Ich hab hier noch 2 nigelnagelneue TAA723H in meiner Bastelkiste gefunden. Ich hab soviel rausbekommen, dass das Spannungsregler a la LM327 sind. Coole Sache...
Hat jmd. ein Datenblatt von den guten Stücken, Hauptsächlich wg. der Anschlussbelegung, aber evtl. ein Referenzlayout für eine Beschaltung mit externem Leistungstransistor.
Roland
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B
Bernd Mayer
Roland Ertelt schrieb:
Hallo,
zu LM327 habe ich auf die Schnelle nix gefunden.
Wieviel Beinchen haben die denn? Falls das Zehnfüssler im Metallgehäuse TO-irgendwas sind, dann könnten das µA723 sein. Die gab es auch im DIL-Gehäuse mit mehr Beinchen.
Bernd Mayer
M
MaWin
"Roland Ertelt" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...
Du meinst den uA723
formatting link
Gibt's ueberall, echt outdated, manche verwenden die wegen des Rauschverhaltens der buried Zener Diode, aber da wuerde ich ungern zu Tesla greifen.
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Joerg Wunsch
Roland Ertelt schrieb:
Ich dachte MAA?
Laut Klaus K. Streng, Daten Linearer Integrierter Schaltkreise, war der MAA723 äquivalent zum LM723CH. Die H-Version dagegen gibt er mit geringfügig schlechteren Daten an (Ruhestrom 2,3 mA statt 1,3, Ptot nur 700 mW statt 800, leicht schlechtere Reglereigenschaften).
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL
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Roland Ertelt
Und so sprach Joerg Wunsch:
Ja klar MAA. Hatte mich irgendwie vertippt... Also ist der Beichenkompatibel zum LM723... Damit kann ich schon mal arbeiten. Da das Teil nicht auf Batterie und mit einem nachgeschalteten Treiber laufen soll, stören mich die schlechteren Werte nicht :-)
Danke schön.
Roland
J
Joerg
Mag altmodisch sein, aber dessen Rauschverhalten ist noch immer beliebt. Sonst haetten sie den nicht im SO-Gehaeuse aufgelegt. Ist eben noch ein waschechter Chip von den Altmeistern.
Gruesse, Joerg
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Roland Ertelt
Und so sprach Roland Ertelt:
Oh Mann ist das peinlich... Im .pdf vom LM723 hatte ich mir schon vor langen Zeiten ne Notiz hinterlegt: auch MAA723...
Naja, gleich mal einen neuen Indexeintrag für die Datenblätter machen...
Roland
B
Bert Braun, DD5XL
Joerg schrieb:
Hi Jörg,
beschreib doch mal ganz objektiv den Unterschied zwischen den "Altmeistern" und heutigen Chipdesignern...
73 de Bert
--
M
MaWin
"Bert Braun, DD5XL" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...
Irgendwie waren die Chips frueher nuetzlicher und universeller.
Der heutige Ramsch benötigt 5V und platzt bei 5.5V, ist nur mit dem Elko der Firma ESR zu verwenden und oszilliert mit jedem anderen Typen, macht die Vorwaertsrolle wie im Datenblatt aber kann keine Rueckwaertsrolle oder Purzelbaum.
Warum gibt es keinen Ersatz für 7805 ? Weil die LowDrop alle schwingen und sowieso nur 24V aushalten. Warum setzt man heute noch LM324 ein? Weil schnellere OpAmps weniger Spannung vertragen und alle Rail-To-Rail sowieso nicht genauer sind. Warum baut man Schaltregler mit dem stinkalten MC34063 ? Weil andere Schaltregler schon Probleme haben, 40V zu regeln, und entweder nur Buck oder nur Boost oder nur Inverter sein können und keinesfalls universell anwendbar sind. Du suchst superpräzise OpAmps? Such OP07 vor 20 Jahren. Du suchst OpAmps mit open collector Ausgang (ideal als Combiner bei Labornetzteilen wo Strom und SPannung kombiniert werden müssen)? Leider wird TAA761 nicht mehr hergestellt. Du suchst OpAmps die mit 1V auskommen? LM10 gab es vor 20 Jahren.
Ok, manches überrascht auch heute: OnSemi hat eine ganze Serie "unter 1V Chips" aufgelegt, aber glaube bloss nicht, dass die auch 40V aushalten, wie der LM10 damals. National hat wirklich verdammt gute neue AudioOpAmps. Und wenn es superschnell werden muss, über 1GHz Gainbandwidth, davon hat man damals nur geträumt.
Aber 99% der Maxim, 99% der Texas, 99% der National Boomer Chips braucht kein Schwein, und alleine 10000 verschiedene AVRs und PICs die alle wie derselbe Käse wirken, doch wenn dir mal der Speicher ausgeht, glaube bloss nicht, dass der in der Serie mit mehr Speicher dasselbe Pinning hat, oder wenn du mehr Pins brauchst, glaube bloss nicht dass das Modell auch (wasauchimmerdubrauchst) hat. Dagegen war der
68HC11 ein Traum.
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Joerg
Die heutigen Chipdesigner gehen meist sofort mit Simulations-Tools, VHDL etc. an die Aufgabe ran. IOW auf einer recht hohen Abstraktionsebene. Dabei gehen winzige Details schonmal verloren oder werden nicht genutzt. Teilweise werden komplexe Chips auch bereits in Outsourcia (z.B. in der Gegend von Bangalore) geschmiedet und das geschieht oft in grossen Teams, das Design wird in "Haeppchen" aufgeteilt.
Die Altmeister wollen oft lieber dabei allein sein, nehmen sich einen Block mit Vellum Papier, mehrere Bleistifte mit weicher Mine, Radiergummi, gelegentlich auch eine Flasche leckeren Sangiovese oder Merlot, manche dazu noch eine Packung Tabak und einen moeglichst grossen Aschenbecher. Danach moechten sie die naechsten Tage bitteschoen nicht gestoert werden, schon gar nicht mit Meetings oder solchem Gedoens.
Das war jetzt ziemlich schwarz-weiss gemalt und natuerlich gibt es viele Leute dazwischen. Ich bin weder hauptberuflich Chip Designer noch in dieser Hinsicht Altmeister. Aber solche Sachen sind mir noch gut in Erinnerung von meinen Chip Designs: "Aber das wird doch elektromigrieren wie Sau" ... "Ja, wir haben nicht mehr Platz, brauchen den Pulsstrom und das Dingen muss eh nur je ein paar Stunden leben" ... "Ach so, aber da wird die Design Rule Warnung dauernd nerven" ... "Am besten klemmen wir den Lautsprecher solange ab" ... "Aehm, ja gut, ist ja Ihr Chip".
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
LM317 rulez :-)
Dann gibt es noch diesen ganzen "Disconnect" zur Welt der Schaltungstechnik. Viele Chip Designer pflanzt man von der Uni gleich vor die dicke Cadence Workstation. Heraus kommen dann z.B. Boost Converter Chips die den FET nur mit 6-7V treiben. Wobei jeder halbwegs erfahrene Schaltungsentwickler weiss dass es oberhalb von 200V so gut wie keine FETs gibt, die fuer Vgs unter 10V in ihrem Rdson garantiert sind. Da klatsche ich mir jedesmal vor die Stirn.
Fast das einzige was mich in den letzten Jahren vom Hocker gerissen hat war die THS-Serie von Texas. Da gibt es GHz-Typen die bis ueber +/-12V gehen, sowas kann man echt brauchen und ich habe es gebraucht. THS4021 und Konsorten, echt Klasse.
... und der 80C51 erst :-)
Gruesse, Joerg
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Dieter Wiedmann
Bert Braun, DD5XL schrieb:
Die Altmeister mussten ihr Mobiltelefon auf dem Bollerwagen hinterher ziehen.
Gruß Dieter
M
Michael Baeuerle
Also gerade bei den AVRs gibt sich Atmel grosse Muehe, dass es auf jeden Fall immer pinkompatiblen Ersatz gibt. Fuer jeden von den urspruenglichen AT90S1200/2313, AT90S4414/8515 und ATmega103 gibt es heute immer noch weitgehend kompatible Nachfolger. Man kann z.B. auch heute noch den ATmega8515 im PLCC Gehaeuse kaufen oder im brandneuen ATmega128A die "M103C" Fuse brennen.
Das gleiche bei den Ressourcen, fast jeder Typ gehoert zu einer in sich kompatiblen Serie (z.B. ATmega48/88/168/328 oder ATmega640/1280/2560) damit man einfach den naechst groesseren nehmen kann wenn es eng wird. Den 68HC11 kenne ich nicht naeher, aber ich vermisse da bei den AVRs in dieser Hinsicht nichts.
Micha
F
Falk Willberg
MaWin schrieb:
...
Dann nenne mir dich mal eine nicht-schwingende Alternative für 7-40Vin,
5Vout 50mA mit Iq
J
Joerg
Man nehme einen Schaltregler, der bei niedriger Stromabnahme in den "Burp Mode" geht, Pulse Skipping so wie ein Tranbantmotor nach Gaswegnehmen und Auskuppeln. Mache ich grundsaetzlich, LDOs kommen hier genausowenig ueber die Tuerschwelle wie Maxim oder Vista.
Da hat bei mir noch nie einer geschwungen, allerdings nehme ich fast nur LM317.
Gruesse, Joerg
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