Notebook Akkus

Feb 01, 2009 25 Replies

Für meinen Dell habe ich einen alten originalen Akku, der bis auf die geringer gewordene Kapazität einwandfrei funktioniert, und zwei verschiedene neue Fremdakkus. Beide haben denselben Fehler:



Die Ladung erreicht nie 100 % sondern bleibt um 91 % stehen, der erreichbare Höchstwert sinkt dabei mit der Zeit und den Zyklen. Noch ist die Laufzeit recht gut, aber wie lange? Sehe ich das richtig, daß der Dell nach der Volladung die Ladespannung absenkt und das bei den beiden neuen jetzt nie tut und sie damit ziemlich belastet? (N.B: Das Notbook steht meistens eingeschaltet in der Dockingstation. Etwa viermal in der Woche nehme ich es mit, benutze es aber nicht jedes Mal unterwegs auch.)



Gibt es eine Erklärung für das Problem und gibt es vielleicht sogar eine Lösung?


Danke Axel

LIPO's verlieren mit der Zeit an Kapazit=E4t (LI-ION auch).

Diese Akkus darf man auf keinen Fall leer laufen lassen, sondern es sollten immer ca. 40% der Ladung im Akku verbleiben, damit man lange Freude daran hat.

Es gab mal ein Problem mit einigen BIOS'n, die die Laderegelung falsch angesteuert haben. Ein BIOS-Update kann bei Notebooks jedenfalls nicht wesentlich schaden, auch wenn die Hersteller sich mit den Spezifikationen, was ge=E4ndert wurde zur=FCckhalten so ist doch die Ladeelektronik einer st=E4ndigen Weiterentwicklung ausgesetzt. (Balancer, Ladeverfahren, Innenwiderstandsmessung, Schutzschaltungen vor pl=F6tzlicher Selbstentz=FCndung, ...)

Jaja, mittlerweile wird es problematisch die preiswerten Akkus von den billigen zu unterscheiden.

Wenn die Akkus von aehnlicher Qualitaet sind wie mein zuletzt gekaufter Handyakku so geht es bereits nach 10-20Ladungen steil bergab.

Eher unwahrscheinlich. Bei Handys wird der Ladezustand ueber die Spannung abgeschaetzt und da koennte ein Akku kurz vor dem Exitus so einen Zusammenbruch haben weil er mit der Belastung nicht klarkommt. Aber bei Laptops wird da normalerweise mehr Aufwand getrieben. Ich vermute mal in deinem Akku sind einfach schlechtere Zellen mit kleinerer Kapazitaet drin und dein Laptop merkt das sie voll sind wenn sie es noch nicht sein sollten.

Olaf

"Stefan Engler" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@k36g2000pri.googlegroups.com...

Hi, genauer: ein total entladener LiIon ist kein Akku mehr, sondern nurnoch Sondermüll. Selbst "leer" muß die Zellspannung stets oberhalb 2,6Volt liegen, sonst kannst Du den gleich entsorgen.

Die eigentlichen Probleme machen die internen Elektroniken, manche Hersteller bauen "dumb" und stellen nur die Sicherheit fest, ein intelligenter Akku mißt seine Ladung UND seinen Zustand. Was allerdings viele NBs heutzutage wenig kümmert, die meisten "schätzen" ihre Laufzeit eh selber. Wenn der Hersteller also seine Akkus fremdzukauft, hat das Bios ev. wenig Anpassung an den jeweiligen Akku und überlädt den, und der Hersteller hat das sozusagen quick&dirty verhindert. Vielleicht ein Relikt der Sony-Akku-Pannen kürzlich, da waren wenig heile LiIon verfügbar und man mußte nehmen was ging...

mfg, gUnther

Axel Berger schrieb:

Für die Ermittlung des Ladezustandes wird das Ding vermutlich auch nichts anderes tun als die Akkuspannung zu messen, denke ich. Womöglich haben die Fremdakkus da einfach ne Macke bzw. kommen aufgrund der Zellen oder evtl. irgendwelcher Beschaltung nicht auf die Endspannung der Original Akkus.

Kannst ja mal alle drei Akkus durchmessen.

Sollte der Ladezustand irgendwie durch Akkumulation der Ladeströme gemessen werden (ich glaube, der Akku in meinem MacBook kann das), dann haben womöglich beide Fremdakkus weniger Kapazität als der Originalakku oder die Schutzschaltung springt früher an. Oder der Controller im Akku ist einfach nicht präzise nachgebastelt.

- Carsten

*C.P. Kurz* wrote on Mon, 09-02-02 02:01:

Das dürfte ohnehin der Fall sein. Um meine Frage zu präzisieren: Miese Qualität und geringe Lebensdauer sind wohl zu erwarten. Bedeutet die Tatsache, daß das Notebook nicht von "Laden" auf "Voll" umschaltet eine zusätzliche Belastung und Lebensdauerverkürzung? Aus den bisherigen Antworten entnehme ich ein Nein und brauche also keine irgendwie geartete Sonderbehandlung einzuleiten.

Danke Axel

Nein.

Bei Li-Ion sitzt der Ladecontroller *immer* im Akkumodul. Er speichert auch den Ladezustand des Akkus und das ist auch essentiell für diesen Akkutyp. Das Notebook kann über eine proprietäre Schnittstelle diese Daten auslesen.

Ersetze MacBook durch alle Notebooks mit Li-Ion.

Die Kapazität eines Li-Ion Akkus ändert sich ständig. Es wird mit der Zeit immer weniger. Das Notebook kennt die Akkukapazität nur aus den vom Ladecontroller gelesenen Daten.

Letzteres wäre möglich. Oder das Balancing ist nicht oder falsch implementiert, damit er nach ein paar Zyklen hin ist.

Marcel

Imho ist das Produkt "Akku" vergleichbar mit diesen Schoko-Eiern, wo "Kinderüberraschung" draufsteht. Man zahlt viel, weiß aber nie, was man bekommt. Selbst nach dem Kauf weiß man noch nicht, was man bekam, außer, daß man einen hohen Preis für die (benötigte ?) Mobilität bezahlte.

Ohne eine Sünde begangen zu haben (außer eben dem Akku-Kauf), muß der Käufer die Strafe des Sisyphos erleiden: Immer wieder laden, und immer wieder kaufen, während Akku-Produzenten dieselben Vorzüge genießen wie die Hersteller von Toilettenpapier: Der Bedarf läßt nie nach, und Verbrauch sowie Umsatz sind gesichert :-).

Grüße, H.

PS Wenn erst die Elektro-Autos mit Akkus kommen, werden wir einen zusätzlichen Standstreifen an den Autobahnen brauchen. Mit Lade- Stationen. Da könnten wir doch besser gleich eine Oberleitung legen und Autos mit Stromabnehmern bauen.

Am 02.02.2009, 12:36 Uhr, schrieb Heinz Schmitz :

Da würde mir doch das Prinzip "Cablecar" besser gefallen. ("Gusseisern", wie jemand hier sagen würde. :) ) Oder eine Stromschiene in alle größeren Straßen integrieren. Oder gleich einen Schlitz mit Wanderfeld-Linearmotor à la Magnetschwebebahn, wenns etwas deutscher und teurer sein darf... Braucht man nur noch einen kleinen Pufferakku oder meinetwegen einen kleinen Verbrennungsmotor für die "letzte Meile". Dazu anstatt der LKW-Spur ein Förderband für Lasten. :-/

Jaja, Wunschträume...

Ansgar

Mails an die angegebene Adresse erreichen mich - oder auch nicht. Nützliche Adresse gibt's bei Bedarf! Mail to the given address may or may not reach me - useful address will be given when required!

Axel Berger schrieb:

Hallo,

ein bereits gebrauchter Akku der schon etliche Zyklen hinter sich hat, der hat eben keine 100 % mehr sondern weniger, durch weitere Zyklen sinkt die verfügbare Kapazität noch weiter, das ist ganz normal bei Akkus. Nicht normal wäre es wenn der Akku für 123 Zyklen 100 % hat und dann auf einmal 0 %.

Die 100 % bedeuten nicht Akku voll geladen, sondern 100 % der angegebenen Nennkapazität. Wenn ein voll geladener Akku nur noch 91 % anzeigt, dann ist er eben schon etwas gealtert und hat nicht mehr die Nennkapazität sondern nur eben 91 % davon.

Bye

Normalerweise sagt dir der Akku auf Anfrage einiges (*) und dein Laptop listet einen voll geladenen Akku immer als '100%' damit du dir nicht merken musst welcher deiner Akkus im Moment bei welcher Zahl voll ist.

(*) Spannung, Entladestrom, Kapazitaet (Design, Voll, aktuell) usw.

Ein Laptop der einen Akku immer nur bis 91% laedt hat ein Problem, entweder in der Software zur Akku-Ueberwachung oder in der Hardware (Zellen passen nicht zum Regler).

Du benutzt selten Laptops, oder?

Gerrit

Gerrit Heitsch schrieb:

Hallo,

die Lösung ist auch nicht so toll, der eine neue Akku mit 100 % reicht dann für z.B. 4 Stunden Betriebszeit, der andere gebrauchte Akku mit 100 % reicht nur noch für 3 Stunden und ein ganz abgenudelter trotz 100 % nur noch für 2.

Bye

Nein, niemals. Da drin sitzt nur ein "Stromzähler", und die Schutzschaltung. Ladespannung- und Strom werden im notebook erzeugt.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Ja, aber da man seine Akkus, wenn man mehr als einen hat, irgendwie markiert merkt man sich das mit der Zeit automatisch.

BTW: 2 Stunden und 'ganz abgenudelt' passt nicht zusammen. Unter 'ganz abgenudelt' verstehe ich '

Gerrit Heitsch schrieb:

*Uwe Hercksen* wrote on Mon, 09-02-02 13:06:

Und deshalb zeigt das Ladeicon bei diesen beiden auch nie "voll" an? Und was ist mit dem alten Originalakku? Der erreicht selbstverständlich noch immer 100 %, nur die Spanne zwischen 100 % und 10 % ist bei ihm in Stunden oder in Ah kleiner geworden. Alles andere wäre ja auch vollkommen Banane. Soll ein guter neuer bei Volladung etwa 200 % anzeigen?

Hmm, ist wohl eine Nomenklaturfrage. Unter Controller verstehe ich eher die Steuerung. Der Regler sitzt natürlich nicht im Akku.

Aber es ist richtig, dass einige Konstruktionen nur einen permanenten Speicher im Akku selbst haben, und der Rest im Notebook untergebracht ist. In jedem Fall steht aber in diesem Speicher nachher das Ladungsintegral (mit allerlei Korrekturfaktoren) und noch weitere, historische Werte (z.B. letzte Kapazität). Für die Selbstentladungsrechnung könnte zusätzlich noch ein Zeitstempel drin stehen. Es ist allerdings schwer herauszubekommen, welche Geräte das wirklich berücksichtigen.

Aus Sicht des Nutzers ist das aber auch ziemlich egal. In jedem Fall bilden Akkufüllstand und Akku eine Einheit.

Die spannendere Frage ist, wo die ganzen Korrekturfaktoren stehen. Diese könnten bei einem Billigakku nämlich falsch oder eben abweichend sein, weshalb das Ladungsintegral dann entsprechend Abweichungen anhäuft. Es gibt auch ziemliche Unterschiede, wie die ganzen Parameter dynamisch im Akkuleben korrigiert werden. Von gar nicht bis ganz brauchbar gibt es da die ganze Bandbreite.

Marcel

, =A0

...und warum dann nicht gleich mit einem beweglichen Stahlkabel? Dann braucht man wenigstens nichts neues zu erfinden. :-) Gruss Harald

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