Kopfhörerkabel reparieren

Feb 09, 2010 9 Replies

Hallo,



Ich bin ungeschickt und elektronik-unerfahren (aber interessiert *g*), und wollte deshalb folgende eingentlich einfach klingende Aufgabe lösen:


- aus 2 baugleichen kaputten Kopfhörern (jeweils eine Hörmuschel defekt) einen funktionsfähigen machen. Beim abisolieren der Kabelenden fiel mir nun auf, dass die inneren 2 Drähte nicht voneinander isolíert zu sein scheinen ?? Es handelt sich dabei um eine roten und einen kupferfarbigen Leitung , die augenscheinlich Kontakt miteinander haben, kann das sein ?



Mein Versuch, die beiden Kabelenden miteinander zu verbinden, ergab keinen Ton. Wer bringt mein Kopfhörer zum klingen bzw. Licht ins Dunkel dieser chinesischen Billigstware. Wegschmeissen ist natürlich diie beste Lösung, ich wills aber heile machen, und habe sogar noch passenden Schrumpfschlauch gefunden ;-) Gruß Angy



Die haben vermutlich eine dünne transparente Klarlack-Schicht drumrum, sind also isoliert.

Was hast du verbunden? Welche Kabelenden?

Bye, Stefan

Also schrieb Stefan:

Das blanke mit dem roten? Zwei Enden zusammengeknotet? ;)

Also: anständigen Lötkolben anwärmen, das rote und das kupferfarbene Käbelchen am Ende ca. einen halben Zentimeter vom Lack befreien und verzinnen (entweder mit sehr feinem Schmirgelpapier, 600er bis 1000er Körnung, und dann verzinnen, oder gleich mit dem Lötkolben und einer kleinen Perle flüssigem Lötzinn an der Spitze den Lack abbrennen, bis das Ende das Zinn gut annimmt - braucht je nach Lack etwas Geduld und ggf. zwei oder drei Anläufe). Dann die beiden verzinnten Enden an die entsprechenden Stellen des Hörmuschel-Lautsprechers anlöten, wo das Vorgängerkabel auch schon dran war. Dabei richtige Polung beachten, damit die linke und die rechte Muschel gleichphasig arbeiten. Wenn sie gegenphasig geschaltet sind, klingt es sehr seltsam, vor allem die Bässe.

Ansgar

*** Musik! ***

Hallo,

in der Hoffnung dich richtig verstanden zu haben:

Bei preiswerten Kopfhörern hast Du pro Ohr je eine isolierte Ader (rot i.d.R für rechts und weiß für links) und eine unisolierte (deine kupferfarbige). Am Stecker verbindest Du jeweils die unisolierte Leitung vom linken und rechten Ohr und lötest sie auf den Kontakt vom äußeren Ring des Klinkensteckers (Masse). Die rote und weiße Leitung gehen auf die inneren beiden Kontakte (was links oder rechts ist bitte selber mal googlen).

HTH Michael

"Stefan" schrieb im Newsbeitrag news:4b718e0a$0$7614$ snipped-for-privacy@newsspool1.arcor-online.net...

die Kabelenden der neuen Muschel mit den Kabelenden der abgeschnittenen, alten Muschel. Habe nun versucht den Lack mit einem Feuerzeug zu entfernen und dann erneut zusammendrillen, kein Ton. Ok, ein Einwegartikel bleibt ein Einwegartikel.

"Ansgar Strickerschmidt" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@invalid.invalid...

Danke für die Erklärung, wie es wohl am besten gehen würde. Habe meinen Ersa grad verlegt - nach paar Jahren ohne Nutzung - ich probiers vielleicht später einmal.

Moin,

angy s. schrieb:

Hört sich an wie Kupferlackdraht, also dünner Kupferdraht mit einer isolierenden Schicht grünen bzw. roten Lacks drum.

Versuche mal, von den abgeschnittenen Enden ausgehend mit dem Lötkolben und etwas Lötzinn dieses Lötzinn dazu zu bekommen, sich mit dem Kupferdraht zu verbinden. Durch die Hitze schmilzt die dünne Lackschicht weg und mit Glück kannst Du dann das so "blank" gewordene Kupferkabel am Stecker oder den Lötkontakten der Kapsel wieder anlöten. Sollte durch die Lötkolbenhitze allein die Lackschicht nicht "aufgeben", dann nehme etwas feines Schmirgelpapier zur Hilfe und versuche damit den Lack am zu verlötenden Ende der Kabel abzuschleifen und dann zu verzinnen.

Viel Erfolg

Kai

Also schrieb angy s.:

Mit Feuerzeug kriegst Du das wohl nicht richtig blank. Nimm lieber einen Lötkolben+etwas Lot, oder ein Stückchen feines Schmirgelpapier, V-förmig gefaltet, und dann die Adern ein paar mal dazwischen durchgezogen. Ich würde sie dann gleich richtig verlöten und wenigstens mit Isolierband (zur Not: Tesafilm) isolieren. Wenn Du ein Ohmmeter hast, kannst Du auch messen, ob das Kabel Durchgang hat, ob der Hörer angeschlossen ist (von Ader zu Ader sollten es dann ein paar Ohm sein, je nachdem was es für ein Hörer ist; 32-Ohm-Hörer haben einen Gleichstromwiderstand in der Größenordnung von 10 Ohm oder so. Wenn es deutlich weniger ist (unter 1 Ohm), hast Du irgendwo einen Kurzen drin, wenn es deutlich mehr ist als der Nennwiderstand des Hörers, ist die Verbindung nicht in Ordnung. Beim Dranhalten des Ohmmeters müsste es in der Hörmuschel auch mehr oder weniger knacksen oder rascheln...

Ansgar

*** Musik! ***

angy s. schrieb:

fekt)=20

Lackisolierung hei=DFt das Zauberwort.

Japp, weil eben isoliert.

=20

Da ist sicher das Kabel im Stecker gebrochen. Schmei=DF weg.

Guido

angy s. schrieb:

Hallo,

tja, mit einem Ohmmeter könnte man orten wo der Fehler eigentlich liegt, im Stecker, im Kabel und wo dort oder im Ohrhörer. Beim Anlegen des Ohmmeters an einen Ohrhörer müsste man den sogar knacksen hören, aber bitte dazu den Hörer nicht gleich ins Ohr stecken, der Knacks könnte sonst ziemlich laut sein.

Bye

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