S: Datenblatt MLX02402

Jun 30, 2019 17 Replies
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Hallo,



erst mal die Vorgeschichte... ich habe derzeit ein Schaltnetzteil SNT-12-F von Friwo auf dem Tisch, das gehört in einen Bosch Backofen.



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Ein 10 Ohm Sicherungswiderstand war durch - ersetzen, geht wieder. Hm. Ein paar Stunden Betrieb unter Last, geht immer noch. Also wieder beim Besitzer des Ofens eingebaut. Der freut sich, positioniert den Ofen noch ein paar Mal um, wobei er den Ofen aus- und wiedereinsteckt (der hat tatsächlich einen Schukostecker). Und natürlich war das Netzteil nach dem voraussichtlich letzten Einstecken wieder kaputt... wieder nur der Widerstand. "Einschaltvorgang unzuverlässig", würde ich mal diagnostizieren. Schwingt nicht an, oder so.



Der Aufbau ist nicht sonderlich kompliziert, aber der Schaltregler ist ein MLX02402B, was offenbar ein kundenspezifischer Schaltkreis von Melexis ist. (Was hat die geritten - gibt es nicht genug Schaltregler am Markt?) Interessanterweise findet man sogar ein PDF "Design specification of customer integrated circuit MLX02402 MC4NB" von Melexis, wenn man nach MLX02402 googelt. Leider antwortet der Server in China nicht vernünftig, und der Google-Cache hat zwar das PDF, aber leider nur in nach Text konvertierter Form, was nur bedingt brauchbar ist.



Daher meine Frage: Hat hier irgendwer das Datenblatt bzw. die o.g. "Design specification" vom MLX02402? Der (derzeit?) nicht abrufbare Link ist



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Wenn jemand Erfahrungen mit dem Netzteil hat, oder einen guten Tip bezüglich des Fehlerbilds hat, würde mich das natürlich auch interessieren. Messen ist leider schwierig, da ich den Fehler nicht reproduzieren kann.



Ach ja: Ich weiß, daß es das Ersatzteil für so 65 - 100 EUR zu kaufen gibt. Es geht mir aber nicht um Wirtschaftlichekeit, sondern um die sportliche Herausforderung.



Hanno


Hallo Hanno,

bei mir geht der Download des u.g Links, hab das PDF.

Versuch es sonst vielleicht nochmal, sonst kann ich es Dir gerne zumailen.

Mailadresse gültig?

Gruß JAn

Am 30.06.19 um 15:35 schrieb Jan Conrads:

Sowas war insgeheim meine Hoffnung :) Angeblich spielen die Chinesen derzeit mal wieder an ihrer Großen Firewall rum. Ich habs aber bislang mit keiner mir zur Verfügung stehenden Internetverbindung geschafft.

Geht hier immer noch nicht. Mailadresse gültig. - Magst du mir deine IP bzw. Netz oder Provider nennen? Reine Neugierde, wer gerade bessere Karten hat bzgl. China.

Danke!

Hanno

Am 30.06.19 um 14:24 schrieb Hanno Foest:

Hallo,

ich konnte das herunterladen, es hat funktioniert wenn ich in Firefox auf "Ansicht mit Okular" gegangen bin statt auf Download.

Bei Interesse kann ich es Dir per Email zusenden.

Bernd Mayer

Am 30.06.19 um 15:53 schrieb Bernd Mayer:

Bekomm ich hier nicht. "Die Verbindung zum Server wurde zurückgesetzt, während die Seite geladen wurde." Chromium sagt "Diese Seite funktioniert nicht". wget sagt "Keine Daten empfangen".

Jetzt hab ich noch mal lynx (!) probiert, damit geht es... und wget geht auch mit -U lynx (also user agent lynx). Da soll einer drauf kommen. Die spinnen, die Chinesen.

Nicht mehr nötig. Danke für die Hilfe :)

Hanno

Vielleicht hast Du mal was unflaetiges ueber den Genossen Xi losgelassen oder das Massaker am Tiananmen Square erwaehnt. Das kann reichen :-)

[...]

Hallo,

es sieht eher so aus als wäre die Verbindung arg wackelig:

tracepath 21dianyuan.com 1?: [LOCALHOST] pmtu 1500 1: xyz.home 1.584ms 1: xyz.home 1.765ms 2: xyz.home 2.020ms pmtu 1452 2: xx.xx.xx.xx 15.184ms 3: xx.xx.xx.xx 14.406ms asymm 2 4: de-fra01b-rc1-ae37-0.aorta.net 27.045ms asymm 6 5: at-vie15a-rd1-ae7-0.aorta.net 66.130ms asymm 4 6: 118.85.205.101 24.370ms asymm 5 7: 202.97.95.205 317.384ms asymm 8 8: 202.97.90.34 223.452ms 9: 202.97.57.26 273.852ms

10: 202.97.82.6 269.137ms 11: 220.191.200.90 281.771ms 12: 115.238.21.121 279.128ms 13: no reply 14: no reply 15: no reply 16: no reply 17: 114.55.100.72 244.838ms reached Resume: pmtu 1452 hops 17 back 47

-------------

ping 21dianyuan.com PING 21dianyuan.com (114.55.100.72) 56(84) bytes of data.

64 bytes from 114.55.100.72: icmp_seq=1 ttl=46 time=243 ms 64 bytes from 114.55.100.72: icmp_seq=2 ttl=46 time=255 ms 64 bytes from 114.55.100.72: icmp_seq=3 ttl=46 time=244 ms ...

Bernd Mayer

Am 30.06.2019 um 14:24 schrieb Hanno Foest:

Das Ding kenne ich, hat wohl eine recht hohe Ausfallrate. Welche Version hast du, die mit zwei in Reihe geschalteten Elkos im Zwischenkreis? Bei der unbedingt diese Elkos austauschen, und Ausgleichswiderstände nachrüsten!

Am 30.06.2019 um 17:25 schrieb Uhu:

Nää, wer vergisst denn die Symmetrier-Rs?

Selbst ein Röhrenbastler der 50er wusste sowas, das ist jetzt 70 Jahre her...

Butzo

Am 30.06.2019 um 18:26 schrieb Klaus Butzmann:

Tja, Murks wird immer neu erfunden.

Am 30.06.19 um 17:25 schrieb Uhu:

Genau.

Vorschlag für die Größe der Ausgleichswiderstände...? Und ich frag mich gerade, ob das Fehlerbild damit zusammenpaßt...

Danke jedenfalls.

Hanno

Am 30.06.2019 um 18:31 schrieb Hanno Foest:

1 MOhm reicht völlig.

Nicht wirklich, aber den Murks kann man nicht lassen.

Die aktuell als Ersatzteil verkaufte Version hat jedenfalls zwei parallel geschaltete 400V Elkos.

Dieses Ding kenne ich nicht. Aber manchmal haben die auch noch einen Anlasswiderstand/Heißleiter verbaut. Dann sind kurzzeitige Stromunterbrechungen nicht gut.

MfG hjs

Falls das Problem noch besteht, gibt es in dem Ofen induktive Lasten wie einen dicken Umluftmotor oder so? Dann kann es beim schnellen An- und Abstecken Spannungsspitzen geben, der FET geht mal kurz in den Avalanche, der Ferrittrafokern saettigt und dann zieht das Netzteil kurzzeitig viel Strom. Der FET haelt das oft eine zeitlang aus. Wenn das Netzteil oder die damit verbundene Elektronik viel an fetten Elkos enthaelt, kann der Sicherungswiderstand dabei auch ohne Avalanche durchbrennen.

Dann braeuchte man einen Ueberspannungsschutz, TVS oder so. Oder dem Betreiber einschaerfen, nicht oefter ein und auszustecken oder wenn, dann bei abgeschaltetem Stromkreis.

[...]

Ja, aber die sollten damit nichts zu tun haben. Das Netzteil liefert gerade mal 12 Watt für die Elektronik - elektronisches Bedienteil plus Leistungs- bzw. Relaisplatine. Es klackert nichts, und auch sonst macht nichts den Eindruck, kurz anzulaufen, wenn man einsteckt.

Ich werd mal ne Last dranhängen und ein paar Dutzend Mal einschalten, um zu sehen, was passiert. Wenn ich viel Lust habe, nehm ich noch nen Schaltplan auf, in der Hoffnung, daß mir dabei irgendwas auffällt.

Persönlich würde ich das Dings gerne durch das Innenleben einer besseren Wandwarze mit 9V/2A ersetzen - die sind mit beim Einstecken noch nie abgeraucht, anders als diese Murkskonstruktion "Made in Germany". Aber da das nicht für mich ist, und der Besitzer des Ofens es sich leisten kann, kommt da bei nochmaligem Abrauchen ohne feststellbare Ursache ein Original-Ersatzteil rein - in der Hoffnung, daß das aufgrund von Exemplarstreuungen oder Modellpflege besser hält.

Hanno

Ich meinte auf der Netzspannungsseite.

Wenn das ohne Risiko machbar ist, beobachte dabei mal die Spannung am Drain des MOSFET. Scope auf "Normal" Trigger oder Single-Shot schalten und die Schwelle etwas oberhalb des ueblichen Flyback-Schwingers setzen.

Kommt drauf an, ob es am Design liegt oder nicht. Ich kann mich noch an den sauteuren tragbaren Braun Kurzwellenempfaenger des Vaters eines Schulkemaraden erinnern. Auf Batterie lief der immer. Wenn man aber bei Netzbetrieb zu oft den Netzstecker ein und aus steckte, fitschte zuverlaessig immer wieder die Feinsicherung durch.

Am 01.07.19 um 19:32 schrieb Joerg:

(bin endlich mal dazu gekommen...) Guter Tip, danke. Der Flyback-Schwinger ging überraschend hoch, 860V und mehr hab ich gesehen

- nur im Einschaltmoment, die ersten paar ms, bis das Netzteil runterregelt. Und die Spitzenspannung im Einschaltmoment streute sehr, ab 750V aufwärts. Ich hab mir den MOSFET nicht angucken können (zu verbaut), aber das schien mir etwas hoch. Mit 1nF extra im Snubber geht die Spannung jetzt nur noch so auf 650V hoch.

Das Fehlerbild, daß der Sicherungswiderstand durchbrennt, ohne daß was anderes kaputt ist, verstehe ich immer noch nicht. Vielleicht geht der Steuer-IC in einen seltsamen Betriebszustand, wenn der MOSFET avalanche macht? Oder das Spannungsproblem hatte gar nichts mit dem Fehlerbild zu tun. Na ja, mal schaun.

Hanno

Da hat wohl jemand den Softstart vergessen :-)

Es wuerde mich wundern, wenn sie da mehr als einen 600V Typ spendiert haetten. Selbst wenn dieser offiziell Avalanche-fest waere, Avalanching ist eine der verschleissenden Betriebsarten, das halten FETs oft nicht ewig aus.

Oder Zenerdiode mit einer schnellen HV-Diode in Serie (um die Kapazitaet der Zenerdiode rauszuhalten).

Vermutlich Avalanche, mehrmals hintereinander, bis der Sicherungswiderstand die Nase voll hatte und durchbrannte.

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