Regler für Gleichstrommotor mit Tachogenerator

Jun 27, 2011 8 Replies

Hallo Leute,



mir ist gestern an meiner Fr=E4smaschine der Trafo abgebrannt, der f=FCr den Vorschub-Motor zust=E4ndig ist. Es handelt sich um einen Gleichstrom-Motor mit einer Drehstrom- Phasenanschnitt-Steuerung mit Regelung =FCber Tachogenerator. Die Elektronik hat's =FCberlebt, die Drehzahl wurde sogar noch sauber geregelt als der Trafo schon in Flammen gestanden hat. Bestandsaufnahme, nachdem sich der Qualm verzogen hat:



-- Der Trafo ist Schrott. Ein Ersatztrafo kommt nicht in Frage, weil eine Unmenge von Anzapfungen und Hilfsspannungen ben=F6tigt wird.



-- Die Elektronik w=FCrde vermutlich noch funktionieren, wird aber ebenfalls verschrottet weil keine brauchbare Dokumentation beschaffbar ist (es handelt sich um ein russisches Produkt).



-- Der Motor ist in Ordnung und ben=F6tigt bei der schnellsten Geschwindigkeit ca. 70V und maximal 10A.



Meine erste Idee war, auf die Tachogenerator-Regelung zu verzichten und einfach ein kr=E4ftiges Gleichspannungs-Netzteil zu verwenden. Das funktioniert aber nicht, weil der Motor ungeregelt bei kleinen Drehzahlen entweder zu schnell l=E4uft oder stehenbleibt.



Also muss eine neue Elektronik her. Die Frage ist, ob selber bauen oder irgendwo fertig kaufen. Kennt jemand eine Regelung die in Frage kommen k=F6nnte? Hier die Randbedingungen:



-- Gleichstrommotor, maximal 70V, maximal 10A



-- Drehzahl-Sollwertvorgabe soll =FCber ein Poti erfolgen



-- Regelung =FCber Tachogenerator



-- nur eine Drehrichtung (Drehrichtungsumkehr wird =FCber Getriebe gemacht)



Gru=DF Michael


"Michael Koch" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@p13g2000yqh.googlegroups.com...

Bestandsaufnahme, nachdem sich der Qualm verzogen hat:

Hi, das kann aber auch ein Irrtum sein. Selbst wenn da viele "Anzapfungen" sind, letztlich läuft das auf 2, maximal 3 Spannungen und ihre Mittelanzapfung zwecks Halbleitersparen hinaus. Da kann man ja auch mehrere Standardtrafos nehmen. Vermutlich ist es Arbeitsstrom, Schnittstellenstrom und vielleicht eine extra-Spannung für die Sensoren. Die nur deshalb ne eigene bekamen, weil der Russe die guten teuren Siebelkos nicht kriegen konnte, mit denen man heutzutage.... kann gut sein, daß diese dieselbe Spannung haben wie das Board selbst, nur eben "getrennt". Versuch mal, alle Spannungen extern einzuleiten, vielleicht rennt die Kiste damit. Für die schwachen Ströme tuts vielleicht gar ne Batterie zum Test.

mfg, gUnther

Am 27.06.2011 13:54, schrieb Michael Koch:

Wenn Spannungen bekannt byw. nachvollziehbar dann tun es auch n Trafos mit geeigneten Spannungen.

Es ist eher eine Auszeichnung als ein Makel. Die russischen Produkte waren meistens sehr gut dokumentiert (ich habe immer noch Schaltpläne von einem Fernseher und einem Radio herumliegen) und im Zweifelsfalle kann man einen Versuch starten, ob jemand im Internet so einen Teil besitzt mit dazugehöriger Doku. Schaltpläne lassen sich lesen, auch wenn man sich an die kyrillischen Buchstaben gewöhnen muß. Sonstigen Text, wenn es nicht zu viel ist, wird dir irgend jemand schon übersetzen für einen sixpack oder ähnliches :-).

Regelungsparameter kannst du alleine einstellen? Es gibt viele Firmen, die solche Kontroller anbieten. Z.B. Aerotech, Mattke, Copley. Allerdings ist deren Programmierung (bzw. die Parameterkonfiguration) für einen Laien ziemlich unmöglich. Meistens bekommt man nur dann Hilfe, wenn es sich um ein Set (Motor + Controller) handelt.

Rein spontan würde ich sagen, dass du am Schnellsten (und am Billigsten) den Trafo abwickeln könntest, die einzelnen Windungen zählen und daraus die Sekundärspannungen ausrechnen. Die passenden Trafos kaufen und weitermachen. Alternativ deinen verbrannten Trafo in die Werkstatt geben und "heilemachenlassen".

Waldemar

My jsme Borgové. Sklopte ?títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Michael Koch schrieb:

U209B

Gruß Dieter

Am 27.06.2011 14:42, schrieb Dieter Wiedmann:

Für ein DC Motor 70V/10A? Nicht so geeignet, denke ich.

Waldemar

My jsme Borgové. Sklopte ?títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Ich finde ihn schon geeignet. Direkt vor den Motor würde ich einen Brückengleichrichter schalten. Den U209 auf der Sekundärseite des Trafos.

MFG Gernot

Hallo,

habe mir mal das Datenblatt vom U209B angeschaut und war =C3=BCberrascht dass da ein= Frequenz-zu-Spannungs-Wandler drin ist. Mein Tachogenerator liefert aber eine G= leichspannung. Der Ausgang des F2U Wandlers scheint intern mit dem Reglereingang v= erbunden zu sein. Sehe ich das richtig, dass der U209B in diesem Fall nicht in Frage ko= mmt?

Gru=C3=9F Michael

Michael Koch schrieb:

Ist die Spannung vom Regler geglättet, oder hat sie doch einen Ripple proportional zur Drehzahl?

Gruß Dieter

P.S.: Reparier mal deinen Zeilenumbruch.

Hallo,

ja, die Spannung ist gegl=C3=A4ttet. Die wenigen Schwankungen die ich da sehe sind wahrscheinlich reale Drehzahlschwankungen.

Ich habe jetzt diesen Regler gefunden, und der wird's wohl werden. Wenn man sowas f=C3=BCr 315 EUR kaufen kann fange ich nicht an selber was zu basteln. =

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97-8083&x=3D0&y=3D0 =

Sorry f=C3=BCr die Unannehmlichkeiten. Habe im Moment Schwierigkeiten hier =C3=BCberhaupt zu posten. =C3=9Cber Google Groups geht zur Zeit gar nichts. =

Gru=C3=9F Michael

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