S/N Preamp für schnelle MOS-FET-PA

Jun 21, 2012 72 Replies

Hallo,



ich bin frustriert. Trotz aller Mühe bei der Entwicklung und Simulation eines 3-stufigen Vorverstärkers mit den Operationsverstärkern NE5534 ist kein S/N unter 93.7 dB zu erreichen. Was nun? Mit der Endstufe habe ich immerhin 115.1 dB erreicht. Nun ja, das Quantisierungsrauschen der CD-Player liegt bei 98.1 dB.



Ich brauche ein anderes Konzept für den Vorverstärker!



mfG Leo


Wofuer denn eigentlich? Audio der HF? Und was ist bei Dir alles Noise? Nur das thermische rauschen oder zahelts Du auch nichtlineare Produkte mit in den Noise?

Und wenn Du besser werden willst - welcher Teil der Schaltung liefert den Grossteil des Rauschens?

Viele Gruesse, Martin

Das Dingens richtig aufbauen. Mein guter alter D/A-Wandler schafft mit dem recht ähnlichen NJM5532 117 dB Rauschabstand. Bei den 553x gibt es einige Hersteller, die Schrott ins Gehäuse stecken. Außerdem sind diese Käfer empfindlich für Einkopplungen über die Ver- sorgung. Nicht zu vergessen, der 5534 ist recht niederohmig.

Das glaube ich Dir.

Norbert

Am 21.06.2012 22:43, schrieb Leo Baumann:

Lass mich raten: Du hast die Rauschabstände nur in Spice gemessen und weder die Pa noch den Vorverstärker wirklich aufgebaut.

Michael

Am 21.06.2012 22:43, schrieb Leo Baumann:

^^^^^

Das sollte doch hinzubekommen sein...

Am 22.06.2012 11:17, schrieb Eric Brücklmeier:

In Spice vermutlich schwieriger wie im realen Leben :-)

Michael

Nur Rauschen, nichtlineare Verzerrungen betrachte ich getrennt.-

Naja, jetzt bin ich bei einem S/N von 104 dB für den Vorverstärker, das reicht schon. Erreicht habe ich das durch niederohmigere Gegenkopplungspfade an den NE5534.

mfG Leo

Diese Schaltung ist jetzt dabei herausgekommen. S/N = 107.1 dB.

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Hallo,

beim Ausgangswiderstand von 58 kOhm vermisse ich noch die Angabe bei welcher Frequenz der gemessen wurde.

Und bei der Bandbreite von 15,5 MHz rätsele ich noch, für welchen Pegel die gilt.

Bernd Mayer

Das ist natürlich die Kleinsignalbandbreite, die Großsignalbandbreite ist sicher bis 500 kHz. Die Großsignalbandbreite gilt für Vollaussteuerung. Der Ausgangswiderstand is ziemlich konstant 58 KOhm bis 4.5 MHz.

mfG Leo

Ich habe ein Diagramm desAusgangswiderstands über der Frequenz mit angegeben.

mfG Leo

Welche Version des 5534 von welchem Hersteller wurde verbaut? Wieviel trägt der 1k-Widerstand am Eingang zum Rauschen bei? Was ist R17, das mit "Volume" bezeichnet ist? Einfach 100 k vom Ausgang des Opamg nach Masse kommt mir seltsam vor... Wie sieht die Entkopplung der ICs aus?

Weiterer Kommentar von mir: Der 5534 ist für V > 5 kompensiert. Die erste Stufe hat eine geringere Verstärkung. Das Klangreglernetzwerk hat eine viel zu hohe Impedanz für den zweiten

5534. Den sollte man durch einen Amp mit JFET-Eingang ersetzen, z.B. den OPA 134. Dieser liefert erheblich mehr Strom am Ausgang, so dass die dritte Stufe entfallen kann, wenn die Verstärkung in der zweiten eingestellt wird.

Norbert

Hallo,

naja - wenn man da 2 m übliches Kabel mit 100 pF/m an den Ausgang anschließt dann bleibt vom Frequenzgang noch ca. 13 kHz übrig. Zum Ausgleich rauscht er dann auch weniger.

Von welchem Hersteller sind die 5534er Opamps?

In meinen Datenblättern stehen typische Werte von 10MHz für die unity gain frequenz. Und wenn man mehrere davon in Reihe schaltet und die auch noch verstärken sollen dann kommt da insgesamt eher weniger als 10MHz raus - AFAIK. Von daher wundert es mich schon etwas welche Schaltungstricks du angewandt hast um mit den 5534ern auf 15,5 MHz zu kommen.

Bernd Mayer

Die Unit Gain im Datenblatt ist für eine Kompensation mit 22 pF angegeben.

mfG Leo

Ich wette um eine Maß Bier: die Opamps sind von Linear Tech.

Viele Grüße, Johannes

--

Ah, der neueste und bis heute genialste Streich unsere großen Kosmologen: Die Geheim-Vorhersage. - Karl Kaos über Rüdiger Thomas in dsa

Erste Stufe mit LME49990 und zweite Stufe mit OPA134 führt letztendlich zu mehr als 110 dB. Die beiden Verstärker sind sogar handelsüblich.

mfG Leo

Am Verstärkerchip liegts IMHO nicht. Alle diese Top-Verstärker liegen um 1 Nano-undsoweiter, LT1028, AD797-Nachfolger etc. Noch weniger Rauschen ist kaum mehr möglich, allenfalls mit Materialschlacht und Kühlung. Siehe auch Datenblatt MAT03. Allerdings tragen alle diese 1k Widerstände zu ca. 5nV/wrz... bei. Bei extrem tiefen Quellwiderständen kann ein Trafo was bringen.

mfg Rolf Bombach

Moin!

Du meinst den (Kugel)grillanzünder?

Gruß, Michael.

Rolf, er soll ihn 'mal aufbauen und dann messen... Ich trau' mich wetten, dass dieser Papiertiger nicht ueber das Zeichenbrettstadium hinauskommt. Da hat jede AppNote von Signetics oder Philips zum 1034/5534/5532 etc. mehr technische Klasse und Innovation zu bieten.

my2cent fritz

Am 24.06.2012 21:35, schrieb F.Schoerghuber:

Hallo,

aber die AppNotes aus den 80iger Jahren enthalten aber keine so schönen Diagramme. Damals waren Simulationsprogramme noch richtig teuer und die PCs mussten ewig dafür rechnen.

my 2 cents

Bernd Mayer

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