Thomas Schaerer schrieb:
Vielleicht hilft Dir:
mfg
Wolfgang
Thomas Schaerer schrieb:
Vielleicht hilft Dir:
mfg
Wolfgang
Hi,
IMHO gibt das an, bei welchem Überstrom die Sicherung noch sicher abschalten kann. Kann die Spannungsquelle deutlich mehr Strom liefern, als im Schaltvermögen angegeben, bleibt ein Lichtbogen stehen und die Sicherung kann nicht abschalten. Sicherungen mit hohem Schaltvermögen sind mit Sand oder ähnlichem gefüllt, welcher den Lichtbogen löschen kann. Aber auch da gibts Grenzen.
Ich hatte mal ein gutes PDF von einem Hersteller, Littlefuse oder Wickmann.
Muss mal suchen ...
Michael
Hi,
... Fuseology
Wurde ja inzwischen auch gepostet.
Michael
Mir ist klar was die Bedeutung von flink bis traege ist. Was das sogenannte Schaltvermoegen ist, verstehe ich nicht und habe dazu bisher nichts gefunden.
Wer kann es erklaeren oder/und eine gute moeglichst deutschsprachige WWW-Seite nennen um dies zu lernen?
Gruss Thomas
Wenn es um den Lichtbogen geht, muesste es dann aber nicht zwei Werte, einen fuer Gleich- und einen fuer Wechselstrom geben, weil bei Gleichstrom der Lichtbogen, wenn einmal gezuendet, erhalten bleibt? Bei Wechselstrom unterbricht er bei den Sinusnulldurchgaengen, ausser bei wesentlich hoeherem Strom weil dieser dazu fuehrt, dass das Gas waehrend des Nulldurchgangs genuegend lange heiss und deshalb ionisiert bleibt.
Offenbar gibt es, wenn man das Datenblatt von Schurter anschaut, auch einen Zudammenhang von Traege und Flink. Flinke Sicherungen scheinen ein hoeheres Schaltvermoegen zu haben. Vielleicht weil eine flinke Sicherung weniger Metall enthaelt und so weniger davon zur Ionisation beitragen kann...?
Habe das soeben von einem andern Poster gesehen und werde das erst mal lesen. Ich danke hier gleich beiden.
Gruss Thomas
Hi,
Ich weiß auch nur, was im Fuseology steht.
Michael
Seh ich auch so. Flinke Sicherungen enthalten idR einen feinen gerader Draht von einem Ende der Sicherung zum andern. Ab einigen A mit Sandfüllung, damit ist ein sehr hohes Schaltvermögen möglich. Die trägen Sicherungen sind nicht mit Sand gefüllt (Wärmeableitung ist wohl zu gross) und funktionieren eher durch Schmelzen einer Lötpille. Die Drähte sind oft Federchen, die dann die Enden nur wenig auseinanderziehen, optimaler Mechanismus, um einen Lichtbogen aufzubauen...
zB kann die Sicherung explodieren.
Gibt es auch. zB G-Sicherungseinsätze nach DIN 41660, 41661 +
41662 (5.79) Beispiel: F 0,25/250 C F= flink 0,25A 250V Schaltvermögen C Für Kennbuchstabe C wird das Schaltvermögen bei 250V- mit 20A und bei 250V~ mit 50A abgegeben. Das bedeutete, das bei 250V- sichergestellt werden muß, das der max. mögliche Kurzschlußstrom bei unserem Beispiel nie über 20A sein darf. In der Regel liegen die Vorsicherungen bei 10 bzw 16A. Bei 12/24V bewältigt die Sicherung das allein.
So ähnlich. Träge Sicherungen schalten verzögert. Siehe Link von Wolfgang. Integral des Durchlaß-I²t in A²s. Die Vorsicherung muß entsprechend niedriger ausgelegt sein.
Gibt es ja auch ;-) Beispiel für einen G-Sicherungseinsatz nach DIN 41660, 41661,
41662 (5.79)F 0,25/250 C
"C" gibt das Schaltvermögen an. Bei "250V-" beträgt es 20A. Für "250~" beträgt es 80A. Bei Wechselspannung ungefähr 4x so hoch. Entsprechend höher dürfen auch die Vorsicherungen (bei 250V) sein.
Für Kennbuchstabe "B"=12,5/50A "D"=75/300A, "E"=250/100A, "G"=750/1500A
Findet sich eigentlich nie auf den Sicherungen selber. Auf den (10)Packungen steht er aber drauf.
Bei allen meinen G-Sicherungseinsätzen steht auf der Packung: Schaltverm./Breaking Capacity 35 A AC (min. 10 x xIn)
Ansonsten gibts darüber richtig umfangreiche Tabellen ;-(
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