Klirrfaktor realer Übertrager

Nov 03, 2019 Last reply: 6 years ago 1141 Replies

Holger schrieb:

[Holgers Sermon #1, Dritte Auflage, ca. 864. Aufführung]

Hattest du nicht vor ganz kurzer Zeit versprochen, dass du dich hier nie nicht nimmermehr zu diesem Thema äussern würdest?

Jazzclub schon, aber kaum kommt einer mit der E-Gitarre, gilt Schlagzeug als leises Instrument, welches Verstärker braucht. Nicht erst seit Uria Heep et al. Irgendwie muss man ja Ohren (und eventuell was dazwischen liegt) kaputt kriegen. Und ja, ich habe so eine ungefähre Vorstellung davon, wie laut zwei Jazzschlagzeuge plus Tomtom und Tamtam in einem eher kleinen Hobbykeller ohne Dämpfung klingen. (Die Narbe am Daumen von der Herstellung des Gestells für den Tamtam sehe ich genau jetzt noch deutlich.)

Rupert Haselbeck schrieb:

Originalgetreu und 2W geht nicht. Allenfalls für im-Ohr-Kopfhörer. Offenbar hast du noch weniger Ahnung, als angeblich die Leute, die du kritisierst. Da nützt auch kein Physiker. Seit über 40 Jahren habe ich täglich Kontakt mit diesem Völkchen und es zeigt sich, dass darin die Dichte an Spinnern, Esotherikern, Verschwörungstheoretikern und Realitätsverweigerern durchaus etwa dem Bevölkerungsdurchschnitt entspricht. Lediglich die Hybris und der Allwissenheitswahn ist stärker ausgeprägt. Das einzige Mal, dass ich wirklich eine in erster Näherung wirklichkeitsgetreue Wiedergabe eines Sinfonieorchesters gehört habe, war eine Cabasse-Demoanlage, für die deine Zimmersicherung nicht reicht.

Bernd Mayer schrieb:

Für 300 kHz wären mir die 15 V/us etwas zu nahe an der TIM-Grenze; und 75 Ohm Ausgangswiderstand wäre für die üblichen Koaxkabel dann auch besser. Wie sich das dann anhört, ist mir egal, das muss auf dem Scope gut aussehen. Meine Augen sind im Moment deutlich besser als meine Ohren...

A propos Daten, da gehört bei mir der Schaltplan mit Bauteilangaben dazu.

Ist aber eh Hobby-Gerät mit unsymmetrischen Ein/Ausgängen.

horst-d.winzler schrieb:

Irgendwer hat hier behauptet, alle drei Wochen wäre hier wieder diese Braunkacke am dampfen. Mir scheint das Intervall kürzer.

Rolf Bombach snipped-for-privacy@invalid.invalid:

Kleiner Ausflug in die jüngere Kulturgeschichte, als da die groben Raster hier weitgehend unbekannt scheinen: Große Teile des Bevölkerunganteils von Schwarzen in den USA erlebten Migrationsschübe je vom Süden in den Norden, der Industrialisierung folgend sonderlich, in dem Fall, in den 1930er Jahren (später nochmal Anfang der 1940er Jahre, Quelle dann des Be-Bop, der als Hard-Bop nach Europa schwappte ... die Schwarzen fanden Industriearbeit und gutes Auskommen, weil die Weißen in den Krieg zogen),

bei der ersten Migrationswelle brachten sie ihre Barden und Sänger mit, organisierten sich ihre eigenen Clubs, wo eben die neue Errungenschaft aus der Technik nun zum Einsatz kam, dass auch ein einzelnder Gitarrist mit Verstärker nun saalfüllend spielen konnte, auch bei mitspielenden lauten Instrumenten.

Dass in den die meiste Zeit über stets rassistischen USA dann eine Kulturströmung als existent angesehen wurde, ergab sich aber immer erst, wenn Weiße eine Strömung übernommen hatten - dieses Hin und Her macht die Etappen aus, die vom Jazz bekannt sind, bei den schwarzen Barden wurden die Bluessänger draus, in den 1930er Jahren ein Chicago Blues, später Rhythm'n Blues, Rock'n Roll und letztlich Rockmusik - diese allerdings zusammen mit der Tradition aus den englischen Musikhalls angereichert (das kannte man in den USA wiederum nicht), Spiel mit Skiffle Groups, gespeist aus der Quelle der Comedia del'arte, Komikertheater, was den Beat der 1960er ausmachte, das wirkte in die USA zurück.

Für das Verständnis der E-Gitarre als ein ganz eigenes Instrument war das eine Entwicklung, die hat es sonderlich so in Europa erst einmal nicht gegeben, das kam erst als Import wieder zurück, der sich zu keiner Zeit so recht emanzipieren wollte, für das Solo-Instrument. Das Selbstverständnis etablierte sich vielmehr um die Rocktruppe, das ist dann weniger das Instrument selbst. Das wird in den USA immer noch anders verstanden.

Ewald Pfau schrieb:

Die Gitarre war im Vergleich zu anderen Instrumenten in einer Band einfach schon immer zu leise. Daher kamen zunächst die akustisch verstärkten Gitarren, wie Dobro oder National Guitar auf den Markt. Strom gabs eben nicht überall. Für den Studio-Einsatz waren die nachfolgenden E-Gitarren zunächst gar nicht gedacht. Aus den 40er Jahren gibts dann Blues-Aufnahmen mit elektrisch verstärkten Gitarren.

Guido

Am 10.11.19 um 23:21 schrieb Rolf Bombach:

Jetzt fehlt mir der Zusammenhang. Worauf konkret beziehst du dich damit?

Ich habe diese vier Kühlkörper angefragt und nun ein Angebot erhalten:

1022,86 € netto.

Das ist aber nicht dein Ernst, oder?

Viel zu billig! Lass dir welche aus Diamant anfertigen, der hat viel bessere Wärmeleitfähigkeit als das lumpige Aluminium oder Kupfer.

Am 07.11.19 um 03:27 schrieb Helmut Schellong:

Korrekt. Das Maximum bei etwa halber Aussteuerung.

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Am 11.11.19 um 20:43 schrieb Hartmut Kraus:

Nimm ein paar kleinere Profile und schraub' mit Lüfter dran. Die natürlich temperaturgeregelt.

Am 11.11.19 um 20:56 schrieb Hartmut Kraus:

Hallo,

das Maximum der Verlustleistung liegt näher bei 2/3 Vollaussteuerung.

Bernd Mayer

Am 11.11.19 um 21:09 schrieb Bernd Mayer:

Richtig, wollte sagen: Die maximale Verlustleistung sind 50% der maximalen Ausgangsleistung.

Bei reinem B-Betrieb. Aber Helmuts Schaltung mit dem hohen Ruhestrom ist "irgendwas" zwischen A und B.

Ich habe bei Reichelt und Bürklin angefragt. Das Angebot von Reichelt ist da und lautet eben so. Ich habe 100-130 € pro Stück geschätzt.

Über 255 € pro Stück bin ich doch erschrocken. Aber ich schätze, daß ich nicht auf die Hälfte kommen kann, durch Reduzierung der KK.

Bei Kühlkörpern lohnt es sich auf ebay zu schauen. Ich hab einen großen Alu-Kühlkörper billig aus China bekommen. Dort findet man durchaus auch größere. Und deutlich günstiger als das was du beschreibst.

/ralph

Lüfter sind ausgeschlossen; die Rippen sind ja außen.

Der Kühlkörper SK 535 200 ME (fischer-e.) ist mit 50 cm Breite thermisch überdimensioniert, weil er integraler Bestandteil des Gehäuses ist. Ich nehme dann SK 531 200 ME mit 30 cm Breite. Extra Bleche und vertikale Streben sind dann nötig, um die Lücke zu schließen. Bei 800W Verlustleistung dürften die KK etwa 80⁰C heiß werden. Die Kristalle haben dabei maximal 110⁰C.

Das wird daran scheitern, daß ich 4 gleiche KK brauche, mit weniger als 0,2K/W, naturfarbig eloxiert, Rippenlänge 200mm, Breite etwa 300mm.

Vergiß die Schutzgitter nicht. ;-)

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