Preiswerter RF-Verstärker für 100 MHz, 1W

Oct 29, 2008 46 Replies

Hallo,



in der Uni musste ich neulich eine Frage nach einem Geräte-Tipp mangels entsprechender Erfahrung unbeantwortet lassen: Gesucht war ein preiswerter Leistungsverstärker für 100 MHz mit etwa 1 W Ausgangsleistung. Wobei ein Frequenz hub von +/- 10 MHz noch im grünen Bereich sein sollte. Bisher hätte man Verstärkermodule für Kabelfernsehen verwendet. Diese Module würden allerdings nicht mehr hergestellt werden, weil der darin enthaltene Chip ausgelaufen sei. (Den Namen von Modul und Chip werde ich noch erfragen und nachliefern)



Der Preis für das Modul ist knapp unter 100 EU gewesen. Nun ist man auf der Suche nach Ersatz. Benötigte Stückzahl wäre ca. 10 pro Jahr. Habt ihr einen Tipp, wo man sich mit diesem Bedürfnis umschauen könnte?


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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

Fuer 1W ist das teuer, jedenfalls kosten Mitsubishi Module nicht so viel. Die sind etwas kraeftiger und m.W. haben sie auch (hoffentlich noch) welche fuer den UKW Bereich. Muesstet Ihr anfragen, vermutlich werden die aus gewissen Gruenden nicht an privat verkauft:

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Muesste jetzt kramen, aber m.W. kann das Mitsubishi Module RA07H4752M (hoffe das stimmt noch) 50MHz bis 500MHz und macht ueber 5W. Falls das noch wie frueher ist muessten die bei Euch z.B. ueber Glyn vertrieben werden. Konnte man aus einer Autobatterie versorgen.

Und alles immer schoen abgeschirmt halten, nicht dass Oma Jansen ihr Radio ausgeht ;-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Der hier:

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fängt zwar offiziell erst bei 135 MHz an, aber wenn man die Kurven im Datenblatt extrapoliert auf 100 MHz, dann könnte er es dort auch noch auf 10 W bringen.

cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE Never trust an operating system you don't have sources for. ;-)

Was mir gerade noch auffällt ist, dass die 2. Harmonische nach unten mächtig zunimmt, man sollte den Versuch dann also nur mit einem passenden Ausgangskreis oder Collinsfilter oder sowas machen.

cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE Never trust an operating system you don't have sources for. ;-)

Kai-Martin Knaak schrieb:

AFAIK stellt NEC solcherlei noch massenhaft her, MC-7831 usw.

Zumindest Digikey hat die im Programm, so USD 50,- (oder warens EUR

50,-?).

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann schrieb:

Zur Not eben selber bauen. Ein 2N3866 im C-Betrieb dürfte es tun. Kostet pro Transistor genau Eins Oiro. Dazu noch ein bissel Blech, ein paar Trimmkondensatoren, ein paar selbstgewickelte Spulen und ein Pi-Filter im Ausgang zur Beschwichtigung der Reichstelegrafenverwaltung.

HTH, Holger

Danke für den Hinweis. Mein Eindruck war, dass die 100 MHZ nicht völlig festgezurrt sind. Womöglich kann die Anwendung auch bei 150 MHz im Design- Berech des Verstärkers betrieben werden.

Beschaffbarkeit in Einzelstückzahlen ist auf jeden Fall von Vorteil.

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Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Holger Bruns schrieb:

Möglicherweise ist dieser Typ ein klein wenig aus der Mode....

mfg Rolf Bombach

Die gibt's sicher Anfang Dezember in der Westfalenhalle wieder ...

Hach, wenn ich da mal wieder hinkaeme. Schoene alte Messgeraete bestaunen, ergattern, und zwischendurch ein kuehles DAB. Fahren muesste natuerlich jemand anders. O-Ton vor rund 30 Jahren dort: "Hoemma, kannse zurueckfahn? Ich hab ein inne Bierne, ich krich dat nich mear gebacken"

SCNR, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

tet

Ist jetzt nicht gerade der Retrolock wieder modern? :-) Gruss Harald

Aber dann bitte richtig, mit der QQE04/20 :-)

Ohne das sanfte Gluehen von Heizfaeden kommt kein echtes Retro Feeling auf. Das eine Watt schafft die mit links.

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Rolf_Bombach schrieb:

Okay. MRF 237. Mode hin, Mode her....oder mach gleich was fieses mit der PL504. Schöne Flasche, sehr retro vom Design her, fatzpeng-Anode, geil.

Holger

Die schafft's nicht ganz bis 100MHz ;-)

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Eigentlich wollte/sollte ich mich selber an der Nase nehmen. Ich hab "sicherheitshalber" noch eine Tüte voll 2N3866 eingelagert, quasi in der Erste-Hilfe-Box. (Dort wo auch noch 741er usw. rumliegen *duck*). Den Nachfolgetyp, der eigentlich bessere Werte hat, liegt ebenfalls bereit, aber da fängt das Problem (Alter?) schon an, ich kann mir die Bezeichnung nicht merken.

mfg Rolf Bombach

|> Zur Not eben selber bauen. Ein 2N3866 im C-Betrieb dürfte es tun.

Leider sagte der OP nichts über die Linearität ;-) Auch die gewünschte Verstärkung fehlt...

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Als ich das OP schrieb wusste ich die Verstärkung selber noch nicht. Linearität ist nicht so dramatisch wichtig. Die Verstärker dienen zum Antrieb von akustooptischen Modulatoren. Die Seitenbänder die auf das Licht aufgeprägt werden dienen dazu, Atome anzuregen. Da stören ein paar Oberwellen nicht weiter. Leistung soll Minimum 1 W sein und darf auch 5 W werden. Bei 10 W oder mehr hätte man Angst um den AOM. Und an Verstärkung wird mindestens 30 dB gebraucht.

Kompletter Selbstbau ist mangels RF-Erfahrung keine Alternative. Dann greift man schon eher zu deutlich teureren, breitbandigen Verstärkern von Minicircuits.

Danke nochmal für die Hinweise. Die eigentlichen Interessenten durchstöbern gerade das Umfeld der genannten Verstärker.

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Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Die Mitsubishi Module haben meist mehr Power, aber Du kannst entweder auf EBay einen Leistungsabschwaecher ergattern oder aus SMT Widerstaenden einen selbst zimmern. Oder Splitter plus Dummy Load. Eine Strombegrenzung waere auch nicht schlecht, ist ja leicht extern zu machen.

Sei froh, dass es mit so niedriger Spannung laeuft. Ich habe gerade eine Leiterplatte in der Fertigung, da ging es nur mit >200V. Naechste Woche wird das angesaftet. Die Warnung steht beidseitig ganz fett in Englisch und Spanisch drauf, bloss nichts unbesehen anzutatzen. Und dann sind die ganzen optischen Kloetzchen auch noch aus polierten Alu. Oh Mann ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Das stimmt nicht ganz, es gab mal Ende der Sechziger eine Bauanleitung in den UKW-Berichten,

2m-Endstufe mit 2x PL 500 (=504) im Gegentakt, für SSB mit Dampf. (...so 200W..?) Allzulang durften die Durchgänge aber nicht sein... Und es gingen nicht alle Exemplare, die wo der Anodenkappenzuführungsdraht zur Anode eine Schleife hatte, ging schlecht bis gar nicht...

Jorgen dj0ud

e,

Ich kenne solche Endstufen mit 4x PL 504 mit Spannungsverdoppler direkt am Netz ;-)

--=20 mfg hdw

Ja, die berühmt/berüchtigten Braten von Arno, DL9AH waren das glaub ich. Aber nur für Kurzwelle, die aus den UKW-Berichten war für 144MHz, was schon eine reife Leistung ist für die Röhre!

Jorgen

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