ich habe mir gestern einen kleinen LCD-Fernseher zugelegt, den muss ich aber mit 12V DC betreiben.
Plan A, Netzteil ausbauen und direkt einspeisen (ev. mit step-up oder step-down Wandlern)scheitert an der Garantiefrage.
Plan B ist, die 230V AC über einen vorhandenen Wechselrichter zuzuführen.
Der Wechselrichter hat einen 230V Ausgang und arbeitet mit sinusbewerteter Pulsbreitenmodulation.
Jetzt wird der Scheitelwert der pulweitenmodulierten Spannung wohl auch im Bereich des Scheitelwertes unserer Wechselspannung liegen, also um 325V!?
(Wenn ich den Wechselrichter hier hätte, könnte ich ja mal das Oszilloskop anschließen.)
Für den Eingangskreis des Schaltnetzteiles im LCD-TV dürfte die Kurvenform ja ziemlich egal sein, höchstens die Spannungsfestigkeit des Eingangselkos könnte kritische sein.
Hat jemand schon Erfahrungen mit ähnlichen Konstellationen gemacht?
Spricht irgendwas grundsätzlich gegen die Speisung eines Schaltnetzteiles aus einem Wechselrichter dieser Bauart?
Schon jetzt Dank und Grüße, Frohes Fest und Guten Rutsch!
Jürgen
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W
Wiebus
Hallo J=FCrgen.
im
?
Bereich schon.....wie Definierst Du Bereich? Bedenke auch, die Netzspannung kann auch 250V sein, dann bist Du bei 353V Scheitelspannung. Die Spannung zu halten k=F6nntest Du mit Deinem Weselrichter u.U. sogar besser hinkriegen als ein m=F6glicherweise herumtanzendes Netz. In dem Punkt solltest Du eigentlich genug Reserven haben....wenn sauber gearbeitet wurde.
enform
H=E4ngt von dem Eingang Deines TVs ab. Wenn da einfach ein Gleichrichter und ein nachgeschaltetes Schaltnetzteil drin ist, sollte es wirklich eher egal sein. Bei ger=E4ten mit h=F6herer Leistungsaufnahme hast Du aber immer noch ein spezielles Schaltnetzteil, einen PFC...... Den besseren ist es eh in weiten Bereichen Schnuppe, was Du einspeisst.....90-250V, 45-65Hz, egal....ich habe hier auch welche, die kann ich mit 100-250V DC speisen, obwohl es nicht vorgesehen ist, solange ich ein paar Randbedingungen einhalte, und z.B. bei niedriger Spannung die Leistung kleinhalte, weil sonst der Stron und die Stromverluste hoch werden, und damit das Teil sehr heiss.
Leider gilt das nicht f=FCr alle PFCs. Es h=E4ngt etwas von der Topologie der Schaltung ab.....z.B.bei einem mit LT1249 aufgebautem PFC sollte es klappen.....aber der Teufel steckt im Detail. Und es gibt eben auch noch andere Topologien als die aus dem 1249. Hinweis zu PFCs: Wenn Du in Dattenblatt/Aplikation zum LT1249 schaust.....der Kondensator direkt nach dem Eingangsgleichrichter darf nicht so gro=DF sein, das er "Siebt", weil das IC den Verlauf der Eingangsspannung zu analog Berechnung noch erkennen muss. Daraus folgte, das das Energiereservoar f=FCr den PFC VOR dem Gleichrichter liegt, und somit der Gleichrichter die HF des Schaltreglers im PFC f=FChren muss.....
Kommt darauf an. Ich w=FCrde an der Stelle 400-450V Typen verwenden wollen, andere sehen das lockerer....im =FCbrigen h=E4ttest Du bei PFC keinen Eingangselko, sondern einen Eingangsfolienkondensator. Der dicke Elko w=FCrde hinter dem PFC sitzen, weil der PFC immer von Halbwelle zu Halbwelle ausgleichen muss. Vor dem PFC sitzt im allgemeinen eine Filterkette, um die HF des Schaltreglers vom Netz wegzuhalten. Auch wenn das meist weniger gut gelingt als ich mir w=FCnsche, sch=FCtzt diese Kette in Gegenrichtung auch ein wenig vor M=FCll aus Deinem Wechselrichter....
Die Filterkette stellt eine kapazitive Last f=FCr Deinen Wechselrichter dar. Einfachst Wechselrichter m=F6gen das garnicht, und die besseren k=F6nnen mit der Blindleistung nix anfangen. D.H., die brauchen nicht nur Leistung um den Kondensator zu laden, sondern auch zum entladen.....der Wirkungsgrad wird mies.
Ja. Bisher ist es immer gutgegangen.....auch wenn das Ergebnis immer unterschiedlich ist. Oft finde ich, das die Elektronik heisser wird als bei "echtem" Netztbetrieb, aber vielen Ger=E4ten ist es auch v=F6llig egal. Bei Phonoger=E4ten k=F6nntest Du u.U. Probleme damit haben, das Oberwellen bzw. Artefakte aus dem Wechselrichter bis zu den Lautsprechern durchpfeifen.....
es
Nein. Aber wie gesagt, der Teufel steckt im Detail.
Pers=F6nlich finde ich, das TV und Wechselrichter so aufgebaut sein m=FCssten, das Sie das abk=F6nnen. Bei neueren Wechselrichtern ist auch fast davon auszugehen, das Sie das k=F6nnen, weil sie heute meist auch Rechner speisen sollen. Und die haben alle Schaltnetzteile.
Pers=F6nlich w=FCrde ich nochmal in die Handb=FCcher schauen, und auf die Typenschilder, tief durchatmen und einschalten. :-) Und wenn das TV raucht, w=FCrde ich es laut schimpfend dem H=E4ndler zur=FCckbringen, weil eigentlich ist es dann Murks. Vermutlich schliessen sie sowieso grunds=E4tzlich den Betrieb an Wechselrichtern per Bedienungsanleitung aus, weil sie sonst f=FCr alle Fehler durch schlechte Wechselrichter aufkommen m=FCssten. Aber es ist dem Netzstecker nicht anzusehen, ob er in einer Netzsteckdose oder aber in einem Wechselrichter steckte......
Mit freundlichem Gru=DF: Bernd Wiebus alias dl1eic
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J
Joerg
Weihnachtsgeschenk schon aufgemacht? Also nein ...
Das ist Marketing-Schwurbel-Speak fuer Billisch-Wechelrichter :-)
Ja. Plan B geht bei den meisten Geraeten, die intern ein primaergetaktetes Schaltnetzteil haben. Denn da werden die 230V ja eh gleichgerichtet und Du hast in etwa den gleichen Scheitelwert (ich nehme mal an das ist gleichbedeutend mit unserem "Peak").
Haengt z.B. vom Eingangsfilter aber, aber normalerweise spricht nichts dagegen. Mnachmal hoert dabei ein ganz leises Fiepen, was beim Gucken eines Mozart Concerto die Puristen stoeren koennte ;-)
Frohe Weihnachten, Joerg
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