Olaf Schultz hat geschrieben:
In meine Veritas 8014/3
Während ich mich im Ganzen nicht nach einer moderneren Maschine sehne, dachte ich neulich, die Beleuchtung durchaus mit heutigem Material verbessern zu können. Da musste ich erkennen, dass die Beleuchtungselektrik nicht so solide wie der Rest der Maschine angelegt ist. Ich schaute nämlich rein, prüfte, was rein muss, setze probeweise die Lampe aus dem Kühlschrank ein und da leuchtete es kurz und knallte dann. Nachfolger haben die Lampe am festen Teil der Maschine, meine hat sie am Klappdeckel. Dahin sind die Kabel mit sehr engen Richtungsänderungen verlegt und eines war endgültig zerknickt und es war zu einem Erdschluss gekommen. Gut, dass die Maschine schon einen Schutzleiteranschluss hat!
Interessanterweise lösten installationsseitig sowohl Überstrom- und Fehlerstromschutz aus. Ist das typisch?
Beim Reparieren habe ich die Kabel mit Schrumpfschlauch verstärkt und drauf geachtet, dass es trotz unvermeidlicher enger Bögen nicht wieder zu Knickungen kommt.
Nebenbei sind mir am Lichtschalter originelle Schraubkontakte aufgefallen. Er handelt sich um einen Druckschalter mit zylindrischem Betätigungsknopf und quaderförmigem Grundkörper, äußerlich punktsymmetrisch aufgebaut. Die eckennah am Grundkörper angeordneten Klemmkontakte haben Schrauben, die aus der Quaderform des Körpers hervorstehen. Im Einbau in der Maschine ist der Schalter lose mit einem Stück Isolierpappe eingeschlagen. Das macht das versehentliche Berühren ein wenig unwahrscheinlicher, freilich ohne die Schraube schlechthin abzudecken. Licht nicht OK? Also macht man werkzeuglos die Klappe auf, sieht anscheinend normal isolierte Elektrik und eine gewöhnliche, sicher handhabbare Lampenfassung, aber mit einem zufälligen Fingerschlenk hat man eine unscheinbare Schraube mit ½-Chance auf hohes Potential berührt.
Das möge davor warnen, bei solcherlei Gerätschaften ohne Trennung vom Netz überhaupt einen Leuchtendeckel abzunehmen.