Schalterproblematik

Sep 18, 2024 Last reply: 1 year ago 75 Replies

Am 24.09.2024 um 10:59 schrieb Jürgen Jänicke:

Äh, irgendwas verstehe ich jetzt nicht. In Deiner Ausgangsfrage schreibst Du:

Das Bild zeigt aber was anderes. Sobald bei 230 V in Spannung anliegt, wird doch auch die Kleinspannung erzeugt. Und erst wenn der Schalter betätigt wird, geht die Netzspannung auf 230 V out. Fehlt im dem Bild noch was?

Abgesehen davon würde ich persönlich 230 V lieber zweipolig schalten. So kann ja die Phase durchgereicht werden, falls man am Eingang den (angenommenen) Schuko-Stecker "falsch herum" dreht.

Holger

Am 24.09.24 um 10:59 schrieb Jürgen Jänicke:

Bestenfalls; und auch nur dann; wenn du die Teile in der Grabbelkiste fandest und dringend mit einem Kleinspannungsrelais einen Netzspannungs-ausgang schalten müsstest. In jedem anderen Fall erscheint mir diese Schaltung absurd umständlich. Und n.b. Scheint dein Trafoausgang (durch einen knoten rechts mittig) über einen Kondensator (oder Akku?) kurzgeschlossen zu sein.

Was ist das Ziel dieser Schaltung, welche Last ist warum SO zu schalten?

Bye/ /Kay

Am 24.09.2024 Di. um 13:36 schrieb Kay Martinen:

Ergänzung: 230V IN ist direkt am Netz und wird nicht geschalten.

Das Kleinspannungsrelais ist ein S202S02. Also ein Solid-State-Relais. Aus konkreten Grund.

Nein. Wieso das? C ist 1000 µF und so korrekt.

Ziel ist es den mechanischen Schalter vor dem Anlaufstrom eines Schaltnetzteiles zu schützen. (In meinem Fall habe ich da eine 6-fach Schalterleiste) Da hier des Relais etwas verzögert schaltet, ist in dem Moment der mechanische Kontakt bereits sicher geschlossen. Habe ich in ähnlicher Konfiguration schon ein paar Jahre für ein 800W Netzteil erfolgreich am laufen.

Jürgen

Am 24.09.2024 Di. um 12:09 schrieb Holger Schieferdecker:

Bei 230V IN liegt immer Spannung an. Ist direkt am Netz.

Richtig. Aber erst wenn das SSR schaltet. Und dieses schaltet *nach* dem mechanischen.

Ist kein Thema. IN ist Schuko und in OUT steckt auch ein Schukostecker. . .

Jürgen

Am 24.09.2024 um 14:13 schrieb Jürgen Jänicke:

Ok, jetzt (zusätzlich mit Deinem anderen Posting) verstehe ich den Sinn des ganzen, also Vermeidung des Einschaltstromstoßes an den Schalterkontakten.

Aber je nachdem, wie die Schukos stecken, kann die Phase an den Geräten ankommen, die an der Mehrfachsteckdose eingesteckt sind. Unter Umständen schaltest Du nämlich den Neutralleiter.

Ich hatte vor ganz vielen Jahren mal bei einer Mehrfachsteckdose mit wohl einpoligem Schalter den lustigen Effekt, daß die Glimmlampe im Schalter leuchtete, wenn man den Stecker "verkehrt" in die Steckdose steckte.

Nur mal hypothetisch: Du machst bei einem der angeschlossenen Geräte den Deckel auf, ohne den Netzstecker zu ziehen, weil "ist ja ausgeschaltet". Soll man natürlich nicht machen, aber...

Holger

Am 24.09.2024 Di. um 16:59 schrieb Holger Schieferdecker:

Ja, stimmt. Aber . .

. . die 'angeschlossenen Geräte' sind 200/300W Tischnetzteile. Diese schwarzen Dinger. Die macht keiner auf. Aber regelmäßig die Schalter dafür kaputt. Bislang. . .

Jürgen

Am 24.09.24 um 16:59 schrieb Holger Schieferdecker:

Ändert erst mal nix am Einwand, erhöht die Möglichkeiten der Vertauschung nur.

Wenn die "Schaltung" das mit macht. Ansonsten ist das übliches Risiko bei JEDER Verlängerung, Steckdosenleiste u.a. nicht-ortsfesten Betriebsmitteln.

Das "Phasenprüfer-Syndrom". ;)

Dann sollte das Gerät entweder Schutzisoliert sein oder einen PE am Gehäuse anliegen wenn es denn eines; oder Teile; aus Metall hat.

Wer dann unqualifiziert mit einem Metallgegenstand drinnen herum stochert produziert idealerweise einen Körperschluß der denn Automaten fliegen läßt. Und im Ersteren Falle ist die Installation hoffentlich so modern das der FI zum Fliegen kommt oder das Gerät so isoliert das man nichts spannungsführendes anfassen kann.

Aber wenn du ein Gerät öffnest ohne seinen Netzstecker physisch zu entfernen bist du eigentlich selbst schuld. Auf "ist ja ausgeschaltet" sollte man sich generell nicht verlassen.

Dennoch finde ich es überraschend was sich manche einfallen lassen um Schalterkontakte vor den Geschalteten Geräten zu schützen.

Wie wär's mit einem "PlugIn-Schalter" stattdessen? ;-)

Und die Frage was der zur Lösung des OP nötige Trafo wohl im laufe seines Lebens an mehrenergie zieht geht gleich wieder in die Standby-leistungsdebatte (= Nicht wirklich ausgeschaltet weil Netzschalter Pöhse/Retro/Oldschool sind)-

Bye/ /Kay

Am 24.09.2024 um 19:43 schrieb Kay Martinen:

Tja, bei älteren Gebäuden ist es mit FI nicht so weit her, wenn man den nicht nachrüstet. Bei mir gibt es den nur fürs Bad.

Eben, aber kann man es komplett ausschließen?

Ich hatte auch den Fall einer Art Werkstatt im Kopf, daß da beispielsweise was selbstgebautes angeschlossen ist, wo irgendwas nicht richtig tut und man innen was nachprüfen will.

Nun hat Jürgen ja nebenan geschrieben, daß es sich um geschlossene Tischnetzteile handelt.

Och, Volker hatte hier ja auch schon von Tauschaktionen mit Marquardt-Schaltern geschrieben. Und ich habe das nervigerweise auch schon gemacht, mit wenig dauerhaftem Erfolg. Inzwischen schalte ich meinen PC mit dem Schalter hinten an seinem Netzteil immer kurz aus, wenn ich die Mehrfachsteckdose einschalte (da hängt noch der Monitor und die Lautsprecher dran), sonst funkt es im Schalter.

???

Für ein Gerät hier habe ich mal bei Conrad einen Einschaltstrombegrenzer mit NTC und Überbrückungsrelais gekauft. Das war ein Kästchen, das man in die Schukosteckdose steckte und dann sein Gerät dort einsteckte. Den gibt es nicht mehr, aber das Thema war hier schonmal besprochen, da hatte glaube ich Rolf sowas hier empfohlen.

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Könnte man ja mal ausrechnen, ab welcher Betriebsdauer sich das rechnet.

Holger

Am 24.09.24 um 14:08 schrieb Jürgen Jänicke:

Das verstehe ich nicht so ganz:.

Der des Schalters. Der Relaiskontakt nicht, der kriegt also den Anlaufstrom beim Schließen zu spüren. Der Sinn will mir nicht so richtig einleuchten.

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Am 24.09.24 um 14:08 schrieb Jürgen Jänicke: > Ziel ist es den mechanischen Schalter vor dem Anlaufstrom eines > Schaltnetzteiles zu schützen.

Das verstehe ich nicht so ganz.

Der des Schalters. Der Relaiskontakt nicht, der kriegt also den Anlaufstrom beim Schließen zu spüren. Und ist das was anderes als ein mechanischer Kontakt? Der Sinn dieser "Verlagerung statt Lösung des Problems" will mir also nicht so richtig einleuchten.

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Am 24.09.24 um 14:08 schrieb Jürgen Jänicke: > Ziel ist es den mechanischen Schalter vor dem Anlaufstrom eines > Schaltnetzteiles zu schützen.

Das verstehe ich nicht so ganz.

Der des Schalters. Der Relaiskontakt nicht, der kriegt also den Anlaufstrom beim Schließen zu spüren. Und ist das was anderes als ein mechanischer Kontakt? Der Sinn dieser "Verlagerung statt Lösung des Problems" will mir also nicht so richtig einleuchten.

Eigentlich der ganze Sinn nicht: Das ist nämlich bei Schaltnetzteilen kein "Anlaufstrom", sonder ein Ladestrom. Der wäre bei entladenen Elkos nur durch deren ESR begrenzt, da würde wohl ab einer bestimmten Größenordnung jede Sicherung fliegen. Zum Glück werden bei Schaltnetzteilen, die was auf sich halten, dagegen schon Maßnahmen ergriffen (jedenfalls in denen, die ich so in Betrieb habe und die ich auch schon von innen gesehen habe, also PC-Netzteile).

Deine Maßnahmen dürften also nur ziemlich sinnbefreiter höherer Aufwand sein. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. ;)

Ein Solid State Relay hat keinen Kontakt.

/ralph

Am 24.09.24 um 14:08 schrieb Jürgen Jänicke: > Ziel ist es den mechanischen Schalter vor dem Anlaufstrom eines > Schaltnetzteiles zu schützen.

Das verstehe ich nicht so ganz.

Der des Schalters. Der Relaiskontakt nicht, der kriegt also den Anlaufstrom beim Schließen zu spüren. Und ist das was anderes als ein mechanischer Kontakt? Der Sinn dieser "Verlagerung statt Lösung des Problems" will mir also nicht so richtig einleuchten.

Eigentlich der ganze Sinn nicht: Das ist nämlich bei Schaltnetzteilen kein "Anlaufstrom", sondern ein Ladestrom. Der wäre bei entladenen Elkos nur durch deren ESR begrenzt, da würde wohl ab einer bestimmten Größenordnung jede Sicherung fliegen. Zum Glück werden bei Schaltnetzteilen, die was auf sich halten, dagegen schon Maßnahmen ergriffen (jedenfalls in denen, die ich so in Betrieb habe und die ich auch schon von innen gesehen habe, also PC-Netzteile).

Deine Maßnahmen dürften also nur ziemlich sinnbefreiter höherer Aufwand sein. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. ;)

Auch noch "Solid State" - also ein Wahnsinns-Aufwand zur "Lösung" eines "Problems", das gar keins ist, oder?

Am 25.09.2024 Mi. um 12:34 schrieb Hartmut Kraus:

Ach so, ok ich wußte bislang nicht das ein 'Ladestrom' andere Auswirkungen hat als ein im üblichen Gebrach benannter 'Anlaufstrom'.

Nachdem ich es leid bin regelmäßig Schalter zu wechseln, und auch Relais wie z.B.

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regelmäßig aufgeben, habe ich für 2 Netzteile seit fast 3 Jahren solch einen für mich sinnhaften höheren Aufwand erfolgreich am Laufen.

Nun werde ich das auch für meine Leiste

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dieses für alle nachrüsten. SSR wie den S202S02 habe ich reichlich. Wohl noch reichlich 100 Stück. Und prinzipiell gilt(für mich!): Solange es mir als gelangweilten Rentner die Zeit vertreibt, mich wegen reichlich vorhandenen großen Bauteilbeständen nur Zeit und Lötzinn kostet, werde ich keine Kosten-Nutzen-Analyse betreiben.

Jürgen

Am 25.09.24 um 11:58 schrieb Hartmut Kraus:

Vielleicht will er lieber ein neues Relais einstecken (Entsprechende Fassungen gibt es ja) als einen neuen Schalter.

Bye/ /Kay

Am 25.09.24 um 14:16 schrieb Kay Martinen:

Nachvollziehbar. Geld spielt ja keine Rolle, davon hat man eh' nie genug. ;)

Am 25.09.2024 Mi. um 14:16 schrieb Kay Martinen:

Auch wenn ich umgangsprachlich von Relais*kontakt* schrieb, sollte es inzwischen durchgedrungen sein das es sich bei mir um SSR handelt.

Hatte ich mal vor einiger Zeit. Aber auch blitzte und knackte es teilweise recht ordentlich. Und damit zwar haltbarer als nur der Schalter allein, aber auch recht endlich. . .

Jürgen

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