Moulinette S (Typ643.02, Code 210) öffnen?

Nov 14, 2007 192 Replies

Hallo zusammen,



da kommt man nichtsahnend nach Hause und wird gleich mit einer defekten Küchenmaschine konfrontiert... Es handelt sich um eine fast schon antike Moulinette S, die, wenn ich den Aufkleber im Fußteil richtig interpretiere, seid nunmehr 37 Jahren (nicht nur bei uns) ihren Dienst tut.



Leider widersetzt sich das gute Stück einer nondestruktiven Öffnung, deswegen hier die Frage: Hat jemand eine Ahnung, wie man das Ding aufbekommt?



Es handelt sich laut Imprint um den Typ 643.02 / Code 210 der Moulinette S.



Das Ding besteht im wesentlichen aus zwei Halbschalen. Davon würde ich gerne die obere abbekommen, um mich mal näher mit dem Schaltkontakt und den Kohlen zu unterhalten. Viel mehr kann an dem Ding ja nicht kaputtgehen -- und nachdem die Kontrolleuchte brav ihrer Funktion nachkommt, liegt's auch nicht an der Zufuhr.



Bevor ich also brutalste Gewalt einsetze, deren Folgen nur unter massiver Zuhilfenahme von Heißkleber und Gator Tape wieder zu beseitigen sind, hat vielleicht jemand einen Tip...?



Rainer



Hier wuerden Photos helfen. Bei vielen Geraeten kann man vorsichtig die Gummifuesschen aus ihren Loechern ziehen und darunter tauchen dann Schraubenkoepfe auf. Nicht oeffenbare Schnappverschluesse oder Verklebung kam in Deutschland m.W. erst spaeter auf, Moulinex ist aber eine franzoesische Marke.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

On Wed, 14 Nov 2007 09:40:46 -0800, Joerg wrote in de.sci.electronics:

Und war schon sehr früh für (Fast-)Nicht-Reparierbarkeit bekannt. Die Sprechweise der damals schon nervigen Fernsehwerbung (Muuuuh-liiii-nnnecks) variierte man daher schnell zu Muuuh-Liiin--- Ex!

Die waren, wimre, auch mit die ersten, die die Verschraubungen mit diesen inversen Bohrschneiden-Schraubenköpfen, wo die Schraubendreherklinge nur beim Zudrehen ein Widerlager findet, einsetzten.

Verschraubungen oder Verriegelungen verbargen sich damals aber auch gern hinter Typenschildern, unter Zieraufklebern, es war der Beginn der Ex- und Hopp - Geräte. Daher auch Moulinex und hopp. Wirklich erstaunlich, daß das Ding bei Euch soooo lange gehalten hat.

Gruß, U.

Gruß, U.

Das hat mich noch nie abgehalten. Notfalls ging's mit Sekundenkleber. Letztens so ein Ladegeraet repariert. War billig, aber 15 Minuten Reparatur sind besser als 45 Minuten auf dem Highway.

Was die Hersteller nicht raffen, ist dass damit der Kunde immer weniger bereit wird, gutes Geld fuer gute Ware zu bezahlen. Nur noch "billisch". Vorigen Monat ist unsere gute deutsche Kaffeemaschine kaputtgegangen. Wenn es fuer

Joerg schrieb:

Vermutlich die einzig wirkliche Anwendung für Sekundenkleber. Eben für 'einge Sekunden'.

Rainer Buchty schrieb:

ike

tiere,

vielleicht mal auf

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fragen?

Guido

Joerg schrieb:

Bei uns heißt das 'Mamabuch' und manchmal habe ich Wölkchen drinnen ;)

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Wenn man da nach einer Woche immer noch kein Erledigt-Haekchen dran hat, wird schnell eine dunkle Wolke draus.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Henry Kiefer schrieb:

Und verschließen von Platzwunden, ist besser als nähen. Auch eigentlich stinknormales Cyanacrylat, nur ein bischen reiner.

Also ich finde Sekundenkleber hat schon seine Daseinsberechtigung, neben den Pfuscher-Beststellern Gaffa, Heißkleber und Kabelbindern.

Viele Grüße, Johannes

"PS: Ein Realname wäre nett. Ich selbst nutze nur keinen, weil mich die meisten hier bereits mit Namen kennen." -- Markus Gronotte aka "Makus" aka "Kosst Amojan" aka "maqqusz" in de.sci.electronics
*Joerg* wrote on Wed, 07-11-14 20:55:

Da nehme ich ohnehin konsequent die allerbilligste. Was bei mir kaputtgeht ist nie etwas anderes als der Glaskrug (alle vier Jahre einmal fallenlassen oder so) und die sind teurer als eine neue Maschine.

Joerg schrieb:

Einmal vier Winterreifen wechseln bringt komischerweise eine Sonne.

Hier schneits - Henry

www.ehydra.dyndns.info

Ich habe gerade Samstag und Freitag getauscht. Samstag im Buero, weil's da regnet, Freitag Buesche roden. Gibt zwei Sonnen :-)

Wir laufen hier bei Sonnenschein in T-Shirts rum.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Du kippst dir das Zeug direkt in die Wunde rein? Oha.

Heißkleber nehme ich wenigstens nicht für Verbindungen, die Kräfte aushalten müssen, sondern eher als Füllmaterial. Zum Beispiel Dübel in brüchigen Altbauwänden. Man bohrt, kriegt den Dübel nicht fest. Also Heißkleber hinein in die Bohrung, Dübel gleich hinterher, etwas warten, Schraube hinterher, paßt.

Grüße, Holger

Hier gibt's die Glaskruege oft fuer um die $10. Aber irgendwann faengt das Tropfventil an zu siffen und so.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Dann beim Schmettern des "Oh Tannenbaum" hoert man nebenan ein ohrenbetaeubendes Kloetern ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Holger Bruns schrieb:

Natürlich nicht. Ich bin kein Arzt. Wäre ich einer, würde ich es.

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Links oben unter dem Logo (ganz klein) steht: "2-Octyl Cyanacrylate".

Viele Grüße, Johannes

"PS: Ein Realname wäre nett. Ich selbst nutze nur keinen, weil mich die meisten hier bereits mit Namen kennen." -- Markus Gronotte aka "Makus" aka "Kosst Amojan" aka "maqqusz" in de.sci.electronics

In article , Joerg writes: |> |> Hier wuerden Photos helfen. Bei vielen Geraeten kann man vorsichtig die |> Gummifuesschen aus ihren Loechern ziehen und darunter tauchen dann |> Schraubenkoepfe auf.

Es war sogar noch einfacher. Man sollte einfach jede Schraube lösen, die man findet und sich nicht von vermeintlicher Logik ("Neeee, die kann das üüüberhaupt nicht sein") leiten lassen.

War dann tatsächlich Kontaktbrand, Schalter durchgemessen, tut nix, also Schalter ausgebaut, zerlegt, die Kupferbestandteile angeschliffen, alles wieder zusammengebaut. Schaltet wieder.

Und wenn ich mir jetzt noch notiert hätte, wie die 5 Kabel an den Schalter gehören, täte das Ding auch wieder... Jaja, ich weiß. Sagt nichts.

Das Dingen sieht grundsätzlich so aus:

\ L -- ---[[[[]]]]-+--- O1 | +---------+ | +---( o )----- K +---+

S2 ----[[[[]]]]----- O2

Die [[[]]] sind jeweils die Windungen, ( ) die Kohlen, wie sie am Rotor "o" kleben.

4 Kabel kommen raus, der Farbe nach O1, O2 und S2 genannt. Die Kohlen sind durchverbunden und mit o1 fest verbunden. Dazu gibt's dann natürlich noch N.

Das ganze soll nun auf einen Doppelwechselschalter, der wie folgt aussieht (Ein-Zustand):

2 ----\ ---- 1 5 ----\ ---- 3 4 ----

k ist an Pin 5 angeschlossen, das ist das einzige, was ich mit Sicherheit sagen kann.

Also mal flugs den Kreislauf geschlossen, es wollen ja sicherlich beide Spulen angeregt werden -- so dachte ich zumindest -- und legte folglich N auf 2, O1 auf 4, S2 auf 1 und O2 auf 3.

Damit wäre im Einschaltzustand N auf S2, K (und damit auch o1) auf O2 verbunden.

Tut nur nix.

(Und ja, grundsätzlich täte sich schon was, die Konfiguration, die dazu führt, das Licht dunkler werden zu lassen, dabei den Motor leicht und ruckartig zu drehen und bei längerer Betätigung für angenehme Gerüche zu sorgen, habe ich auch schon gefunden -- man vertraut dann ja auch mal gerne auf das Erinnerungsvermögen langjährig gebogen verlegter Kabel :)

Die unsportliche (wenn auch verdiente) Maßnahme wäre nun, eine Moulinette auf eBay zu schießen -- die finden sich ja dort tatsächlich in gewisser Stückzahl, um das korrekte Anschlußschema zu ermitteln.

Aber vielleicht findet sich ja hier jemand, der meinem offenkundig mangelhaften Verständnis von Elektromotoren entgegenwirken kann...

Rainer

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