ROTFL. Wenn Du so ein paar wertlose Häuser in der Nähe vom Frankfurter Flughafen überhast, können wir gerne ins Geschäft kommen.
Umgesiedelt wird sowieso, und einige Grundstückserwerbe waren zu solchen Konditionen, dass es für Schlagzeilen gut war. Es geht eher darum, ob man für die Hütte xxx K mehr abzocken kann.
wobei die Privaten eher die lokalen Spekulanten mit dem großen Verzögerungshebel sind und der Buerger der real existierende Steuerbürger ist, also zwischen qualifiziertem Facharbeiter und Mittelstand.
Das funktioniert wie bei der AVUS. Die war schon fast zu Kaisers Zeiten da, schnurgerade und alleine im Grunewald. Dann haben alle die billigen Grundstücke an der Autobahn gekauft und eine Hütte draufgestellt. Im Grunewald gibt's auch recht edle Adressen und daran kann man anknüpfen. Als nächtes wurden zuerst wegen Unzumutbarkeit die jährlichen Autorennen verhindert ( vor ~20 Jahren) und mittlerweile ist die Autobahn unten am Nicolasee / Dreilinden wegen grausiger Lärmbelastung schon auf 60 Km/h runtergedimmt.
Falls die dort demnächst eine Tempo-30-Zone aufmachen werde ich kein bisschen überrascht sein.
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Ich bin Mitglied in einem Berliner Segelflug-Verein, etwa
30 Hanseln, existiert seit 1924. Wir hatten zusammen mit noch 2 Vereinen ( noch 80 Hanseln) ein Segelfluggelände zwischen Wolfsburg und Celle. Weil das von Berlin aus unpraktisch weit weg ist ( 500 Km / Wochenende) haben wir nach der Wende versucht, einen Segelflugplatz näher bei Berlin zu errichten.Aus einer Liste von alten Agrarflugplaetzen haben wir einen Acker (wörtlich) gefunden, wo ein kurzes Stück so flach war, dass dort ein Dromedar (ein geflügelter Gifttank mit fettem Motor und Pilotensitz) DDT und Sprit nachladen konnte. Ansonsten wuchsen dort Sonnenblumen und Futtermais.
Ich kann mich noch gut an die erste Gemeinderatssitzung erinnern, als wir unser Projekt vorgestellt haben. Die Leute mutierten sofort zu DagobertDucks mit $$-Zeichen in den Augen, mit völlig irrationalen Vorstellungen wie 110 offensichtlich sagenhaft reiche Wessies das Dorf sanieren könnten.
Die 1200 * 300 m Acker zerfielen alsbald in 150 Einzelgrundstücke, teilweise 10 m2 groß, jedes möglichst mit mehreren potentiellen Alteigentümern, das Produkt von Quadratmetern und Quadratmeterpreis im Wesentlichen konstant... Das Katasteramt sah sich aus Datenschutzgründen auch völlig außerstande uns mitzuteilen, wem die 10 m2 möglicherweise gerade gehören könnten.
Wir haben viele Jahre verloren und sind dann in das Projekt eines weiteren Vereins bei der benachbarten Kreisstadt eingestiegen. Da gab es zwar auch abstruse Vorstellungen: Quadratmeterpreise wie für Gewerbeflächen, Bombenaltlasten, altes Kerosin auf dem Grundwasser, und wir sollten einen richtigen Flugpatz mit Betonpiste für die Learjets der sich sicherlich bald ansiedelnden Industrie bereitstellen & betreiben.
Immerhin war geklärt, daß es auf dem alten Militärplatz keine schlimme Radioaktivität gab, obwohl dort im kalten Krieg immer 'ne MIG mit warmer Turbine stand, mit einer Bombe unterm Bauch.
Aber nach nochmal 6 Jahren haben wir uns dann geeinigt.
Die Sonnenblumen auf den 150 Alteigentümereinzelgrundstücken sehen aus der Luft auch heute noch recht hübsch aus.
Der neue Platz ist jetzt 2 seit Jahren zugelassen. Wie lange ist die Wende her? So flott geht das in .de.
Gute Nacht, Gerhard