Protypboard-Bestücker?

Jul 18, 2008 51 Replies

Kai-Martin Knaak schrieb:

Für Prototypen ist es unnötig wenn nicht gerade sehr hochohmige Messschaltung drauf ist. Geht also eher um Ästhetik. Ethanol sollte reichen, für gelegentliche kleinere Sachen tuts auch "Kontakt LR". Kann aber passieren das das Flussmittel weisse Ablagerungen hinterlässt, das sieht dann wieder fies aus.

Wenn keine Ultraschallempfindlichen Bauteile drauf sind geht auch das, z.B. mit "EMAG EM-303". Lieber hohe Verdünnung und nicht zu lange rödeln lassen, ich hatte schonmal abgehobenen Lötstopp.

Jörg.

Henning Trispel schrieb:

Mir gehts ähnlich, deshalb überlegte ich mir eine "eierlegende Wollmilchsau" zur Bestückung von kleineren Posten anzuschaffen. Problem: Damit sich das Lohnt müsste ich wiederum Aufträge annehmen die sich rein um Bestückung oder Rework drehen und dann ist die gewonnene Entwicklungszeit wieder dahin.

Vielleicht ist so ein Teil aber was für euch (glaub ich zwar nicht, wo Du Damfphase erwähnst und BGA könnte das Teil wohl auch höchstens plazieren, nicht Löten):

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Für den Preis kann man aber auch lange Handbestücken oder Aufträge rausgeben. Trotzdem find ich das Teil irgendwie geil, müsste nur noch gleich die Platinen herstellen und den Teileeinkauf erledigen ;-)

Jörg.

Habe ich auch mal gedacht; blöd nur, wenn wegen des Schmodders unreproduzierbar ab und an der Quarz nicht mehr anschwingt :/ Sollte man nicht glauben, wie empfindlich moderne stromsparende Controller auf ungeplante Belastungen an den Quarz-Anschlüssen reagieren...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Kai-Martin Knaak schrieb:

Am Institut haben wir so einen Flussmittelentferner (mit Zitrusnote ;-)), damit geht es echt gut. Isopropanol habe ich aber auch schon erfolgreich verwendet. Mein Vorgehen: Ich sprühe/schütte das Zeug großzügig auf die Platine und puste es samt gelöstem Flussmittel mit Druckluft wieder weg.

Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Henning Trispel :

Ähnliches Beispiel: ins Hotel angelieferte Kisten darf man auch teuer bezahlen (Annahme, Aufbewahrung, Transport zum Stand, den man natürlich auch auf keinen Fall selbst machen darf usw.). Zum Glück hatte unser Fuchs nen alten Kumpel in der Stadt, an den wir die Kiste schickten - dann auf seinem Truck in die Tiefgarage, dort ausgepackt und in Koffern per Fahrstuhl zum Messestand ins Hotel gebracht. Auf die offizielle Art wäre das Kistenhandling teurer geworden als die Übernachtungen. Um die korrekte Verzollung kümmern sich ja zum Glück schon UPS und Fedex ganz zufriedenstellend. Apropos, gibt es eigentlich ne Möglichkeit etwas grösseres in die USA in ein (z.B.) Lagerhaus zu schicken, von wo man es dann selbst abholen kann? Es gibt dort ja so Lagerhäuser in denen man nen Raum für Krempel anmieten kann. Haben die auch postfähige Adressen?

M.

Ich würde eher vermuten das die Cs (inclusive Kapazitäten durch Leiterbahnen) am Quarz grenzwertig gewählt wurden. Aber die haben ja meist schon +-1pF, kaum zu glauben das da ein wenig C-Änderung durch Rückstände was ausmachen. Das bischen Leckstrom sollte auch nicht wirklich was ausmachen, da sollte die Streuung und Temperaturgang an den Quarzanschlüssen wesentlich mehr bewirken.

Bist Du sicher das da nicht irgendein Kurzer (Metallteilchen, Lotperle) oder gar schlechte Lötstelle war die durch Reinigen letzendlich so verändert wurde das nun (vermeintlich) stabile Verhältnisse herrschen?

Halte ich für wahrscheinlicher, zumindest wenn es ein Einzelfall war.

Jörg.

zu

Das paßt alles, perfekt nach Vorgabe.

Yep. Lötstellen unter dem Mikroskop begutachtet, und sonst gab es da nix, keine Metallteile, nur den Schmodder.

Es ist absolut eindeutig, daß an genau den Platinen "komische Dinge" passieren, bei denen Schmodder zwischen den Beinchen des Controllers war, und ebenso eindeutig, daß bei besagten Platinen Alkohol und Zahnbürste das Problem sofort kurierten. Betroffen waren ca. 30 Platinen. Mir reicht das :-) Dazu kommt, bei einem ohnehin fälligen redesign wurde dann ein externer Oszillator verwendet, einfach weil das stabiler ist und man nicht auf genau den einen einzigen Quarz angewiesen ist, den es mit den gewünschten Daten gibt, und schwupps, weg waren die Probleme.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

MaWin schrieb:

Gab es da nicht noch was verrückteres für Büroangestellte? So eine Limite von 16kg oder dergleichen. Da mussten dann Warnhinweise den CD-Laufwerken beigelegt werden, da nach Einbau der PC möglicherweise schwerer als diese Limite geworden wäre. Der Bürogummi hätte die Kiste dann nicht mehr eigenhändig auf den Boden zurückstellen dürfen.

mfg Rolf Bombach

Wer kann schon die Quarzdaten nachmessen. Wer billig einkaufen will, mu=DF halt mit entsprechenden "Ausf=E4llen" rechnen ;-)

--=20 mfg hdw

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Mikroskop muss nicht helfen, hatte mal einen Kurzen im 1-stelligen Ohmbereich zwischen benachbarten Leiterbahnen. Die 2 ICs an denen die hingen runtergelötet, immer noch da. Unterm Mikroskop verfolgt (waren nur ca. 2cm), nichts gefunden. An ein paar Stellen auf Verdacht rumgekrazt, immer noch da. Radikalmethode: 30V auf 8A begrenzt drübergelegt. Ich hatte zumindest erwartet das es etwas funkt, oder das der Zeiger des Strom-Drehspulinstrumentes des Netzgerätes wenigstens zuckt, aber nichts. Der Kurze war aber weg. Ich hab dann noch nachgesucht, man hätte ja jetzt Spuren im Lötstopp finden können, aber nichtmal das.

Das es 30 Stk. waren hättest Du auch gleich schreiben können ;-) Da bleiben ja nur noch hygroskopische Salze, Löfett oder gar -Wasser, was immer Du mit Schmodder meinst. Umgeschulter Klempner am Werk gewesen? ;-)

Nach so einer Erfahrung hätte ich dann aber auch auf externen Oszillator gesetzt, wenn nicht gleich eine Alternative für das betroffene Teil gesucht. Was Gusseisernes halt.

Jörg.

Das war auch bisher meine Begründung fürs Nicht-Waschen. (Und natürlich ein gewisses Maß an Faulheit, das danach strebt, nicht unbedingt nötige Arbeitsschritte wegzulassen...)

Ah, an Ultraschall hatte ich noch nicht gedacht. Weil die Experimente hier grundsätzlich im "Ultrahochvakuum" stattfinden, sind die Bäder fester Einrichtungsgegenstand in den Werkstätten. Ich werde mal experimentieren.

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

Das wäre dann mal eine sinnvoll Verwendung der Druckluftleitung, die es bei mir am Arbeitsplatz gibt. :-)

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

Moin!

Nun, hier und da liest man, daß die "weißen Rückstände" vom Waschen die ehemals im Harz gebundenen, aggressiven Salze sind. Insofern ist "völlig zurückhalten" immernoch besser, als falsch zu waschen und die Salze freizulegen.

Am besten ist, wenn man vorm Bestücken schon weiß, daß man nachher waschen will. Dann nimmt man nämlich von vornherein wasserlösliche Flussmittel, die sich viel leichter entfernen lassen, aber auch entfernt werden _müssen_! Und man hebt sich Quarze, Potis etc für Bestückung nach dem Ultraschallbad auf.

Apropos Quarze und Ultraschall, das Thema hatten wir hier kürzlich:

Im Ultraschall mit wasserlöslichen Flussmitteln: Wasser mit ein wenig Netzmittel (Spüli). Danach mit Wasser klarspülen. Wenn man Buchsen etc drauf hat am besten auch noch mit Isoprop spülen um das Wasser zu verdünnen, dann trocknets schneller.

Für manuelle Reinigung am besten Kontakt LR. Damit bekommt man schon viel weg, sofern man nicht irgendwelche unsäglichen "no clean" Flussmittel benutzt hat, denn wie der Name schon sagt, gehen die nicht runter.

Letztere hab ich zwischen/hinter SMD-IC-Pins weder mittels Pinsel und Isoprop, Ethanol, Kontakt LR, Wasser, Waschbenzin oder Verdünner noch mit Isoprop oder Wasser mit Spülmaschinen-Spülmittel (und das Zeug ist _wirklich_ aggressiv) im Emmi Ultraschallbad rausbekommen.

Der Flussmittel-Hersteller bietet aber ein spezielles Reinigungsmittel an, laut Sicherheitsdatenblatt "80-100% 2-(2-Butoxyethoxy)-ethanol", bei Farnell als Stift (damit kommt man auch nicht hinter die Pins) für

15,80 und als 5L-Kanister fürs Ultraschallbar für schlanke 143,80 netto.

Gleich das richtige Lötzinn mit wasserlöslichem Flussmittel bei Digikey zu bestellen, wäre sowohl deutlich günstiger als auch viel weniger nervenaufreibend gewesen.

Gruß, Michael.

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Dazu kommt, bei einem ohnehin fälligen

Falls der Controller irgendwas motoroloides war kein Wunder. Die können alles aber keine Quarztreiber. Komplett irrsinnig.

Butzo

Ja, nun...

Wir wollen nicht billig einkaufen - wie kommst Du auf das schmale Brett? Die Materialkosten sind nahezu irrelevant, der Kram muß tun, und zwar zuverlässig.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Sowas habe ich bisher immer gesehen, sogar die Zinn-Whisker an den Uralt-ICs :) 80-fach hat bisher immer gereicht...

Naja, wir haben zwar kleine Serien, aber immerhin Serien :-)

Eigentlich nicht.

gesetzt,

Ist ein Controller mit 8051-Kern und USB2.0-interface, so groß ist die Auswahl nicht, und wir hatten keine Lust, die firmware wieder komplett neu zu schreiben. Naja, jetzt ist ja Ruhe.

Viele Grüße!

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Nö, eher ein Cypressengewächs :-) Aber scheint auch net besser zu sein...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Zwischen Quarzen und Quarzen liegen Welten. So simpel die Dinger aussehen, für gleichmäßig zuverlässige Qualität gehört nunmal einiges an Wissen und Können. Das ist nunmal nicht billig... Sollte dir aber geläufig sein ;-)

mfg hdw

In article , Michael Eggert writes: |> Kai-Martin Knaak wrote: |> |> Moin! |> |> >Mit dem Waschen habe ich mich bisher völlig zurück gehalten. |> |> Nun, hier und da liest man, daß die "weißen Rückstände" vom Waschen |> die ehemals im Harz gebundenen, aggressiven Salze sind. Insofern ist |> "völlig zurückhalten" immernoch besser, als falsch zu waschen und die |> Salze freizulegen.

Es ist nur seltsam, dass die weissen Rückstände nach einmal Drübersprühen von Kontakt-LR unsichtbar werden und auch bleiben. Einmal mit der Heissluftpistole drüber hilft auch. Ich glaube, das hat eher was mit der Hydrierung der nicht vollständig gelösten Harze zu tun. Auf manchen alten im Wasser gelegenen Platinen sieht den weissen Kram ja auch, nur dicker.

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Gute Speditionen haben Lagerhaeuser, einfach bei Eurer anfragen. Waere uns fast mit dem gesamten Hausrat passiert, weil die "Escrow" Zeit (Kauf des Hauses bis Besitzuebergabe) einen ganzen Monat dauerte.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

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