Klirrfaktor realer Übertrager

Nov 03, 2019 Last reply: 6 years ago 1141 Replies

Am 05.11.2019 um 21:52 schrieb Helmut Schellong:

Bei welcher Abfall die Eckfrequenzen gemessen werden, ist Definitionssache, viele nehmen -3dB, manche -1dB.

Genaugenommen irrst du: Das Bel oder Dezi-Bel ist ein Leistungsverhältnis. 1B entspricht der zehnfachen Leistung, -1B der zehntel Leistung.

-3dB oder 0,3B entspricht einem Verhältnis von 10 hoch -0,3 = 0,5, also der halbe Leistung.

Daraus kann man natürlich auch die Spannungen berechnen, da kommt deine

1/Sqrt(2) inSpiel.

Aber wie Horst Winzler schon geschrieben hat, kommt bei der empfundenen Lautstärke die Hörkurve ist Spiel, so dass erst +10dB einer Lautstärkenverdoppelung entspricht.

Alfred

Die Formeln für dB lauten: dB= 20 lg(1000) = 60 dB= 10 lg(1000) = 30 für Nichtleistung und Leistung.

Das paßt nicht zum Kontext.

+10dB Schalldruck verdoppeln die Lautheit in der Einheit Sone.

Am 05.11.19 um 19:04 schrieb Bernd Mayer:

Es gibt auch quecksilbergefüllte Audiokabel. Na ja, vielleicht seit RoHS nicht mehr.

Mein Problem ist, daß sich alle ihrer Sache total sicher sind, einer hört den 100 kHz Verstärker heraus, der nächste den mit 300 kHz, und irgendwer wird sicher einen mit 1 MHz raushören. Obgleich die Luft bei verschiedenen Luftfeuchtigkeiten längst einen wesentlich höheren Einfluß auf den Frequenzgang hat. Ich kann von hier aus nicht unterscheiden, wer da spinnt, bzw. ab welchem Punkt. Im Zweifelsfall glaub ich einfach gar nichts ohne A/B Doppelblindtest.

Mich würde eher interessieren, wie billig man so was bauen kann, ohne daß Audiophile im Doppelblindversuch noch Unterschiede zu wesentlich aufwendigerem Gerät hören. Dann wüßte man endlich mal, worauf es wirklich ankommt, ohne auf die Beteuerungen von echten oder selbsterklärten Spezialisten zu hören.

Hanno

Am 05.11.19 um 16:14 schrieb Bubo bubo:

in der Schallkammer hatte ich mal die Einflußnahme der PA-Verschaltung auf den Frequenzgang der Box im Bassbereich festgestellt: Der untere Knick lag sehr viel tiefer, als errechnet.

Erst als ich die PA-Ausgangsverschaltung und die Box-Weiche zusammen betrachtete, wurde mir der unerwartet tiefe Frequenzgang klar.

Peter

Hi Helmut,

Ja und, wem hilft das? Bei mir ist ab ca 15 kHz eh Schluß. Bei den meisten hier mitlesenden wahrscheinlich noch früher.

Marte

Danke, dass Elektronik mit HiFi recht gemütlich korreliert, wussten wir schon. Und mit dem Logarithmus von Zahlenrelationen wird das Herumschieben der Werte nochmal um eine Nummer handlicher.

Ich hatte hinwiederum die db/A-Bewertung im Angebot (früher war dazu die Vokabel Phon im Umlauf), und die passt dann, ach, so ganz übermäßig besonders gut zum HiFi-Plunder.

Hier ein bisschen was:

formatting link
(und hier keine zappelige Kurvenschar, nur die Verkürzung auf eine knackig einfache Kurve - erstere wäre etwa hier:

formatting link
)

Kurz: Lautstärke und Schalldruck sind nur in grober Annäherung zu korrelieren, wenn in der Rechnung Elektronik drüber soll.

Mich betreffend ist die Situation so, daß ich zurzeit HighEnd-Verstärker entwickle. In diesem Rahmen ist es für mich nur nützlich, Frequenzgänge festzustellen, indem ich eine Spannung an den Eingang lege und messe, welche Spannung (frequenzabhängig) am Ausgang erscheint. Man braucht dieses Übliche, um überhaupt etwas in der Hand zu haben - als Leitfaden z.B.

Am 04.11.19 um 12:38 schrieb Alfred Gemsa:

Da fehlen nur noch die Kristalle und das Schlangenöl .....

Am 04.11.19 um 13:02 schrieb Alfred Gemsa:

Aber hauptsächlich für den Anbieter!

Um 11.045,75 € - ein wahres Schnäppchen!

YMMD

Am 06.11.2019 um 11:02 schrieb Marte Schwarz:

Dem Hersteller und Verkäufer des ganzen Unsinns.

Am 06.11.2019 um 12:59 schrieb Fritz:

<Zitat aus der Beschreibung zu diesen Kabeln>

"Der persönliche und kollektive Gewinn bleibt für das Kimber Select-Team jedoch unermeßlich"

<Zitat Ende>

Dieser Ehrlichkeit ist nix mehr hinzuzufügen.

Am 06.11.19 um 13:06 schrieb Alfred Gemsa:

ROTFL & YMMD

Am 06.11.2019 um 11:02 schrieb Marte Schwarz:

Wahrscheinlich sollte man im Interesse von Opa darauf bestehen, dass auch im Kindergarten nur noch durch Tiefpassfilter mit 8 kHz Kante kommuniziert wird. Damit die Kids vorbereitet sind. Den Katzen mit ihren

50 kHz kann man ja Watte in die Ohren stopfen, dann haben auch die Mäuse ihre Ruhe.
Roland Franzius

Am 06.11.2019 um 12:56 schrieb Fritz:

Und was glaubst du, warum ein Dirigent nicht mit Kopfhörern dirigiert?

Es soll Leute geben, die hören können und welche die nicht.

Das Unterscheidungsvermögen im Konzertsaal für die verschiedenen Instrumente un Spiler hatte ich noch mit keiner Anlage reproduzieren können.

Man kann es auch nur schulen, wenn es physikalisch möglich ist.

Jeder weiß das von Sprache und Bild und Usenet, man liest, hört und sieht nur, was man schon kennt.

Roland Franzius

Am 06.11.2019 um 13:34 schrieb Roland Franzius:

Warum sollte er das tun?

Hm, also, die Holzbläser, Blechbläser, Streicher usw. kann ich auch auf Mittelwelle unterscheiden. Einzelne Spieler größerer Gruppen (Streicher) habe ich auch in Konzertsaal noch nie unterscheiden können. Wenn man einzelne Spieler heraushört, spielen sie entweder falsch, oder das Ensemble ist nicht homogen und damit schlecht.

Dein Gehör ist das begrenzende Element der Akustikkette, wozu soll ein früheres Element der Kette um Klassen besser sein?

Aber es scheint, dass es verschiedene Arten des Musikhörens gibt: Die einen, die die Idee der Musik und die Interpretation der Aufführenden verstehen und genießen, und die anderen, die ich als "Frequenzgang-Fetischisten" bezeichnen möchte: Sie hören inhaltsleere Pop-Musik, aber das qualitativ auf höchstem Niveau, wobei genaugenommen für viele Titel aus diesem Genre ein 1-Bit-Wandler reicht (an/aus).

Mit Verlaub, dein Deutsch bedarf dringend eines Updates.

SCNR, Alfred

Am 06.11.2019 um 14:20 schrieb Alfred Gemsa:

Das hör ich auch zum ersten Mal.

Roland Franzius

1-Bit-Wandler mit 256fach Oversampling waren in CD-Spielern recht verbreitet.

Hanno

Ich bin weder das Eine, noch das Andere. Ich kenne Live-Musik vom Danebenstehen. Insbesondere im kleineren Rahmen in Musiklokalen.

Ich will erreichen, daß eine von mir entwickelte und gebaute HighEnd-Audio-Anlage in der Reproduktion dem Original so nahe wie möglich kommt. Das ist mein Leitsatz. Alles weitere sind schnöde technische Notwendigkeiten.

Ich kann sagen, daß für eine möglichst originale Reproduktion eine potentielle Gesamt-Leistungsabgabe von mindestens 1000 Watt notwendig ist. Und zwar wegen notwendiger Folgewirkungen - also indirekt begründet.

Am 06.11.19 um 16:35 schrieb Helmut Schellong:

um welche Qualität leidet eine unter 2W Wiedergabe?

*Ich* bin nämlich davon erstaunlich positiv beeindruckt: 12V Verstärker; 2W max; selbst gesägte 2-Wege-Box mit Baßreflex in Ringordnergröße.

Peter

Naturgetreue Audio-Reproduktion wird hier weitreichend nicht verstanden. Es ist zwecklos.

Eine Anlage mit 2 x 20 Watt ist nicht in der Lage, ein Wohnzimmer mit 45 qm zu beschallen! Das geht einfach nicht! Und von originaler Reproduktion kann gar nicht geredet werden. Das ist ein Universum weit weg.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required