Mikrocontroller mit Ethernetanschluß

Jan 05, 2010 10 Replies

Hallo zusammen,



warum gibt es eigentlich noch keinen Mikrocontroller vom ATMega-Kaliber mit direktem Ethernetanschluß, d.h., integrierter Ethernet-Peripherie?



Viele haben ja schon 2 oder 4 serielle Schnittstellen integriert, aber für Ethernet habe ich da noch nix gefunden. Es gibt zwar z.B. Lösungen mit dem ENC28J60, aber was integriertes, bei dem man nur noch den Übertrager dranhängen muß, wäre doch da schön und einfacher.



Brauchen die Hersteller da noch Zeit zum Entwickeln, lohnt sich das nicht, oder habe ich da was übersehen?


Gruss * Holger Metschulat Holger * e-mail: homer@stellwerke.de, http://home.arcor.de/estw "Internet-Nutzung ist ein Privileg und kein Recht." (Rechnerraum-Ordnung an der Uni von 1994)

Und so sprach Holger Metschulat:

Was ist ein "ATMega-Kaliber". Ich hab ARMs und MSP430er mit Ethernet gesehen. Stückpreise allerdings ab zweistellig. Zumindest für mich als Endverbrater...

Roland

Gab da mal eine Diskussion in einer anderen Newsgroup, wo vermutet wurde, daß man andere Herstellungsprozesse für die Chips für die Ansteuerung eines Übertragers braucht, als wenn man eine stromsparende und preiswerte CPU entwickeln will. Vielleicht ist da was dran.

Sowas gibt es mit dem W7100:

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Was recht neues gibt es von NXP mit den LPC176* Bausteinen, z.B. der LPC1764, mit CAN, Ethernet (aber ohne integrierten PHY, nur per RMII), I2C, IrDA, Microwire, SPI, SSI, UART/USART, USB, 8x12 bit ADC, 1x10 bit DAC usw., der mit 11,48 Dollar allerdings auch nicht der preiswerteste Microcontroller ist:

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Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Naja, wenn man den Uebertrager direkt anschliessen will muss der PHY integriert sein. Besonders stromsparend sind die Teile aber nicht, laut Datenblatt braucht der IP101A (10/100MBit PHY) aktiv zwischen 100 und knapp 150mA, selbst im maximalen Powerdown (also kein Link mehr) sind es noch 11mA (bei 3,3V).

Verglichen mit GBit ist das natuerlich stromsparend, aber verglichen mit einem Mikrocontroller ist das eine Menge. Deshalb mag man ihn u.U. nicht fest integrieren wenn ihn nicht wirklich jeder braucht. Dann lieber nur den MAC-Teil und ein RMII integrieren wenn Ethernet schon sein muss. Selbst diverse SoC mit 1 oder 2x Ethernet (R3210 von RDC, RTL8186 von Realtek) brauchen externe PHY.

Integierte PHYs sehe ich eigentlich nur bei NICs und Switchcontrollern.

Gerrit

Gerrit Heitsch schrieb:

Ich hab hier einen µC mit integriertem PHY rumliegen: Hilscher NetX. Allerdings ist das schon ein SEHR spezieller Bolide und "etwas" grösser und sehr viel komplexer als ein ATMEGA. (Man benötigt z.B. spezielle Firmware vom Hersteller um die flexiblen MACs überhaupt zur Mitarbeit zu bekommen.)

Gruesse, Stephan

Roland Ertelt schrieb:

ARM ja, aber MSP430 würde mich doch sehr wundern.

Markus

wieso, gibts doch von Microchip, z.B.:

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PIC18F97J60 Familie.

Wird wohl auch oft benutzt, bei meinem Bestücker liegen jede Menge Boards von einem User rum.

Hat zwar nur 10Mbit, sollte aber mit allen neueren Standards problemlos zusammenarbeiten. Mein Lecroy Oszi hat jedenfalls auch ein 10Mbit Interface, da hats noch nie Probleme mit den Anschluss ans Hausnetz oder Laptops gegeben. Und dass da irgendwas zu langsam waere ist auch nicht festzustellen (z.B. Bildschirmdownload geht ruckizucki).

MIKE

www.oho-elektronik.de OHO-Elektronik Michael Randelzhofer FPGA und CPLD Mini Module Klein aber oho ! Kontakt: Tel: 08131 339230 mr@oho-elektronik.de Usst.ID: DE130097310

Am 05.01.2010 16:47, schrieb Holger Metschulat:

Gibts doch schon.

Zum Beispiel die 8000'er und 9000'er Serien von Luminary Micro (jetzt bei TI) mit Cortex M3-Kern. Oder Freescale MCF5223X (Coldfire).

Mit freundlichen Grüßen Frank-Christian Krügel

Und so sprach Markus Schaub:

Stimmt. Beim MSP hab ich mich verguggt. Das sind alles ARM-Cores...

Roland

Holger Metschulat schrieb:

Die PHYs scheinen eine andere Herstellungstechnik zu erfordern, das können oder wollen wohl nicht viele Hersteller.

Luminary (jetzt TI) hat diverse ARM Cortex-M3 mit integriertem

100MBit-Ethernet incl. PHY:

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Angesichts eines Einzelpreises von 12 EUR (Farnell) für einen der dickeren (LM3S6918 mit 256K Flash/64K RAM) verstehe ich nicht, daß noch jemand überhaupt über Lösungen mit EN28J60 nachdenkt - wenn man schon Ethernet macht, ist etwas mehr Speicher und eine 32-Bit-Architektur doch sehr hilfreich.

cu Michael

Jetzt nicht direkt was Du suchst aber sehr einfach via SPI an einen AVR anzudüdeln:

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Hab damit jetzt schon einige nette Sachen gemacht... Andre

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