PC als Datenlogger

Nov 19, 2025 Last reply: 7 months ago 109 Replies

Nur um es klarzustellen:

Die Steckdose zeichnet nicht im Sekundentakt auf, aufzeichnen muß man irgendwie am Computer. Man kann aber sekündlich Werte abrufen. Soll heißen: Die Steckdose hat keinen Meßwertspeicher (bis auf einen kWh-Zähler für den Gesamtverbrauch).

Vermutlich könnte man eine Third-Party-Firmware entwickeln, die aber das Mitstoppen ab einem gewissen Schwellwert übernimmt. Ein Skript auf einem Computer ist vermutlich trotzdem weniger Aufwand.

/ralph

Ja, ist klar - ersetze "aufzeichnen" durch "messen" ...

Oder ein Skript auf einem ESP32 oder Pico-W. Der könnte auch gleich das Logging und die Auswertung der Daten übernehmen. Dazu bräuchte der PC nicht dauernd laufen. Es reichte aus, täglich oder sogar wöchentlich die Daten über den Webserver des Controllers abzurufen. Für einen Logeintrag reichen locker 8 Byte (4 Byte Zeitstempel und

4 Byte Einschaltdauer). 1 KiB reicht für 128 Schaltvorgänge, was vmtl. kaum an einem Tag anfällt. Mit 8 KiB kann schon eine Woche geloggt werden.

Oder noch einfacher (aber so weit waren wir schon einmal) einen kleinen HAOS Server (Raspi), der schickt dann einfach eine Mail, wenn was verrutscht...

Am 25.11.25 um 17:46 schrieb Eric Bruecklmeier:

...

Hallo,

um diese faktisch als gesetzt gegebene Komplikation aufzuziehen kann man im Grunde auch auf ein beliebiges Objekt ausweichen. Vorzugsweise auf Objekte, die eh in der Nähe griffbereiter rumliegen als eine Wasserpumpe oder Saugfilter.

Was ich als Workflow ganz praktisch finde, ist mein standalone Datenlogger (Temp/Luftfeuchte). Die Ausgabe erfolgt in .pdf oder .csv Der kann angeblich akustischen Alarm und soll pro Batterie so 2 Jahre aktiv laufen.

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Ich könnte so etwas im DIY nicht in absehbarer Zeit aufziehen.

peter

Am 20.11.25 um 12:33 schrieb Frank Müller:

Aus meiner DOS Zeit würde ich als Fazit sagen das Abstürze an allem möglichen gelegen haben können - aber nicht wenn DOS gestartet ist um genau EIN Programm dauerhaft laufen zu lassen, außer dieses Programm selbst stürzt ab oder macht etwas dummes das DOS mit reißt.

Das war damals ein Singe-Task/Single-User System das von Haus aus weder Watchdogs noch Schutz gegen Speicherüberschreibung oder sonstiges hatte. Aber eben auch keine anderen Programme die dem einen in die Arbeit hinein grätschen könnten.

Die Hauptgründe das DOS Rechner damals abstürzten sind nach meiner Meinung

- Hardware-Defekte (die JEDES OS in die Knie bekämen)

- Experimente mit mehreren Programmen oder Konfigurationen

- Fehler in Programmen, Treibern oder Inkompatibilitäten.

Aber nicht ein DOS und EIN Programm die unverändert durch laufen sollten.

Und damals waren die PC zwar langsamer aber DOS war eigentlich Schnell geladen. Wenn keine Daten verloren gingen war ein gelegentlicher Absturz eigentlich nicht weiter Tragisch. Man suchte nach einem HW-Defekt und wenn es keinen gab muß es an der Software gelegen haben. Schreibt man sie selbst kann man es fixen. Sonst muß man drauf warten das der Hersteller es tat. Probleme mit Klapprigen/Festsitzenden CPU-Lüftern gab es auch erst ab 386 oder höher. Davor war der einzige Lüfter im Netzteil und fächelte auch im Gehäuse herum.

Außerdem wurden die PC's damals üblicherweise Eingeschaltet um etwas zu erledigen (statt auf Updates zu warten) und danach schlicht wieder aus geschaltet. Ja, das ging - wenn man kein schreibcache-tool im Hintergrund verwendete. Arbeit erledigt, Netzschalter drücken und AUS. Denn, es lief ja immer nur DAS *eine* Programm (Singular).

Will sagen: Wenn nach einer gewissen Zeit ein Thermisches Gleichgewicht herrscht und er weiter durch läuft dann wären es eher Externe Faktoren wie ein Heißer Sommertag die ihn in's Schwitzen brächten.

Ein Win9x oder XP hätte nach so was erst ewig Datenkrümel auf der Platte wieder zusammen gepuzzelt. DOS Rechner hatten RESET-Taster... ja, genau DAFÜR. Um den (noch Echten) Netzschalter zu schonen. Denn der Trennte das Schaltnetzteil wirklich noch Primärseitig ab, meist sogar zweipolig. ;)

Es gab ja nur den Bootsektor-code und drei dateien auf der Floppy/Platte/Partition die im Grunde das ganze DOS ausmachten. Der rest ist beiwerk das man nicht zwingend brauchte. Einfacher geht's kaum. Je weniger Komponenten um so weniger Fehlerquellen. Dagegen ist alles ab Windows 1.0 ein Komplexitäts-Monster.

Kurz: DOS ist nicht so schlecht gewesen wie sein (Ver)ruf.

N.B. Mein Erster PC hatte einen 286 mit 6 MHz. Der nächste hatte Doppelten Takt, mehr RAM und mehr Plattenplatz. Denen folgten noch etliche weitere. Alle selbst zusammen gestellt und gebaut. = BTDT.

Bye/ /Kay

Am 27.11.25 um 01:59 schrieb Kay Martinen:

Gerätetreiber und TSR-Programme (die im Hintergrund lauern und auf einen Hotkey hin aktiv werden) gab es schon reichlich.

Spätestens bei Netzwerk oder CD-ROM wurde es haarig, denn deren Treiber verbrauchten beträchtliche Mengen der knappen 640KB und waren keine Ausgeburten an Stabilität. Ich erinnere mich düster an Zeiten, wo man sich schon beim Booten überlegen musste, was man tun möchte und die richtige Kombination aus autoexec.bat/config.sys auswählen musste, weil bei einer Komplett-Konfiguration mit allen für das System nötigen Treibern einfach zu wenig RAM übrig blieb.

Es war sein Kind seiner Zeit.

Eigentlich waren aber alle sehr froh, als man mit Windows 3.x dann nicht mehr spezielle Treiber für sämtliche Permutationen aus Peripheriegerät und Anwendungsprogramm brauchte, mehrere Programme parallel laufen lassen konnte und die 640KB-Hürde endlich Geschichte wurde.

Sah bei mir ähnlich aus. Allerdings habe ich die DOS/Windows-Welt schon vor ~20 Jahren beiseite gelegt.

"Kay Martinen" schrieb:

Bei DOS hatte man selten nur DOS alleine laufen, da mußten schon noch einige Treiber in der config.sys und autoexec.bat geladen werden damit das einigermaßen benutzbar war. Auch wenn man dann nur eine Anwendung gestartet hat waren doch noch einige Sachen mehr, die auch in dem nicht Multitaskting-System ständig mit ihren Interrupts das System instabil machten.

Frank

Hi Frank,

BTDT

Wozu hätte ich das seinierzeit tun sollen, um den S0 des Stromzählers in eine Anzeige (schönes großes Zeigerinstrument, wie im Schulunterricht auf dem Lehrerpult) umzusetzen, damit man in der Küche erkennt, dass man jetzt lieber Herd und Ofen reduziert und sich nach den Stromfressern umsieht, um die 11 kW im Vereinsheim nicht zu reißen...

Marte

Am 19.11.2025 um 17:43 schrieb Frank Müller:

[...]
[...]

Moin,

ich denke da an eine Fritzbox und diese Fritzsteckdose. Fritz!200 oder so. Da ist das logging eingebaut. Die kumulierte Einschaltzeit ist auf der Weboberfläche zu sehen.

Gruß Gunther

53.5 Jahre nach dem Altsprachlichen Abi: Der Plural von status ist status (mit langem U). s. U-Deklination

Aber ansonsten: Dranbleiben. Vielleicht ne andere Leitung der RS 232 abfragen? Nen Centronics-Port hat das Rechenmöbel vermutlich auch nicht mehr, oder?

Gruß, U.

Nicht Statuten? Mit Euren Latrinen könnt ihr Koniferen mich überhaupt nicht imprägnieren.

SCNR, Volker

Wenn Du meinst, Du hast nen Idioten vor Dir, da bist Du bei mir aber genau richtig! :)

Glauben Sie doch ja nicht, wer Sie sind, Siiiiiiieee! :)

AB hier OT: Statuten sind doch so Figuren aus Hartmaterial, die man in nen Park stellt, oder?

Gruß, U.

"Ulrich G. Kliegis" schrieb:

Ich habe mit FreeBasic eine Sprache gefunden in der man alle möglichen Eingangsleitungen des RS232 problemlos abfragen kann, selbst wenn er nur ein Adapter ist der am USB hängt.

Der hat nur USB. Früher habe ich viel mit den Parallel-Port gebastelt, aber heute wird der kaum noch von den aktuellen Programmiersprachen richtig unterstützt, und selbst wenn ist der meist nur noch zu Ausgabe zu gebrauchen, aber nicht zur Eingabe.

Frank

"Ulrich G. Kliegis" schrieb:

Kommt drauf an ob der Anschluß am PC ein Stecker(COM) oder eine Buchse(LPT) ist. Verwechseln kann man da nicht viel.

Frank

Am 05.12.25 um 09:57 schrieb Ulrich G. Kliegis:

Das sollte man beizeiten durch passende Controller-Boards ersetzen, da aktuell käufliche PCs kaum noch Parallelports haben und aktuelle (Multitasking-)Betriebssysteme keine Bitfummelei mit präzisem Timing mehr erlauben.

Boards auf Basis der GRBL-Firmware sind billigst zu haben ziemlich transparent. Hier kann man tatsächlich jeden Schrittmotorkanal einzeln mit Endschaltern konfigurieren und per G-Code komfortabel steuern, je nach Board via seriell, USB oder LAN.

Am 05.12.25 um 10:05 schrieb Frank Müller:

Leider hat IBM damals eine Konvention eingeführt, welche genau invers zu den etablierten Industrienormen war - diese sehen an seriellen Endgeräten eine DB25-*Buchse* vor, während Druckerschnittstellen als D-Ribbon ("Centronics") Buchse auszuführen sind. Stecker gehören an Kabel.

Beim Blick über den Consumer-Tellerrand ist die Verwechselungsgefahr also nicht nur gegeben, sondern sogar prädominant.

"Hergen Lehmann" schrieb:

Am PC ist ein Stecker und am Endgerät eine Buchse, da braucht man nur noch eine Verlängerung und schon kann man alles zusammen stecken. Ich hatte damit nie Probleme. Erst jetzt als ich am TV den 15pol. VGA-Anschluß nutzen wollte brauchte ich ein Kabel was auf beiden Seiten Stecker hatte...

Frank

Das kann nicht sein, es sei denn, alle Modemhersteller hätten sich nach IBM gerichtet. Serielle Kabel nach Norm sind Stecker-Buchse. Eine direkte Verbindung zwischen Endgeräten war ursprünglich nicht vorgesehen.

Wäre die rechnerseitige Buchse identisch zur druckerseitigen, könnte Ausgang gegen Ausgang arbeiten. In der Regel wird deshalb genau das vermieden.

Deshalb hat später ja auch u.a. USB die klare Unterscheidung zwischen A und B. Die verbreiteten A-A-Kabel sind normwidrig und wurden vor dem Aufkommen der Mikrostecker verwendet, weil flache Gehäuse zu klein für eine B-Buchse waren.

Ich hab in meinem Leben vielleicht ein oder zwei A-A-Kabel (darf man "Scheißkabel" sagen ;) in der Hand gehabt. "Verbreitet" würde ich die nicht nennen.

Mit USB-C sieht allerdings alles wieder anders aus. Ich bin froh, dass man die Kabel jetzt meistens/immer in beide Richtungen (Ende zu Ende und Orientierung in der Buchse) vertauschen darf. Ausnahmen finde ich, auch dann, wenn sie dokumentiert sind, ziemlich dumm.

/ralph

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