Schlanke E14-Lampen

Jan 13, 2025 Last reply: 1 year ago 137 Replies

Olaf Schultz hat geschrieben:

In meine Veritas 8014/3

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war stets eine Glühlampe von 20 W. Eine Beschriftung an der Maschine ist mir nicht bekannt. Von einem Nachfolgemodell weiß ich, dass welche von 25 W rein dürfen. Aber das heißt nicht, dass das thermisch völlig unproblematisch wäre. Es ergibt trotz äußerst geringen Kunststoffanteils mitunter unerfreuliche Gerüche.

Während ich mich im Ganzen nicht nach einer moderneren Maschine sehne, dachte ich neulich, die Beleuchtung durchaus mit heutigem Material verbessern zu können. Da musste ich erkennen, dass die Beleuchtungselektrik nicht so solide wie der Rest der Maschine angelegt ist. Ich schaute nämlich rein, prüfte, was rein muss, setze probeweise die Lampe aus dem Kühlschrank ein und da leuchtete es kurz und knallte dann. Nachfolger haben die Lampe am festen Teil der Maschine, meine hat sie am Klappdeckel. Dahin sind die Kabel mit sehr engen Richtungsänderungen verlegt und eines war endgültig zerknickt und es war zu einem Erdschluss gekommen. Gut, dass die Maschine schon einen Schutzleiteranschluss hat!

Interessanterweise lösten installationsseitig sowohl Überstrom- und Fehlerstromschutz aus. Ist das typisch?

Beim Reparieren habe ich die Kabel mit Schrumpfschlauch verstärkt und drauf geachtet, dass es trotz unvermeidlicher enger Bögen nicht wieder zu Knickungen kommt.

Nebenbei sind mir am Lichtschalter originelle Schraubkontakte aufgefallen. Er handelt sich um einen Druckschalter mit zylindrischem Betätigungsknopf und quaderförmigem Grundkörper, äußerlich punktsymmetrisch aufgebaut. Die eckennah am Grundkörper angeordneten Klemmkontakte haben Schrauben, die aus der Quaderform des Körpers hervorstehen. Im Einbau in der Maschine ist der Schalter lose mit einem Stück Isolierpappe eingeschlagen. Das macht das versehentliche Berühren ein wenig unwahrscheinlicher, freilich ohne die Schraube schlechthin abzudecken. Licht nicht OK? Also macht man werkzeuglos die Klappe auf, sieht anscheinend normal isolierte Elektrik und eine gewöhnliche, sicher handhabbare Lampenfassung, aber mit einem zufälligen Fingerschlenk hat man eine unscheinbare Schraube mit ½-Chance auf hohes Potential berührt.

Das möge davor warnen, bei solcherlei Gerätschaften ohne Trennung vom Netz überhaupt einen Leuchtendeckel abzunehmen.

Links auf dubiose Shoppingseiten sind nie von besonders langer Dauer.

Volker

Mir sieht dies nach einer seriösen Verkaufsanzeige aus. Der ist freilich Kurzfristigkeit zu eigen. Da Usenetbeiträge von mir aus gern langfristig nützlich sein möchten, verweise ich auf eine dauerhafte Darstellung der Veritas 8014/3:

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In solchen Fällen ja, schon öfter erlebt. Wohl dem, der dann mehrere FI hat.

Immer wieder gut zu erinnern, ich vergesse es trotzdem regelmäßig.

Nein, das gilt nur ohne bewegte Objekte.

Sobald Bewegung im Spiel ist, steigt das um wenigstens 2 Zehnerpotenzen. Das nervt auch bei Fahrzeugrücklichtern maximal.

Ich stelle immer auf dunklen Hintergrund um, wenn ich lange damit Arbeiten muss. Aber nicht dieses moderne, unergonomische hellgrau auf dunkelgrau, sondern wirklich schwarzer Hintergrund. Nach 10 Stunden am PC danken mir meine Augen das.

Marcel

Dann mache ich ein Foto mit 1/1000s Belichtungszeit und habe 100 lustige Streifen auf meinem Sensor. Weiß gar nicht, ob der DSLR-Schlitzverschluß, der bei der Belichtungszeit immer nur ~1/4 des Sensors freigibt, die Sache noch merkwürdiger erscheinen läßt.

Habe das nicht ausprobiert, meine Videolichter sind flimmerfrei. Und nicht nur "flimmerfrei". Es geht also technisch. Muß man halt bezahlen.

Klar. SNT bedeutet ja nicht zwingend, daß das Leuchtmittel mit dessen Frequenz gepulst ist.

Yup. Lampen. USB-Ladegeräte. Steckdosenleisten. Li-Ion-Akkus. SD-Karten. Auto-E- Teile. Bekleidung. Die Liste mit Schrott ab Werk ließe sich ewig fortsetzen.

Volker

Am 14.01.25 um 20:23 schrieb Volker Bartheld:

Das wird sowieso nichts. Kein Verschluss kann 1/1000s Belichten. Da wird einfach der schließende Vorhang kurz nach dem öffnenden ausgelöst, und dann rutschen beide zusammen als ein "Belichtungsstreifen" nach unten. Die Belichtungszeit ist dann einfach nur die Breite des Schlitzes. Wenn du damit sehr schnell bewegte Objekte fotografiert, bekommst du unnatürlich verzerrte Bilder, weil der untere Teil des Bildes zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen wird als der obere. Das gibt dann z.B. so typisch verbogene Rotorblätter von Hubschraubern.

Erst bei der Blitzsynchronzeit gibt es einen Zeitpunkt, wo der Vorhang komplett offen ist. Diese liegt in der Holzklasse bei 1/100s. In der Profiklasse eher bei 1/250s. Aber weniger habe ich noch nicht gesehen.

Ja, auch ohne Strobolicht ist dann alles krumm. Und bei der Belichtungszeit zusätzlich noch verwaschen.

In der tat. Es gibt sowohl jene, die die Momentanspannung vom Netz durchreichen als auch noch jene, die eine zusätzliche (höhere) PWM-Frequenz zum dimmen einführen.

John Rusikns Common Law of Business.

Marcel

Aber sicher doch. Da gibt es viele.

/ralph

Hallo Ralph,

Du schriebst am Tue, 14 Jan 2025 20:12:14 -0000 (UTC):

Lies Marcels Beschreibung nochmal, sorgfältig.

Dann sind meine Augen ungewöhnlich träge, genau wie der gesamte Rest von mir. Hat bei Leuchtmitteln also auch mal etwas gutes. Mir ist sowas noch nie störend aufgefallen. Was mich nervt sind die Stroboskope von langsam geschobenen Fahrrädern.

Hab ich, aber es gibt solche Verschlüsse, und viele davon: Einerseits gibt es Zentralverschlüsse, die 1/1000 schaffen, z.B.

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andererseits gibt es CCDs mit "halbelektronischem" Verschluß, die irgendwo bis 1/10.000 schaffen (z.B. die Nikon D40 hat das können), weiters gibt es mittlerweile CMOS mit global shutter.

/ralph

Ein wichtiger Faktor bei derlei Dingen ist nunmal auch, dass man sich von derlei Effekten, welche kaum jemand wahrnimmt, gestört fühlen _will_.

Nicht nur das. Es gibt auch etliche Vollidioten unter den Fahrradpiloten, welche fahrenderweise mit solchen Blitzlichtern unterwegs sind (Manche sind wohl sogar stolz darauf, wenn sie andere Verkehrsteilnehmer in dieser oder ähnlicher Weise maximal beeinträchtigen, wie man mancherorts zum Besten gegebenen Erfolgsmitteilungen entnehmen darf)

MfG Rupert

Erzähl mehr! Insbesondere über die

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Harold Eugene "Doc" Edgerton ist sowieso eine faszinierende Person. S. auch:
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Ich habe hier eine Aputure Amaran Ace 25x

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Die sei nach Angaben des Herstellers vollkommen flimmerfrei und ich habe in Videodrehs bei x-beliebigen Verschlußzeiten noch niemals Anomalien erlebt. Ja, die gäbe es auch bei CMOS- Sensoren und Rolling Shutter.

Wenn wir die Diskussion fortsetzen, daß Dimmung von LED-Leuchtmitteln grundsätzlich nur über PWM möglich sei - egal, mit welcher Frequenz - und man nicht eine "Konstantstromquelle" ohne Linearregelung bauen kann (Anführungszeichen deswegen, weil bei gepulster Ansteuerung immer eine gewisse Restwelligkeit übrigbleibt), dann zücke ich echt noch mein Oszi und brate mit Fotodiode und Netzteil schnell was zusammen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Zerlegen möchte ich das Licht nicht. Gibt zwar offensichtlich Schrauben, aber ich vermute noch weitere hinter diversen Aufklebern.

Darwins Regel vom dummen Konsumenten. Die Sache mit dem Marktgleichgewicht läßt sich leider auch invers betrachten.

Volker

*LOL* Sieghard, Du solltest an Deinem Ton arbeiten. Insbesondere, wenn Du solche Aussagen raushaust. Könntest oberlehrerhaft rüberkommen.

Die Nikon D70 ebenfalls, WIMRE CCD-Sensor.

Und jede Menge Spezialverschlüsse (falls wir als "Verschluß" ein optisches Element meinen, das den Lichtdurchgang unterbindet) auf chemischer und natürlich auch mechanischer Basis. Es ist keineswegs gefordert, daß ein Verschluß den Sensor instantan und auf ganzer Fläche freigeben muß. Interessanterweise können das die landläufig betrachteten Schlitzverschlüsse regulärer Fotoapparate sowieso nicht, auch nicht oberhalb der Blitzsynchronzeit.

Rein zufällig habe ich das bei meiner Nikon D300 sogar ziemlich genau gemessen, dieser neudeutsch "shutter lag" (Auslöseverzögerung) hat einen elektronischen sowie einen mechanischen Anteil und ist ziemlich relevant bei Hochgeschwindigkeitsblitzfotografie.

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(Fleißpunkte für denjenigen, der rät, wie das Bild genau entstanden ist.)

Kann ich gerne bissl aus dem Nähkästchen zu plaudern, ist interessanter als das, was aus der Metaphysikgruppe über die geometrischen Zusammenhänge der Raumzeit zu uns rüberschwappt *).

Volker

*) Habe mich u. A. damsls im Max-Planck-Instutut für Physik auch schon einen Nestbeschmutzer nennen lassen, als ich über die Ideenlosigkeit lästerte, wo man beim Teilchenzoo nach dem Higgs einfach noch ein "steriles Neutrino", Leptoquarks und Axinos erfindet, im Weltall multidimensionale Branen, dunkle Materie oder Energie vermutet, aber noch nicht einmal das Rätsel des Neutronenzerfalls klären kann. Wo sich nach Jahrzehnten wenigstens zum Radius des Protons langsam Konsens einstellt.

Teuer. Mit den E27 Versionen von diesen:

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habe ich bis jetzt gute Erfahrungen, mit Pollin als Händler auch nur. Von der Ausführung mit der matten Halbkugel sind hier etliche in Betrieb.

Hallo Hannes,

Ich hab bei der Pfaff meine Frau dieses elendige Bajonettlämpchen durch LED-COBs ersetzt, die ich für wenige Euronen beim schnellen Ali mitgenommen hatte. Das ehemalige Lämpchen dient nur noch der Kontaktierung, die LEDs liegen auf Ihren Aluträhern direkt auf dem Gehäuse auf. Der Bauraum dahinter ist im Wesentlichen durch Dioden als Brückengleichrichter und einem dicke Elko (schlicht der dickste, der aus meiner Sammlung hineingepasst hat) gefüllt. Dann gibts einen kleinen Vorwiderstand und gut. Die Dinger machen herrlich hell ohne direkten Schattenwurf, weil die Lichtemission eben gut verteilt kommt. Und es wird so gut wie nicht warm, weil die nötige Leistung echt begrenzt bleibt. Stroboskopeffekte kann ich keine Ausmachen. Nach dem Ausschalten leuchtet die LED-Batterie noch einige Zeit nach.

Die LEDs könnten wohl mit entsprechender Kühlung pro Element um die 10 Watt vertragen, Insgesamt komme ich wahrscheinlich unter 2 Watt, was meine Frau als gutes Licht bezeichnet. Die Mischung aus kaltem und warmem Licht macht außerdem ein recht verträgliches Farbsehen möglich. Beim Nähvorgang braucht man auch nicht alle Farbnuancen sehen. Da kommt es auf anderes an.

Marte

"Kleiner Vorwiderstand"? Bei 230V? und 2W? Was für und wieviele LED-COBs sind das denn? In meiner Maschinska dürfte es dafür wohl zu eng sein. Von der Mechanik mal abgesehen.

Hmmm. Speziell bei Frauen wundert mich das. Ich hab da durchaus schon Streß gekriegt, weil "Lachs" eben nicht "Hummer" ist. Für mich handelt es sich dabei um Nahrungsmittel, nicht Farben.

Volker

Hi Volker,

AFAIR war das ein Niedervolt-Lämpchen. Ich hab die Werte nicht mehr im Kopf, aber empirisch ermittelt. Der Widerstand ist ein 0,5 W Exemplar, der handwarm bleibt. Die COB sind ein paar LEDs in Reihe. Also nichts mit 230 V. Letztlich ist das aber egal. Auf dem Platz einer E14-Birne hast Du auch Platz für einen isolierten 2 W 230 V-LED-Treiber, der nicht flimmert.

Am Herd ist das auch sehr anders als an der Nähmaschine.

Marte

Epische Verwirrung.

Im Ursprungsposting mit der ID: <vm38ka$1qp6$ snipped-for-privacy@solani.org bezieht Hannes sich auf:

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in den Artikelmerkmalen heißt es:

- Ausgangsspannung 220 V

- Spannung 5 V , also der übliche Filserbullshit aus China.

Außerdem wird erwähnt:

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weniger Bullshit diesmal, hier heißt:

- Spannung: 220-240 Volt

Gehen wir also davon aus, es ist ein Leuchtmittel mit E14 für den Betrieb am deutschen Stromnetz (230V/50Hz) gefragt. Deine Empfehlung hinsichtlich Niedervolt-Lämpchen also nicht hilfreich.

Den Witz mit den Farben (echte Kerle sagen #FF7E70, weil sie keine Lust auf Bullshit haben) vs. Nahrungsmittel hast Du aber schon verstanden? Ich finde nichts nervtötender, als irgendeine Reparaturnaht an bunter Bekleidung (echte Kerle bevorzugen #000000, weil sie keine Lust auf Bullshit haben), die dann gerade eben so nicht den Ton trifft. Da dann doch besser gleich schwarz oder weiß nehmen und präzise nähen, ohne Bullshit.

Sieht man an gekürzten Jeans oft: Farbe (ab Werk meist ein Gelbton), Garnstärke (um die 60) und Stichlänge passen nicht.

Volker

Am 15.01.25 um 11:04 schrieb Volker Bartheld:

Und das findet man in einer DSLR, um die es eben noch ging?

Ich weiß, es gibt auch elektronische Verschlüsse. Aber am Ende taugen die alle nicht. Die sind einfach nie ganz dicht und auch nur begrenzt schnell. Auch die Shifter der alten CCDs mit abgedecktem Shadow-Frame kommen mit großen Lichtstärken nicht klar. Unvergessen die vertikal ausblutenden Lichter.

Dass man irgendwie Hochgeschwindigkeitsaufnahmen machen kann, ist mir schon klar. Mittlerweile ist man da eher in der Femtosekunden-Skala angekommen, womit man die Lichtgeschwindigkeit beobachten kann. Aber "Verschluss" würde ich das nicht nennen.

Man kann Problemlos DC Stromwandler bauen. Auch wenn die intern mit einer Schaltfrequenz arbeiten, bekommt man den Ripple mühelos unter jede Wahrnehmungsschwelle. Gerade bei den heute üblichen Schaltfrequenzen von oft 500kHz oder mehr, reicht dafür eine recht kleine Kapazität.

Marcel

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