Kann auch Elektronik nach Diesel riechen?

Oct 27, 2024 Last reply: 1 year ago 67 Replies

Hergen Lehmann schrieb:

Das ist weitgehend falsch. Richtig ist, dass "Garantie" eine freiwillige Leistung des Herstellers, des Importeurs, des Verkäufers oder wessen auch immer ist. Sobald der Garantievertrag aber geschlossen ist, was regelmäßig zusammen mit dem Kaufvertrag geschieht, handelt es sich um eine rechtverbindliche Vereinbarung mit einklagbaren Ansprüchen des Garantienehmers. Und natürlich kann eine freiwillige Leistung ebenso wie eine gegenseitige Leistung an Bedingungen geknüpft werden. Man nennt das Vertrag

Die Einsendung in OVP haben die Gerichte schon vor Jahren kassiert. Verschleißteile bräuchten eigentlich nicht erwähnt zu werden, weil diese kein vernünftiger Mensch als Inhalt der Garantie betrachten würde. Auch der Sachmängelhaftungsanspruch, welcher kraft Gesetzes gegen den Verkäufer besteht, deckt den Fall üblichen Verschleißes nicht ab. So kann man nicht mit Aussicht auf Erfolg alle Naselang zum Verkäufer gehen und beklagen, dass die vor Wochen erst gekauften Rasierklingen bei Benutzung stumpf geworden seien

Ja, das ist in der Tat einer der wesentlichen Faktoren für jegliche Leistung, nicht nur in Garantiefällen. Wenn der Schuldner nicht greifbar ist, seie es, weil er nicht mehr existiert, weil er untergetaucht oder insolvent ist, dann wirds schwierig. "Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren" wie man gelegentlich vom Volksmund hört.

Das ist freilich schlichter Unsinn. Die bei weitem meisten Garantiefälle verlaufen völlig problemlos und eher zu Gunsten des Kunden als umgekehrt. Entgegen den weisen Feststellungen, welche gerade auch hier immer wieder zu finden sind, haben renommierte Hersteller durchaus Interesse daran, sich ihren Ruf zu bewahren

MfG Rupert

Quatsch. Aber zeig mit einen Buchladen, in dem ein Mitarbeiter zu dem von Dir eben gegriffenen Buch den Inhalt/die Lesbarkeit nennen kann. Das ist ja gerade der Vorteil von zB Amazon, dass die Bewertungs- kommentare anderer Käufer wenigstens gewisse Rückschlüsse ermöglichen.

Grüße, H.

"Axel Berger" schrieb am 30.10.2024 um 20:57:48:

Das ist so pauschal falsch:

formatting link

Du bist ja auch mit deinem Betriebssystem und dem Newsreader auf einem völlig veralteten Stand, da wundert es mich nicht, dass das bei deiner Wärmepumpe genauso ist.

Gruß

Michael

Ich wußte, daß irgendjemand die infinitesimal wenigen Ausnahmen ausgraben würde.

Es ist ein Neubau. Aber Leute wie Du verlangen wohl auch bei Wohnhäusern und Zentralheizungen nach fast zehn Jahren Wegschmeißen und Neukaufen.

Moderne Wärmepumpen mit Frequenzumrichter (ja, auch in Kühlschränken) können die Leistung modulieren. Das erhöht den Wirkungsgrad, erfordert aber eine kompliziertere Regelung als nur an-aus - ich würde da mehr Meßwerte und Stellmöglichkeiten erwarten.

cu Michael

"Axel Berger" schrieb am 31.10.2024 um 18:35:03:

Das mit dem infinitesimal wenig solltest du belegen. Natürlich gibt's die Dinger noch nicht so lange wie es Wärmepumpen an sich gibt. Aber seit es sie gibt, sind sie auf dem Vormarsch. Das ist auch kein Wunder: die Vorteile sind so immens, dass auch ich ab dem Moment, als die ersten Inverter-Geräte auf den Markt kamen (keine Ahnung, wann das war, Inverter sind keine wirklich neue Technik), nichts anderes mehr verbaut hätte. BTW: ich kenne nicht viele Häuser persönlich, in denen eine Wärmepumpe werkelt. Unter denen, die ich kenne, ist aber mindestens ein Haus mit einer leistungsgeregelten Wärmepumpe. Und dieses Haus ist immerhin auch schon fast 6 Jahre alt. Möglicherweise dürfen auch in nicht mehr allzu ferner Zukunft gar keine neuen Wärmepumpen mit On-/Off-Kompressor mehr verbaut werden, siehe §14a EnWG.

Inverter bei Elektroantrieben verbreiten sich auch in anderen Bereichen immer mehr, z. B. bei Waschmaschinen. Auch unsere Dunstabzugshaube hat sowas. Verschiedene Drehzahlen lassen sich halt mit einem Inverter sehr elegant realisieren, deswegen findet man das häufig in Geräten, bei denen verschiedene Drehzahlen benötigt werden. Sogar in gleichstromgespeisten Geräten treibt man den Aufwand: beispielsweise erfolgt die Drehzahlsteuerung bei meinem Akkuschrauber und natürlich auch bei meinem Elektroroller über einen Inverter.

Zumindest kann man verlangen, dass ein Betriebssystem nach fast 30 Jahren weggeschmissen wird. Das gleiche gilt für einen Newsclienten, der nicht mit UTF-8 umgehen kann, denn das können Newsclienten auch schon seit mehreren Jahrzehnten.

Hat wohl alles etwas damit zu tun, dass ich eine Aversion gegen alles Ewiggestrige habe. Wobei ich als "Ewiggestrige" nicht diejenigen bezeichne, die aus gutem Grund an Bewährtem festhalten (weil das gleichwertig oder sogar besser ist als etwas Neues). Vielmehr sind Ewiggestrige für mich die, die sich weigern, sich mit neuen Dingen zu befassen, und daher jahrzehntelang an etwas völlig überholtem festhalten, das längst den Anforderungen nicht mehr genügt.

Gruß

Michael

Du irrst, das ist Stand der Technik. Selbst bei Kühlschränken ist das inzwischen so. Es steigert die Arbeitszahl

Gerade auch für Neubauten sollte eigentlich anderes als Wärmepumpen mit Inverter bei seriösen Heizungsbauern nicht mehr verfügbar sein

MfG Rupert

Ja, die Vorteile sind offensichtlich. Insofern war meine Antwort wohl wirklich zu kurz geschlossen, weil Heinz ja nach einer Planung für die Zukunft fragte. Ich hatte die Augen mehr auf den Bestand und da auf den Teil, in dem gestzliche Auflagen erfüllt werden sollten, nicht Einfamilienhäuser von Idealisten. Mein Bauherr, von dem ich die Wohnung gekauft habe, wollte mit dem Bau Geld vedienen. Da gab er eher Geld aus für Schickimicki, den man sehen kann. Quantitatives Verständnis für Technik hat ohnehin keiner.

Hallo Michael,

Du schriebst am Thu, 31 Oct 2024 19:17:14 +0100:

Was meinst Du mit "Inverter"? Meinst Du damit den usanischen Spitznamen für einen Umrichter? Aus dem Zusammenhang ...

... läßt sich das eigentlich recht sicher vermuten. Dabei ist schon die usanische Bezeichnung grundlegend falsch - was soll der denn "invertieren", d.h. umkehren? Das könnte man eigentlic allenfalls für die ersten, damals noch mechanischen, Zerhacker-Wandler sagen, die mittels eines von einem Wagnerschen Hammers betriebenen schwindgenden Umschalter eine Eingangs- Gleichspannung zu einer Rechteck-Wechselspannung zerhackt haben, die manchmal, z.B. für Röhren-Koffer- oder Auto-Radios dann nach Transformation wieder gleichgerichtet wurde. Diese Primitvschaltung gab's sogar noch viel später auch mit Halbleitern und gibt's immer noch als DC-DC-, oder auf Deutsch als Gleichspannungs-Wandler. Das, was Du hier ansprichst, soind erheblich komplexere Geräte, die im angesprochenen Fall gleich aus einer Eingangs-Wechselspannung (Netzspannung) mit vorgegebener Frequenz und Amplitude eine Ausgangs- Wechselspannung mit variabler Frequenz und angepasster Amplitude machen und das auch noch nach externen Parametern rageln.

...

Ja, und _hier_ ist diese Bezeichnung auf jeden Fall grundlegend falsch. Bei diesen Geräten gibt es überhaupt nichts, was iregendwie "invertiert" wird, da wird einfach nur die Last - i.a. ein Motor - schnell ein- und ausgeschaltet - der klassische Zerhacker, modern mit Halbleitern als "PWM- Modulator" bezeichnet. Das hast Du in simpel in Deinem Akkuschrauber und in erheblich komplexer und mit Regelung in Deinem Roller. (Daneben gibt's noch eine Bastard-Variante mit Netzversorgung über ein "Spezial-Netzteil" mit Transformator. So ein Gerät habe ich mir mal beschafft, aber übersehen, mir das "richtige" Netzteil dazu zu kaufen. Betrieben werden soll das Ding zwar auch mit Gleichspannung, aber am einstellbaren Netzgerät wollte es sich mit dem eingebauten Steller nicht einstellen lassen, es lief immer mit voller Geschwindigkeit. Bis ich mal versuchte, es an einem Trafo mit Gleichrichter ohne Elko zu probieren - da ging das plötzlich! D.h., die haben da einfach eine primitive Phasenanschnittsteuerung mit Thyristor reingesetzt und bauen auf die Spannung"löcher" beim Nulldurchgang der Trafospannung. Das "Original- Netzteil" habe ich dann natürlich nicht mehr gebraucht.)

Hallo Heinz,

Du schriebst am Wed, 30 Oct 2024 01:13:47 +0100:

...

[Politisch "orientierte" Antwort ohne Themenbezug entsorgt]

Ja, tu' das mal besser.

Am 31.10.2024 um 21:08 schrieb Axel Berger: ...> Quantitatives Verständnis für Technik hat ohnehin keiner.

Könnten wir uns da bitte auf "haben nur wenige" oder "haben leider zu wenige" verständigen?

"Sieghard Schicktanz" schrieb am 31.10.2024 um 22:18:28:

Blödsinn.

Der Inverter erzeugt aus Wechselstrom mit fester Frequenz oder aus Gleichstrom Drehstrom mit variabler Frequenz. Damit wird dann ein Synchron- oder Asynchronmotor gespeist. Es handelt sich also um einen Umrichter, und die werden im englischen Sprachraum mit "Inverter" bezeichnet.

Du möchtest dich mit dem Prinzip der "Brushless DC"-Motoren vertraut machen. Guckstu

formatting link
. PWM war vorgestern.

Gruß

Michael

"Michael Landenberger" schrieb am 01.11.2024 um 03:11:27:

Hier noch was zum schlau machen:

formatting link
formatting link

Gruß

Michael

Michael Landenberger schrieb:

Die Amis bezeichnen aber auch den Wandler zur (Hoch)spannungserzeugung für die CCFL im LC-Display als Imverter. Manchmal wird sogar noch der Treiber für die jetzt verbreitete LED-Hintergrundbeleuichtung so benannt. Und (nicht nur) die deutschen plappern das fröhlich nach.

GUido

"Guido Grohmann" schrieb am 01.11.2024 um 09:13:22:

Der Begriff "Inverter" wird im Englischen für viele Arten von Wandlern gebraucht. Er wird da auch nicht so hinterfragt wie bei uns, die Dinger heißen da einfach so.

Bei Fahrzeug-Antrieben wird der Inverter auch gerne mal als "Controller" bezeichnet, obwohl die Funktion die gleiche ist wie bei dem, was sonst "Inverter" heißt. Beim Controller/Inverter meines E-Rollers handelt es sich übrigens um dieses Teil:

formatting link
Mit PWM, wie von Sieghard fälschlicherweise vermutet, hat das Ding ebensowenig am Hut wie die Drehzahlsteuerung u. a. in meiner Waschmaschine und in meiner Dunstabzugshaube.

Gruß

Michael

Hallo Michael,

Du schriebst am Fri, 1 Nov 2024 03:11:27 +0100:

-- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)

----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz

-----------------------------------------------------------

Hallo Michael,

Du schriebst am Fri, 1 Nov 2024 17:54:01 +0100:

Eben, da wird schonmal querbeet ohne Unterschied irgendeine unzutreffende Benennung benutzt. Wenige haben eine Ahnung, was da wirklich gemeint ist, aber alle wollen sich als "professionell" darstellen können. Das ieht sich so durch die Hierarchien, und am Ende kommt eben sowas raus wie z.B. die Sicherheit(slücken) nicht nur im internet sondern auch in Firmennetzen.

Und das ist schon wieder falsch - der "Inverter" ist da nur das Teil, das vom "Controller" gesteuert wird, um die Fahrfunktion richtig auszuführen.

Na, und was steht da als deutscher Ausdruck? "Motorsteuerung" - also ein Gerät, das schon "etwas mehr" macht als nur der "Inverter" (Umrichter, schließlich macht der bei Fahrzeugen fast immer aus der Batterie-Gleich- Spannung eine mehrphasige Wechselspannung. Allerdings gab's durchaus auch E-Autos, die mit einem _Zerhacker_ [engl. "Chopper" -> PWM] einen Gleich- Strom-Motor [mit Bürsten] betrieben. Hab' so ein Ding auch mal bisserl fahren können, lief recht ordentlich.)

"Sieghard Schicktanz" schrieb am 01.11.2024 um 20:49:01:

Ich scheine von dieser Ahnung mehr zu haben als du. Immerhin weiß ich, dass mein E-Roller von einem Umrichter gesteuert wird und nicht per PWM. Ich weiß auch, dass PWM vor allem bei Fahrzeugantrieben so gut wie nicht mehr eingesetzt wird.

Sicher gibt es Leute, die wenig Ahnung haben und falsche Bezeichnungen verwenden. Es gibt aber auch massenhaft Profis (die mit Ahnung!), die "Inverter" sagen und auch genau wissen, was damit gemeint ist. Und wenn ein Umrichter in den USA "Inverter" heißt, dann ist das halt so. Das haben wir genausowenig zu hinterfragen wie die Amerikaner den Umstand hinterfragen sollten, dass ein Mobiltelefon in Deutschland "Handy" heißt.

Meine Güte, bist du ein Korinthenkacker. Hackst auf Bezeichnungen 'rum, hast aber selbst ganz wenig Ahnung davon, welche Technik heutzutage wirklich zum Einsatz kommt. Also nochmal zum Mitmeißeln: Dass Umrichter und Ansteuerelektronik in einem Gerät zusammengefasst sind, ist der Normalfall. Die entsprechende Baugruppe wird dann als Ganzes (!) mal als Inverter und mal und mal als Controller bezeichnet. Werden die entsprechenden deutschen Bezeichnungen verwendet, ist es dann halt ein Umrichter oder Steuergerät, wobei aber wohlgemerkt auch da ein Kombigerät gemeint ist, das beide Funktionen vereint. Dass Kombigeräte mit mehreren Funktionen nach nur einer dieser Funktionen benannt werden, ist auch nichts ungewöhnliches. Beispielsweise werden Kombigeräte aus Modem, Router, Switch, WLAN-Accesspoint, Telefoniefunktionen und womöglich auch noch Fileserver (vulgo "Fritzbox") gerne einfach nur "Router" genannt. Aber so gut wie jeder weiß, was gemeint ist, wenn jemand sagt "du musst das Telefon an den Router anschließen".

Sicher gab's die - im letzten Jahrtausend. Und sie hatten so gut wie keine Bedeutung. In Großserien-E-Autos werkelt ein Inverter. Immer.

Gruß

Michael

Aber Michael,

Aber wenn es ums Recht haben geht, dann eignen sich solche Sachen eben besonders. Es muss sich toll anfühlen, wenn man es besser weiß, als eine ganze Nation und noch mehr, wenn das ganz viele englische Muttersprachler betrifft.

Sprache ist eben nicht immer logisch. Letztens hatte ich eine Diskussion mitbekommen, als ein Muttersprachler einen Wackelkontakt mit "Short" übersetzte und argumentierte, dass dieses "Short" für alles stehe, was elektrisch sei und irgendwie nicht so tut, wie geplant, also auch Wackelkontakte. Nein, das war kein Ingenieur ;-)

Das ist nicht nur im englischen Sprachraum so. Es ist auch nicht auf technische Begriffe begrenzt.

Marte

Marte Schwarz schrieb:

Und nicht ganz selten ist bereits am From:-Header leicht erkennbar, dass dem so sein wird. Manchen Leuten verleiht ein Dr.-Titel nunmal absolute Deutungshoheit - wie er offenbar glaubt, auch wenn er von der Materie dennoch nichts versteht...

MfG Rupert

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required