Ich halte vorstehende Ausführungen für mehrdimensionalen hanebüchenen Unfug. Interessant, was studierte Fachleute so von sich geben. Da kriege ich Schnappatmung.
Schlüssel: Brute force
Am 01.05.24 um 12:15 schrieb Helmut Schellong:
Naja, der hat halt 2^56 vs. 2^128 (etc.) verglichen. Da liegen schon 24½ Zehnerpotenzen dazwischen.
Die Annahmen einer bestimmten Schlüsselzahl pro Sekunde ist natürlich willkürlich und sehr hardware- und damit auch zeitabhängig.
Marcel
Am 01.05.2024 um 15:58 schrieb Marcel Mueller:
Und bei der Angabe der Zeiten das ^ vergessen.
Ich vermute dass es eigentlich 10^18 Jahre anstatt 1018 Jahre heißen sollte. Usw.
Typisches copy/paste Artefakt. Sowas sollte hier in der Gruppe, wo jeder von regelmäßig mit technischen Artikel zu tun hat und die bisweilen zitiert, doch hoffentlich keinen verwirren.
Ja, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das so.
Auf der Webseite ist das genau so dargestellt wie hier. (
Der Autor hätte einfach das Zeichen '^' oder '1,02e18' angeben können. Das Zeichen '^' wird oft von der Software in die passende Exponenten-Darstellung umgewandelt.
Vorstehend sind lediglich um etwa 4-fach schnellere Analysen als Brute_force angegeben. Lange Schlüssel >=256 (AES, DRAGON, RABBIT) sind tatsächlich praktisch unknackbar.
Ne, ist schon auf der verlinkten Webseite falsch angegeben.
Als Autor schreibe ich niemals Texte, ohne diese prüfend in der Enddarstellung zu lesen! Ich hatte mit dem Circumflex (^) noch nie copy&paste-Probleme. In HTML haben die Zeichen &<> Spezialbedeutung.
Am 01.05.2024 um 12:15 schrieb Helmut Schellong:
Das wäre sehr einfach zu händeln, wenn das Schloß nach einigen Fehlversuchen passende Pausen verlangen würde.
Ja, das ist einfach zu implementieren. Login muß von Schlüssel-Versuch unterschieden werden. Bei letzterem wäre jeweils 1 Sekunde Delay bereits ausreichend.
Am 01.05.2024 12:15 Uhr schrieb Helmut Schellong:
Dass ein Knacken per Brute-Force aus logischer Sicht immer möglich und in endlicher Zeit erledigt ist, stimmt. Die Frage ist halt, wie lange das dauert. Man kann den Vorgang beliebig parallelisieren und die Rechenleistung stieg in den vergangenen Jahrzehnten mehr oder weniger exponentiell an.
Der Zeitangabe fehlt eine Info, wie die zustande kommt.
Am 01.05.2024 17:42 Uhr schrieb Wolfgang Schmidt:
Das funktioniert nur, wenn du die Kontrolle darüber hast (z.B. bei einem Webserver). Wenn aber wer die verschlüsselte Platte von deinem Laptop klaut und auf die Daten zugreifen kann, kann der die beliebig vervielfältigen und parallel viele Versuche starten - in dem Fall funktioniert das Limit nicht.
Am 01.05.24 um 17:42 schrieb Wolfgang Schmidt:
Wegen Helmuts Schnappatmung?!
SCNR
Gregor
Man kann nur hoffen, daß ein aktueller gängiger PC angenommen wurde. Da intel-Prozessoren wohl 7 AES-Instruktionen haben, gibt es insgesamt enormes Optimierungs-Potential, z.B. auch konstante Arrays.
Letztlich ist das jedoch egal, denn ein Optimierungs-Potential, das die Berechnungen um den Faktor 2,5 beschleunigen könnte, ist egal. Das wäre statt 2^(254,4) minimal kleiner: 2^(253,1) - offensichtlich egal. Das betrifft natürlich nur die Angriffsresistenz.
Ja, es können beispielsweise 10000 Kerne parallel rechnen, jeder seinen Schlüsselbereich. Das reduziert den Zeitaufwand von 2^254 auf etwa 2^240 - nicht sonderlich beeindruckend.
Ja, fehlt auch auf der Webseite.
Ne, wegen der Aussagen, die hier fehlen, gelöscht wurden.
Ich kenne das dusselige Verhalten von Zahlenschlössern _in Filmen_. Die nehmen offenbar Eingaben im Abstand von us entgegen - welch eine grenzenlose Idiotie! Ich würde da eine jeweilige Verzögerung von 20 s einbauen.
Marco Moock schrieb:
Hmm. Gegeben sei ein achtstelliges Passwort. Es sei 256bit verschlüsselt. Kann das geknackt werden?
Und wie wäre da die Antwort?
Die Zahl der zur Verfügung stehenden CPUs (Kerne resp Threads) hat deutlich zugenommen, man beachte auch die Grafikkarten. Die Rechen- geschwindigkeit eines Threads hat im letzten Jahrzehnt etwa einen Faktor 2 zugenommen, das ist schon länger nicht mehr exponentiell (jedenfalls nicht mit positivem Exponenten).
Wundert das? Bei 'datenschutz.org'. Steht ja, was dort als prioritär angesehen wird.
Bußgeldkatalog (DSGVO & BDSG) Bundesdatenschutzgesetz BDSG-neu EU-Datenschutzgrundverordnung EU-DSGVO (eBook) EU-US Data Privacy Framework DSGVO-Abmahnung Datenschutzbeauftragter Datenschutzgrundsätze Datenschutz-Gutachten Datenschutz: Rechte und Pflichten ePrivacy-Verordnung Personenbezogene Daten Aktenvernichtung Sondervorschriften im Datenschutz Verschwiegenheitserklärung gemäß DSGVO
etc. Für die Zeitangabe gibt es garantiert einen §.
Ich würde höchstens mitgehen, dass es kein AES mit 56bit Schlüssellänge gibt, aber sagen, dass es in Realität noch schlimmer aussieht, weil AES im Gegensatz zu Primzahlverfahren keine schwachen Schlüssel hat und auch Frequenzraumverfahren keine Halbierungen ermöglichen.
AES ist zwar nicht elliptisch, aber ein Blockchiffre-Verfahren, das relativ große Chiffre-Blöcke von 128bit Länge bildet.
Außerdem macht die Rekursion die Faktorisierung sehr Prozessorzeitaufwendig und ich muss jeden Schlüssel probieren, da AES Chiffretexte selbst mit einer Runde hohe Entropie aufweisen.
Pro 32bit kommt eine weitere Rekursion hinzu (128bit = 10 Durchläufe, 192bit = 12, 256bit = 14 ...). Effektiv muss man also für jeden zu prüfenden Schlüssel die 10 bis 14 Rundenschlüssel ausrechnen und dann mit dem Modulo des Polynom vom Schlüssel x^8 +x^4 +x^3 +1 die Spalten-Permutation zurückrechnen und dann noch die Zeilen-Register zurückshiften.
Und da es sich um XOR und lustiges Registerschieben handelt, helfen auch Quantencomputer nicht weiter.
Falk D.
Beispielsweise 'Rabbit' bildet einen Ausgabeblock aus 128 Bit und verwendet zuvor 4 Arrays aus je 8x32 Bit.
AES und RABBIT verwenden beide Multiplikation zwecks Verwürfelung. (a+b)^2 ^ (a+b)^2 >> 32 RABBIT verwendet vorstehende Operation mittendrin. Zu beachten ist, daß die 32bit-Multiplikation ein Resultat mit 64 Bit ergibt. Die beiden Hälften des Resultats werden xor-verknüpft. Das ist eine sehr wirksame entkoppelnde Operation.
RABBIT wird in Europa empfohlen und zeigte bisher keine Schwäche.
Am 01.05.2024 um 23:19 schrieb Rolf Bombach:
Du kannst es ja mal experimentell erforschen.
Sag mal wie Du das bei Festplattenverschlüsselung auf einem handelsüblichen Rechner machen würdest.
Grüße Marc
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