Schutzschaltung für Netzwerkkarten

Apr 06, 2008 32 Replies

Hallo NG,



nachdem mir am So eine defektes Avila x86 Board mir 12V mit ordentlich Dampf (naja minimal warens 500mA) in meine Dockingstation vom Laptop (zum Glück wars nicht der Lappy selber) reingehauen hat, such ich jetzt nach ner Schutzmöglichkeit für "unsichere" Netzwertanschlüsse.



(Es hat vermutlich eine Diode Überspannungsschutz? zu nem Ascheklümpchen verwandelt, ob die stecknadelgroße Spule Filter? vor dem eigendlichen Übertrager auch was abbekommen hat kann ich noch nicht sagen, zumindest 100MBit geht noch ohne Saft, das Paar 7/8 ist tot).



Was funktioniert bei normalen 100MBit (oder auch 1GBit) zuverlässig? Ein zusätzlich ins Netzwerkkabel eingeschleifter Übertrager?



Sollte wenn möglich die volle PoE Spannung sicher weghalten können (ca



60V) und bei nen bischen mehr Strom (wie zuletzt) nicht abrauchen.

Was würdet ihr von nem kleine Ringkernübertrager für jedes Adernpaar halten? Würde das funktionieren?



Weitere Vorschläge?



Würde da gern nen Schutz vor "Feuerwerk" haben wenn nötig/sinnvoll.



Gruß Jan Conrads


Auf einem gescheiten 10/100 LAN Anschluss ohne PoE sollte nie Gleichspannung liegen und die Uebertrager halten meist ueber 1000V aus, bevor sie durchschlagen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär... ;-)

Ich habe nunmal ne 1GBit Karte im Laptop und somit sind auch alle 4 Paare belegt.

Das Board hat 10/100 Mbit und kann passiv (6-28V) per PoE oder per DC Buchse versorgt werden (normalerweise Pin 4/5 für plus, 7/8 für Minus. (8 liegt fest auf Masse).

Nun hats aber Pin 7, der bei mir wegen GBit belegt ist vermutlich durch nen Kurzen oder nen schrottigen Halbleiter auf 12V hochgerissen (1A Netzteil). Ich hab 20 andere Boards eben noch durchgemessen, alle sind ok, nur das eine nicht. Zwischen den Paaren ist ne Spannung ja relativ egal, nur wenn zwischen den Adern eines Paares Saft anliegt, gibt jeder Übertrager früher oder später auf oder was sonst die schwächste Stelle ist, bei mir haben die Leiterbahnen wohl mal kurz geglüht und irgendein Käfer (vermutlich Diode) sieht auch wie nen kleiner Kohleklotz und nen dicker schwarzer Fleck ist nun auf der Platine entstanden. Mit Glück kann ich es flicken, es ist auf der Trafoseite die nach außen zeigt.

Ich habe halt ab und zumal mit nicht Standart PoE zu tun, klar im Normalfall wäre alles gut gegangen, nur war die Karte halt schrott.

Daher suche ich ne Möglichkeit, das da lieber irgendwo was in ner Schutzschaltung wegbrennt aka Sicherung oder das das Ding die Quelle einfach niederohmig genug kurzschließt, nen Draht hält das aus, aber ich möchte ungern die Leiterbahnen in meinem Laptop als Schmelzsicherungen nutzen, dann lieber nen Trafo der nur 10MBit mitmacht, aber den ganzen Dreck aus meinem Rechner raushält und wo wenn ne SMD Sicherung fällig ist statt nem neuen Laptop.

Das ist nicht RS232 wo alles 30V aushält und intern ne Strombegrenzung sitzt.

Klar, ich kann ne alte billige Netzwerkkarte schlachten für die Übertrager, aber die fangen vermutlich auch irgendwann an zu qualmen, wenn man da ne viel zu hohe Gleichspannung anlegt. Daher such ich ja Ideen, um da nen vernünftigen Schutz zu hinzubekommen. (nein für die 3KV Anodenspannung wollte ich es dann noch nicht auslegen ;-)

Gruß Jan

Hallo,

Jan Conrads schrieb:

das nennt man defekt. Soll in den besten Familien vorkommen.

Eine normale Diode hat da eher nichts verloren. Vielleicht war es ein Überspannungsschutz.

Vermeide es "Schrott" zu benutzen. Das ist kein Persil-Schein, aber es senkt die Wahrscheinlichkeit für Zwischenfälle doch merklich.

Ich kann den Ärger ja verstehen, aber das ist nicht zielführend. Aufrüsten bringt schon mal gar nichts. Es gibt immer ein schwächstes Glied und das nächste mal hat das NT vielleicht mehr Dampf. Wieviel Aufwand darf es denn sein, um den Schrott order auch nur das "dumm gelaufen" zu kompensieren? Für 100? bekommt man es bestimmt ziemlich sicher hin. Das ist doch unsinnig. Bevor man jetzt irgendetwas fummelt, was dann eher schlecht als recht funktioniert, nimmt man, wenn man seinem Gegnüber nicht traut, einen Hub. Alleine um eine Bastellösung wirklich zu testen würden schon ein paar Ports draufgehen und der Nutzen wäre deutlich im Minus.

So ist das.

Hub. Der schützt allerdings nicht davor, das selbiger vielleicht mal eine Fehlfunktion hat. Aber das kommt mit diesen Auswirkungen wirklich extrem selten vor.

Marcel

Wenn es unbedingt sein muss, koenntest Du z.B. Cooper-Bussman Mini-Fuses einsetzen und Zener oder Transzorb dahinter. Ob das aber noch auf so eine Karte passt, ist eine andere Frage.

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Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg wrote: [snip]

Hallo,

nein, das muß nicht noch intern mit verbaut werden können, nen Zusatzkasten den man mit in die Leitung hängt ist völlig ok, also Platz ist dann genug vorhanden, ich wollte eigendlich nur wissen, ob ich mir nur das Signal vom Ethernet verhunze bzw was es zu beachten gilt um das möglichst funktionsfähig zu bekommen, halt als ne Art Trenntrafo der außen in die Leitung geklemmt wird.

Daher auch die Idee nen Switch zwischenzuklemmen, der mir die Leitungen

4/5 und 7/8 erstmal physikalisch unterbricht und zum anderen sich selbst opfert statt der Karten im Rechner (im Switch sind ja auch nochmal Übertrager dazwischen).

Die Docking Station mach ich bei Gelegenheit nochmal auf, und schau nach, was da genau kaputt ist, 100MBit geht ja noch und GBit halte ich auch für reparabel.

Gruß Jan

Saublöde Frage...was spricht dagegen, eine Gleichspannungsentkopplung mit Kondensatoren in Serie durchzuführen? Also zwischen Übertrager und Buchse...

Ralph. http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/

Ich glaube, Jan braucht den Saft auf der Karte aus irgendeinem Grund.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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Da schreibst Du's doch selbst.

In jedes Leitungspärchen eine SMD-Sicherung. Ein kleiner Adapter mit zwei RJ-45-Buchsen und vier 1206-Sicherungshaltern ist doch schnell gebaut.

Grüße,

Günther

Hatte letztens bei einem Kunden den Effekt, dass bei einem aelteren Design solche Serien-C reihenweise Kruke machten. Also fuer einen induktiven Pfad nach Masse gesorgt und danach war Ruhe im Karton. Oder auf schwaebisch, 's tat ned mehr scheppere.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

jo, nur lieber noch nen Trafo davor, sonst spielen die dünnen Leiterbahnen im Laptop evt Sicherung.

Gruß Jan

Die Karte ist ähnlich der:

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(manual)

Spannung auf der Buchse verträgt nur der Eurokarten-PC nicht mein Laptop, nur hat die letzte Karte wegen Defekt auch ne Spannung rausgegeben. Alternativ ist halt ne normale DC Buchse vorhanden.

Da kann auf die Paare 4/5 7/8 Saft zur Speisung gegeben werden, zwischen

7 und 8 darf eigendlich nie ne Spannung sei.

Nen C geht natürlich auch, wenn das Signal dadurch nicht leidet.

Für jedes Paar:

LAN extern O--------||----S|S-------O Zum PC S|S O--------------S|S-------O

sollte reichen, oder?

Gruß Jan

Nimm halt Sicherungen mit genügend niedrigem Auslösestrom. Ethernet selbst wird da ja nicht allzuviel an Strom treiben.

Grüße,

Günther

Ist wesentlich störungsfester als mit Cs.

mfg hdw

Man nehme einen echten PoE-Injektor nach IEEE 802.3af, der schaltet den Saft nur ein, wenn ein PoE-fähiges Endgerät dranhängt.

Hm - OK. Ich denke, ich sollte mir die Avilas hier mal genauer ansehen ...

Auch das nicht - bei manchen Karten hängen da Terminierungs-Widerstände ohne Kondensator, die rauchen auch wunderbar, wenn man PoE-Speisung auf ein nicht PoE-fähiges Gerät gibt. Die ganze Erkennungs-Mimik bei 802.3af ist nicht ohne Grund nötig ...

Auf der Seite sollten keine Halbleiter sitzen - üblicherweise findet man da nur R (Terminierung), SMD-Ferrite (EMV) und Kondensatoren. Bei 1000BaseT sollten alle 4 Kanäle gleich aufgebaut sein, da sollte man bei den heilen Kanälen sehen können, wie das beschaltet ist.

Ein billiger 100BaseT-Switch? Ich würde sagen, die Wahrscheinlichkeit für so einen Fehler ist gering, die Übertrager selber halten durchaus einiges aus, und bei einem 5-Port-Switch kann das 3 mal passieren und der ist immer noch als Trennung brauchbar ...

cu Michael

Some people have no respect of age unless it is bottled.

Puuuhh...massive Stoßstelle!

Ralph. http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/

Hi Jan,

Ich würd mir ein USB-Ethernet-Teil holen und den ggfs über einen Hub anschließen, der eine eigene Stromversorgung bekommt. Falls es je da rein hauen sollte, ist es erst mal eine Ecke weit weg vom Rechner.

Marte

Wobei das erfahrungsgemäß bei 100BaseT nicht ganz so kritisch ist - vor allem dann, wenn man nicht die vollen 100m braucht, für einen Testaufbau sollte das also gehen.

cu Michael

Some people have no respect of age unless it is bottled.

Ja, klar, aber oft wird aus einem Provisorium dann was Dauerhaftes, und Jahre später zickt was, und keiner denkt mehr an die Bastelei.

Ralph. http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/

Wenn ich mir so die Anschlussdosen ansehe, kann es nicht allzu schlimm sein. Da verlaufen oft die letzten 2cm aufgedroeselt. Gibt aber auch

0805 Sicherungen.
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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