Klirrfaktor realer Übertrager

Nov 03, 2019 Last reply: 6 years ago 1141 Replies

Sie sollen ordentlich und wertig aussehen. Komplett aus Edelstahl, Frontplatte geschliffen, mit Edelstahl-Griffen.

Verstehe ich nicht; die Endstufen sind nicht bedienbar. Das Konzept habe ich doch auf meiner Projektseite aufgezeichnet.

Welche Lüfter? So etwas ist absolut undenkbar, total ausgeschlossen.

Sie werden. Bereits das Konzept ist HighEnd. Auch die Lautsprecher von Mundorf und Accuton. Allein eine standfeste Leistung von 2 x 1000 Watt ist HighEnd. Hoher Fremdspannungsabstand durch Differenz-Eingänge und -Ausgänge ebenso. Auch die Schutzmechanismen mit Multiplier, etc.

So etwas kenne ich seit 25 Jahren.

Kühlkörper für forcierte Luftkühlung wirken fast nicht durch Konvektion. Sie benötigen einen ständigen Lüfterbetrieb.

Ich sagte schon mehrmals: Lüfter sind pauschal total ausgeschlossen.

Ich werde sie so anbauen, wie ich schrieb. Dann muß Luft weder rein noch raus, wegen der AlFet.

Es gibt dann eine optimal starke Konvektion an beiden Gehäuse-Seiten, auch wegen der Gehäuse-Füße. Das Konzept für das Gehäuse steht fest. Die KK-Rippen ragen vollständig aus dem Gehäuse heraus.

Man kann's auch übertreiben. Vorschlag zur Güte. Gehäuse aus "billigem" Stahlblech, kannst du beeindruckend lackieren, Frontplatte Alu eloxiert oder gebürstet - feddich. Hier ein Laden, der Frontplatten sehr gut (und preiswert) macht:

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Mit dem Desingerprogramm kansst du deiner Kretivität freien Lauf lassen. ;)

Dann hab' ich dich wohl wieder falsch verstanden: Du hättest da noch Umschalter für die Eingangsempfindlichkeit oder so drin ...

Nochmal: "High End" - Parameter bezügl. linearer Frequenzgang und geringer Klirrfaktor kannst du dir abschminken, wenn du mit dieser geringen Spannungsverstärkung (und also ohne jede Gegenkopplung?) arbeitest, und wenn du die Transis noch so gut selektierst. Aber das wirst du schon merken.

Mach' doch nur, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Ich vermute mal, auch ihre Frequenzgänge in offenen Boxen (mit denen verglichen Fieberkurven noch Geraden sind) hast du in deinem Konzept auch schon vollkommen linearisiert? ;)

Die Endstufe hat einen Pegel-Steller auf der Rückplatte. Das ist keine Bedienung, sondern eine Trimmung. Der Pegelsteller ist ein 12-fach-DIP-Schalter.

Was ist denn das nun wieder für ein Irrtum?! Phantasien?

Wo habe ich von einer geringen Spannungsverstärkung geschrieben? Wo habe ich geschrieben, daß ich einen Endverstärker ohne Gegenkopplung bauen will?

Das ist eine recht normale Schaltung. Am Eingang sind zwei parallele Differenzverstärker, NPN+PNP, mit je einer Stromquelle an den Emittern. Dann kommt der Treiber, bestehend aus 4 Transistoren und der Ruhestromeinstellung. Vom Ausgang geht die Gegenkopplung zur rechten Seite der Differenzverstärker, zu den parallelen Basen. Das ist doch klassisch.

Wie denn das? Die Boxen existieren noch nicht. Der Hochtöner ist gekapselt. Der kann nicht linearisiert werden. Ich folge den Empfehlungen der Hersteller.

Ah so.

Nicht direkt, nur dass der Vorverstärker max. 7V liefert. Das sind 20dB über dem mir bekannten "üblichen" Kleinsignalpegel.

Ok. Bleibt noch der Fremdspannungsabstand, also dass auch bei der üblichen "Aussteuerung" von fast nichts (mit den Boxen sind "indoor" ein paar W mehr als ausreichend) kein Rauschen zu hören ist. Hast du das auch berechnet?

Dann solltest du mal anfangen zu berechnen. Die Boxen für Bass und Mittelton nicht "frei Schnauze" bauen. Damit fällst du dann garantiert auf selbige. Frag' mal hier "KSTR" - das ist ein alter Hase, jetzt auch hauptberuflich in der Entwicklung von Aktivboxen tätig:

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Für Boxen gibt's übrigens genauso gute Simulationsprogramme wie für elektrische Schaltungen ...

Am 14.11.2019 um 14:40 schrieb Helmut Schellong:

Wieso nicht den mechanisch fertig bearbeiteten KK eloxieren lassen? Es gibt Genug Buden die Dir das in Deiner Lieblingsfarbe machen.

O.J.

Ja, je mehr, desto besser. Der Fremdspannungsabstand verbessert sich dadurch. Ich werde mit den Pegel-Trimmern der Endstufen dämpfen. (Fremdspannungen werden ja mitgedämpft.) Umso höher kann der Ausgang des Vorverstärkers sein.

Ich habe im Datenblatt eines Audio-OPV ein Diagramm gesehen, das einen Klirrfaktor zeigt, der mit steigender Amplitude besser wird!

0,01V --> 0,01% 0,1V --> 0,0015% 1V --> 0,0001% 10V --> 0,000018% RMS; 600 Ohm

Ich werde deshalb im Vorverstärker die Lautstärke-Einstellung vor den Ausgangs-Treibern anordnen, hinter den Weichen. Das bedeutet leider, daß ich ein 6-fach-Poti bauen muß. Die Weichen werden mit mindestens 3,5Vrms durchlaufen.

Berechnet nicht, aber berücksichtigt, s.o.

[...] Ich werden stark bedämpfte Boxen bauen. Kein Baß-Reflex und ähnlich. Die werden kaum Probleme bereiten, frequenzgang-mäßig. Dafür brauchen sie viel Power - die ja vorhanden ist.

Die Tieftöner haben je zwei Schwingspulen. Mit der einen kann ich (die andere) bedämpfen. Es sind ja zwei Tieftöner in einer Box, die sich gegenseitig über ihren Schalldruck bedämpfen.

Kann man prinzipiell machen. Aber ich bohre nur Löcher in die dicke Grundplatte der KK. Da ist es einfacher, sie gleich eloxiert zu kaufen.

Ich bestelle auch Bleche auf Maß geschnitten. Auch vielfältig abgekantet. Rohre mit Gehrung, etc. Mit beliebigen Ausschnitten per Faserlaser.

Kann man alles machen, aber dann kommt man mit etwas Pech auf tausende Euro alleine fürs Mechanische bei so einem Projekt, wo man mit Chinaware, Gebraucht-Teilen o.ä. für 100 oder 200 Euro hinkommt.

/ralph

Bekomme ich Chinaware mit beliebigen angegebenen Ausschnitten, Edelstahl geschliffen? Bekomme ich 16 Rechteckrohre wie unten als Chinaware?

Konkret (Faserlaser): Edelstahl, geschliffen V4A, foliert, 400mm x 250mm x 1,5mm

3 Ausschnitte, rechteckig 3 Ausschnitte, rund Eckenradius 5mm Material: 28,50 € (19€: 1mm) (22€: roh,2mm) Lohn : 33,85 €

16 Stück Rechteckrohr 40x20x2, Edelstahl geschliffen, Gehrung beidseitig liegend, 507mm lang Material: 228,54 € Rabatt 30% Lohn : 109,06 € Rabatt 20%

Tausende Euro sehe ich da nicht.

Was denn dann? Kompaktboxen?

Also Kompaktboxen? Jede offene Box hat nämlich ihre Eigenresonanzen.

Ach nein:

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Das ist natürlich Quatsch. ;)

Am 15.11.19 um 11:23 schrieb Helmut Schellong:

Im gleichen Verhältnis wie das Nutzsignal. Der Fremdspannungsabstand bleibt also derselbe. Der ist auch nur ein Verhältnis. Und verstärkt wird dann wieder alles ...

Du solltest es also vor den Weichen anordnen.

Und wie. ;) Es kann natürlich sein, das was Vernünftiges 'rauskommt, aber das wäre reiner Zufall.

Wieso das denn? Können große Boxen nur als Baßreflex gebaut werden?

Nein, keine Kompaktboxen. Große geschlossene Boxen, mit etwa 70 kg Gewicht für eine Baßbox, über 1 Meter hoch.

Es ist so, wie ich schrieb.

Natürlich ist das kein Quatsch. Kommt darauf an, was unter 'bedämpfen' verstanden wird.

Ja. Der Punkt war ja, daß er durch den ungewöhnlich hohen Signalpegel schon vorher klein war.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Du hast es aus dem Zusammenhang gerissen. Ein starkes Nutzsignal (Spannung und Strom) auf Verbindungskabeln hat einen besonders hohen Fremdspannungsabstand, weil die Störungen, die auf das Kabel einwirken, gleich hoch bleiben. Und wenn ich am Eingang dämpfe, bleibt der hohe Fremdspannungsabstand des Verbindungskabels erhalten. Aber die Spannung in der Endstufe ist dadurch geeignet hoch.

Wenn also der Vorverstärker 1mV statt 10V ausgibt, sinkt der Fremdspannungsabstand dadurch um 80dB.

Nein, denn dann wäre der Klirrfaktor um etwa den Faktor 500 größer. Warum sollte ich etwas derartig hirnrissiges tun?

Das wäre kein Zufall, sondern der Tatsache geschuldet, daß ich Elektrotechnik studierte und Jahrzehnte als Entwicklungsingenieur arbeitete.

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