich oberhalb der Ausgangsspannung liegen würde.
Allerdings sehe ich da bereits ein Problem bei 12V-Bordnetzen (effektiv irgendwas zwischen 10-15V mir reichlich Müll und Spikes auf saubere, stabile 13,5V zu bekommen mit solch ein Teil. Meine Schaltungen mit dem LM2576 haben mir bisher sehr deutlich gemacht, das die wirklich nur abwärts regeln wollen, also mindestens ~1,5V mehr am Eingang haben wollen als sie am Ausgang bringen müssen.
Und nach einigen Stunden Suche bei den üblichen Herstellern fand ich auch immer nur eine saubere Grenze zwischen Step-Up-Reglern und Step-Down-Reglern.
Wenn ich gerade doch kein Brett vorm Kopf haben sollte, komme ich um folgendes Konstrukt nicht drum herrum:
1.Stufe ein Step-Up der mir von automotiven 6V, 12V oder 24V die nötigen
14~70W zunächst auf eine Zwischenspannung von 28-35V bringt. Von dort ausgehend dann:
2.Stufe ein Step-Down der mir aus der Zwischenspannung eben stabile
13,5V/1-5A regelt.
Sowie optional..:
- Stufe noch ein Step-Down für die manchmal nötigen 24V.
Platzmässig ist das kein Problem, ebenso kaum was Wärmeabfuhr der Verlustleistung angeht. Die originalen Schaltwandler (insofern noch funktionsfähig) dürften sowohl von der Baugröße als auch vom Wirkungsgrad deutlich ungünstiger sein als die vielleicht 80-90% Wirkungsgrad bei voraussichtlich 30-40% den Platzbedarfs heutiger Schaltwandlerlösungen.
Nur, bevor ich den Weg mit Step-Up gefolgt von ein bis zwei Step-Down weiter plane: Gibt es tatsächlich keine einfache Lösung mit einer Stufe die beide Regeltechnologien vereint? Also ein Step-Up/Step-Down der mir ohne Umweg direkt aus automotiven
10-15V mit angemessenen Wirkungsgrad stabile 13,5V zaubert? Der vielleicht sogar direkt auch mit Bordnetzen auf 6V und 24V problemlos klar kommt?
Jürgen Hüser