Pollin ist pleite

Jul 30, 2026 Last reply: 2 days ago 20 Replies

"Pollin Electronic stellt Insolvenzantrag Der traditionsreiche Elektronikversandhändler Pollin Electronic hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter."

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Ich hoffe, da findet sich eine langfristig tragfähige Lösung. Ich habe dort über die Jahre immer mal wieder Dinge gekauft, die wohl aus Restbeständen von vom Hersteller aufgegebenen Produktreihen stammten. Wobei der Preis deutlich unter dem sonst üblichen lag.

---<)kaimartin(>---

Die sind so phantasielos. Sollnse doch den EU Versand von Aliexpress übernehmen oder sowas. Alle Chinesen suchen verzweifelt nach EU Outlets.

w.

Am 31.07.26 um 08:39 schrieb Helmut Wabnig:

Zunächst haben sie "nur" kein Geld mehr, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Sie haben dies wie gesetzlich vorgeschrieben gemeldet und wurden deshalb unter Zwangsverwaltung gestellt. Es ist durchaus nicht selten, das der Insolvenzverwalter (durch seinen externen Blickwinkel und den Verzicht auf sentimentale Überlegungen) das Steuer noch mal herum reißen kann. Ein Weiterführen des Betriebes ist für die Gläubiger immer wünschenswerter als ein Zerschlagen, bei dem sie final nur noch einen kleinen Teil ihrer Forderungen bekommen.

Das wäre eine gute Idee. Momentan ist da bei elektronischen Bauelementen eine echte Lücke entstanden. ~3.50€ Strafzoll pro Artikel, das ist heftig und oft weit über dem Warenwert - und ließe sich durch einen Mittelsmann, der größere Stückzahlen des selben Artikels importiert, leicht umgehen.

Helmut Wabnig schrieb:

Ja, natürlich. Ich habe früher regelmäßig bei Pollin bestellt, aber die Elektronenröhren sind ausgedünnt, und das meiste, was man mir in Newslettern andrehen möchte, ist auch nur das Standardgerümpel, wie es auf ebay oder Amazon angeboten wird.

Die Idee EU-Handlager von Aliexpress zu werden, wäre eine Möglichkeit. Die Logisitkkapazitäten haben Max und Max ja.

Ich rechne allerdings mit einem schnellen Einstampfen. Wenn es vom vorläufigen InsoV schon heißt "Die Gehälter sind mit Oktober sicher", dann rechnet man mal eben drei Monate Insolvenzgeldzahlung von der Frist ab und landet bei heute.

Damit dürfte Pollin wohl ein Opfer davon sein, dass der Standardkunde nicht mehr so viel Geld für Tötktam übrig hat. Ich habe selbst manches bei Polin bestellt, womit ich mal basteln wollte, was aber entweder über Jahre ich Reparaturprojekte einfloss oder letztendlich entsorgt wurde

Am 30.07.2026 um 19:23 schrieb Christian Weisgerber:

Nichts, was ich vermissen werde...

Drei sehr gute und hochwertige Refurbished Rechner als Leasingrückläufer zum sehr schönen Preis. Dazu zwei für andere gekaufte. Und unter den anderen Restposten fand sich immer wieder manches wirklich gute und brauchbare.

Meine Merkliste dort ist recht voll.

Es gibt ja kaum noch heimische Hersteller - der Müll kommt nur noch aus China, wo man bis vor kurzem direkt zum Pollin-Angebots-Preis, aber ohne Versandkosten bestellen konnte.

Klar, das kann sich für jeden etwas anders darstellen...

Gerade heute noch von denen einen 10-Euro-Gutschein geschickt bekommen...

Ebenso. Wenn ich was finden würde hätte ich auch keine Bedenken den noch einzulösen. Das ist bei Pollin bei mir aber immer bisschen ein Problem. Dann und wann haben die echte Perlen. Finde z.B. schade das ich nicht gleich zwei Sätze der Sicherheits-Messleitungen bestellt habe. Die sind echt gut. In aller Regel ist aber Reichelt für mich passender.

Gruß

Manuel

Och, im "Warenkorb" ist fast immr manches, nur nichts wichtiges genug und zu wenig, um die Versandpauschale zu rechtfertigen. Den Gutschein bis 2.8. werde ich wohl entsorgen, aber ziemlich sicher kommt bald der nächste.

Ich habe mir gerade noch 100 Stück von denen bestellt:

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Braucht natürlich nicht jeder.

Max Pollin Senior ist letztes Jahr im Alter von 95 Jahren verstorben. Es kommt häufig vor dass in der Familie niemand ist der das Geschäft weiterführen kann oder will.

Angelika Reichelt

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da erfolgreicher. Das Interview war 2009,

2010 hat sie sich handverlesen externe Nachfolger gesucht.

MfG JRD

Christian Weisgerber, 2026-07-30 19:23:

Das ist jetzt nicht so überraschend. Es gibt noch Conrad und Reichelt als Konkurrenz und die Zeiten, wo Leute noch viel selber gebastelt und repariert haben, sind auch schon länger vorbei.

Hab jetzt noch was bestellt, aber auf Rechnung.

Am 04.08.26 um 17:32 schrieb Arno Welzel:

Hallo,

die Welt hat sich glücklicherweise weiterentwickelt. So sind mittlerweile erfolgreiche Repair Cafes entstanden.

An der Reparierfähigkeit einiger Geräte ist noch Spielraum nach oben. Bspw. Dyson, für den "Angriff" brauchts ein mega Werkzeuglager und viiiiiiel Zeit.

peter

Peter Thoms, 2026-08-05 08:45:

Die brauchen aber vermutlich auch nur einen Bruchteil der Teile, die früher Elektronikbastler regelmäßig gekauft haben. Und so wie ich das in Erinnerung habe, werden auch üblicherweise keine umfangreichen Arbeiten durchgeführt, sondern nur das, was mit dem vorhandenen Werkzeug und Ersatzteilen vor Ort möglich ist - und da die Räume in der Regel keine Elektronik-Fachwerkstätten sind, wird da wohl auch keine umfangreiche Auswahl an Bauelementen vorgehalten.

Rowenta X-Force Flex ist da erfreulich zugänglich. Übliche Schraubendreher und Standardwerkzeug reichen da vollkommen aus.

Am 07.08.26 um 15:25 schrieb Arno Welzel:

Hallo,

unterschätze die nicht, es sind immer mehrere Helfer vor Ort und können sich ergänzen.

Ein Teufel Bassreflex wurde nur deswegen nicht repariert, weil ein super kleines SMD Steuerteil für die Stromversorgung einfach zu heikel war.

Und im Internet hat sich auch niemand da rangewagt.

Das zweite Netzteil mit normaler Viper-SMD hätte repariert werden können, war aber nicht bedüftig, nicht von Ausfall betroffen.

peter

Standard-Bauelemente im Sinne von Widerstände, Kondensatoren, Dioden, ICs, sind ohnehin nicht wirklich Pollins Stärke.

---<)kaimartin(>---

Am 04.08.26 um 17:32 schrieb Arno Welzel:

Das Lötkolben und Seitenschneider reichen war gestern!

Das liegt eben auch daran das die Elektronischen Komponenten immer Zahlreicher und Hochintegrierter wurden und man dadurch weniger Möglichkeiten hätte ohne großen Aufwand an Werkzeug und (passenden) E-Teilen etwas repariert zu bekommen. Und die Kostenoptimierung bei der Herstellung (oder Geplante Obsoleszenz) tun ein übriges zum verunmöglichen von Reparaturen. Man will als Nutzer dadurch ja auch Geld und Zeit sparen (Neugerät vs. Zur Reparatur einschicken - wenn überhaupt noch angeboten).

Folgen der Wegwerfgesellschaft: Elektronik-teile Händler werden mangels Masse "weg geworfen".

Repair-Cafe's mögen da der einzig Mögliche Ausweg sein. Um die nötigen Werkzeuge nur ein mal an Zentraler Stelle anschaffen zu müssen.

Leider gibt es bei uns keine. Und Radio-Fernseh-Werkstätten schon ewig lange nicht mehr. Ist klar warum nicht!

Bye/ /Kay

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