MOS-Relais bauen

Jul 28, 2026 Last reply: 2 weeks ago 16 Replies

Hallo Leute,



ich brauche anlassbezogen einen NF-Verstärker. Das übrige Zubehör wird zu Verfügung gestellt. Also die Boxen plus Musik aus der Soundkarte. Jedenfalls möchte ich gern Lautsprecherrelais haben und würde dafür einfach was mit Mosfets machen. Aber ich hatte auch schon mal mit jemanden gesprochen, der einen Unterschied zwischen Strichpunktstecker und Litzenklemmterminal zu hören behauptet hat. Also: Hat das schon mal jemand gemacht oder wieso geht das micht?



MfG hjs


Am 28.07.26 um 09:06 schrieb Hans-Juergen Schneider:

Das ist eine sehr vage Anforderungsdefinition...

Das wäre sehr exotisch und ist wahrscheinlich auch eher unklug. Am Ausgang eines NF-Verstärkers hast du es mit Signalamplituden von mV bis (je nach Leistung) >100V zu tun, und den MOSFET über diesen weiten Bereich stets voll durchgesteuert in einer linearen Region zu halten, wird mindestens eine aufwändige Ansteuerung erfordern.

Gleichzeitig ist es vollkommen unnötig, da die meisten modernen Endstufen-ICs bereits eine Softstart-Logik beinhalten und kein Relais mehr brauchen.

Das glaube ich ausnahmsweise sogar mal, denn der alte DIN-Lautsprecherstecker war ein wackelkontaktiger Greuel mit oft hohen Übergangswiderständen. Angesagt sind Klemmen, (gute) Bananenstecker oder im Profibereich Speakon.

Das geht nur wenn du Knoblauch drüberstreust der bei Vollmond geerntet wurde.

w.

Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> schrieb:

Hilft Knoblauch nicht auch gegen Computerviren?

Avast jedenfalls ist wirkungslos. Bei reinen Text-Postings ist das aber auch egal.

(Man kann die Schlangenöl-Werbebotschaft auch wegkonfigurieren, muß das aber nach jedem Update wiederholen, weil das Schlangenöl die Werbung mit jedem Update wieder einschaltet.)

Es ginge schon:

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Aber was ist daran besser als mechanisches Relais ? Knackfreies Schalten eventuell, da man die Schaltzeit abbremsen kann.

Wenn man Kleinsignal schalten will gäbe es H11F1 H11F2 JFet-Optokoppler Die sind aber nicht wirklich klirrarm.

MfG JRD

Der AVAST ist sehr brav und warnt mich regelmäßich vor Russischen Websites, aber wie man die Werbung wechschaltet muß ich erst finden.

w.

Ja. Was er in Figure 5.1 zeigt schwebt mir vor. Allrdings nochmal mit RC, damit es sich langsam öffnet. Ich hab den IRLU8743 in der Schublade. Für erste Versuche.

Verschleißfreiheit und Softstart.

Mit AQY282 hab ich schon mal gemacht.

MfG hjs

Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> schrieb:

Dieses hier nennt man nicht E-Mail, sondern Posting. Es besteht aus reinem Text und KANN technisch gesehen überhaupt kein Computervirus enthalten. Das einzige, was Dein Avast hier macht, ist die Werbebotschaft anhängen.

Da bin ich anderer Meinung. Hängt stark davon ab, was der Editor oder sonst eine den Plaintext verarbeitende Instanz damit tut. Zum Einstieg:

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Prompt Injection in agentischen System wäre ein prominentes Beispiel aus der Gegenwart:

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Was macht

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mit (D)einem Computer? Ein Windows-.exe, Linux-Bashskript, usw. ist technisch gesehen auch nur Text - oder vielmehr ein binärer Datenblob, der irgendwie, irgendwo als Text interpretiert und (hoffentlich nur) angezeigt wird, weil da eine passende Dateinamenerweiterung dranhängt und Du da Ding mit Notepad++ aufmachst.

Volker

Ich weiß, aber kann es nicht abschalten.

w.

Am 28.07.26 um 09:06 schrieb Hans-Juergen Schneider:

Du willst keine MOSFETs im Signalweg der Lautsprecher hinter der Feedback-Schleife haben. Die Dinger sind nicht wirklich linear.

Wenn die alten Stecker und vor allem Buchsen so vergammelt sind, wie sie es nicht selten nach 10 Jahren waren, halte ich das sogar für plausibel. ;-) Die Übergangswiderstände von den Dingern waren zuweilen echt räudig. Vor allem nichtlinear, eher wie antiparallele Schottky-Dioden.

Es ist eine dumme Idee. Das macht man einfach anders.

Wenn man den Stromfluss auf elektronische Weise unterbrechen will, greift man in die Ansteuerung der Endstufe ein und macht die einfach hochohmig. Das habe ich bei meinen selber gebauten Verstärkern immer so gemacht. Das vermeidet die Unzuverlässigkeit von Lautsprecherrelais. Der erste läuft jetzt seit 40 Jahren immer noch im Wohnzimmer. In der Zeit haben bei allen anderen überlebenden (u.a. ein Grundig R5000) schon zweimal die Relais aufgegeben. Es gibt zwei kleine Nachteile: Zum einen gibt es beim Einschalten ein leises knacken, weil man es praktisch nie schafft, die beiden Gegentakttreiber genau symmetrisch zu aktivieren. Zum anderen kann das naturgemäß nicht davor schützen, dass eine durchlegierte Endstufe die Lautsprecher grillt (DC-Erkennung). Aber in so einem Fall schaltet man sowieso besser das komplette Gerät ab.

Marcel

War nicht ursprünglich der Hauptzweck des Ausgangsrelais der Schutz des Lautsprechers gegen durchgebrannte Ausgangstransstoren? Abschalten in deren Ansteuerung hilft dann nicht mehr.

Wie genau?

Dann lassen wir doch einfach mal diese drei Milliohm nichtlinear sein.

Ich will Leistungs-OPVs nehmen. Konkret den LM1875 weil der Betriebsspannungsbereich verlockend ist. Der hat nur diese 5 Beine.

Neulich hab ich den TDA7297 verbastelt. Bei dem klappt das wunderbar.

Also: Lange Rede, kurzer Sinn: Wo ein Wille ist, da ist auch immer ein 'geht nicht'. Dann kam einer und hat's einfach mal gemacht:

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Schaltung ist so einfach dass Freiluftinstallation das Mittel der Wahl ist (mein Garagnradio hat Cinch für die Leutspreecher). Fazit: Außer der Verzögrung hört man keinen Unterschied zwischen den Kanälen. Der geplante Sofstart funktioniert vielleicht jenseits von 50 A, bei kleiner Leistung schlägt die Schwellspannung spontan zu. Das ist auch der Grund, warum die Verzögerung 1/4*RC ist.

MfG hjs

Am 31.07.26 um 10:29 schrieb Hans-Juergen Schneider:

Dann hast du ganz grob überschlagen etwa 0.1% Verzerrungen mehr. Und es bleibt wahrscheinlich nicht bei den drei Milliohm, welche nur den Idealwert eines stets voll durchgesteuerten MOSFET darstellen.

Warum unbedingt den?

TDA7293/TDA7294 und Kollegen haben mehr Leistung, einen größeren Betriebsspannungsbereich, bei kleinen Leistungen weniger Verzerrungen, Softstart, umfangreiche Schutzschaltung.

Am 31.07.26 um 01:16 schrieb Axel Berger:

Eine Schutzschaltung erkennt, das Gleichspannung am Ausgang anliegt und schaltet entweder das Gerät über das sowieso vorhandene Standby-Relais aus oder schießt die Schmelzsicherung der Endstufe via Crowbar.

Nein, so lieb sind die Hersteller der meisten Geräte nicht. DC-Check haben bei weitem nicht alle. Die Einschaltverzögerung geht damit. Andernfalls würde es mehr als ein bisschen Plop machen.

Mit einem Relais in der AC-Leitung zum Beispiel. So implementieren es die Yamaha-Receiver hier. Bösartigere Naturen nehmen auch eine Crowbar und lassen damit die Schmelzsicherung fliegen. Geht halt schneller.

Marcel

Ich kann den sogar mit 20 V aufmachen. Dafür hat dann das Datenblatt gar nichts mehr. Und es könnte auch sein, weil ja zwei Stück antiseriell betrieben werden, dass sich Nichtlinearitäten kompensieren.

Hab ich in der Schublade. Macht auch die Stromversorgung etwas einfacher. Besonders hohe Ansprüche habe ich nicht. In fünf Wochen muss das Ding fertig sein. Mit Gehäuse und auch sonst allem drum und dran. Und ich kann nicht ununterbrochen dadran basteln.

MfG hjs

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