Kann jemand ein Leistungsmessgerät unter 500 EUR empfehlen, mit dem Leistungen an 230 V AC im Bereich von 10 mW bis etwa 10 W mit max. 5 % Abweichung gemessen werden können? Taugten dafür evtl. die Geräte der UT9800 Serie von UNI-T?
Kleinleistungsmessgerät?
Mar 16, 2026
Last reply: 3 months ago
13 Replies
Am 16.03.2026 um 10:44 schrieb Peter Heitzer:
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Im Datenblatt steht als Mindesttrom 5 mA; das wäre etwa 1 W. Das ist mir zu grob. Ab 0.1 W kann ich mit meinem Energiemessgerät von Tschibo (Cirrus Logic basiert) bereits.
Am Mo.,16.3.26 um 13:31 schrieb Peter Heitzer:
Schon mal überlegt, den Stromshunt einfach zu verzehnfachen? Dazu eine 1A Sicherung (Polyfuse?) und vielleicht den Shunt mit Schutzdioden überbrücken.
Ich wollte eigentlich nicht selber basteln und ausserdem den Wert direkt ablesen ohne Rechnerei (obwohl es mit 10 trivial wäre).
Leider nein.
Wenn du bereits 100mW mit 5% Genauigkeit messen kannst ist das schon gut, vor allem wenn es nicht nur bei sauberem Sinus so ist/wäre. Unter
100mW wird es aufwändiger/teurer. Unter 10 mW und RMS ist das dann eher etwas in Richtung Labortechnik, je nach Genauigkeit.
Für ein Gerät vom Kaffeeröster ist das in der Tat schon recht passabel. Die Werte sind auch plausibel; das habe ich vorab mit meinem "Schwurbeldetektor" ( 47 k parallel zu 1 µF X2 Kondensator) getestet. Von R&S gäbe es passende Geräte, aber die fangen erst ab ca. 2000 EUR an. Für meine hobbymässige Messungen rentiert sich das nicht.
...
Überhaupt kein Widerspruch. Nach einem vor vielen Jahren in Tests recht gut abgeschnittenen Energiekostenmessgerät KD 302
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ich bezüglich Wirkleistungsmessung bei einem Voltcraft VC870 (Ende
2022 für 200€ inkl. Meßadaper mit Schukosteckdose) aufgehört. Wenn man weniger Leistung oder geanuer messen will, muss man spürbar mehr Geld in die Hand nehmen, ich nutze das alles auch nur privat und der Kauf des VC870 war praktisch nur wegen seiner Wirkleistungsmessung + Leitungsfaktor ff. Am Basteltisch^hMessplatz habe ich u.a. ein Rigol DM3058E, das kann aber keine Wirkleistung messen.
Am 18.03.2026 um 22:40 schrieb Thomas Einzel:
...
...aber eventuell einer von diesen drei Uni-T Leistungsmessern, alle drei <400€ und je nach dem ob die Leistungsmessung für ich passt:
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Von der Papierform käme nur das UTE9806+ in Frage. <Zitat>
Dieses Gerät bietet präzise Wechselstrommessungen mit einem Spannungsbereich von 0,5 V bis 600 V und einem Strombereich von 0,05 mA bis 10,0 A. </Zitat>
Die Auflösung im 50 mA-Bereich wäre 10 µA. Leider findet sich im Datenblatt keine Information zur Auflösung in W. Da aber 10 µA bei 230 V 2.3 mW entsprächen, dürfte ein Messwert von
10 mW wohl nur ein grober Schätzwert sein.
Wenn nicht gleichzeitig eine große Blindleistung anliegt, schließe ich mich dem Umbauvorschlag an. Das Ergebnis wäre ziemlich sicher ein eher krummer Faktor in der Größenordnung 10 oder 100. Den schreibt man sich einmal dran und muß, wenn es auf exakte numerische Angaben ankommt, halt rechnen.
Einen Selbstbaustromzähler von ELV habe ich vor Jahrzehnten auch von 3 kW auf 300 W Maximalleistung umdimensioniert, um im interessierenden Bereich genauere Werte zu erhalten.
Bei dem Freund, der ihn sich ausgeliehen hatte, hat dann die damalige Freundin, warum auch immer, einen Föhn eingestöpselt. Ergebnis war eine Rauchwolke und ein angeschmolzenes Gehäuse. Nach Wechsel des Meßwiderstandes ließ er sich aber problemlos erneut kalibrieren und hat wohl keinen weiteren Schaden davongetragen. Wer das vermeiden will, dem empfehle ich eine Gerätesicherung.
Am 19.03.2026 um 13:08 schrieb Peter Heitzer: ...
...> Die Auflösung im 50 mA-Bereich wäre 10 µA. Leider findet sich im
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(mit Daten für UTE9802+, UTE9806+ und UTE9811+)
Auszug für UTE9806+:
-------------------------------------- Genauigkeit der Leistung (P F=1)
40 Hz ≤ f ≤ 66 Hz: ± (0,4 % Messwert + 0,1 % Bereich + 1 Zeichen) 66 Hz <f ≤ 400 Hz: ± (0,3 % Messwert + 0,2 % Bereich + 1 Zeichen) (Spannung > 10 % des Bereichs, Strom > 1 % des Bereichs)-------------------------------------- Leistungsauflösung
0,001 W/0,01 W/0,1 W/1 W--------------------------------------
Am 16.03.26 um 10:44 schrieb Peter Heitzer:
Muss es ein Fertiggerät sein? Hast Du ein Speicheroszi?
Wenn ja, dann hänge an einen Kanal einen Stromwandler und an den anderen die Netzspannung. Ggf. kann man die 50 Ohm vom Oszi gleich als Shunt verwenden. Die Spannung kann man entweder mit zwei Probes und Differenz einfangen, oder man braucht einen kleinen Trafo, wenn man nur 2 Kanäle hat.
Eine Math-Waveform auf U*I und heftig Average aktivieren, und Du bekommst die Leistungskurve. Davon der DC-Mittelwert ist die Leistung mit recht hoher Genauigkeit. Optional kannst du die Sache noch mit Testwiderständen kalibrieren, um mehr Nachkommastellen zu bekommen.
Falls das Oszi den DC-Mittelwert nicht kann, kannst du auch den Line-Trigger entfernen und auf Auto oder irgendeinen Blödsinn triggern, dann mittelt sich die Zeitabhängigkeit nach kurzer Zeit über das Average raus. So habe ich das früher mit den alten TDS 5xx/7xx gemacht.
Mit etwas Geschick kann man sich das alles incl. Kalibrierung als Setup im Oszi speichern. Auf jeden Fall ist es hochgenau, wenn man es einmal ordentlich macht.
Den Stromwandler und Spannungsabgriff kann man nebst BNC-Buchsen auch in eine Mehrfachsteckdose einbauen.
Marcel
Ja. Ich möchte nicht basteln.
Hätte ich, aber die passenden Wandler fehlen mir.
Wie gesagt. Basteln möchte ich nicht. Sonst könnte ich bei meinem Energiemessgerät den Shunt ersetzen,
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