Flankensteilheit für VCO

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Hallo,

Ich möchte in einem Messaufbau die Frequenz-Abhaengigkeiten eines
Systems mit einer Schritt-Antwort Analyse studieren. Das ist kein
elektronisches Kreis, sondern ein System mit Schirmungen und Kabeln,
ein Kleinlaborversuch der einen Teil eines Hochspannungskreises
simulieren soll. Die Anregung soll innerhalb einer Schirmung platziert
werden, und obwohl ich Pulsgeneratoren zur Verfuegung habe, moechte
ich nicht mit einem Kabel hinein, denn es wird nicht abgeschlossen und
die resultierende Wellen auf dem Kabelmantel waeren unakzeptabel.

In einer Diskussion kam die Idee, die Anregung mit einem
spannungsgesteurerte Oszillator (VCO) zu machen: die koenen mit einer
Batterie getrieben werden, und 5 V sollte ausreichen fuer
Signalstaerke. Allerdings fordert die Bandbreite die ich suche
(ungefaehr 200 MHz) eine steile Flanke mit Anstiegszeit von ca. 1.7
ns. Da VCOs doch normalerweise fuer Logik gebaut werden, scheint die
Anstiegszeit ein unwichtiger Parameter zu sein. Ich bin zum Beispiel
auf solche VCOs gekommen wie der HC4046. Die Frequenz wird
hauptsaechlich spezifiert, und sie haben typische Anstiegszeiten die
viel langsamer sind als < 2 ns.

Wuesste jemand von einem VCO, der eine schnelle Anstiegszeit in dem
Bereich 1-2 ns hat, oder hat jemand einen Vorschlag fuer einen anderen
Ansatz zum Problem?

Re: Flankensteilheit für VCO
snipped-for-privacy@gmail.com (Mike) writes:

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Und was ist mit 4046 und einem guten Treiberbaustein dahinter (74AC, ABT etc.).
Da sind zwar die Risetimes auch nicht ausdrücklich erwähnt, aber bei einer
Verzögerungszeit im 1-3ns-Bereich sollte die rise-Time wohl etwas kleiner sein
:-)

--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://wwwbode.in.tum.de/~acher
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Re: Flankensteilheit für VCO
Das klingt vernünftig. Ich bin aber kein Elektrotechniker sondern ein
Hochspannungstechniker. Hättest du ein Link für solche
Treiberbausteine? Ich werde natürlich inzwischen selber suchen, aber
jede Hilfe ist sehr.... hilfsreich. :)

Danke

snipped-for-privacy@in.tum.de (Georg Acher) wrote in message
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Re: Flankensteilheit für VCO
snipped-for-privacy@gmail.com (Mike) writes:
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Google mal zB. nach 74AC00 bzw. 74ABT00 und "pdf", da sind 4 Treiber drin, im
245er wären es 8. AC gibt es auch bei Reichelt, ABT&Co zB. bei Farnell. Für
steilere Flanken kann man ja ein paar hintereinander schalten. AC (und soviel
ich weiss ABT auch) sind ja CMOS, daher brauchen sie im statischen Zustand kaum
Strom, könnte also der Batterie nutzen...

Ansonsten: Einfach mal ein Ding kaufen (kost ja nix) und ausprobieren. Aus
eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Flanken von AC so schnell sind, dass
man sich ohne Vorkehrungen (Terminierung) schon in kleinen Schaltungen übelste
Probleme einfängt :-)

--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://wwwbode.in.tum.de/~acher
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Re: Flankensteilheit für VCO
Hallo Mike,

Irgendwie passt Flankensteilheit und VCO Frequenz nicht zusammen. 200MHz
hat keine <2nsec Anstiegszeiten. Willst Du also Pulse oder eine
Festfrequenz?

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Re: Flankensteilheit für VCO
Die erwähnte 200 MHz habe ich nicht gemeint als VCO Frequenz, sondern
als die gültige Bandbreite der Schritt-Antwort Analyse. Nach der
Theorie gibt es ein allgemein gülitger Zusammenhang:

 f_B in MHz = 350 / T in ns

wo f_B die Bandbreite des Frequenzganges des Messkreises und T die
Anstiegszeit des Schritt-Antwort Pulses sind. Die Festfrequenz vom VCO
ist für meine Zwecke von wenig Bedeutung, die Flankensteilheit
hingegen kritisch für die Schritt-Antwort Bandbreite.

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Re: Flankensteilheit für VCO
Hallo Mike,

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Vielleicht etwas uebertrieben.

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Entweder man braucht Flanken (Pulsgenerator) oder eine feste bzw.
variable Frequenz (VCO). Aber nicht beides. Siehe mein Post weiter unten.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Re: Flankensteilheit für VCO
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Wenn man 3 Inverter eines CD40xx Logikbausteins
als Ringoszillator schaltet wird er seine
Frequenz abhängig von der DC-Betriebsspannung
3 - 15V ändern. 5V mit CD4049 etwa 7 MHz.
Allerdings muß man das Signal
nochmal mit SchmittTrigger puffern damit
es für Logik übliche Anstiegszeit hat.
Offsichtlich braucht man dann noch OP-Schaltung
die Dreieck-DC-Spannung als Vcc dafür erzeugt.
Nachteil: Zieht üppig Strom, für
Batteriedauerbetrieb nicht optimal.

MfG JRD

Re: Flankensteilheit für VCO
Danke. Ich habe auch weitere Auskunft über VCOs bekommen von einem der
sich ein bisschen auskennt. Eigentlich kam die Idee dieser Anwendung
von ihm. Und mehr zu VCOs findet man zB hier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/vco.htm

Ich glaube aber nicht, dass diese Infos mir mit dem Problem der
Flankensteilheit helfen. Das hat auch mein Diskussionspartner auch
übersehen. Eine zu wenig steile Flanke wird einfach nicht die höhere
Frequenzen für eine zB im 200 MHz Bereich nützliche Analyse (genügend
stark) erzeugen. Der Author von der oberen Website hat selber nicht
gewusst, ob CMOS die gesuchte Schnelligkeit anbieten kann. (Er hat mir
auch auf de.sci.electronics getippt; ist auch mein allererster
Gebrauch von Usenet.)


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Re: Flankensteilheit für VCO
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Nur mal zur Theorie:
* man kann das System mit Sprungantwort anregen.
  Wird bei sehr langsamen Systemen z.B. in der Regelungstechnik
  gemacht. Man muß die Messung aber auch dort oft wiederholen
  und das Meßergebnis mitteln um das Rauschen wegzubekommen.
  Damit ist man bei sehr langsamem Rechtecksignal als Testsignal.
* Dirac wäre einzelner Puls als Testsignal.
  Eventuell via Avalanche-Transistor, das ist aber kein
  schönes Signal. Hat Amplitude wohl 100V und ist
  schmal. Kabelpulser usw. gäbs auch noch.
* man kann Rechteck fester Frequenz einspeisen. Kommt man auf
  sinc(x)/x Spektrum, an den Nullstellen wird keine Energie
  eingespeist also kann man dort nicht messen.
  Man kann die Frequenz des Rechecksignals verändern um die
  Nullstellen rumzuschieben und damit sequentiell doch überall
  messen zu können.
  Wenn man mit Sinus macht ist das übliche Wobbelei bzw. Chirp.
* man kann "white noise" einspeisen. Für Rechtecksignal:
  PRBS "Pseudo-Random-Binary-Signal".
  Man hat (Quarz)osillator der LFSR-Zähler steuert der
  Sequenz abarbeitet. Das ist relativ einfach mit
  allen Logikfamilien baubar. Es gab mit Delaylines statt
  Schieberegistern schon Vorschläge Richtung GHz.
 
Bezüglich der Flankensteilheit: bei Hydaulik hat man
in der Anregung mit Rechtecksignalen
meist auch keine zackige Flankensteilheit sondern
Trapezsignale. Man berücksichtigt das nichtideale Spektrum
bei hohen Frequenzen dann eben rechnerisch in der Auswertung.

MfG  JRD

Re: Flankensteilheit für VCO
Das sind scheinbar sehr gute Vorschläge. Die Theorie kommt
mir schon bekannt vor, aber ich habe es nie richtig
studiert, viel weniger gemacht, und stutze mich auf ein
Vorlesungsband. Ich lerne also mit.

Nach diesem Band:
  * Eine periodische (Zeit-)funktion wird durch
Fourier-Analyse in ein Spektrum diskreter Frequenzen zerlegt.
  * Eine einmalige Zeitfunktion wird durch Fourier-Integral
in ein kontinuierliches Frequenzspektrum zerlegt.

Ich denke das stimmt überein mit deinem Hinweis auf
Nullstellen. Mit dem Rechteck fester Frequenz wird die
Analyse nur diskrete Frequenzen liefern.

Das richtige Messkreis, das evaluiert werden soll, ist ein
drei-phasiger, metallenkapsulierter Schalter in einem
Energienetzwerk, mit Sensoren an gewisse Messstellen die das
elektrische Feld im radiofrequenten Bereich auskoppeln. Ganz
schön komplizert im VHF Bereich und natürlich teuer für
Messungen -- darum mache ich einen reduzierten
Kleinlaborversuch, der es bloss simuliert um nach den
wichtigsten Parametern zu suchen.

Meine Idee ist, der anregende Puls in dieses System
einzusetzen und bei den Messsensoren das resuliterende
Signal mit Spektrumanalysator zu evaluieren; als solches,
dachte ich, ist ein periodisches Signal geeigenter. Wichtig
dabei (für meinen Zweck) ist nicht wirklich die absolute
Antwort des Systems zu entdecken, sondern die Antworten bei
den verschiedenen Messstellen zu vergleichen, damit ich
Hinweise bekomme, welche Frequenzen bei den verschiedene
Stellen besser durchkommen. Wahrscheinlich ist das Unsinn...

Die Methoden bzw. Geräte die du beschrieben hast klingen für
mich wie fix-fertige Systeme. Vielleicht helfen die weiter.
Danke!

Re: Flankensteilheit für VCO
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"Systemidentifikation" basierend
auf den geschilderten Verfahren ist steinalt.
Leicht lesbare oder gar praxistaugliche
Bücher gibts allerdings weniger.

Klären ob man nur Betrag oder Betrag&Phase
will:
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Der macht nur Betrag. Wenn es sich um konzentrierte
ideale Bauelemente handeln würde könnte man daraus
Phase berechnen, funktioniert in Praxis nie.

Klären ob das System bei Großsignalen
nichtlinear wird. Die meisten realen Systeme haben
das Problem. Auch deshalb mißt man nicht mit großen,
kurzen Signalen ( a la Dirac ) sondern mit kleinen
Signalen a la Rauschen oder Sinus.
Bei Hf hat man wohl wegen Bandbreite genau wie bei
Regelungstechnik immer das Problem mit Rauschen.
Weshalb man Korrelatoren verwendet.
Bei Regelungstechnik gibts den mit sin/cos der macht
Betrag&Phase. Bei Hf gibts zumindest den Tracking/
Mitlaufgenerator am Spektrum-Analyzer ( das ist
ein Korrelator ) der wobbelt mit Sinus durch.
Die Variante mit weissem Rauschen ist bei
Regelungstechnik nicht so populär wegen der langen
Meßzeit. Bei Hf ist die nicht so das Problem,
eine weisse Rauschquelle ( "Rauschdiode" ) paßt gut
zu Spektrumanalyzer.

LFSR-Generatoren sind in meiner Hauspostille
http://www.embeddedFORTH.de Heft 5 S. 10 behandelt.
Es sind Schieberegister die extern XOR-Gates brauchen.
Vgl Heft 16 S. 15: viele XOR-Gates gibts auch in Parity-
generatoren.

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Mit reiner Betragsmessung nicht so optimal.
Ansonsten nennt sich das Kohärenzmessung
D.h. jemand pappt verschiedene Beschleunigungsaufnehmer
auf Karosserie eines Autos und haut mit dem Hammer
aufs Blech. Der Datenlogger nimmt alle Signale
gleichzeitig auf, PC rechnet Kohärenzfunktion
aus. In dem Frequenzbereich in dem diese z.B. grösser
70% nimmt man an das die Signale gültig sind.
Also eine Sicherheit um Fehlmessungen zu vermeiden
Bendat & Piersol haben schöne Beispiele in ihrem Buch,
kann ich bei Bedarf einige Seiten scannen.

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Nominell lässt sich Elektrotechnik leicht skalieren.
Für Bereiche wo das nicht so leicht ist ( Froude,
Reynolds & Co ) gibts Literatur a la
Schuring "Scale Models in Engineering" Pergamon 1977
bzw. zu "Dimensional Analysis" im allgemeinen.
Ob allerdings Hochspannung/Gasdynamik unproblematisch
skaliert wäre ich mir nicht so sicher.

MfG JRD

Re: Flankensteilheit für VCO
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Das Ohm'sche Gesetz ist noch älter, aber nicht jeder Idiot
(ich) kann es richtig benutzen. :)

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Betrag ist füllig ausreichend. Ich messe zur Zeit
breitbändig, und such einen schmallbändigen Arbeitsbereich
wo ich vielleicht einen Vorteil finde.

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Das System ist bestimmt nichtlinear. Es geht um folgendes.
Wenn ein Hochspannungsleistungsschalter Strom unterbricht,
EM-Felder werden in einem extrem breiten Band produziert.
Ich will einen Teil von den RF-Felder benutzen um die
Lichtbogendauer zu messen. Dazu benutze ich einen Sensor,
der als mit 50-Ohm belasteter kapazitiver Teiler
funktioniert. In diesem Messsystem will ich den Lichtbogen
mit einem anderen Anreger ersetzen. Die Wellen werden hin
und her laufen, reflektieren und auch gekoppelt werden bis
zur anderen (es sind zur Zeit 2) Messstelle.

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Ich glaube das nur teilweise gefolgt zu haben. Was ich
daraus verstehe ist, dass man mit HF üblicherweise mit einem
sinus Durchlauf arbeitet. Nicht so einfach ohne einen
aufwendigen Generator, oder? Das Problem wie ich es verstehe
ist immer noch das Anreger-Gerät ins System einzubringen.
Ich will nicht von einem externen Generator mit einem Kabel
in das (teilweise) enkapsulierte Gehäuse hineingehen,
sondern ein kleines, Batterie-getriebenes Gerät innerhalb
des Gehäuses anschliessen.

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Ich habe embedded_5 (Heft 5?) angeschaut, aber Heft 16 nicht
gefunden. Wie ist der LFSR Generator verwandt? Wäre so was
als Anreger benutzt?


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Eigentlich suche ich nicht Kohärenz, sondern möchte sehen in
welchem Frequenzbereich das Signal am meisten gedämpft wird
  zwischen den beiden Messstellen. (Das Signal wird indirekt
gekoppelt bevor es bei der 2. Messstelle auftaucht.) Mit so
was wie einem Spektrumanalysator kann man den Betrag doch
auch ohne PC vergleichen. Optimal ist das nicht, aber ich
hoffe, dass es so zumindest einen Hinweis gibt.


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Ich auch nicht. Das eigentliches Verhalten des Systems ist
bei HF sehr Geometrie abhängig. Aber das ist eigentlich ein
Vorversuch. Es werden keine Produkte direkt daraus
produziert, ich suche einen Ansatz.


Ich sehe wie wenig ich von diesem Thema verstehe...

Re: Flankensteilheit für VCO
Hallo Mike,

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Solange das Ohm'sche Gesetz nicht im Bundestag widerrufen wird...;-)

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Ein Kabel hineinzubringen ist kein Problem. Wenn genuegend Ferrit
Ringkerne daruebergeschoben werden (alle kurz vor dem Schaltergehaeuse),
koppelt nicht viel in den Analyzer.

Hier ist, was Profis in solchen Situationen manchmal machen: Eine
kraeftige Rauschquelle in das Schaltergehaeuse. Diese erzeugt
breitbandiges Rauschen und muss wohl in diesem Fall bis 200MHz arbeiten.
Wenn das zu schwierig ist, kann man auch einen Pulsgenerator bauen.
Sagen wir mal 1kHz, wenn diese Schrittweite reicht. Oder mehr. Wenn
dessen Flanken im nsec Bereich sind, erzeugt er genug Oberwellen bis
ueber 200MHz. Dann wird er aussen normalisiert (weil die Oberwellen zu
hoeheren Frequenzen hin schwaecher werden) und danach kommt er hinein
ins Messobjekt.

Natuerlich kannst Du auch eine durchlaufende PLL bauen und mit dem
Analyzer aussen alle paar kHz den "Durchlauf" abpassen. Das dauert aber
laenger beim Messen.

Fuer ordentlich Amplitude wuerde ich NiMH Akkus empfehlen. Die koennen
viel Strom liefern.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Re: Flankensteilheit für VCO
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Bin noch nicht überzeugt, aber werde es mit ein paar
Kollegen besprechen.

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Um zu klären, was du im anderen Beitrag zu Flanken/Frequenz
gesagt hast: das ist ganz richtig. Ich wollte es nur betonen
was ich gemeint habe mit Bandbreite, weil ich dich
vermutlich misverstanden habe. Was ich suchte/suche sind die
Flanken.

Die Idee mit der Rauschquelle klingt auch in Ordnung, aber
ich habe noch weniger Ahnung wie sowas realisierbar ist. Das
ist auch was ich probiere zu verstehen mit dem
Pulsgenerator: "Wie realisiere ich einen Pulsgenerator mit
Flankensteilheit < 2 ns, der kompakt und Batteriebetrieben
ist?" Die Idee von einem VCO auf eine Lochplatte mit
Batterie, aber scheinbar sind VCOs nicht so schnell.

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Guter Tipp. Ich würde sonst Li Batterieen oder ein 9V mit
Spannungsteilung nehmen.

Re: Flankensteilheit für VCO
Hallo Mike,

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Die Rauschquelle ist nur etwas, wenn man sich damit auskennt. Der
Pulsgenerator ist viel einfacher: Man nimmt einen sehr schnellen
Logikbaustein, einen mit sechs Invertern. Schmitt Trigger waeren am
besten, aber es geht auch mit normalen Invertern. Dann baut man aus zwei
Gattern einen Oszillator, sagen wir mal mit 1kHz Frequenz. RC reicht
aus, es muss ja nicht stabil sein. Dieses Signal wird durch die weiteren
Gatter geschickt, wobei 1-2 davon reichen. Dann auf eine kleine Antenne
im Schalter (Kugel?). Nicht vergessen, die Eingaenge der nicht
benoetigten Gatter auf Masse zu legen.

Sieh mal nach, was vorhanden ist. ECL ist gut, aber Texas Instruments
hat auch modernere Logik, welche Flanken unter 1nsec erzeugen kann. Sieh
Dir mal zum Beispiel den 74AUC14 an. Der sollte um 1nsec Flanken
schaffen und koennte mit 2.4V (zwei NiMH Zellen) betrieben werden. Diese
Zellen kann man etwa aus Ersatzakkus-Paketen fuer schnurlose Telefonen
herausloesen. Das wird dann schoen klein und kann stundenlang laufen.

Jetzt hast Du eine sehr kleine HF Quelle, die alle 1kHz eine
Spektrallinie hinsetzt. Dieser "Lattenzaun" sollte bis einige hundert
MHz hochreichen. Je schneller der Logik Chip, desto hoeher. Man muss es
nur noch ausserhalb mit dem Analyzer normalisieren und dann alles
"einpflanzen".

Wenn Du Elektronik nicht gut kennst, frag mal jemanden vom HF Institut,
wenn dies ein Uni Projekt ist. Man muss die Sache naemlich HF-gerecht
aufbauen (kurze Verbindungen, Masseflaeche etc.). Wenn es eilig ist,
koennen die auch gleich ein paar ECL Gatter aus der Schublade
mitbringen. So etwas sollte dort immer herumliegen.

Nur aus Neugier: Deine Schreibweise klingt, als wenn Du zu Hause eine
andere Sprache benutzt. Wenn ja, welche ist es? Ist bei uns auch so. Zu
Hause deutsch, sonst immer englisch.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Re: Flankensteilheit für VCO
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Wenn der Lichtbogen abbricht müsste damit ja der Stromfluß
zuende sein. Natürlich breiten sich Felder dann immer noch
aus vgl. Radarpuls. Das kann aber bei begrenzten mechanischen
Abmessungen kaum nennswert sein. Bzw. wenn der Abstand
des Sensors bekannt wäre die Zeit rückrechenbar.
Allerdings ist mir suspekt, warum für solche Messung
Spektrumanalyzer und nicht GHz-Oszilloskop verwendet werden
soll.

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Kann man den echten Lichtbogen nicht durch
einen besser kontrollierten Lichtbogen ersetzen ?
Z.B. Hochspannungsquelle lädt über hochohmigen
Widerstand eine Bank Folienkondensatoren auf.
Parallel zu diesen liegt im Modellaufbau ein
handelsüblicher ( Epcos/Siemens ) Überspannungs-
(-Gas-)Ableiter. Wird dessen Spannung überschritten
schaltet der durch. Das Ding läuft also als
Oszillotor der kontinuierlich Pulse erzeugt.
Der Gasableiter ist in Keramik/Glasrohr, also
ungeschirmt.

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Das Orginalsystem hat aber auch Zuleitung die auch strahlt.
Wenn man nur lokal messen will: z.B. Koax schirmen.

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Tippfehler: Heft 6.

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Wie groß ist der Orginalschalter daß man ihn nicht 1:1 nachbauen
kann ? Wenn man ihn mechanisch runterskaliert, skaliert man die
Frequenzen rauf. Bei Lichtbogen ist man aber eh schon tief
im Hf-Bereich.
  Vgl. Modellaufbauten zur Raumakustik bei Konzertsälen:
die müssen dann mit miniaturisierten Ultraschalllautsprechern
und Mikrofonen messen. D.h. der Aufwand an Gips&Styrophor geht
runter, aber der Aufwand für Instrumentierung geht fühlbar hoch.

MfG  JRD

Re: Flankensteilheit für VCO
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Da sollte ich präzisieren was ist was. Ich meinte "während
ein HSLS Strom unterbricht," und nicht "nachdem es den Strom
unterbricht." Ich untersuche eine Messmethode. Die Methode
soll die Lichtbogendauer messen. Eigentlich kann ich das
schon, allerdings nur für einen einzelnen Lichtbogen. (Die
Methode kann nicht zwischen zwei gleich starke LB-Signale
unterscheiden.) Der zeitliche Verlauf des LB-Signals wird im
Labor schon mit Oszi aufgenommen.

Für den Fall eines echten Schalters, der 3 Phasen hat,
funktioniert die Methode dann eben nicht guarantiert, weil
die Lichtbögen der 3 Phasen existieren teilweise
gleichzeitig; die verschiedene Signale sollen unabhängig
gemessen werden, doch gibt es natürlich eine Art
Übersprechen. Deswegen suche ich einen Ansatz um diese
Komplikation zu lösen. Dazu probiere ich die Kopplungen
zwischen den Phasen besser zu verstehen. Das
Spektrumanalyzer sollte nur für eine Frequenz-Analyse
Messung verwendet, bsp. eine Schritt-Antwort.


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Da es darum geht die Reaktion des Systems besser zu
verstehen, braucht man ein bekanntes Verfahren.

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Die Zuleitung des Originalsystems soll auch immer noch
anhanden sein. Aber die Strahlung im Originalsystem geht vom
LB aus, und wird nicht ins System durch diese Leitung
gebracht. Vielleicht könnte ich aber eine spezielle
Zuleitung bauen, die zB einen BNC-Kabel beinhaltet; das wäre
wie das Koax schirmen.

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Ist also ein Rauschgenerator! :-)
Siehe unten...


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Typische Schalter können mehrere Meter gross sein. Der
relevante Teil eines ganzen Systems dürfte mehrere zehn bis
hundert Meter lang sein, und Transformator und Generator
darin haben. Ich probiere nicht, ein spezifisches System zu
analysieren, sondern das allgemeine Problem darzustellen. Es
ist mir bewusst, dass die Resultate keine direkt
übertragbare Korrelation haben zur Wirklichkeit.

Danke fürs Mitdenken! Es ist gut, mit neuen Menschen das
Problem zu besprechen. Ich wünschte, ich könnte euch
einladen um den Aufbau anzuschauen. Nun möchte eine konkrete
Idee schaffen, wie ich eine "halbwegs akzeptable" Frequenz
Analyse aufbaue. Jetzt habe ich Hinweise bekommen, wie das
in der Realität gemacht wird, kenne mich aber nicht mit der
Elektronik aus. Ich brauche zu wissen so was wie, "du kannst
diese Elektronik, Teil #XYZ benutzen als Pulsgenerator für
diese Flankensteilheit," oder "nutze diesen
Rauschengenerator in dieser Schaltung." Wenn nur es so
einfach wäre. (Oder ist es?) Ich werde bald irgendwelches
Verfahren und Teile wählen mussen, weil die Zeit mir davon
läuft.


Also wenn ich nochmals deine frühere Post (wie nennt man
diese Nachrichten/Beiträge/Messages?) mit dem LFSR
Rauschengenerator lese und die PDF-Dateien anschaue, komme
ich auf die Idee, dass dieser Schieberegister in einer mir
unbekannten Schaltung gut in meinem Messkreis weisses
Rauschen strahlen soll. Auch möglich wäre eine Rauschdiode,
vermutlich in serie mit Batterie und Widerstand.

Ich suche nach bei Distrelec, ob ich Rauschdiode nicht
finde, die bis ins obere VHF-Bereich rauschen. Ich muss auch
nachschauen, wie ich die empfangene Signale evaluieren soll,
und was für Vergleichsmessung notwendig ist.

Vielen Dank!

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